Ethereum: Der Winter naht!

Sailing on Ice. Bild von Simon Matzinger via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Ethereum segelt in die Eiszeit: Die Difficulty-Bombe beginnt, sich bemerkbar zu machen, indem die Miner immer länger brauchen, um neue Blöcke zu finden. Dieser Ritt in die Eiszeit soll helfen, den Umstieg auf Proof of Stake zu meistern.

Noch ist die Difficulty-Bomb von Ethereum kaum sichtbar. Seit Anfang des Jahres steigt der Preis der zweitwertvollsten Kryptowährung kontinuierlich an, und mit ihm auch die Hashrate der Miner sowie, naturgemäß, auch die Difficulty.

Wenn man jedoch genau hinschaut, erkennt man, dass die Difficulty ein Stückchen rascher ansteigt als die Hashrate. Eigentlich sollte beides synchron verlaufen bzw. die Hashrate sollte der Difficulty vorauseilen.

Anstieg von Hashrate und Difficulty übereinandergelegt. In weniger vollem Blau ist die Difficulty, die sich im Lauf der Zeit von der Hashrate entkoppelt. Quelle der Chart: Creative Commons

Es ist normal, dass die Schwierigkeit der kryptographischen Rätsel, die die Miner zu lösen haben, mit der Rechenkraft ansteigt, die sie ins Netzwerk pumpen. Das ist bei jeder Kryptowährung so und es gewährleistet, dass der Zeitraum zwischen den Blöcken sowie die Rate, mit der neue Coins erzeugt werden, stabil bleiben. Ohne eine Anpassung der Schwierigkeit an die Hashrate würde jede Kryptowährung an galoppierender Inflation leiden.

Bei Ethereum gerät dieses Gleichgewicht langsam und sachte aber sicher ins Wanken. Die Schwierigkeit steigt schneller an als die Hashrate. Das Resultat ist, dass sich das System verlangsamt. Während bisher alle 14 Sekunden ein Block entsteht, dauert es nun schon mehr als 15. Das ist nicht viel, aber ein signifikanter Ausschlag.

Zugleich sinkt die tägliche Rate, mit der neue Ether entstehen. Im Januar und Februar haben die Miner noch rund 30.000 Ether am Tag erschaffen. Heute sind es nur noch etwa 27.500. Wenn die Blöcke langsamer fallen, entstehen auch weniger Ether am Tag. Ist klar.

Bisher sind die Auswirkungen der Difficulty-Bombe noch harmlos. Sie mögen in den Charts sichtbar sein, beeinträchtigen aber die Usability von Ethereum nicht im geringsten.

Allerdings wird sich der Effekt im Lauf des Jahres erheblich steigern. Denn die Difficulty wächst exponentiell. Es wird erwartet, dass die Abstände zwischen den Blöcken noch im Sommer oder Herbst auf bis zu 30 Sekunden anwachsen werden, womit sich die Generierung neuer Coins wie auch die Kapazität des Netzwerks halbiert haben wird. Im Lauf der folgenden Monate und Jahre wird die Difficulty immer schneller steigen, bis zu dem Grad, ab dem es für die Miner weitgehend unmöglich wird, einen Block zu finden. Dann wird Ethereum eingefroren sein.

Geplante Obsoleszenz für sanften Wechsel zu Proof of Stake

Diese Eiszeit haben die Ethereum-Entwickler nicht ohne Grund eingeplant. So dient sie als eine Art geplanter Obsoleszenz, die dafür sorgt, dass eine bestimmte Ethereum-Version ab einem gewissen Zeitpunkt unbenutzbar wird, und damit sowohl Entwickler als auch Miner und User anspornt, radikale Änderungen mitzutragen. Ein solches Gezaudere angesichts einer Hardfork, wie man es bei Bitcoin seit gut 24 Monaten miterleben muss, ist dank der Eiszeit bei Ethereum unmöglich.

Ein zweiter, und vielleicht wichtigerer Grund für die Difficulty-Bomb ist jedoch der geplante Wechsel von Ethereum von PoW zu PoS. PoW bedeutet “Proof of Work” und meint, dass die Miner um den Block-Reward konkurrieren, indem sie beweisen, dass ihre Computer Rechenzyklen verbrauchen. PoS hingegen bedeutet “Proof of Stake” und meint, dass die Miner nicht echte Computerleistung investieren, sondern lediglich Ether, mit denen sie simulierte Miner kaufen und mit diesen um die Blöcke konkurrieren. Anstatt Miner heißen sie nun Staker.

PoS ist umweltfreundlicher, senkt die Schwelle für Erstinvestitionen ins Mining, ermöglicht geringere Interwalle zwischen den Blöcken und ist eine Voraussetzung für das Sharding der Blockchain, mit dem Ethereum eine fast endlose Skalierbarkeit erreichen möchte. Es könnte sich also lohnen, diesen Weg zu gehen.

Der Plan, mit dem Ethereum auf Proof of Stake umsteigen möchte, ist elegant. Zunächst, während der Metroplis-Ära, sollen Mining und Staking noch parallel fahren. Die Staker werden dafür einen “Caspar” Vertrag benutzen, in den sie Ether einschließen und mit dem sie Blöcke validieren. Zugleich wird das Timing der Blöcke weiterhin durch den Proof of Work, also die Miner, bestimmt.

Da allerdings durch die Eiszeit die Mining-Difficulty immer weiter ansteigt, wird sich das Mining im Lauf der Zeit unweigerlich weniger lohnen als das Staking. Es soll also einen sanften Wechseln hin zu Proof of Stake geben, der von den ökonomischen Anreizen der Miner bzw. Staker getrieben wird.

Eiszeit erreicht Blockchain mit Verspätung

Ursprünglich wurde die Difficulty Bomb am 7. September 2015 eingeführt. Der Plan war, wie Stephen Tual damals auf dem Blog der Ethereum Foundation erklärte, dass die Difficulty ab Block 200.000 – noch im September 2015 – beginnen sollte, exponentiell zu steigen. “Etwa in einem Jahr,” schreibt Tual zu diesem Zeitpunkt, “wird das Netzwerk noch für etwa 3-4 Monate benutzbar sein, aber danach in eine ‘Eiszeit’ eintreten: Die Schwierigkeit wird schlichterdings zu hoch sein, als dass jemand einen Block findet. Dies wird uns erlauben, PoS einzuführen.”

Eigentlich hätte die Ethereum-Blockchain also bereits Ende 2016 so gut wie unbenutzbar sein sollen. Allerdings wurden den Entwicklern noch während des Jahres 2016 klar, dass sie sich überschätzt hatten. Es war nicht möglich, diese Deadline für PoS einzuhalten. Also haben sie mit der Hardfork zur Homestead-Version von Ethereum die Difficulty-Bombe ein wenig entschärft. Vitalik Buterin schrieb dazu vor rund einem Jahr: “… die Eiszeit wird nun doch sehr langsam eintreten … Ab Block 3,5 Millionen (etwa in einem Jahr), werden wir ein durchschnittliches Blockinterwall von 25 Sekunden für rund 100.000 Blöcke (etwa 1 Monat) haben; dann werden wir für die die nächsten 100.000 Blöcke (nun etwa 1,4 Monate) 35 Sekunden haben, dann ~55 Sekunden für etwa 2,2 Monate, dann ~95 Sekunden für etwa 3,8 Monate, und so weiter bis wir bei ~655 Sekunden für etwa 26 Monate landen.” Die finale Untergangsphase wird etwa 2021 eintreten, wenn das Netzwerk beinah zum Stillstand kommt.

Wie alle Exponentialfunktionen startet die Difficulty Bomb langsam, kaum sichtbar, um dann, relativ plötzlich, zu explodieren. Da sich die Hashrate der Miner gleichzeitig fortlaufend erhöht, wird sich die Eiszeit erst später als geplant bemerkbar machen. Laut den Berechnungen von Vitalik Buterin sollte Ethereum heute, mit einer Blocknummer von 3,7 Millionen und ein paar Zerquetschten bei einem Block-Interwall von etwa 55 Sekunden sein. Tatsächlich sind es aber nur 15. Der Grund ist, dass die Miner im Lauf der letzten Monate massiv in neue Mining-Hardware investiert und damit die Hashrate hochgetrieben haben. Unter normalen Umständen würde dies dafür sorgen, dass die Interwalle zwischen den Blöcken kürzer anstatt länger werden.

Selbst die bereits verzögerte Eiszeit wird also noch später als geplant eintreffen. Zwar wird die Erhöhung von Schwierigkeit und Blockzeit vermutlich in den kommenden Monaten immer deutlicher zu sehen sein – doch zu wirklichen Funktionseinschränkungen wird es voraussichtlich nicht vor Frühling 2018 kommen.

Bis dahin wollen die Ethereum Core Entwickler bereits in der Metropolis Phase von Ethereum angekommen sein. Der Fahrplan von Ethereum besteht aus vier Phasen – Frontier, Homestead, Metroplis und Serenity – von denen jede durch eine Hardfork eingeleitet wird und einen Abschnitt in der Vollendung von Ethereum darstellt. Derzeit sind wir in Homestead, der Phase, die der Entstehung grafischer Wallets und der Sicherheit gewidmet war. Mit Metropolis möchte Ethereum den Massenmarkt angreifen. Ein Teil dieser neuen Version wird die Einführung des Caspar Proof of Stake sein, der zunächst noch parallel zum Mining laufen soll. Erst wenn die Eiszeit wirklich zuschlägt, wird Proof of Stake das Mining verdrängen. Dies wird dann die Serenity Phase einleiten.

Noch haben sich die Ethereum-Entwickler allerdings noch nicht endgültig darauf geeinigt, was alles in die Metropolis Hardfork rein soll. Zwar sind bereits zahlreiche Änderungen vollständig, doch es fehlt noch unter anderem die finale Version von Caspar, und es gibt noch einige Uneinigkeiten, etwa über die Frage, ob man den Mining-Reward senken soll. Daher haben die Entwickler noch kein konkretes Datum für Metropolis genannt. Angestrebt wird aber ein Release im August oder September.

Bis dahin werden die Abstände zwischen den Blöcken auf voraussichtlich mehr als 20, vielleicht sogar auf 30 Sekunden angewachsen sein. Diese Verknappung der Erzeugung neuer Ether mag für Spekulanten reizvoll sein. Diejenigen, die hingegen mit Ethereum arbeiten wollen, werden zu diesem Zeitpunkt beginnen, sich zu wünschen, dass die Entwickler ihrem Zeitplan folgen werden.

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24 Comments on Ethereum: Der Winter naht!

  1. Wieder einmal ein interessanter Beitrag – vielen Dank dafür.

    Ich verstehe allerdings PoS noch nicht, daher eine Anfängerfrage:

    Beim PoW habe ich:
    – PC mit z.B. Grafikkarten der ordentlich Stron aus der Leitung Zieht und die Bude warm hält.
    – Ein Programm, das Arbeitspakete von einem Pool [A] holt und zwischenergebnisse (shares) an den Pool Liefert.
    – Proportional zur anteilsmäßig geleisteten Arbeit erhalte ich Anteile am Blockreward.

    Wie läuft das ganze beim PoS?
    – Ich habe einen PC, die Grafikkarte bleibt kalt, Stromrechnung niedrig.
    – Eine Software (?) der gebe ich Zugriff auf meine Wallet (Priv. + Öffentl. Key)
    – Die Software setzt meine 2,4 ETH auf Entstehung des nächsten Blockes.
    – Andere Miner setzen insgesamt 230.117,41422312 ETH ebenfalls auf Blockentstehung
    – Wer bekommt nun den Blockreward? Bekommt der meistbietende alles? Oder verhältnismäßige Aufteilung?

    Habe zu PoS bisher nur sehr allgemein gehaltene Umschreibungen gefunden, oder alternativ seitenlange Ausarbeitungen. Hat da jemand einen Link?

  2. senkt die Schwelle für Erstinvestitionen ins Mining

    Kommt darauf an, wie es implementiert wird, was noch nicht ganz klar zu sein scheint. Möglicherweise wird es ähnlich wie mit den Masternodes bei Dash, wo man einen bestimmten Stack einfrieren muss…

    ermöglicht geringere Interwalle zwischen den Blöcken

    Was erst noch zu beweisen wäre…

    ist eine Voraussetzung für das Sharding der Blockchain, mit dem Ethereum eine fast endlose Skalierbarkeit erreichen möchte.

    Sharding sollte durchaus mit PoW möglich sein: https://monero.stackexchange.com/questions/2885/how-would-sharding-work-in-monero-to-help-with-scaling
    Sorry für den leichten Off-Topic Link zu Monero, allerdings ist die Developer Community dort sehr offen für Diskussionen und Anregungen, was dazu führt, dass komplizierte Dinge auch mal vereinfacht dargestellt werden können. Howard Chu (hyc), der die Frage beantwortet, ist der Autor von LMDB, einer Datenbankengine, die einen erheblichen Performanceschub für Monero’s Blockchain gebracht hat und womöglich auch für andere Blockchains bringen könnte.

    Es könnte sich also lohnen, diesen Weg zu gehen.

    Für Spekulanten ja, denn ein erheblicher Teil des Ethers wäre in PoS Contracts eingefroren, was das Angebot auf Börsen etc. verringert. Allerdings ist PoS eine Art Perpetuum Mobile, wenn man bedenkt, dass man ohne äußere Zufuhr aus Gleichem mehr von diesem generiert. Ich bin auch überzeugt davon, dass Vitalik nichts Geringeres vor hat, als ein solches (noch nie dagewesenes) aufzubauen. Das wird (wahrscheinlich) auch einige Zeit gut gehen, wobei die Angriffsvektoren auf Ethereum noch einmal deutlich größer werden. Allerdings sind wir damit wieder unserem Finanzsystem wieder sehr nahe gekommen oder dieses sogar verschärft, denn die größten Stakeholder erhalten automatisch (ohne Zutun) den größten Profit und vermehren ihr Vermögen auf Kosten derjenigen, die ihr (geringes) Vermögen nicht parken können, sondern es nutzen. Das System zentralisiert sich also zwangsläufig immer stärker.

    Ich bin der Ansicht, dass man nur mit PoW ein wirklich dezentrales System erreichen kann, allerdings mit Algorithmen, die so weit wie möglich ASIC resistent sind und möglichst vieler Hardware ermöglichen am System teilzunehmen, wie z.B. Cuckoo Cycle (welcher auch weitgehend Poolresistent ist). Das war eigentlich auch die Idee von Bitcoin, dass jeder Nutzer (Node) nebenher mit seinem PC mined. Aber ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung von Ethereum, denn wenn es funktioniert und (unendlich) skaliert, wie es sich Vitalik vorstellt, ist er wahrlich ein Genie.

    • Tony Ford // 30. May 2017 at 22:04 // Reply

      Proof-of-Stake halte ich langfristig interessanter als Proof-of-Work.

      Weil man PoW wird nie gegen einen Hardware-Aufrüstungswahnsinn wird fit machen können. Selbst wenn man es schafft etwas einzubauen, was den Einsatz von ASICs verhindert und das Mining auf üblichen PCs ermöglicht, so führt dies am Ende dazu, dass ein Miner statt eines ASICs eben 20 PCs parallel laufen lässt.
      Das läuft schlussendlich auch wieder auf Pool-Bildungen hinaus.

      Proof-of-Stake muss zudem nicht zwingend zu einer übermäßigen Kapitalanhäufung führen, wenn der Stake nicht zu hoch gewählt wird. Ich denke nicht, dass Jemand viel Kapital investiert um 1% minten zu können. Da sind die Kursschwankungen/Kursrisiken viel zu hoch dafür.

      Der PoS von BlackCoin gefällt mir hierbei am besten. Der PoS ist mit 1% relativ niedrig gewählt, jedoch werden Jene Nodes belohnt, die häufig online sind. So dass der PoS höher als 3% liegen kann. Dies schafft Anreiz eine Node laufen zu lassen.

      • Proof-of-Stake halte ich langfristig interessanter als Proof-of-Work.

        Interessant finde ich es auch, aber ich halte es nicht für dauerhaft möglich. Allerdings bin ich leider kein Mathematiker, der das Kryptographisch auseinandernehmen könnte…

        Selbst wenn man es schafft etwas einzubauen, was den Einsatz von ASICs verhindert und das Mining auf üblichen PCs ermöglicht, so führt dies am Ende dazu, dass ein Miner statt eines ASICs eben 20 PCs parallel laufen lässt.

        Natürlich bleibt das möglich, allerdings haben wir beim Beispiel Bitcoin eine relativ einfache Hashfunktion, die sich wiederum relativ einfach in Silizium brennen lässt, was einen Vorsprung der Größenordnung 10^x ermöglicht und somit alles andere irrationalisiert. Eine lineare Skalierung durch 20 PCs oder auch 1000 ist nicht wirklich ein Problem, solange ein “normaler” Node daran teilnehmen kann, denn 1000 wirkliche Nutzer wiegen diesen wieder auf. Wenn es um eine Währung geht, sollte sich dies deutlich aufwiegen, denn professionelles Mining wird durch die ganzen “Nebenherminer” unrentabel.

        Für mich ist bis zum Beweis des Gegenteils ein PoS Algo ein Perpetuum Mobile, welches auf Dauer nicht funktionieren kann. Deswegen bin ich auf Ethereum gespannt, obwohl es noch kaum echte Anwendungen gibt, die eine wirkliche Skalierung erfordern würden…

      • Tony Ford // 31. May 2017 at 23:48 //

        PoS funktioniert doch bereits z.B. bei Blackcoin?? Ich sehe da keine Verwerfungen.
        Zum Thema 20 PCs, das Kernproblem ist, dass je höher der zu minende Gegenwert ist, desto größer der Aufwand der betrieben wird. Bei Bitcoin bedeutet dies, dass das Mining im Schnitt tägliche Kosten von annähernd 4mio.$ verursacht.
        Egal wie man den Algorithmus gestaltet, dieser Kostenaufwand wird so oder so hineingesteckt, schlichtweg weil es aus betriebswirtschaftlicher Sicht etwas bringt.
        Denn selbst wenn 3,9mio.$ an Kosten hineingesteckt werden, bleibt immerhin ein Gewinn von 0,1mio.$ übrig.
        Damit erübrigt sich ob man will oder nicht, dass eine kleine Node irgendeine Chance hat einen Block minen zu können. Rechnet man die täglich 144 Blöcke auf die 4mio.$ hoch, so müsste man einen täglichen Kostenaufwand von 28.000$ betreiben um täglich einen Block generieren zu können, gut 900$ um einen Block pro Monat generieren zu können und immerhin noch 80$ wenn man statistisch einen Block pro Jahr generieren wollte. D.h. man müsste sich jeden Monat einen HighEndPC gönnen um mit etwas Glück einen Block im Jahr generieren zu können.
        Damit erklärt sich eigentlich von selbst, dass Mining für eine normale Node quasi wie ein Lottogewinn ist, sich mit oder ohne ASICs nix ändern würde.

      • Name required // 1. June 2017 at 18:32 //

        1% für das PoS sind es auch bei Stratis. Den Coin sollte man sich übrigens einmal genauer ansehen .Birgt – nach Meinung vieler – deutlich mehr Potential als Ethereum.

        @ Pauls Janowitz:
        Wieso sollte PoS ein Perpetuum Mobile sein? Irgendwann werden angehäufte Coins verkonsumiert. Dann haben wieder Andere die Möglichkeit diese zu erwerben, Stake-Rewards zu generieren und es findet eine nötige Umverteilung (im positiven Sinn, nicht im sozialistischen) statt.

      • @Tony Ford

        PoS funktioniert doch bereits z.B. bei Blackcoin??

        Schau Dir doch mal die Richlist an und klicke Dich durch die reichsten Adressen: https://chainz.cryptoid.info/blk/#!rich
        Genau das ist, was ich für gescheitert ansehe, denn diese werden nicht genutzt, sondern häufen immer mehr Vermögen durch den automatischen Block Reward an. Die reichste Adresse ist bereits im Besitz von mehr als 9% des Vermögens, das reichste Wallet knapp 23%, die reichsten 10 Wallets 53%: https://chainz.cryptoid.info/blk/#!wallets
        Dieses Verhältnis wird sich auf Dauer nur weiter zu Gunsten dieser verschieben, denn die kleinen User nutzen ihre Coins, statt sie zu staken und bekommen dadurch keinen Reward ab. Die Kurve der Reichen verläuft auf Dauer also exponentiell, wenn das auch (noch) nicht erkennbar zu sein mag.
        Ich vermute auch, dass die reichen BlackCoiner nicht nur eine Wallet besitzen, somit dürfte der Streubesitz noch deutlich niedriger ausfallen.

        Bei Bitcoin bedeutet dies, dass das Mining im Schnitt tägliche Kosten von annähernd 4mio.$ verursacht.

        Heute ja, da beim Bitcoin die Block Reward Verringerung leider zu niedrig angesetzt wurde und das Netzwerk viel schneller gewachsen ist als gedacht. Sobald der Blockreward (im Vergleich zu den Transaktionsgebühren) nichtig ist, verursacht jede einzelne Transaktion im Schnitt so hohe Kosten, wie der Sender bereit ist zu bezahlen und der Miner diese als rentabel zu akzeptieren. Das System sollte sich einpendeln, wenn da nicht diese willkürlichen Limits im Code wären.

        D.h. man müsste sich jeden Monat einen HighEndPC gönnen um mit etwas Glück einen Block im Jahr generieren zu können.

        Für Bitcoin trifft das zu und wird sich wahrscheinlich weiter zuspitzen. Mit einer höheren Blockfrequenz relativiert sich das ein wenig (wenn auch nicht drastisch), allerdings sehe ich sehr viel Potenzial auch für dieses Problem im Sharding der Blockchain ab einem bestimmten Transaktionsvolumen.
        Vereinfacht funktioniert es, dass z.B. ab 1MB durchschnittlicher Blocksize der letzten 100 Blöcke auf zwei Chains geshardet wird und auf eine kommen alle Transaktionen, deren Hash mit 0-7 beginnt, auf die zweite alle mit 8-f. Jede Chain hat dann lediglich ihre Transaktionen und benötigt dann nur den jeweils letzten Blockhash der anderen Chain. Falls die Blöcke im Schnitt wieder auf >1MB wachsen, gibt es einen Shard auf 4 Chains. Auch eine Zusammenführung wäre denkbar, wenn die Blocksize auf unter die Hälfte sinkt… Und es wäre natürlich großen Betreibern überlassen, allen Chains zu folgen (und auch zu minen), wenn sie dies für schnellere Verifizierung benötigen. Natürlich ist das alles noch sehr vage und theoretisch, Details müssten definiert, implementiert und ausgiebig getestet werden. Mit zk-Snarks gibt es heute auch eine Möglichkeit, die jeweils andere Chain zu verifizieren, ohne deren Inhalt zu kennen. Diese halte ich aber noch für zu wenig getestet und wenn selbst Zooko meint, es ist Magie, die er nicht versteht, aber seinen Coin darauf aufbaut, sollte man vorsichtig sein. Für mich ist das jedoch der Erfolg versprechendste Ansatz für eine wirklich dezentrale Kryptowährung, die auch skalierbar ist.
        In Bitcoin sind solche Änderungen nach dem ganzen SegWit/Blocksize Debakel sicher nicht möglich, aber wer weiß, ob ein anderer Coin das nicht solide hinbekommt.

        Dies schafft Anreiz eine Node laufen zu lassen.

        Womit wir wieder bei Resourcenverschwendung sind und bei Millionen Nutzern werden Millionen Virtueller Server bei zentralisierten Anbietern gehostet, die im Grunde nicht zur Dezentralisierung beitragen, aber Strom fressen. Aber je länger ich über alle Po* Möglichkeiten nachdenke, ist eine auf Dauer funktionierende Kryptowährung nur in Form von Arbeit möglich, die sich bei praktisch allen in Strom niederschlägt. Das ist auch völlig in Ordnung, denn nur so lässt sich ein Netzwerk absichern.

        @Name required
        Ein Perpetuum Mobile, da in einem reinen PoS (ohne zusätzliche Anreize wie bereits oben genannt) ohne externe Energiezufuhr aus einer Einheit immer mehr wird.

        Irgendwann werden angehäufte Coins verkonsumiert.

        Das sieht man am besten in unserem heutigen Finanzsystem. Jemand, der monatlich 1.000 Euro zur Verfügung hat, verkonsumiert diese (sehr wahrscheinlich) zu 100%. Jemand, der 10.000 Euro zur Verfügung hat, verkonsumiert (wahrscheinlich) nur einen Teil. Jemand, der Milliarden zur Verfügung hat, verkonsumiert nur einen Bruchteil dessen, was er einnimmt. In einem Zinssystem wird das große Vermögen also immer gewaltiger, die kleinen bleiben für immer nichtig.

        Dann haben wieder Andere die Möglichkeit diese zu erwerben, Stake-Rewards zu generieren und es findet eine nötige Umverteilung (im positiven Sinn, nicht im sozialistischen) statt.

        Das klingt sehr stark nach Ponzi und die Umverteilung ist definitiv von unten nach oben (ob das positiv oder negativ ist, liegt im Auge des Betrachters).

        Eine optimale dezentrale Kryptowährung basiert für mich daher immer noch auf einem “gerechten” PoW Algorithmus, mit Hilfe dessen (fast) jeder mit seinen Geräten des täglichen Gebrauchs am System teilnehmen kann und dafür belohnt wird. Optimal wäre ein Algorithmus, der auch auf mobilen Endgeräten läuft, von denen Milliarden im Umlauf sind.
        Natürlich bleibt das “Problem” der 20 PCs (oder entsprechend mehr) parallel, jedoch ist die Kurve linear, denn wenn jemand zusätzliche PCs dazuschalten möchte, muss er seine bisherigen Profite auch wirklich für die Hardware ausgeben.

      • Tony Ford // 2. June 2017 at 17:21 //

        PoS Blackcoin vs. Verteilung.

        Die Verteilung durch Staking spielt meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle, wenn man mal die 1% von BLK zur Grundlage nimmt. Die Verteilung wird da eher durch Kapitalanlagen oder Unternehmungen gemacht. D.h. die die viel Kapital besitzen, investieren es in Unternehmen oder Beteiligungen mit denen sie sicherlich mehr als die 1% pro Jahr kassieren. Diese Renditen finden sich später letztendlich dann bei jedem Coin wieder.
        Ebenfalls zu bedenken ist, dass die Richlist nicht wirklich viel Aussagekraft besitzt.
        So gibt es Möglichkeiten, großes Kapital auf tausenden von Adressen lagern zu können. U.a. habe ich es in der Vergangenheit selbst erlebt, wie viele der damals großen BTC-Adressen systematisch in tausende von kleinen Adressen aufgesplittet wurden. Faktisch immer wieder halbiert, d.h. von einst 100.000 -> 2x 50.000 -> die 50.000 BTC -> 2x 25.000
        Am Ende lagerten auf einer BTC-Adresse weniger als 1000 BTC.

        Dezentralität wird man meiner Meinung nach mit keinem der bisherigen Coins erreichen, hierzu müsste man das Paradigma der Wertsicherung und Wertsteigerung durchbrechen und Coins eine Art Verfallsdatum geben. Je größer der Haufen, desto größer der Wertverfall, desto schwieriger den Wert erhalten zu können, desto höher die Dezentralität, desto geringer die Ungleichverteilung.

        Wenn man Dezentralität und weniger Ungleichheit will, dann bin ich der Meinung, wird man sich von Profitdenken verabschieden müssen und gemeinwohlorientiert denken.

      • Die Verteilung durch Staking spielt meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle, wenn man mal die 1% von BLK zur Grundlage nimmt. Die Verteilung wird da eher durch Kapitalanlagen oder Unternehmungen gemacht. D.h. die die viel Kapital besitzen, investieren es in Unternehmen oder Beteiligungen mit denen sie sicherlich mehr als die 1% pro Jahr kassieren. Diese Renditen finden sich später letztendlich dann bei jedem Coin wieder.

        Ich kenne viele, die über sichere 1% glücklicher wären, als in irgendetwas zu investieren. Warum kaufen sonst viele Fonds Staatsanleihen mit negativen Zinsen auf? Alles andere ist eine (riskantere) Wette auf mehr Profit.

        Ebenfalls zu bedenken ist, dass die Richlist nicht wirklich viel Aussagekraft besitzt.
        So gibt es Möglichkeiten, großes Kapital auf tausenden von Adressen lagern zu können. U.a. habe ich es in der Vergangenheit selbst erlebt, wie viele der damals großen BTC-Adressen systematisch in tausende von kleinen Adressen aufgesplittet wurden. Faktisch immer wieder halbiert, d.h. von einst 100.000 -> 2x 50.000 -> die 50.000 BTC -> 2x 25.000
        Am Ende lagerten auf einer BTC-Adresse weniger als 1000 BTC.

        Natürlich gab es bei Bitcoin viele relativ große Adressen, die eben von Anfang an in der Mailing List dabei waren und es ausprobiert haben. Das sind allerdings auch First Mover, die es verdienen, eine neuartige Technologie getestet zu haben etc.
        Um bei Deinem Beispiel BlackCoin zu bleiben, wurden lediglich 10.000 Blöcke per PoW gemined, danach auf PoS umgestellt. Die Blockfrequenz liegt bei ca. 60 Sekunden, also werden pro Stunde 3600 Blöcke gefunden, was bedeutet, dass nach drei Stunden alle PoW Stakes verteilt waren und diese bekommen jetzt PoS rewards. Ganz ehrlich, ist das für Dich ein vertrauenswürdiges System?
        Dazu kommt noch eine “Max Reorganisation Depth” von 500, die nur aufzeigt, dass die Macher selbst in ihr PoS kein Vertrauen haben und auch die Stake Rewards sind erst nach 500 Blöcken verfügbar.
        PoS bietet einfach unendlich viele Angriffsflächen, die kaum voraussehbar sind.

        Dezentralität wird man meiner Meinung nach mit keinem der bisherigen Coins erreichen, hierzu müsste man das Paradigma der Wertsicherung und Wertsteigerung durchbrechen und Coins eine Art Verfallsdatum geben. Je größer der Haufen, desto größer der Wertverfall, desto schwieriger den Wert erhalten zu können, desto höher die Dezentralität, desto geringer die Ungleichverteilung.

        Bitte um mehr Details, wie Du Dir das vorstellst mit Verfallsdatum und co.

        Wenn man Dezentralität und weniger Ungleichheit will, dann bin ich der Meinung, wird man sich von Profitdenken verabschieden müssen und gemeinwohlorientiert denken.

        Genau das ist der Punkt. Ich bin auch für ein bedingungsloses Grundeinkommen, wenn wir schon bei Politik sind…

      • Tony Ford // 3. June 2017 at 14:44 //

        Da ich selbst BLK besitze und auch ein bisschen PoS betreibe, kann ich dir sagen, spielen die 1% in der Endabrechnung keine Rolle. Natürlich erhöht sich die Menge, doch allein die Kursschwankungen und Kursbewegungen werden immer wesentlich größer sein als die 1% Stake.
        BLK im speziellen Fall hat das PoS immer weiterentwickelt und ist zu den entsprechenden Parametern gelangt. U.a. hat man auch etwas entgegen der Dominanz der großen Player getan, indem man den Multiplikator Age entfernt hat und das Age nicht mehr zur Reward-Berechnung heranzieht und jeden Block pauschal mit 1,5 BLK belohnt.
        In Bezug auf PoW, was denkst du, wer hier der große Profiteur sein wird?
        Sicherlich nicht der kleine Bitcoiner, sondern letztendlich auch wieder zur die großen Bitcoiner die entsprechend großes Gewicht im Pool ausmachen und ebenfalls den großen Teil des Rewards abkassieren. Dies meinte ich u.a. damit, dass jeder Algorithmus, der auf Vermehrung ausgelegt ist, keine umfassende Dezentralität bieten kann und sich IMMER Kapital anhäufen wird.

        Für mich gibt es bislang keinen Beleg dafür, dass PoS der Umverteilung tatsächlich merklich ungerechter zugeht als bei PoW. Daher finde ich PoS langfristig interessanter, weil man sich zumindest die Ressourcenverschwendung sparen kann.

  3. Sollte PoS kommen dann werden sich die Miner von ETH verabschieden. Niemand wird seine teure Hardware für ein obskures Experiment einfach liegen lassen. Dann wird eben was anderes gemined und ETH versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Ohne die Miner ist ETH Nichts!

    • Name required // 1. June 2017 at 22:05 // Reply

      Das ist ja auch der Sinn der Übung, dass die Miner langsam aber stetig steigend wegziehen. PoW ist sowieso zu ressourcenfressend.

  4. PoS funktioniert bei PeerCoin (mit ebenfalls 1% Ausschüttung jährlich) immerhin schon seit fast fünf Jahren. Wie Tony Ford schon schrieb, 1% ist keine wirklich attraktive Rendite. Allenfalls in Minizinsphasen wie aktuell könnte das begrenzt zur Kapitalanhäufung führen, aber die “klassischen” Kapitalanhäufer gegen sich mit 1% auch heute nicht zufrieden. Von daher sehe ich keine Gefahr, dass sich hier die Geschichte des Kapitalismus wiederholt …

    • PeerCoin ist kein dezentrales System, sondern basiert auf der Autorität des Entwicklers.
      Und die “Minizinsphasen” sind mittlerweile Negativzinsphasen und ich würde die “Phasen” eher schon streichen, wenn ich mir die Entwicklung der letzten Jahre ansehe.

  5. Name required // 1. June 2017 at 22:08 // Reply

    @ Christoph:
    Könntest Du Dir bitte angewöhnen, Intervalle mit “v” zu schreiben? Danke.
    Der Fehler kommt im Text gehäuft vor.

  6. Casper wird wohl wie alles bei Ethereum unnötig kompliziert sein. Mal will eben beweisen, dass man es besser kann als der Vorreiter Peercoin mit seiner simplen Proof-of-Work/Proof-of-Stake Kombination. Das “Nothing at stake” Problem, das Casper lösen soll, ist ein rein theoretisches Problem, das praktisch bisher bei noch keiner Cryptowährung zu Problemen geführt hat.

  7. @Paul Janowitz & @Tony Ford:

    Ihr scheint ziemlich linke bis gesellianische Ansichten zu haben. Mir ist das sympathisch, aber die Kryptowährungen sind dafür nicht gemacht. Die sind tatsächlich für reiche Spekulanten gemacht. Wer sich mehr Hardware und mehr Stromverbrauch leisten kann, beginnt bereits mit einem großem Vorteil. Danach geht die Schere immer nur noch weiter auseinander. Das wäre wegen der benötigten Infrastruktur sogar dann so, wenn der Coin selbst umlaufgesichert wäre. Mit linken oder gesellianischen Ansichten ist man in der Welt der Kryptowährungen also völlig deplaziert, außer man hätte einen Ansatz, der dermaßen revolutionär ist wie die Blockchain selbst.
    Ranma

    • Tony Ford // 3. June 2017 at 14:49 // Reply

      Meine Sichtweise entspricht faktisch nahezu deckungsgleich der Piratenpartei oder u.a. auch einem Macron. Das Profil typisch Linksliberal, d.h. Marktwirtschaft und Freiheit ist mir ebensowichtig wie gesellschaftliche Nachhaltigkeit und Innovationsfähigkeit.
      Bitcoin & Co. sind in der Tat im Grunde neoliberal, bedingt aber der Freiheit zur Alternative entsteht Nachhaltigkeit und Innovationsfähigkeit, welches gegen den sich Verselbstständigenden Neoliberalismus entgegen wirkt.
      Oder anders ausgedrückt, wenn BTC mißbraucht wird, steht es mir frei BTC nicht mehr akzeptieren zu müssen.

      • Ranma // 4. June 2017 at 5:53 //

        Also du hoffst auf eine vernünftiger organisierte Kryptowährung. Natürlich muß man BTC nicht benutzen. Es ist kein Geld. Das erkennt man spätestens daran, daß BTC-Dienstleister nicht der Aufsicht der BaFin unterstehen. Dann wäre allerdings ziemlich schnell Schluß mit den meisten BTC-Geschäftsmodellen. BTC sind nur für Spekulanten interessant und vielleicht noch für das Abwickeln internationaler Finanztransaktionen, wenn man sich dadurch Gebühren sparen kann oder vermeiden, daß Paypal einem das Konto willkürlich einfriert. Eigentlich lese ich hier auch nur deshalb mit, weil ich ebenfalls auf eine vernünftiger organisierte Kryptowährung hoffe.
        Ranma

      • Tony Ford // 5. June 2017 at 10:24 //

        Ja und Nein. U.a. bietet es aber auch Möglichkeiten zum Crowdfunding, vereinfacht das Spenden, macht Organisationen transparent, usw.

  8. Hallo Leute, ich verfolge erst seit ein paar Tagen das Thema crypto-währungen und bin höchst angetan von dem ganzen auch wenn ich das noch nicht 100 % verstehe. Ich will gern in Ethereum investieren. Momentan aber steigt der Wert jeden Tag und ich sehe die Chance als verpasst an.

    So wie ich das verstanden habe wird aber in jeder Phase eine neue Währung erzeugt. Also hätte ich dann noch zweimal die Chance von beginn an dabei zu sein und in eine neue Ethereum Währung zu investieren, z.b. in Ethereum Metropolis? Was passiert dann mit dem jetzigen ETH, das wäre dann doch eine veraltete Währung und müsste dementsprechend langsam zugrunde gehen. Denke ich da richtig? Bitte um Aufklärung

  9. Zitat Paul Janowitz: Womit wir wieder bei Resourcenverschwendung sind und bei Millionen Nutzern werden Millionen Virtueller Server bei zentralisierten Anbietern gehostet, die im Grunde nicht zur Dezentralisierung beitragen, aber Strom fressen. Aber je länger ich über alle Po* Möglichkeiten nachdenke, ist eine auf Dauer funktionierende Kryptowährung nur in Form von Arbeit möglich, die sich bei praktisch allen in Strom niederschlägt. Das ist auch völlig in Ordnung, denn nur so lässt sich ein Netzwerk absichern.

    Neue Idee: Wie wäre es denn, wenn man zum Minen nicht Arbeit in Form von Strom investieren würde, sondern richtige Arbeit. Menschliche Arbeit. Anstatt dass also ein Computer direkt schwierige Aufgaben löst soll es also Aufgaben für Menschen zum lösen geben. Die Aufgaben müssten so gestaltet werden, dass sie nicht on Computern gelöst werden können. Dies könnte eine Sinnvolle Arbeit sein oder es könnte auch eine sinnlose Arbeit sein. Wichtig wäre einfach, dass die nur von Menschen erledigt werden könnten. Die gemienten neuen Coins würden dann ähnlich verteilt wie bei PoW. Die fleissigsten werden am meisten erhalten. Also würden nicht die reichsten oder jene mit der meisten Rechenpower am meisten Coins erhalten, sondern die fleissigsten. (egal ob reich oder arm). Wer wird dann wohl am ehesten solche Aufgaben lösen? Es würden Leute sein aus armen Ländern, die ein kleines Einkommen haben. Denn für solche Leute ist die gleiche Menge eines Coins mehr Wert, als für jemanden aus der ersten Welt.
    Aber wer würde denn sowas machen wollen? Wer würde denn seinen bisherigen Job aufgeben wollen um z.B. vor dem Computer solche Arbeiten zu erledigen? Nun, wenn es fast niemand macht, dann müssen die gemienten Coins auch auf weniger Menschen aufgeteilt werden und die Einnahmen durch diese (sinnlose) Arbeit sind grösser. Es werden also nur jene Leute mitmachen, für die es sich lohnt. Das wird sich dann einpendeln.

    Vorteile:
    -mehr Dezentralisierung
    -Da menschliche Arbeit nötig ist, haben Reiche keinen Vorteil
    -weniger Strom- und Resourcenverschwendung

    Was haltet ihr davon? Könnte man diesen Ansatz weiterspinnen?

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