Warum es so schwierig ist, über IOTA zu schreiben

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Bloß' nicht die Balance verlieren! Bild von Andy Blackledge via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Um verantwortungsbewusst über ein Thema zu schreiben, muss ein Autor beide Seiten beleuchten: Gutes und Schlechtes, Licht und Schatten. Wenn man dies bei IOTA versucht, risikiert man, von einem kleinen, aber radikalen Teil der Szene in einen Shitstorm gezogen zu werden. Was tun?

Wie schwierig es sein kann, über Kryptowährungen zu schreiben, wurde mir Anfang 2014 klar. Damals erzählte jemand im Coinforum, dass er einen Kredit aufgenommen habe, um Bitcoin auf dem Höhepunkt der 2013er-Blase zu kaufen, und nun nicht mehr wisse, was tun. In diesem Moment begriff ich, dass ich womöglich zu euphorisch gebloggt hatte. Wäre es nicht vielmehr meine Pflicht gewesen, auf solche Risiken hinzuweisen?

Einseitig zu berichten, heißt fast zwangsläufig, zu lügen, egal worum es geht. Wer über eine Kryptowährung nur Gutes (oder nur Schlechtes) schreibt, erzeugt ein unvollständiges Bild, das die persönliche Meinung des Autors – und womöglich sein eigenes Investment in eine Währung – zum Ausdruck bringt, aber vorgibt, objektive Information zu sein. Das könnte man eine Lüge nennen. Da sich viele Menschen über Kryptowährungen informieren, weil sie über Investitions-Entscheidungen nachdenken, ist dies unverantwortlich.

Licht und Schatten

Seitdem versuche ich, über die Kryptowährungen, die hier oft ein Thema sind – Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum – sowohl Gutes als auch Schlechtes zu schreiben. Ich versuche, Licht und Schatten, Chancen und Risiken, aufzuzeigen, und picke mir die Nachrichten aus dem täglichen Strom der News dementsprechend heraus. Damit hoffe ich auch, meine eigene Meinung – die ich weder verhehlen noch ignorieren kann – zu neutralisieren. Ob und wie gut mir das gelingt, kann ich nicht sagen. Aber immerhin versuche ich, auf irgendeine Weise das Richtige zu tun und meinen Lesern ausgewogene Informationen zu vermitteln.

Bei kontroversen Themen ist dies oft schwierig. So war mein Bloggen über den Streit zwischen Small Blockern und Big Blockern oft voller Sprengfallen. Teilweise, weil das Thema extreme Reaktionen hervorgerufen hat, teilweise, weil ich dazu selbst eine starke Meinung hatte. Auch das Schreiben über Bitcoin Cash, ein Produkt dieses Streits, ist oft schwierig. Aber das ist leider nichts gegen die Probleme, vor die mich IOTA stellt.

Nur noch Licht

Gestern habe ich darüber geschrieben, wie IOTA auf der Hannover Messe präsentiert wird, vor allem von Fujitsu. Gute Nachricht! Ende März habe ich darüber geschrieben, wie die RWTH Aachen beginnt, IOTA für ein “Internet of Production” zu nutzen. Ebenfalls eine gute Nachricht. IOTA ist ein interessantes Projekt, eine Kryptowährung, deren Basis in Berlin ist, und die von der deutschen Industrie getestet wird. Ich bringe mit Vergnügen “Good News” über IOTA.

Aber es gäbe auch schlechtes über IOTA zu berichten. Etwa dass das University College of London (UCL) die Zusammenarbeit mit der IOTA-Foundation beendigt hat, weil es “unangemessen ist, dass Sicherheitsforscher zum Ziel gerichtlicher Drohungen werden, wenn sie ihre Forschungsergebnisse enthüllen.” Der Hintergrund ist, dass die IOTA-Szene die Forscher vom MIT bzw. DCI mehr oder weniger zu Feinden erklärt haben und dass einer der IOTA-Entwickler diese verklagen wollte. Das UCL sollte, soweit ich weiß, die seit langem angekündigte Wallet für IOTA testen.

Oder dass die Financial Times IOTA kritisiert, sowohl technisch, als auch sozial. Die Wirtschaftszeitung prangert vor allem den Umgang der IOTA-Szene mit Journalisten an. Sie erinnert an den Fall von Amy Castor, einer ehemaligen Forbes-Autorin, die durch einen Meinungsartikel einem wichtigen Vertretern von IOTA ein Statement entlockt hat, das einfach nur würdelos ist. Kryptoszene.de schreibt mehr darüber. Die FT erwähnt auch, dass es eine “Troll Army” von IOTA gibt, die auch nicht vor der Drohung mit körperlicher Gewalt zurückschrecke, um Leute daran zu hindern, sich zu äußern.

Die Kontrolle des Narrativs

Ich neige mehr und mehr dazu, nichts Negatives übe IOTA zu schreiben und mich auch in neutralen Artikeln mit ausgleichenden Anmerkungen und Erklärungen, die ich bei anderen Währungen ergänzen würde, zurückzuhalten. Ein jüngst erschienener Artikel auf Bitcoin.com erklärt hevorragend, warum. Der Artikel vergleicht die Methoden von IOTAs Troll-Army leider mit Goebbels, was sehr sehr ungeschickt ist, und angesichts dessen, dass die IOTA-Foundation ihre Basis in Deutschland hat, auch als eine plumpe, bewusste Provokation zu verstehen ist. Ich distanziere mich davon, die IOTA-Szene in irgendeiner Weise mit Nazis zu vergleichen. So ein Vergleich relativiert die Verbrechen von Massenmördern und hat in diesem Zusammenhang nichts, aber auch gar nichts zu suchen.

Aber ansonsten beschreibt der Artikel sehr treffend, wie ich die eifrigen Vertreter der IOTA-Szene kennengelernt habe.

“Wenn Journalisten die rote Linie übertreten, etwa indem sie über etwas berichten, oder wenn Twitter-User zu weit gehen, etwa indem sie Tweets teilen, folgen die IOTA-Supporter einem vorhersehbaren Muster:

Der erste Schlag geschieht üblicherweise auf Twitter. Der Autor eines Artikels bekommt verhohlene Drohungen. Ihm wird gesagt, er sei ‘kein Journalist’ und sollte es besser wissen, als ‘FUD und Desinformation zu verbreiten.’ Wenn der Autor früher einmal irgendeinen winzigen Regelverstoß begangen hat – etwa mit einem Tweet eine nun stillgelegte Kryptowährung zu bewerben, ein peinliches persönliches Blog zu veröffentlichen, mit einem unpassenden Weihnachtspulli fotografiert worden zu sein – dann wird dies hervorgezogen und als Waffe verwendet. Es ist ein dreckiger Krieg und alles andere als ein faires Spiel.

Als nächstes werden sich die Kommentarspalten des Artikels mit kopierten Beschwerden der Troll-Armee füllen. Wenn es eine Publikation wie news.Bitcoin.com ist, wird suggeriert, dass die Firma absichtlich ‘FUD gegen IOTA’ verbreitet, weil sie fürchtet, dass Bitcoin durch IOTAs überlegene DAG-Technologie bedroht wird. Oder weil der Autor sich ärgert, dass er keine IOTA gekauft hat, als sie bei 20 cent standen. Während einige Journalisten und Forscher sich weigern, sich so niederdrücken zu lassen, geben andere nach, löschen ihre Tweets und ziehen sich aus der öffentlichen Diskussion von IOTA zurück, um ein ruhiges Leben zu genießen.”

Alles, was in diesem Absatz steht, habe ich mehrfach erlebt. Seit ich es zum ersten Mal gewagt habe, etwas Negatives über IOTA zu bringen, werde ich angefeindet, beleidigt, verleumdet und mit Kommentaren brigadiert. Es wird behauptet, ich sei kein richtiger Autor, ich verbreite FUD, weil ich ein Bitcoiner bin, der seinen Schatz von dem Tangle bedroht sieht, und mir werden irgendwelche Dinge, die ich einmal getweetet oder retweetet habe, immer wieder unter die Nase gerieben, auch wenn sie nicht das Geringste mit der aktuellen Diskussion zu tun haben. Es ist ein Muster, das immer wieder getriggert wird. (*)

Was tun?

Als Blogger befinde ich mich nun in einem Dilemma. Ich würde gerne weiter über IOTA schreiben, da das Interesse daran in Deutschland groß ist, und weil ich es schätze, dass IOTA engagiert die Herausforderung angeht, eine Kryptowährung massiv zu skalieren. Trotz diverser, meiner Meinung nach sehr berechtiger Skepsis ist der Tangle eine spannende Technologie.

Allerdings gibt es ein Ungleichgewicht. Ich schreibe eine gute Nachricht, dann ist alles gut. Schreibe ich dagegen eine schlechte, gibt es den obligatorischen Shitstorm, der mich über Stunden oder Tage beschäftigt und mir eine Menge Nerven raubt. Ich werde dazu gedrängt, die Balance aufzugeben und einen einseitigen Narrativ zu übernehmen. Dies ist für mich keine Option. Um weiterhin Artikel wie den über die Messe oder die Tests der RWTH bringen zu können, muss ich auch negative Aspekte thematisieren. Und das bedeutet, angegriffen zu werden. Dazu habe ich ehrlich gesagt nicht die Nerven, und es ist nicht Aufgabe des Blogs, sich in irgendeiner Weise investigativ oder weltanschaulich aufzustellen und Hassstürmen zu trotzen.

Die einfachste Alternative wäre es, gar nicht mehr über IOTA zu berichten. Weder Positives, noch Negatives. Aber auch das behagt mir nicht, weil ich damit ein spannendes Thema verpasse und denen, die den Narrativ kontrollieren wollen, Platz verschaffe. Daher weiß ich ehrlich gesagt nicht so richtig, wie ich mit dem Thema weitermachen werde.

(*) Ich erlebe das derzeit, obwohl meine letzten Artikel über IOTA durchweg positiv waren. Denn ich bin leitender Moderator des Coinforums, in dem es einen sehr aktiven IOTA-Thread gab, in welchem deutlich Bemühungen feststellbar waren, Kritik an IOTA nach Schema F zu unterbinden. Als ich dort vor kurzem meine Meinung äußerte, gab es Beschimpfungen und der Ruf nach meiner Absetzung als Moderator, einem meiner Ko-Moderatoren ging es danach genauso. Wir haben daraufhin dafür gesorgt, dass die Anstandsregeln des Forums, die Netiquette, auch dann gelten, wenn jemand IOTA oder das Gebaren der IOTA-Szene kritisiert. Die Folge ist, dass wir Mods fast permanent Kommentare löschen müssen, die uns beleidigen, und dass die IOTA-Hardliner fortlaufend danach rufen, mich als Mod abzusetzen und mich an anderen Orten verleumden. Das Muster sollte bekannt sein.

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70 Comments on Warum es so schwierig ist, über IOTA zu schreiben

  1. Der _Bitcoin_blog schreibt nicht mehr über IDIOTA? Schade. NOT.

  2. Marius G // 3. May 2018 at 10:30 // Reply

    Mich würde interessieren, in welchem Maß Kommentare von den bisherigen IOTA-Artikeln (z.b. der Kommentar von nrd beim gestrigen Artikel) oder andere ähnliche oder kritische Kommentare dazu geführt/beigetragen haben, dass du diesen Artikel, der wie eine Rechtfertigung klingt, geschrieben hast.
    Die IOTA-Berichterstattung von dir (und ein paar anderen) Autoren ist meiner Meinung nach gut/seriös und nicht Shitstorm-würdig.
    Und doch, man kann auch negatives über IOTA (und alle anderen Themen) schreiben. Wenn das einen Shitstorm auslöst, ist das traurig, und liegt dann aber meistens eher an der Community, seltener an dem Autor. Kritik schreiben kann man sachlich. Kritik kritisieren kann man auch sachlich. Ich denke man sollte sich von dem “radikalen Teil der Szene” wie du es nennst dabei nicht bremsen lassen, sonst werden manche kritische Punkte nie angesprochen, und alle mit-shitstormartigen-Kommentare-drohenden-Menschen sind glücklich. Aber das ist doch nicht das Ziel von sachlichen Berichten.

    • Ich hatte den Artikel schon vor den Kommentaren geplant / angeschrieben.

      Er geht auf aktuelle und vergangene, kontinuierlich sehr unangenehme, Erfahrungen mit radikalen Vertretern von IOTA zurück. Und dem von mir selbst schon vor den Kommentaren wahrgenommenen Gefühl, dass ich die “bad news” zu IOTA zu sehr ignoriere.

    • Hendrik Vermeylen // 3. May 2018 at 14:22 // Reply

      Das Problem ist, dass Iota ziemlich kompliziert ist und von viele nicht begriffen. Und das wird noch verstärkt vonwegen, dass Teile des Protokols geschlossen sind (Coordinator).
      Dann hat die ganze Diskussion natürlich kein Wert mehr, und wird es nur noch rumschreien.

  3. Danke, dass du deine Sicht so ehrlich teilst. Daumen hoch!
    Mir ist das bei meinem Projekt BitcoinPIT zwar noch nicht passiert, aber meine Beiträge waren auch recht positiv gegenüber IOTA.

    Ich fände es schade, wenn du dich in deiner Meinung beeinflussen lassen würdest.

    Grüße aus Hamburg!

  4. Christoph, auch wenn wir oft Meilenweit mit unseren Meinungen auseinanderliegen, machst Du einen top Job und lass Dich von irgendwelchen Idioten (unabhängig von den Naming-Ähnlichkeiten 😉 nicht unterkriegen. Ich konnte aus Zeitgründen nichtmal zu Artikeln, die mich wirklich interessieren kommentieren, aber hierfür musste ich mir einfach die Zeit nehmen.

    Die Reaktionen erinnern mich leicht an die, die damals zu deinen Artikeln über Onecoin aufpoppten…

    Zu IOTA an sich habe ich eigentlich schon alles gesagt und es könnte sich vielleicht zu einer interessanten Technologie entwickeln (gilt auch für Raiblocks/Nano und ähnliches), wenn wissenschaftlich daran gearbeitet werden würde. Als kleines Beispiel habe ich auf der Blocksplit in Kroatien einen angehenden PhD kennengelernt, der die letzten drei Monate zu DAG vs. Blockchain geforscht hat, insbesondere IOTA. Er hatte auch konkrete Verbesserungsvorschläge zum Protokoll und hat diese an die drei Gründer geschickt.

    Sein Kommentar im Original: Bis er feststellen musste, dass CfB, Sonstebo und Schiener “Dicks” sind und er auf seine Vorschläge noch nichtmal eine Antwort bekommt und praktisch drei Monate Research verschwendet hat. Vielleicht bringe ich ihn noch dazu, sein original Paper darüber zu veröffentlichen, aber er fürchtet sich vor Shitstorms und insbesondere Klagen… Für ihn ist IOTA jdf. gestorben und vielleicht wird er jetzt doch umschwenken zum Thema Privacy auf der Blockchain…

    IOTA hat einfach derzeit ein Design, das nicht funktionieren kann und wird. Alleine das Address-Reuse Problem verhindert eine Skalierung, da jede Adresse, die bereits genutzt wurde geblacklistet werden muss und schon jeweils ca. 80 Byte auf jedem Node in Anspruch nimmt. Und da ist nix mit Pruning, Sharding oder Snapshots…

    Ich bin wahrlich kein Fan von Ripple, aber so eine dezentrale Datenbank mit zentraler Authority bekommen die wahrlich besser hin.

    • Hallo Paul, deine Kommentare vermisse ich schon 😦

      Der Kommentar des PhD ist nicht so überraschend, nachdem, was man sonst so hört. Aber wohl bezeichnend, vor allem die Furcht vor Shitstorms und Klagen.

      Muss ein IOTA-Node echt je genutzter Adresse 80 Byte speichern, ohne das jemals prunen zu können? Warum braucht er die Blacklist? Wenn es so wäre, wäre das ja wirklich ein Knaller.

      • Danke, ich werde mich bemühen, wieder öfter hier zu kommentieren, denn das Blog verdient es!

        Es ist tatsächlich so, denn mit jedem “Spend” veröffentlichst Du 50% Deines privaten Schlüssels (Quanten Proof Signatures, warum auch immer…). Bei Deiner nächsten Transaktion veröffentlichst Du wiederum 50%, diese können den ersten 50% fast gleichen oder eben fast komplett anders sein und Du veröffentlichst bereits mit zwei Transaktionen Deinen kompletten Schlüssel. Im Schnitt 75% nach zwei Transaktionen. Betroffene IOTA wurden in den Snapshots zuvor von der Foundation “in Sicherheit gebracht” und man musste sie mit seinem Seed claimen.

        Die “Lösung” wurde tatsächlich auf Wallet Ebene vollbracht: https://iota.stackexchange.com/questions/1579/how-is-address-reuse-prevented-in-the-current-wallet-implementation
        Diese Blacklist war vor etwa einem Monat noch 30MB, heute ist sie über 40MB groß: https://iota.stackexchange.com/questions/1618/how-does-address-reuse-prevention-affect-scalability

        Interessanterweise sieht man anhand der Blacklist aber die aktuelle Nutzung, welche bei ca. 2.500 Transaktionen pro Tag liegen dürfte (es sei denn alle anderen nutzen es falsch), denn jede Transaktion “verbrennt” eine Adresse und schickt die Change an eine neue (ähnlich HD Wallet). Der Unterschied liegt aber darin, dass man eine Adresse, die bereits eine Transaktion unterzeichnet hat nie wieder nutzen sollte, auch nicht zum Empfangen, denn die Funds sind nicht mehr sicher.

      • Krass. Es gibt also echt so eine Liste. Und IOTA-Adressen sind wirklich 80byte groß?

        Habe eben auch nachgerechnet. Wenn jede Transaktion eine Adresse verbraucht, entstehen bei 2.500 Tx / Tag etwa 10mb je Monat. Wenn IOTA lächerliche 1Mio Tx/Tag macht, gibt es jeden Monat ~4GB?

        Und all das, weil man eine quantensichere Adresse braucht. Dabei sind normale Bitcoin-Adressen sehr sehr quantensicher, da sie doppelt gehasht werden und der einzige Angriff bedingt, dass man ECDSA innerhalb von 10 Minuten knackt, was Quantencomputer vermutlich niemals können werden.

      • IOTA-Adressen sind 81 Trytes lang’ und haben weitere 9 Trytes Prüfsumme. Wird das im ASCII- oder UTF8-Format gespeichert, so werden 81, oder mit Prüfsumme 90 Bytes benötigt. Wird das optimiert im Binär-Format gespeichert reichen 49 Bytes (ohne Prüfsumme) aus. Dieses Format ist dann aber nicht menschenlesbar.

        Dabei gilt: Durch Kompressionsalgorithmen, wie ZIP kann das nicht mehr verkleinert werden.

      • Genau, Christoph. Das ist ein Punkt, warum ich IOTA für broken by Design halte und es wäre ja änderbar, vor allem mit den regelmäßigen Snapshots die sie eh machen. Aber man will nicht, alles super…

        @Matthias Lukaseder
        Danke für Deine konstruktive und kompetente Erweiterung! Sowas ist in den Kommentaren zu IOTA leider selten, die 80 Byte waren auch eher eine grobe Schätzung, die ich auf meinem Research vor über einem Monat im Kopf hatte. Aktuell wird das simpel in UTF-8 gespeichert, aber bei der Größe spielt das auch (noch) keine große Rolle. Trotzdem hätte ich das schon bei der Implementierung möglichst optimiert… Komprimierung mit zip und ähnlichen Verfahren macht leider wie Du sagtest wenig Sinn, wenn man bedenkt, dass diese Datei möglichst optimiert (sortiert) gespeichert und upgedatet werden sollte, um die Suche bei jeder ausgehenden Transaktion so schnell wie möglich durchführen zu können.

      • ZIP-Kompression macht keinen Sinn, weil mit Keccak gehashte Daten kein Muster aufweisen dürfen. Sprich die Daten nicht kleiner, sondern gleichgroß oder vermutlich die meiste Zeit größer werden.

        Ansonsten könnte ZIP schon – auch für schnelle Suche – verwendet werden: Man würde Z.B. Dateien mit den ersten X Trits der Hashes erstellen, die sie speichern. In den Dateien wären dann Komprimiert fortlaufend alle Hashes ohne die X Start-Trits.

        Man würde dann die zu lesende Datei anhand der Start-Trits des Dateinamens erkennen und diese sequentiell dekomprimieren, lesen und den Hash suchen. Das könnte man auch dynamisch erweitern, sprich wenn die komprimierte Liste zu groß wird könnte man das X um ein Trit für den Bereich erweitern und somit die große Liste drei Listen splitten.

        Klar wäre das nicht so schnell wie Divide and Conquer über unkomprimierte zufällig wirkende Daten, aber durch kluge Wahl von X könnte man die Suche schon ziemlich schnell gestalten und trotzdem einen Kompressionsalgorithmus verwenden.

        (Natürlich kann man in dem Fall keinen Kompressions-Algorithmus verwenden, weil dieser die Daten nicht komprimiert, siehe oben. Ist also nur hypothetisch.)

        Da ich eine IOTA-Node betreibe weiß ich, dass häufig die gleichen Adressen im gleichen Zeitraum gesucht werden. Ein Cache von 256 MB (also Garnichts für heutige Server) würde zudem Lese-Zugriffe stark verringern. Und Lesezugriffe könnten parallel erfolgen und müssten nur warten, wenn eine der Dateien erweitert werden müssten.

        Nach den gängigen IOTA-Design-Entscheidungen würde mich aber nicht wundern, wenn sie derartige Daten lieber als XML-Dokument abspeichern und für jedes Trit eine eigene XML-Node verwenden. 😀

  5. Simi Bit // 3. May 2018 at 11:03 // Reply

    Vielen Dank für deine allgemein sehr ausgewogenen Artikel. Bitte bleib dran und lass dich von den Idioten nicht unterkriegen.
    (Disclaimer: ich bin seit knapp 2 Jahren in iota investiert und entsprechend supporter des Projekts. Verstehe trotzdem nicht, wie man so emotional und ausfällig werden kann)

  6. Stefan HH // 3. May 2018 at 11:12 // Reply

    Hallo Christoph,

    das Grundproblem besteht das selbst positive Berichte oder Kommentare von dir auch immer einen Negativen Aspekt mit sich bringen, und du bei Iota Begeisterten dadurch als Skeptiker angesehen wirst.
    Es gibt immer mehrere Möglichkeiten eine Sache zu betrachten für manche ist ein Glas halb leer und für andere halb voll.
    Natürlich hat jeder eine Andere Wahrnehmung ich kann mir eine Vision hinter einer Idee bzw. einem Produkt ansehen und die daraus entstehenden Möglichkeiten bewerten oder man hängt sich an eventuellen noch nicht gelösten Problemen aufhängen, wie gesagt alles Ansichtssache.

    Was ich dir in diesem Bericht hoch anrechne ist deine Distanzierung auf das Goebels Zitat.
    Was in meinen Augen sehr wichtig ist, denn wenn man einem Twitter Beitrag Absolut zustimmt sollte man Ihn auch bis zum Ende gelesen haben damit sowas nicht passiert.
    Persönlich fand ich die daraus resultierenden Beleidigungen nicht OK allerdings auch nicht Verwunderlich.

    Letztendlich wird die Zukunft zeigen welches System für unsere Gesellschaft vorteilhaft ist und sich durchsetzen wird.

    Also wünsche dir alles Gute
    Gruß Stefan

    • Hallo Stefan, schön, dass wir wieder zurück zu einem zivilen Ton finden (den haben wir im Forum verloren, oder?).

      Es kann sein, dass mein Eindruck von IOTA durch die häufigen Zusammenstöße mit den extremen Teilen der Community in den Artikeln sichtbar wird. Worte sind oft verräterisch. Aber dass ich als Skeptiker wahrgenommen werde, finde ich vollkommen in Ordnung. Auch dass mich die bisher ungelösten Probleme mehr interessieren als die Vision. In der Beziehung bin ich ein wenig abgestumpft, nachdem ich seit vier Jahren ohne Ende von Visionen lese … daher neige ich immer mehr dazu, nur noch über das zu schreiben, was ist.

  7. Sebastian // 3. May 2018 at 11:48 // Reply

    Ganz ehrlich: Hier wird von einem Teil der Anhängerschaft eine Hexenjagd veranstaltet, die ihresgleichen sucht.
    Wenn du keine Böcke hast, mehr über Iota zu schreiben, dann lass es. Ich kann es gut verstehen.
    Wenn du weiter über Iota schreibst, dann bitte mit allen Aspekten: Positive wie negative Entwicklungen. Ich bin als Investor sehr an der weiteren Entwicklung des Projekts interessiert, schätze deinen Schreibstil und frage mich zugleich, warum absolute Neutralität hier so erzwungen werden soll? Du schreibst kein Lexikon, kein amtliches Hinweisblatt, sondern betreibst einen Blog. NATÜRLICH fließen da auch immer persönliche und damit wertende Ansichten (positiv wie negativ) in die Berichte mit ein. Das ist ein Qualitätsmerkmal, kein Malus. Ich lese den Blog, gerade weil ich auf deine persönlichen Ansichten gespannt bin. Sonst könnte ich auch eine Wikipedia Artikel lesen.

    • Danke für das nette Kompliment!

      Ja, ich bringe bewusst meine Ansichten hinein, und meine auch, dass das zum Blog gehört. Aber ich versuche eben gleichzeitig, dabei flexibel zu bleiben und verschiedenen, auch anderen Ansichten Raum zu geben.

  8. Steffen // 3. May 2018 at 12:03 // Reply

    Hallo,
    ich stimme dir voll und ganz zu das die IF recht schlecht mit Kritik umgehen kann, …aber es liegt sicherlich auch daran das es sehr zermürbend ist sich immer wieder falschen Anschuldigungen ausgesetzt zu sehen.

    Nehmen wir mal den Punkt das ein IOTA Dev die Journalisten des MIT wegen deren Äußerungen über Kollisionen im Tangle verklagen will.
    1.) Der Dev hat ausdrücklich geschrieben das er (falls er es macht) dies als rein privater Investor macht und dies nicht’s mit seiner Funktion bei IOTA zu tun hat.

    2.) Ich fände die Klage absolut legitim!
    Es geht ja nicht um eine Unterlassungsklage oder etwas in der Art, man möchte lediglich das das Forscherteam welches überall publizieren lies das der Tangle nicht sicher ist im Detail darlegt wie der Tangle angegriffen werden kann und wo die Sicherheitsprobleme sind,… (laut IF) ja gerne auch mit einer Demo.
    Solange dieser Beweis nicht erbracht wurde sehe ich persönlich das ganze eher wie eine RufmordKampagne als das was die eigentliche Aufgabe gewesen wäre,…. auf Sicherheitsprobleme hinweisen und diese Dokumentieren.

    Gruß Steffen

    • Den “Beweis” hat IOTA doch bereits selber erbracht, als der Coordinator eine Woche down war und mit ihm das gesamte Netzwerk. IOTA ist genauso zentralisiert wie Ripple und die Verteilung auf Nodes reine Resourcenverschwendung. (My)SQL, Redis, CouchDB, LMDB oder von mir aus eine verteilte DB Engine wären da sicher sinnvoller und man könnten den ganzen unsinnigen Overhead los werden.

      Der “Beweis” der bösen “Gegner” wird schnell erbracht werden, sobald der Coordinator abgeschaltet werden sollte, was er aber mit Sicherheit nicht wird, da dies einem Selbstmord gleichen würde.

      • Wer so etwas schreibt hat den Sinn von Blockchain und DAG also allgemein (DLT) noch nicht verstanden. Der Coordinator wird abgeschaltet wenn das Netzwerk eine bestimmte Größe erreicht hat. Dies wurde von der IF so auch kommuniziert.

      • Die Größe ist nicht Ausschlaggebend, wenn man keine Lösung für zugrunde liegende Probleme hat. Der Coordinator kann derzeit unabhängig von der Netzwerkgröße nicht abgeschaltet werden. Das ändert sich möglicherweise (hoffentlich) in der Zukunft, jetzt ist IOTA aber noch nicht so weit.

      • herzmeister // 3. May 2018 at 17:51 //

        Klar, der Koordinator wird abgeschalten, in zwei Wochen(TM), ganz bestimmt.

        Wer auf sowas reinfällt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

        Iota ist das Steorn der Szene. https://en.wikipedia.org/wiki/Steorn

    • Hallo Steffen,

      man kann dazu sicherlich verschiedene Ansichten haben, aber eine Rufmordkampagne ist dann doch zu viel des Guten / Schlechten … Man kann IOTA nicht von Sergej trennen, und wenn er etwas privat macht, macht er es doch auch als IOTA-Brain.

      Legitim ist die Klage nicht wirklich, meiner Meinung nach (ich habe die gesamten geleakten E-Mails gelesen), und vor allem ist eben das Gehetze, gut ein halbes Jahr später, das nun gegen das DCI und gegen Zcash gefahren wird, unnötig und nur schädlich. Der Effekt ist eben, dass Wissenschaftler einen Bogen um IOTA machen – wie von Paul weiter unten beschrieben.

  9. https://iota-talk.de/iota-talk-f12/iota-talk-t14-s1460.html

    “ich denke ein offener brief an die fidor bank, bitcoin.de und seine arbeitgeber ist längst überfällig.
    kritik gegen IOTA ist in ordnung aber überhaupt nicht fokus dieser sache, wenn auch problematisch wenn sie vermehrt fachlich falsch angebracht wurde.
    bergmann gehört nicht in den öffentlichen raum, ich bleibe dabei. ”

    Fuer mich ein klarer Fall fuer den Anwalt.

    Das einzige was du tun kannst ist, blosszustellen. Mach einen Screenshot von diesem Kommentar und eine Artikelserie darueber. Jeder soll wissen, was fuer Leute hinter IOTA stecken. Es ist immens wichtig, sowas in der Vergangheit dokumentiert zu haben, falls es mal vor Gericht, oder in einem anderen Disput landen sollte.

    Ich habe mir meine Meinung ueber IOTA bei dem curl-Debakel gebildet. Die Technik DAG ist ein guter Ansatz, aber die Leute und deren abrasiver Populismus sind eine grell leuchtende rote Flagge.

  10. Christan // 3. May 2018 at 12:22 // Reply

    Mir kommen gleich die Tränen. Was soll die IOTA Community sagen, wenn durch finanzielle Anreize motivierte absichtliche falsche Berichterstattung durch sogenannte Journalisten ungerechtfertigt FUD verbreitet wird? Sowas gibts im Leben… wenn man öffentlich Meinungen oder auch nur Artikel verfasst, wird man immer mit Kritik jeglicher Art umgehen müssen. Auf sachliche Kritik kann man eingehen, den Rest muss man ignorieren. Kann man das nicht oder lässt sich sogar dadurch beeinflussen, ist man falsch in dem Job.

    Gruß Christian

    • Schön gleich mal einen flachen Kommentar mit Anschuldigungen über finanzielle Anreize und sogenannte Journalisten direkt unter einem darüber reflektierenden Artikel zu sehen!

      Auf sachliche / technische Kritik wird nicht eingegangen, aber wenn es um Religion geht, ist der Wachturm nicht weit.

    • hmm ist das ironisch gemeint?? 😀

  11. John Rain // 3. May 2018 at 12:48 // Reply

    Wenn die Trollarmee es doch so will, warum überhaupt noch über diesen Kram mit seinen “absichtlichen Sicherheitslücken” und “zentralisiertem Koordinator” berichten? Muss doch nicht sein. Es gibt genug interessante Mitbewerber (z.B. Walton, Nano), die DAG-Systeme umsetzen und dabei noch mit der Kryptocommunity arbeiten anstatt sich wie Klientel für die Supernanny zu verhalten. Über die wird leider viel zu wenig geschrieben. Letztlich zielt IOTA mit diesem Kleinkindverhalten darauf, Aufmerksamkeit zu generieren. Artikel wie dieser hier bestätigen sie darin.

    • Gute Idee. Jetzt nur noch über andere DAG-Systeme zu schreiben wäre amüsant

      • z.b. Raiblocks / Nano ist in der Tat spannend.
        Disclaimer: Ich bin nicht investiert, aber das muss ich auch nicht um eine Technologie spannend zu finden. Durch den ganzen Medienhype habe auch ich in der Tat nur IOTA grundlegend getestet und andere DAG Lösungen eher vernachlässigt.

  12. Was mich extrem an der Berichterstattung über das Verhalten der “IOTA-Szene” stört: Differenziert doch bitte mal, was hier wirklich von der IOTA Foundation ausgeht, was von Individuen, die mit IOTA verknüpft sind, was hier von der (wirklichen) Community ausgeht, und was von der lauten Troll- und kampfeslustigen Minderheit.

    Ich (und viele andere) zähle mich zu der Community, aber bin extrem genervt und angewiedert von der lauten Minderheit, die von vielen als die “IOTA-Community” wahrgenommen wird! In Zeiten, in den jeder Volltrottel auf Twitter, Reddit, und co. seine Meinung breit machen kann: bitte die Wahrnehmung differenzieren! Es gibt nicht DIE Community als ein Block, und sie stellt schon gar nicht die IOTA Foundation dar! (einzelne Mitglieder der Foundation distanzieren sich auch immer wieder vom Verhalten dieser lauten “Armee”)

    • Ja, das muss ich mir eingestehen: Ich habe in der Auseinandersetzung zum Teil zu sehr vereinfacht und in Schubladen gepackt. In dem Artikel habe ich versucht, nicht von der IOTA-Szene zu reden, sondern von einzelnen Teilen. Es ist gut nochmal zu lesen, dass viele innerhalb der Szene selbst von diesen Verhaltensweisen angepisst sind. Allerdings sind die Fanatiker gefühlsmäßig dominanter als bei den meisten anderen Coins.

  13. Hallo Christoph,

    ich kann gut verstehen, wenn du nach all diesen Erlebnissen nicht mehr über IOTA schreiben möchtest. Schade wäre es dennoch. Am meisten, weil die beschriebenen IOTA-Trolle dann Erfolg gehabt hätten. Ich habe nur einen sehr lückenhaftes Bild von der Thematik, aber auch so schon den Eindruck bekommen, dass für einen (hoffentliche kleinen) fanatischen Teil der IOTA-Anhänger negative Meldungen über IOTA grundsätzlich “Fake News” sind und eine sachliche Diskussion nicht gewünscht wird. Stattdessen wird derart polemisiert und beleidigt, dass man den Eindruck bekommt, die Betreffenden seien zu einer sachlichen Diskussion gar nicht fähig. Beider passt leider in die Zeit, es zieht sich ja bis in die Politik …

    Vielen Dank jedenfalls für diesen ehrlichen Artikel und dein Bemühen, objektiv und umfassend zu berichten. Gerade das hebt deinen von vielen anderen Coin-Blogs ab.

    Gruß

    Lukas

  14. Alors Amis! // 3. May 2018 at 13:20 // Reply

    Du bist offensichtlich nicht der Einzige, der Probleme hat in der Kommunikation mit Teilen der Iota-Fraktion. Als ich auf einem amerikanischen online-Portal las, dass Iota-Leute Sicherheitsforscher verklagen wollen, die an ihrer Wallet geforscht haben sollen und dass Charles Hoskinson daraufhin diesen Forschern angeboten habe, eventuell anfallende Anwaltskosten gegen Iota zu übernehmen, schrillten bei mir die Alarmglocken. Ich reagierte insofern, als dass ich fast alle meine Iotas verkauft habe.

    Das Gebaren einiger Ioata-Leute erinnert mich an die ermüdenden Streitigkeiten, die innerhalb extremer politischer Parteien stattfinden: man streitet sich mit der Folge, dass die Partei Anhänger/Wähler verliert oder sich spaltet. Derlei Auseinandersetzungen schwächen m.E. die Partei, sprich Iota. Crypto-Experte Julian Hosp betont auch hin und wieder, dass der Umgang mit einigen Iota-Leuten schwierig sei – er bedauert dies ähnlich wie du. Aus allem geht hervor: Es liegt in erster Linie nicht an dir, dass die Kommunikation so abläuft.

    Es steht mir nicht zu, dir Ratschläge zu geben. Aber an deiner Stelle würde ich um des Seelenfriedens willen nicht mehr über Iota berichten. Glaube mir: Es wird weltweit genug Leute geben, die das tun – und darunter sind dann nicht nur jene, die mit fragwürdigen Methoden dafür sorgen wollen, dass nur 1 einzige Sicht auf Iota geworfen wird. Wenn du aber nicht aufhören willst, über Iota zu schreiben, wirst du weiterhin diese hässlichen Auseinandersetzungen haben – eine ermüdende Angelegenheit, die jedwede Kultiviertheit ad absurdum führt. Wenn Iota so weitermacht, besteht m.E. die Gefahr, dass nach und nach immer mehr Sponsoren/Partner/kooperationsbereite Unternehmen/Iota-Coin-Besitzer aussteigen.

    “Spannende Technik” allein reicht m. E. nicht aus, um ein Projekt zu realisieren. Umgekehrt gibt es in der Geschichte durchaus Personen, die erfolgreich waren, obwohl sie ein sehr fragwürdiges Verhalten an den Tag gelegt haben sollen. Mir fällt da spontan André Breton ein. Er soll einen schwierigen Charakter gehabt und sich oft brachial gestritten haben – nichtsdestotrotz hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der “Surrealismus” das Licht der Welt erblickte – ein wichtiger Meilenstein in der Kunst. Jeder muss selbst entscheiden, wie viel er/sie sich zumuten will, um dabei zu sein.

  15. Das ist wirklich Schade, denn als Blogger gibt man sich wirklich Mühe um die Vorteile aber auch die Probleme der jeweiligen Kryptowährung zu durchleuchten. Einen derartigen Shitstorm ist nicht nur beleidigend sondern überschreitet auch eine Grenze. Wichtig sollte vor allem beim Thema Kryptowährungen sein, dass man Coins neutral durchleuchten darf. Immerhin supported man hier nicht seinen Lieblingsfußball – Verein.

    Grüße

    Patrik

  16. Gefährliches Halbwissen! Wahrscheinlich versuchst du sogar objektiv zu sein, leider bist du aber schlecht informiert. Genau das ist in der Szene das Problem dabei ist es egal um welchen Coin es geht.

    • John Rain // 3. May 2018 at 18:43 // Reply

      Kläre uns doch alle mal auf, wo Christoph in diesem Artikel “Halbwissen”, noch dazu gefährliches, zum Besten gibt?

  17. Alors Amis! // 3. May 2018 at 13:38 // Reply

    Sorry, es müsste korrekterweise “Miotas verkauft” heißen, nicht “Iotas”. Eine letzte Anmerkung zu meinem ersten Post: Wenn du doch weiter schreiben willst über Iota, dann befindest du dich mit den Forschern vom UCL, mit ex-Ethereum-Kopf Charles Hoskinson, Julian Hosp, Financial Times-Journalisten und anderen … in guter Gesellschaft.

  18. Udo Pasch // 3. May 2018 at 13:42 // Reply

    Aus meiner Sicht ist es überhaupt nicht schwierig über IOTA zu schreiben. Nur frage ich mich, welcher Journalist in der Lage ist, die technischen Bedingungen eines DAG zu verstehen, geschweige denn darüber fachlich und sachlich zu schreiben? Natürlich gab es Probleme, das ist bei jeder neuen Technology so. Nicht zuletzt auch bei Bitcoin und Ethereum. Anstatt sich aber ständig auf „alte Zustände“ vermeintlicher Unsicherheiten zu beziehen, könnte man sich darauf konzentrieren, über die Chancen und den Nutzen einer Technology wie IOTA zu berichten. Das ist mittlerweile ein weites Feld. Der Markt der Anwender wird dies letztendlich entscheiden. Das live Usecase von Fujitsu CE und DXC auf der Hannover Messe 2018 war schon mal ein guter Anfang und Beweis dafür, das die Technik (stand heute) funktioniert und industriell anwendbar ist. Viele weitere Projekte und neue Anwendungsbereiche werden folgen.

    • John Rain // 3. May 2018 at 18:45 // Reply

      Um über IOTA und seine diversen Kontroversen wie den zentralen Koordinator, die selbstentwickelten Cryptolibraries, die “absichtlichen Sicherheitslücken” und nicht zuletzt das Gebaren der Entwickler zu schreiben muss man den DAG ungefähr genausoweit verstanden haben wie man 20 Jahre lang Entwicklungsingenieur im Motorenbau sein muss um eine differenzierte Berichtserstattung zum Dieselskandal zu bringen.

      • Jens. K // 3. May 2018 at 20:22 //

        Hey Leute, sehr mal her! Hier ist ein qualifizierter Kommentar!
        Sehe es genau so: Die Wenigsten Leute können das Thema überhaupt noch in seiner Gesamtheit erfassen. Wenn das überhaupt noch jemand kann…

  19. Peter Kraus // 3. May 2018 at 14:37 // Reply

    Aus meiner Sicht ist es gar nicht so schwierig, über IOTA NICHT zu schreiben. Warum sollte man ? https://thesaurus.plus/img/synonyms/a149/not_worth_mentioning.png

  20. Hallo, das war ein ziemlich guter Artikel.
    Ich kann dir sagen, wie auch andere vor mir. Es gibt selbst intern im Discord dieses Verhalten von einigen Mitgliedern. Es ist allerdings eine Minderheit und diese Minderheiten gibt es in jeder Gruppierung. Es gibt die verborten IOTA Jünger, die Bitcoin maximalisten oder auch Bcash Freund Roger 🙂 . Meistens sind die Personen die am wenigsten beitragen die, die am lautesten schreien.

    Wie sagt man auch das Internet ist wie ein Kriegsschauplatz und das was in der Kryptoszene vor geht übertrifft alles. Hier wird um jedes %+ gekämpft. Die Szene zerfleischt sich lieber selbst, anstatt das Großprojekt Blockchain, DLT, Tangle voran zu treiben.

    • Leider trifft die Toxizität bei IOTA auch (oder gerade) auf die drei Gründer zu. Und das ist der springende Punkt an dem es eben nicht nur eine Minderheit ist, sondern die Ausschlaggebende…

  21. Ich finde es sehr schade, dass manche Menschen keine dem eigenen Weltbild abweichende Meinungen ertragen können!!!

    Alles was wir Menschen “erschaffen” ist alles andere als perfekt! Und solange etwas nicht perfekt ist, gibt es immer Positives und Negatives an einer Sache!
    Wer anderes behauptet belügt vor allem sich selbst!

    Und selbst wenn etwas annähernd perfekt wäre, kann es den einen voll überzeugen und einen anderen eben nicht, weil z. B. die jeweiligen Betrachtungesweisen und Prioritäten einfach unterschiedlich sind!

    Da ist doch überhaupt nichts Schlimmes dabei!?!

    Wenn jetzt jemand wie Christoph hier versucht möglichst ausgewogen zu recherchieren und zu berichten, dann finde ich das toll!!! Zumal es ihm – meine Meinung! – gut gelingt!

    Also an alle Hater:
    Wenn Du ein schlechtes Gefühl hast weil jemand Kritik übt – dieses Gefühl ist DEINs und DU bist dafür verantwortlich. Nicht jemand anderes…
    Wenn Du meinst eine Kritik ist ungerechtfertigt, dann widerlege sie sachlich!

    Wenn Du jedoch absolut ideologisch denkst und meinst vollkommen im Recht zu sein (kann Dir ja keiner verbieten…), dann respektieren doch bitte andere Meinungen!

    Wenn Dich das alles kalt lässt und Du einfach Freude daran hast andere auf’s Korn zu nehmen und nur einen Grund in Form einer unliebigen Kritik brauchst – dann sagt das ALLES über DICH aus!!!

    Gruß
    Manuel

    PS: Was ist Fanatismus??? EIFER OHNE LIEBE!!! (Ja, richtig gelesen…)

  22. herzmeister // 3. May 2018 at 18:03 // Reply

    Iota ist nicht mal “interessante Technologie”, du wirst nichts verpassen, wenn du das Thema in Zukunft ignorierst.

    Iota war nicht neu, es gibt schon seit 5 Jahren die Forschung an “Braiding” (die eigentliche Bezeichnung), und ein frühes Paper namens “Dagcoin” von Rootstock’s Sergio Demian Lerner, das einfach von CfB & co aufgegriffen und auf das IoT-Buzzword gebrandet wurde.

    Ein “Tangle” hat auch nichts mit Konsens zu tun, es ist nur eine Art, (unbestätigte) Transaktionen zu organisieren. Der Anti-Spam-Proof-of-Work wird nie genug sein, das Netzwerk zu schützen, vor allem, da ein Knoten die vorherigen 2 Transaktionen, die er validiert, frei wählen kann. Das macht Double-Spending ohne Coordinator trivial, auch bei viel Traffic.

    Alles was Iota gemacht haben ist hochstapeln mit ihren “Partnerships” (fake it till you make it) und Guerilla-Brechstangen-Marketing vor allem bei der aktuellen Noob-Generation, die nie von “Double-Spending-Problem” und nie von der ganzen Historie gehört haben und meinen, Parallelisierung ist der geile Scheiß, und bei all diesen ahnungslosen Cyber-Cyber-Cyber-Industrie-Blockchain-Idioten.

  23. Hermann // 3. May 2018 at 18:23 // Reply

    Das gleicht schon maoistischer Selbstkritik. Es scheint sich so eine Art iota-Fetisch in der deutschsprachigen Szene entwickelt zu haben; ob ablehnend oder zustimmend. Auf diesen würde ich mich gar nicht erst einlassen.

  24. Du konstruiert hier eine Verschwörungstheorie.
    So viel Intelligenz und zielgerichtetes Verhalten traue ich den iota-trolls nicht zu.

  25. Ich möchte gerne die IOTA Story die du hier über die Fanatiker und den Angriffen die du diesen vorwirfst (coinforum.de) mit Screenshots von Anfang bis zum ende in diesem Blog veröffentlichen.

    Bist du damit einverstanden Christoph?

    Denn daraus wird hervor gehen, dass nicht du diesen Streit angezettelt hast wie in deinen Beiträgen beschrieben sondern es von einem deiner Moderatoren ausging.

    Du hast in diesen conforum Beiträgen das Feuer nur noch geschürt und versucht nun die Community als Sündenbock hinzustellen.

    Ich bin für eine Aufklärung deiner Aussagen und habe es dokumentiert. Ebenfalls die von dir gelöschten Beiträge.

    Was meinst du?
    Bist du einverstanden?

  26. Wenn Journalisten über Themen schreiben, die sie nicht ansatzweise verstehen, verschwendet der Leser höchstwahrscheinlich seine Lebenszeit.

  27. Ich lese dein Blog schon seit Jahren und finde es super ohne mich dazu wesentlich geäußert zu haben. Lass dich nicht unterkriegen! Dein Streben nach Objektivität ist sichtbar und für die Qualität deiner Postings sehr wichtig.

  28. Jeff Saima // 3. May 2018 at 20:49 // Reply

    Guten Tag Herr Christoph Bergmann,

    erst einmal von mir ein Respekt für Ihre Arbeit, Zeit und Mühen, die Sie dem Projekt widmen. Ich würde mir wünschen, dass Sie weiterhin über IOTA berichten. Allerdings müssen Sie sich auch selbst kritisieren, wenn Sie in Zukunft keine oder weniger Angriffe erdulden wollen.

    In Ihrem Beitrag schieben Sie die Schuld irgendwelcher IOTA-Jünger zu. Doch sind Sie es, der sicher unbewusst und ungeschickt gewisse Funken auslöste.

    Mein Vorschlag: Berichten Sie doch über IOTA als vollkommen neutrale Person. Stellen Sie nur fest was Sie als Information erhalten und stehen sie dem immer „meinungsfrei“ und „wertfrei“ gegenüber. Verkneifen Sie sich eine persönliche Meinung zu Themen und lassen Sie die Leser selbst eine Meinung darüber bilden. So schreiben Sie objektiv und sachlich.

    Wenn Sie Ihre Meinung dennoch verkörpern wollen, so denken Sie daran Ihre Sätze subjektiv zu verfassen. Vermeiden Sie unbedingt „vorgetäuschte“ Objektivität.

    Ich habe ein Beispiel aus Ihrem Beitrag, indem Sie Objektivität vortäuschen:

    „Trotz diverser, meiner Meinung nach sehr berechtiger Skepsis ist der Tangle eine spannende Technologie. „

    Sie schreiben zwar, dass dies ihre (subjektive) Meinung sei, doch der ganze Satz im Ganzen durch das Wort „berechtigt“ täuscht Objektivität vor, als müsse man normalerweise Skepsis empfinden.

    Das bedeutet für all jene, die in IOTA investiert sind und keine Skepsis empfinden, dass sie falsch liegen müssen und beim Erwerb Fehler machten. So greifen Sie die Menschen persönlich an, auch wenn das sicher nicht Ihre Absicht sei.

    Besser wäre ein Irrtum immer auf sich selbst zu beziehen, wenn man eine Meinung vertritt. Denken Sie daran, dass eine Meinung stets subjektiv ist, nicht objektiv sein und ein Irrtum auch einem selbst unterliegen kann.

    Beispiel:

    „Ich persönlich habe über den Tangle noch meine Bedenken. Dennoch interessiert mich diese Technologie und bin gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Vielleicht sind meine Bedenken ja grundlos …“

    Wenn Sie den Unterschied zwischen Objektivität und Subjektivität in Ihren Beiträgen zukünftig beachten, werden Sie auch weniger Probleme mit den bestimmten Lesern bekommen.

    LG Jeff

  29. Kranich // 3. May 2018 at 22:59 // Reply

    Hallo Christoph,
    ich als Krypto-Neuling lese jetzt seit über einem Jahr deine Artikel und habe mich bisher stets objektiv und neutral informiert gefühlt. Ich lese natürlich auch noch andere Artikel und versuche mir von anderen Seiten ein Bild zu verschaffen. Insgesamt finde ich deine Berichte aber sehr hilfreich, um die vielen Krypto-Infos in einen Gesamtzusammenhang einzubinden.
    Bitte mach weiter so!

    Ich habe aber auch vollstes Verständnis dafür wenn man irgendwann mal die Schnauze davon voll hat. Aber wie Lukas weiter oben bereits schrieb, wäre schade, weil der ganze Shitstorm dann tatsächlich wieder seinen Zweck erfüllt hätte.

    Insbesondere schätze ich an deinem Blog, dass du offen kommunizierst wenn du selbst davon ausgehst, nicht alle technischen Aspekte vollständig verstanden zu haben. Dass es natürlich immer Besserwisser gibt, die ohne Selbstzweifel immer davon überzeugt sind in allem richtig zu liegen, wird sich wohl nie vermeiden lassen.

    Kopf hoch, du machst einen Super-Job und ich freue mich bereits auf jeden neuen Artikel von dir, egal ob mit oder ohne IOTA 😉

  30. dextrian // 4. May 2018 at 13:37 // Reply

    The problem is not critics itself , but mostly when and how it´s presented. with is kinda odd sometimes…
    lets get the forbes article for instance. It was a week in with iota presented not just the fujitsu industrial IOT , but also some implementations in another event in the US , and even had shown weeks before an application on EV charging stations…
    But most of the article mention the problem with MIT , and that UCL was lefting the project (inducting that was for the same reason)…
    The truth is: UCL left the project because Curl is “close” source , with incompatible with UCL politics, as they sad: “(…) we reaffirm our support for open security research (…)” (UCL,2018) … with makes sense, iota foundation should have warned about that, it´s not about protection of not, it´s a legal problem for a university group, lots of legal problems came from that.
    As you can see, there is a difference from “China is helping North Korea, a world nuclear treat” from “China is proving food to North Korea citizens that are starving” , both are news.

    • The problem is and to stay on your point: IOTA without solving its major issues will stay the North Korea with its nuclear bomb, even after talking good to others like Kim is doing just now. And the nuclear bomb in crypto is loosing people’s money which is just one valid thread to IOTA.

  31. Peter Kraus // 4. May 2018 at 16:23 // Reply

    IOTA stands for “Investor’s Outcome Total Annihilation”

  32. Es ist erstaunlich, wie wirksam diese durchsichtigen und primitiven Maßnahmen der IOTA-Hetzer sind. In der Politik ist es das gleiche. Genau so durchschaubar und in aller Öffentlichkeit und genau so wirksam.

  33. Peter Kraus // 7. May 2018 at 22:09 // Reply

    Ja, einfach furchbar diese Hetzer, dabei gehen sie sehr effizient und kaltblütig vor: https://de.cointelegraph.com/news/university-college-london-ucl-severs-ties-with-iota-foundation
    Arme, unschuldige IOTA hat es echt nicht verdient!

  34. Dass es einen ziemlich radikalen Teil in der IOTA-Community gibt, habe ich auch schon miterlegt. Ich wurde zwar noch nie persönlich angegriffen, habe aber auch schon Angriffe auf Journalisten bzw. Blogger beobachtet. Ich finde das schon ziemlich hart. Auch ich habe in IOTA investiert und hoffe, dass das Projekt etwas aus sich macht. Ich denke, das Potetial dazu wäre vorhanden. Die Ignoranz, die von Manchen an den Tag gelegt wird, ist allerdings die Kehrseite der Medaille. Ich hoffe, dass das nicht dem IOTA-Projekt irgendwann den Kopf kosten wird.

    Nichts destotrotz hoffe ich, dass du dich nicht durch die IOTA-Troll-Army einschüchtern lässt. Ich lese Berichte über Projekte lieber auf mehr oder weniger neutralen Seiten, die den Blick eines Außensstehenden repräsentieren, als nur die Lobeshymnen von Firmeneigenen Twitter-Accounts oder Blogs. In diesem Sinne: Bitte berichte auch weiterhin über IOTA!

  35. Guten Tag Herr Jeff Saima,

    erst einmal von mir überhaupt keinen Respekt für Ihre Arbeit, Zeit und Mühen, die Sie in Ihren Kommentar investiert haben:
    Das hier ist ein Blog, les die Definition von Blog, du Schwachkopf!
    Wenn du reine Fakten lesen willst, dann les’ Todesanzeigen.

  36. Die IOTA Community bei reddit ist am schlimmsten. Kritiker werden verhöhnt und als Fudder bezeichnet. Ich wurde gebannt. David Sonstebo benimmt sich wie ein pubertierender Junge, der seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat. Und überhaupt, die denken tatsächlich sie (Entwickler und Community) wären die Größten. Aber seit Anfang des Jahres ist dort nicht mehr so viel los wie vorher. Die ganzen Verschiebungen wie z.B. des Wallets, Q usw. und keine neue Exchanges haben Ernüchterung hereingebracht. Auch wie die Entwickler mit dem Seed Debakel umgegangen sind hat viele abgeschreckt. Man erinnere sich wie man die Opfer von Scam Seed generatoren so lange ignoriert hat bis Spiegel Online darüber berichtete und auch dort ein Opfer erzählte wie die Entwickler seine Mails ignorierten. Erstaunlich war aber,dass bei der offiziellen iota reddit Seite monatelang ein online scam Seed generator empfohlen wurde. Da fragt man sich was das für Entwickler sind. Interessant auch wie die UCL Sache dort von den Entwickler komplett ignoriert wird.

    Ich habe mehr als die Hälfte von meinem Iota Portfolio verkauft. Ich traue denen nicht mehr.

    • Die fehlerhaften Designentscheidungen sind offensichtlich und da ist rumdoktorn am Wallet eben nicht genug, es müssten Protokolländerungen her. Mit den regelmäßigen Snapshots durch den Coordinator hätte IOTA auch das Potenzial zu diesen grundlegenden Änderungen, wenn man denn wollte. Vor allem scheitert es aber wohl am Ego, sich diese Fehler im Design einzugestehen, bevor man sie überhaupt fixen kann.
      Ein Seed Format zu wählen, welches noch nichtmal ein üblicher Passwortgenerator erstellen kann und dann noch nicht mal einen Generator mitzuliefern war mindestens grob fahrlässig.
      “Absichtliche” Bugs in die Hashfunktion einzubauen ist eher kriminell.
      Ein angehender PhD, der zu Deinem Protokoll forscht und Dir seine Erkenntnisse kostenlos zur Verfügung stellt wird ignoriert. Aus Angst vor rechtlichen Schritten wie UCL hat er diese dann auch nicht veröffentlicht.

      Mit dieser Ignoranz wird das nichts in meinen Augen.

  37. Jeff Saima // 12. May 2018 at 13:14 // Reply

    Richtig so John. Schön die Wut raus lassen und mal albern sein dürfen.

  38. Seit 2010 betreibe ich mein eigenes Blögchen und seit 2014 aggregiere ich aus besonders guten Quellen meine persönlichen “Bitcoin News”. Aufgrund nerviger und einseitiger Berichterstattung angeblicher Newsquellen habe ich schon verschiedene feeds wieder entfernt.

    Gebliegeb ist bitcoinblog.de und darüber bin ich sehr froh, weil Du normalerweise auch mal “heiße Eisen” angehst. Es leider eine profane und naive Aufforderung “Die Idioten einfach zu ignorieren, wenn man seine wertvolle Zeit auf tagelange Erholung von Shitstorms verwenden muss und mit Sicherheit tut es auch einfach persönlich irgendwo weh, trotzdem:

    Bitte mach einfach so weiter und versuche Dir Dein gutes Gewissen und Urteilsvermögen zu erhalten – auch, was IOTA angeht.

    Du versuchst sachlich zu schreiben und nach bestem Wissen und Gewissen zu schreiben und wenn Du über eine Kritik an einer technischen Detail eines Coins harsche Reaktionen regnet, dann ist das eben so. Gleichzeitig solltest du auch nie Deine Meinung zurückhalten, auch wenn Du “kein echter Journalist” Das ist doch egal! Messe Deine Artikel nicht an den offenbar gut koordinierten Angriffen einer kleinen Gruppe.

    Bite schreibe weiter und tritt auch nicht von einzelnen Themen zurück.

    • Jeff Saima // 19. May 2018 at 10:13 // Reply

      Wenn jemand seine eigene Meinung zu einer Sache frei äußert, ist eine Gegenmeinung je nachdem wer sich berufen oder angegriffen fühlt, eine logische Konsequenz. Eine Meinung ist stets subjektiv und lässt immer eine Gegenpositionen zu. Von “Sachlichkeit” kann keine Rede sein.

      Ich brauche nur in einem gut besuchten Nahrungsforum meine Meinung und mit belegten Studien gegen vegane Ernährung und seine ungesunde Lebensweise wettern, wären heftige Gegenreaktionen mit belegten Gegenstudien nur logisch! Entweder ich kann damit umgehen oder nicht.

      Diese Möglichkeiten gibt es:

      a) Entweder man nimmt Gegenpositionen in Kauf und werden akzeptiert.
      Oder
      b) Man formuliert zukünftige Beiträge anders, um Ärger möglichst zu minimieren. Darauf bin ich bereits ausführlich eingegangen. Oder aber, man hört auf zu schreiben, wenn man das Ganze emotional nicht ertragen kann.

      LG Jeff

      P.S.: Ich halte eine gegründete, koordinierte Troll-Army seitens IOTA rational für unwahrscheinlich. Werden keine stichhaltigen Beweise geliefert, sind und bleiben es nur Vermutungen. Eher eine Erfindung einiger Krypto-Fans, die heuristisch nach Erklärungen für ihre Wahrnehmung suchen und finden.

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