Carol weiß gar nichts: Ein Tag im Leben mit Lightning

Auf ihrem Blog beschreiben die Lightning-Entwickler, wie in Zukunft ein Tag von Carol aussehen wird, wenn sie das Lightning-Netzwerk benutzt. Im Endeffekt ist es fast so einfach, wie wenn sie Bitcoin bzw. Bitcoin Cash verwendet. Nur dass unter der Oberfläche sehr viel mehr passiert, von dem Carol nichts weiß – und dass ihre Transaktionen nicht die Blockchain belasten.

Carol lebt in einer “nicht – zu weit – entfernten Zukunft”, in der das Lightning-Netzwerk zum gebräuchlichen Zahlungsmittel geworden ist. Die Lightning-Entwickler beschreiben anhand eines Tages in ihrem Leben, wie die Benutzererfahrung von Lightning in Zukunft einmal aussehen kann. Diese ist bislang noch nicht so attraktiv bzw. teilweise umstritten. Daher ist das Blogpost äußerst interessant, weil es zeigt, wie eines der haarigsten Probleme von Lightning gelöst werden kann.

Falls ihr noch nicht wisst, was das Lightning-Netzwerk ist: Es ist ein Netzwerk, das aus sogenannten Payment-Channels besteht, die sich auf eine Weise verbinden, dass man Channel-übergreifend Bitcoins überweisen kann. Anders als die natürlichen Bitcoin-Transaktionen treffen Lightning-Transaktionen nie auf die Blockchain und müssen dementsprechend auch nicht von allen Knoten im Netzwerk empfangen, geprüft, gespeichert und verbreitet werden. Lightning skaliert besser als Bitcoin an sich, und das, ohne die Dezentralität von Bitcoin einzuschränken. Es ist ein wenig so, als würde man mit Solarthermie anstatt mit Holz heizen.

Bislang krankt das Lightning-Netzwerk aber noch an einer mangelnden Nutzererfahrung, auch wenn die Eclair-Wallet für Android ein guter Schritt in eine richtige Richtung ist. Das Post auf dem Blog von Lightning Labs zeigt nun, wie Carol in Zukunft Lightning erleben wird, wenn sich die Infrastruktur so entwickelt hat, wie die Entwickler sich vorstellen:

  1. Zunächst lädt Carol eine Lightning-App für ihr Smartphone herunter. Das Blog schreibt, dass sie sich einen Seed aus 24 Wörtern notiert und an einem sicheren Platz aufbewahrt, aber ich bin sicher, dieser Umstand wird optional sein. Wenn man nur 20 bis 100 Euro darauf speichert, kann man sich das auch sparen.
  2. Danach sendet sich Carol Bitcoins von der Börse auf ihre App, wie gewohnt, als wäre es eine ganz normale Wallet. Die Lightning-Entwickler schreiben, dass dies etwa eine Stunde dauert. Ob sie das schreiben, weil eine Lightning-App sechs Bestätigungen braucht, um einen Channel zu bilden, oder weil die Lightning-Entwickler gerne onchain-Transaktionen schlechtreden, weiß ich nicht.
  3. Danach nimmt ein System namens Autopilot die Bitcoins von Carol und bildet mit ihnen fünf Payment-Channels. Dies dauert nochmal etwa eine Stunde, ist aber nur bei der ersten Einrichtung notwendig.
  4. Nun geht Carol in das Einkaufscenter und kauft sich Socken aus Alpaka-Wolle. Der Verkäufer zeigt ihr einen QR-Code auf seinem Tablet, Alice scannt es mit der Lightning-Wallet und klickt auf “Senden”. Die Zahlung ist sofort angekommen, die Gebühren waren ultraniedrig.
  5. Am Abend kauf Carol für ein Online-Spiel (“World of Wowcraft”) ein Ingame-Item. Eine Lightning-Zahlungsanweisung poppt auf, Carol bestätigt, und die Zahlung ist erfolgt. Augenbicklich und fast kostenlos.
  6. Danach möchte Alice ihre Wallet aufladen. Da ihre liebste Börse auch Lightning unterstützt, muss sie dazu lediglich eine Zahlungsaufforderung mit dem Betrag an zu empfangenden Bitcoins sowie ihrer ID im Lightning Netzwerk bilden. Diese sendet sie an die Börse, die dann per Lightning Bitcoins an sie sendet. Sofort und fast ohne Gebühren.

All das klingt einfach, doch wenn man unter die Haube schaut, entdeckt man eine Menge Technologie, von der Carol gar nichts weiß. Die Lightning-Entwickler zählen auf:

  • Payment Channels, durch die sie die Bitcoins sendet,
  • Smart Contracts, die gewährleisten, dass dabei nicht betrogen werden kann,
  • Routing Nodes, die für Carol die Transaktion ans Ziel bringen,
  • Watchtowers, die Carol davor bewahren, dass sie dabei doch betrogen wird (wenn sie offline geht),
  • Splicing, ein Feature, das es ermöglicht, aus einem Channel heraus onchain zu bezahlen, ohne den Channel zu schließen, und
  • Atomic Multipath Payments, die größere Beträge in kleinere aufsplitten, um diese besser durchs Netzwerk routen zu können.

All diese Technologien, erklärt das Blog, muss Carol ebenso wenig kennen, wie sie TCP/IP verstehen muss, um das Internet zu benutzen.

Auf eine gewisse Weise macht alles in dem Post Sinn. Wenn alle mitmachen und kleine Umwege gehen, kann man Lightning nutzerfreundlich machen. Auf eine gewisse Weise macht es aber auch überhaupt keinen Sinn. Denn an sich hat Carol in der fernen Zukunft, in der Lightning perfekt funktioniert, fast dieselbe Nutzererfahrung, die sie bereits heute mit jeder beliebigen Kryptowährung außer Bitcoin haben kann, nur ein wenig umständlicher. Für Carol als Nutzerin wird sich nichts zum Besseren verändern. Für sie ist Lightning ein wenig wie ein neues Metallica-Album – man freut sich, wenn Lieder “fast so gut wie früher” sind.

Die Lightning-Entwickler weisen zwar immer wieder darauf hin, dass onchain-Transaktionen so teuer und langsam sind. Allerdings haben alle Währungen außer Bitcoin sehr geringe Gebühren, und unbestätigte Transaktionen sind in allen vorgestellten Zahlungsbeispielen vollkommen in Ordnung (und vermutlich sogar noch schneller als Lightning-Transaktionen). Wenn man bedenkt, dass die Lightning-Wallet erst sechs Transaktionen braucht, um startbereit zu sein (eine fürs Aufladen, fünf für die Payment-Channels), und ein bis zwei Stunden, um startklar zu sein, dürfte sie für den User zunächst sogar erheblich teurer und langsamer werden.

Dazu kommen noch einige kleine Unbequemlichkeiten gegenüber der normalen Nutzung durch Bitcoin: Mit dem Backup durch einen Seed kann man bei Lightnung nur die Ausgangstransaktion, die den Channel öffnet, rekonstruieren, nicht jedoch den Verlauf des Channels, und das Abheben von Coins von einer Börse scheint ein wenig komplizierter zu sein, da es zunächst eine Aktion der empfangenden Wallet verlangt. Auch muss man einem Watchtower vertrauen, zumindest ein bißchen.

Es ist natürlich gut, zu wissen, dass Lightning einmal einen ähnlichen Nutzungskomfort haben kann wie Bitcoin bzw. Bitcoin Cash selbst. Aber man sollte sich nicht darauf vertrauen, dass dies ausreicht, damit sich das offchain-Netzwerk durchsetzt. Dazu braucht es vermutlich den Idealismus, die Bitcoin-Blockchain nachhaltig zu bewirtschaften, und dafür auch zunächst altruistisch Nachteile in der Nutzererfahrung in Kauf zu nehmen. So ähnlich, wie bei der Energiewende.

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32 Comments on Carol weiß gar nichts: Ein Tag im Leben mit Lightning

  1. Jens. K // 4. May 2018 at 11:55 // Reply

    Ich dachte eigentlich es gäbe auch bzw. vor allem ökonomische Anreize, Lightning zu benutzen. Diejenigen die es jetzt schon nutzen, sind womöglich Idealisten. Durchsetzen wird sich Lightning dann aber eher aufgrund der Kostenersparnis in Zeiten voller Mempools und letztendlich auch aufgrund der deutlich höheren Geschwindigkeit!? 🙂

    • Im Vergleich mit Bitcoin, ja, aber nicht mit Bitcoin Cash oder einer anderen Kryptowährung mit großen Blöcken. Dort funktionieren unbestätigte Transaktionen mit Gebühren <1cent ganz gut. Es hängt davon ab, ob Bitcoin so bedeutend bleibt, dass der Umstieg auf Lightning weniger aufwändig ist als der auf einen anderen Coin.

      • Wayne // 4. May 2018 at 13:07 //

        Unbestätigte Transaktionen für <1 Cent funktionieren auch bei Bitcoin on-chain gut. Im Zweifel dauert es eben etwas länger, bis die Bestätigung da ist. Aber der Mempool vergisst nichts.

      • Jens. K // 4. May 2018 at 13:18 //

        32MB gehen zu Lasten der Dezentralität des Netzwerks und 32MB sind auch schneller voll, als gedacht. Und dann gibt’s den nächsten Hardfork. PayPal 2.0…

      • Weiß ich, mit Einschränkungen und leichtem Widerspruch und so.

        Ist einem User, der sich nicht für die Technik interessiert, aber recht egal.

      • Jens. K // 4. May 2018 at 15:53 //

        Ja, bloß was dem nicht so egal sein dürfte, wäre die Verteuerung seiner Transaktionen, wenn die 32MB voll werden. Hardfork auf 64MB. Und dann?

        Was ist, wenn der Traffic auf der Chain schneller wächst, als man die Blocksize sicher erhöhen kann? So richtig klar sind die Aussichten für BCash nicht.

        Langrfristig wird sich zeigen, wer den besseren Ansatz hat. Nützt nichts, darüber zu diskutieren. Einfach mal noch 5 Jahre abwarten. 🙂

  2. Man sollte den Aspekt der Privatsphäre beim Bezahlen per Lightning nicht außer acht lassen.

  3. > Denn an sich hat Carol in der fernen Zukunft, in der Lightning perfekt funktioniert, fast dieselbe Nutzererfahrung, die sie bereits heute mit jeder beliebigen Kryptowährung außer Bitcoin haben kann, nur ein wenig umständlicher.

    Das ist korrekt und eigentlich super, dass man die gleiche Nutzererfahrung hat wie bei den anderen Coins, mit dem Unterschied, dass Lightning skaliert und die anderen Coins unbrauchbar sind, weil sie nicht skalieren.

  4. Auf lange Sicht ist ein zweiter Layer, der die Blockchain erheblich entlastet, unabdingbar, gerade wenn von einer intensiven Nutzung durch schnelle und günstige Transaktionen auszugehen ist. Wie groß soll sonst die Datenmenge werden, die jeder Node halten soll. Dieser Frage scheint mir bei den übrigen Coins noch in Angriff genommen zu sein – oder?.

  5. Man muss schon vieles außer Acht lassen wenn man größere Blocks bevorzugt. In einem dreiviertel Jahr besteht bei BCash bereits der imaginäre Wunsch nach 32 MB Blocks obwohl real 265KB Blocks noch mehr als ausreichen würden. Sollten die Großblocker aber tatsächlich mal den Traffic von Lightning erreichen wollen stoßen sie an so viele Granzen das sie im Schlamm stecken bleiben werden. 1GB Blocks auf hunderttausende Nodes in Echtzeit verteilen geht zwar aber dann nur von zentralisierenden Datencentern. Der Ottonormal Nodebetreiber bleibt dabei außen vor. Man wird früher oder später merken das diese Zentralisierung zum selben Problem führt das Bitcoin versucht auszumerzen. Viel Spaß dabei….

    • Und wer versichert, dass Ligthning nicht zur Zentralisierung führen wird. Wie viele LN-Knoten gibt es jetzt? Wie viele wird es im Endzustand geben? Kann es jemand wisen, ob es überhaupt mehr werden als Bitcoin Cash Knoten? Und was ist mit den Wallets? Normale Blockchain Wallets sind einfach zu programmieren. Es gibt jetzt schon viele davon und wenn jemand programmieren kann, kann sich selbst einen schreiben. Gilt das auch für LN-Wallets? Oder sind wir dann auf ein Produkt von Ligthning Labs angewiesen und haben in 5 Jahren einen neuen Microsoft/Apple/Facebook/Google-Monopolisten?

      • Jens. K // 4. May 2018 at 17:58 //

        “Und wer versichert, dass Lightning nicht zur Zentralisierung führen wird?” Niemand.
        “Wie viele LN-Knoten gibt es jetzt?” Keine Ahnung. Kannst du aber nachgucken.
        “Kann es jemand wisen, ob es überhaupt mehr werden als Bitcoin Cash Knoten?” Ja, weil das öffentlich jeder nachgucken kann. Und es sind angeblich bereits schon mehr. Muss man aber auch nicht vergleichen, weil sich daraus keine Aussagen ableiten lassen.

        “Und was ist mit den Wallets? Normale Blockchain Wallets sind einfach zu programmieren.”
        Achso, das war mir neu.

        “wenn jemand programmieren kann, kann sich selbst einen schreiben”
        😀

        In der Tat ist es verdammt schwer, ein “normales Blockchain Wallet” zu programmieren. Und das bekommt bei weitem nicht jeder hin, der “programmieren kann”. Mit den passenden SDKs / Referenz-Implementierungen zur Hand wird es einfach, ein 0815-Wallet zu entwickeln. Genau so sollte das auch mit Lightning laufen und es gibt auch keine Gründe, die dagegen sprechen, dass es hier nicht so laufen sollte.

      • Thiasos // 4. May 2018 at 18:27 //

        Um Satoshi zu zitieren (https://www.mail-archive.com/cryptography@metzdowd.com/msg09964.html)

        “Long before the network gets anywhere near as large as that, it would be safe
        for users to use Simplified Payment Verification (section 8) to check for
        double spending, which only requires having the chain of block headers, or
        about 12KB per day. Only people trying to create new coins would need to run
        network nodes. At first, most users would run network nodes, but as the
        network grows beyond a certain point, it would be left more and more to
        specialists with server farms of specialized hardware. A server farm would
        only need to have one node on the network and the rest of the LAN connects with
        that one node.”

        Full Nodes waren überhaupt nicht vorgesehen. Mit Nodes meinte Satoshi immer Miner. BTC in der heutigen Form entspricht leider, spätestens mit dem Segwit-Fork, nicht mehr der Definition im Whitepaper

      • @Jens K. Ich habe gefunden, dass am 18 März 1000 LN-Knoten gab. Akrtuelle Zahl konnte ich nicht finden. Es gibt aber fast 2000 Bitcoin Cash Knoten https://cash.coin.dance/nodes Wenn jemand argumentiert, dass Bitcoin Cash zentralisiert, dann zentralisiert LN doch auch.

        Mit Wallet meinte ich Lite-Wallet, ist das fur dich wirklich so schwer? Glaubst du wirklich, dass es mit LN so einfach geht?

        Ich habe früher auch geglaubt, dass LN die Lösung ist. Seit ich mich mehr damit beschaftigt habe, bin ich skeptisch geworden. Die Blockchaintechnologie ist transparent, übersichtlich und in ihrer Genialität erstaunlich einfach. LN-Technologie ist extrem komplex und in den Händen einiger wenigen Entwickler.

      • Jens. K // 4. May 2018 at 20:02 //

        Ja, auch ein SPV-Wallet ist schwer zu entwickeln, wenn du den Code tatsächlich selbst entwickelst und auf fremden Code verzichtest. Das ist mit Lightning nicht anders.

        “wenn jemand programmieren kann, kann sich selbst einen schreiben”. Da könnte ich auch sagen: “Wenn jemand französisch sprechen kann, kann er auch auf Hebräisch schreiben”.

        Du hast recht, dass das LN schon komplex ist. Aber die Entwicklung ist nicht in den Händen einiger weniger Entwickler, sondern komplett Open Source. 😉

      • Um mir hier einzuschalten: Selbst jemand wie ich, der überhaupt nicht programmieren kann, schafft es, mit zusammengeklaubten PHP-Fetzen dank Blockexplorer-API in einem Tag eine simple Invoice für Bitcoin-Zahlungen zu schreiben.

        Mit Lightning? Keine Chance, schon rein vom Konzept her. Ich glaube, das war das, was Tom gemeint hat …

      • Ich habe nicht behauptet, dass es nicht Open Source ist. Ich habe nur behauptet, dass es wenige Entwickler sind. De facto macht es eine gewinnorientierte Firma, die den Quellcode offenlegt.

      • Der Unterschied zw. Lite-Wallet und LN-Wallet zu programmieren ist ungefahr so, wie zw. dem Bau einer Gartenlaube und dem eines großen Hauses. Und der Bau einer Gartenlaube kann ubrigens auch große Schwierigkeiten bereiten.

    • Das ist für Bitcoin Cash Befürworter keine Überraschung. Das ist der ausdrückliche Plan. User benutzen SPV, kommerzielle Teilnehmer können sich die nötigen Festplatten und Internetleitungen leisten.

  6. Jens. K // 4. May 2018 at 19:09 // Reply

    Die sachlichen Argumente sind dir ausgegangen, und darum berufst du dich jetzt auf die Satoshi-Autorität?

    Ist die Bitcoin-Entwicklung eine Art Rätselspiel, bei der es darum geht, zu erahnen, wie sich der anonyme Entwickler das seinerzeit alles mal vorgestellt hat, sodass wir die Entwicklung in seinem Sinne fortführen können? Ist Satoshi ein unfehlbares Mastermind, das alle Entwicklungen vorhersehen konnte? Hätten wir den Code von Satoshi vielleicht einfach so belassen sollen, wie er ist?

    Eigentlich wollten wir mit dem Bitcoin ja weg von Autoritäten.

    • Thiasos // 4. May 2018 at 20:49 // Reply

      Es ist eben kein Rätselspiel, denn das was Bitcoin ist, ist genau im Whitepaper definiert und eben auch, wie Bitcoin skaliert werden kann und warum das kein Problem. BTC wird derzeit nicht weiter-, sondern zu etwas anderem entwickelt.
      Welche Entwicklungen hat denn Satoshi bisher nicht vorhergesehen?

  7. Andreas // 4. May 2018 at 22:00 // Reply

    Bitcoinakzeptierende Händler wechseln die erhaltenen Coins subito in Fiatgeld, wegen der hohen Volatilität des Preises. Muss also der Händler bezw. dessen Zahlungsabwickler bei Zahlungen via Lightning jedes mal den Zahlungskanal schliessen um die Coins sofort in Fiat zu wechseln?

  8. Haudegen // 4. May 2018 at 23:07 // Reply

    Finde es nicht mehr schön wie du hier zum altcoin Verfechter wurdest…
    Lightning ist genial und zero-conf ist genauso sicher wie wenn ich meine Geld auf die Straße lege… mal ganz zu schweigen davon, dass Bitcoin die größte Sicherheit dank am meisten pow hat

    • Bin kein Altcoin-Verfechter. Habe Bitcoin Cash nur reingebracht, weil es eben ein Bitcoin ohne hohe Gebühren ist. Ansonsten hätte ich mich auf “einfach so Bitcoin” oder so beschränkt.

      Lightning ist genial, ohne Zweifel, und dem widerspreche ich auch nicht. Zero-Conf ist für die meisten Fälle erstaunlich sicher. Habe da letzten darüber geschrieben: https://bitcoinblog.de/2018/03/14/unbestaetigte-transaktionen-wie-unsicher-sind-sie-wirklich/

      • Treuer Leser // 5. May 2018 at 15:10 //

        Ich finde es gerade sehr gut, dass sie objektiv über verschiedene Kryptowährungen berichten und nicht nur einseitig über Bitcoin. Es ist überhaupt kein Grund zur Rechtfertigung. Darüber was genial oder nicht ist, sollen sich die Leser die Meinung selbst bilden. Bitte weiter so und danke für ein gutes, inforfmatives Blog.

  9. Fabian Suhr // 5. May 2018 at 17:22 // Reply

    Off topic but… Warren Buffett äußert sich gerade eben in einer jährlichen Fragerunde (Berkshire Hathaway Annual Meeting) zum Thema Bitcoin: “Es ist wahrscheinlich Rattengift hoch zwei” ( https://twitter.com/BeckyQuick/status/992734797939314689 )
    Meistens hat der Mann recht. Bis jetzt. Hmm…

  10. NichtNaiv // 5. May 2018 at 18:02 // Reply

    Könnte Lightning ein Schritt zu einem Umweltfreundlicheren Bitcoin darstellen? Falls die Statistiken zum Energieverbrauch bis 2020 stimmen sollten, sehe ich nämlich keine Zukunft für Onchain Transaktionen. Bis dato werden zuweilen auch über 85% aller Bitcoins geminet sein. Ich als Unternehmer halte vom Lightning Bitcoin mehr als von allen anderen Dezentralen Anwendungen, Token, ICOs, Dezentraler Wirtschaft und Blockchain im Allgemeinen.

    • Der Energieverbrauch steigt nicht mit der Anzahl der Transaktionen. Transaktionsverarbeitung kostet sehr wenig Rechenleistung. Das war ein Irrtum/Hoax in den Medien, als das vor ein paar Wochen plötzlich überall zu lesen war.

  11. Der Energieverbrauch wird der Knackpunkt für Bitcoin werden. Der hat bislang aber wenig mit OnChain-Transaktionen zu tun, da es immer noch hauptsächlich das Produkt aus Anzahl geschürfter BTC und dem BTC-Preis ist, welches bestimmt, wieviel Energie sich lohnt, fürs Mining aufzubringen. Das wird sich auch nicht so bald ändern, nächstes Halving erst 2021…

    Wie gesagt: Lightning wird da nicht grundsätzlich was dran ändern. Der Energieverbrauch bleibt gleich. Man kann theoretisch einen höheren Nutzen gegenrechnen, wenn mehr Tx durchgeführt werden. Allerdings kommt man in jedem Fall in arge Erklärungsnöte, wenn Bitcoin irgendwann mehr Energie verbraucht als jede Volkswirtschaft der Erde. Dann ist BTC ein schmutziges Invest, à la Rüstungsunternehmen, Tabakkonzerne oder ähniches… hier muss man sich irgendwann was einfallen lassen.

    • pebwindkraft // 7. May 2018 at 10:58 // Reply

      es ist schon erstaunlich, wie immer wieder völlig unreflektiert das Thema Energieverbrauch bei Bitcoin in Spiel kommt. Mit dieser empörungsgeschwängerten Vorhersage… Da fliegen jeden Tag tausende von Flugzeugen durch die Luft, die u.a. völlig sinnentleerte Passagiere von Frankfurt nach Mailand transportieren, um eine Handtasche zu kaufen (hier darf jeder seinen eigenen use case beitragen). Statt Empörung kommt da jedoch Bewunderung zum Ausdruck. Schnäppchen gemacht und so. Problem für die Umwelt? Nee, das sind ja die anderen, das Flugzeug wär sowieso geflogen … Testfrage: Wieviel Energie wurde verbraten? Tip: inneneuropäisch verbraucht 1 Passagier +5 Liter auf 100km, interkontinental mit Ferienfliegern sind es vielleicht 4 Liter auf 100km. Mit einer ersten Annäherung kann man 1 Liter Verbrauch sicher mit 10 kWh rechnen. Na, wieviel von Dänemarks Energieverbrauch wird täglich für Luftverkehr verbraten? Oder nehmen wir mal die Freizeit-Motorradfahrer: völlig sinnentleert verpesten sie die Umwelt just for fun mit Lärm und Gestank, bei einem Verbrauch über 6 Liter auf 100km, wo eine 4 Personen Familienkutsche noch drunter liegt. Empörung über den weltweiten Energieverbrauch dieser sinnlosen Naturzerstörungsaktionen? Keine – weit und breit. Stattdessen Gelaber von Freiheit (und Vordrängeln an Ampeln – also wieder das Thema Schnäppchen gemacht). Das kann man beliebig ausdehnen, SUV Fahrzeuge oder Golfspieler wären da meine nächsten Kandidaten 🙂 Tja, so ist das, wenn man die Welt halt nicht objektiv betrachtet, und dann aus diesem limitierten Blickwinkel auf Bitcoin schimpfen kann, wobei klar wird, dass es auch noch nicht verstanden wurde. Das Zukunftszenario “Bitcoin skaliert nicht weil Energieverbrauch” ist doch gerade implizit von Christoph oben als nicht existent beschrieben worden, da nicht jede Transaktion in jedem Block auftaucht, und damit keine 1:1 TX zu Miningpower benötig wird. Da muss man schon ganz schön Balken im Auge haben…

      Der Mensch hatte immer Probleme vor sich, und diese gelöst. Sonst sässen wir sicherlich immer noch in Höhlen rum. Für die Crypto Szene bedeutet dies die Skalierungsdebatte: sie konnte entweder gelöst werden durch “mach ich Blöcke grösser, und verschiebe das Problem in die Zukunft” (das ist der Low-end, quick-win Approach), oder aber ich greife es wissenschaftlich strukturiert an (high end, long-term), und löse es für die Zukunft. Bitcoin geht halt da lang, BCash in die andere Richtung. Ist doch ok, es wird sich ja nach Darwin’scher Logik von alleine ausMENDELn. Lightning scheint mir das der bessere “survival of the fittest” Kandidat zu sein, und bei all der gegebenen Komplexität ist schon klar, dass es Ferienfliegern und Motorradfahrern den Verstand raubt. In dieser Welt ist man eben eher im Profitieren mit Quick-Wins gefangen. Kant hat sich schon vor 200 Jahren über die Mündigkeit des Bürgers ausgelassen – aber der ist sicherlich genauso schwer zu verstehen, wie Lightning 🙂

      • NichtNaiv // 7. May 2018 at 12:38 //

        Ziemlich unpassend mit was für einer Arroganz du auf das Thema Energieverbrauch reagierst, wo du doch selber zugibst, dass es gelöst werden sollte.

  12. Sabrina // 8. May 2018 at 12:01 // Reply

    Who the fuck is Alice ??? Ist mit Carol gleichzeitig auch noch Alice gemeint oder wer / was soll Alice sein? Sorry, aber das habe ich nicht nachvollziehne können.

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