Ohne Mittelsmann, Teil 1: Die Ökonomie des Selbstverlegers

Statue von Atlas, dem Träger der Welt, im Jaime Duque Park, Bogotá, Colombia. Bild von Roberto De la Parra via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Werkschau im Moby Verlag: In zwei Artikeln erzähle ich von meinen Erfahrungen, ein Buch im Eigenverlag herzustellen, zu vermarkten und zu verkaufen. Im ersten Teil geht es darum, wie das Buch entsteht und wie und über welche Kanäle ich es vermarkte und verkaufe.

Wie die meisten Leser bestimmt wissen, habe ich im August 2018 mein erstes Buch veröffentlicht: “Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes.” Das Buch habe ich im Selbstverlag publiziert, kaufen kann man es auf Bitcoin-Buch.org. Hier möchte ich ein wenig darüber erzählen, wie das ablief. Darauf freue ich mich schon seit dem August. Ich hoffe, dass meine Erfahrungen für Leute, die sich ebenfalls mit Selfpublishing beschäftigen, interessant sind.

Der erste Teil dreht sich um die “allgemeinen” Dinge: Schreiben, lektorieren, gestalten, drucken, bewerben, vermarkten. Ich werde so offen und schonungslos wie möglich erzählen, wie ich den Markt erlebt habe, wie ich vorgegangen bin und was ich falsch gemacht habe. Im zweiten Teil erzähle ich dann davon, wie ich Kryptowährungen akzeptiere – und wie oft mit welchen Coins bezahlt wurde. Darauf freue ich mich noch mehr. Aber beginnen wir am Anfang.

Das Lektorat

Dass Schreiben viel Zeit braucht, ist bekannt. Ich habe an dem Buch zwei Jahre lang in meiner Freizeit geschrieben, habe skizziert, gegliedert, verworfen, geschrieben, korrigiert und so weiter. Hier geht’s aber um das, was danach kommt.

Wer wie ich dazu neigt, hier und da einen Rechtschreibfehler zu platzieren, sollte ein Buch nicht veröffentlichen, ohne in ein professionelles Lektorat zu investieren. Mir war es zudem wichtig, dass es jemand gegenliest, der sich nicht wie ich seit fünf Jahren ununterbrochen mit Bitcoin beschäftigt und daher auf beiden Augen betriebsblind ist.

Also habe ich im Internet nach einem Lektor bzw. einer Lektorin gesucht. Dabei habe ich darauf geachtet, dass die Lektorin – die Branche ist überwiegend weiblich – nicht zu weit von mir entfernt wohnt, so dass man sich auch treffen kann, und dass sie in der Vergangenheit schon mal Bücher lektoriert hat, die in die Sparte “populäre Sachbücher” fallen. Gelandet bin ich dann bei Brigitte Matern aus Konstanz, die neben Biographien auch schon ein eher linkes Buch über Wirtschaftskrisen bearbeitet hat. Links fand ich in dem Fall gut, weil es ein Gegengewicht zur eher kapitalismusfreundlichen Weltsicht der Bitcoin-Szene abgibt.

Ich meine, dass es eine hervorragende Wahl war. Brigitte hat sich für das Thema geöffnet, aber einen kritischen Blick bewahrt. Sie hat mich daran gehindert, allzu ausschweifend von Bitcoin zu schwärmen, während sie zielsicher die Stellen identifiziert hat, an denen ich kürzen oder umbauen musste. Ich habe ihr angeboten, sie in Bitcoin zu bezahlen, aber das wollte sie nicht. Aber sie meinte, dass sie das Buch mit großer Freude und Interesse lektoriert hat.

Im späten Frühjahr 2018 hatte ich dann die finale Fassung des Manuskriptes. Nun ging es darum, es in eine Buchform zu bringen.

Gestaltung und Druck

Wie bei allem im Leben kommt es bei einem Buch auf die Form an. Die Seiten sollen schön gesetzt sein, mit nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Weißfläche, die Schriftart muss lesefreundlich sein, und die Zeilenabstände, Absätze und so weiter müssen auch stimmen. Auch das ist ein Punkt, den ich alleine nicht hinbekommen hätte, weshalb ich Hilfe brauche.

Gewöhnlicherweise würde man sich hierfür vermutlich eine Agentur suchen. Ich habe das Glück, dass meine Lebensgefährtin eine begabte Designerin und Illustratorin ist, die in ihrer Laufbahn auch schon mehrere Buchprojekte hatte. Sie hat für mich die Gestaltung des Buches übernommen und noch zahlreiche wundervolle Illustrationen hinzugefügt, die, finde ich, das Buch ungemein aufwerten.

Im frühen Sommer hatten wir schließlich eine PDF-Datei mit dem vollständig illustrierten und gesetzten Manuskript. Nun fehlte nur noch ein Schritt: Der Druck. Ich wollte unbedingt ein echtes Buch haben, kein E-Book, und ich wollte, dass die erste Auflage ein Hardcover ist. Man könnte es per Print-on-Demand drucken lassen, aber das ist in der Regel recht teuer, während die Qualität unbefriedigend bleibt. Also haben wir auch hier versucht, es selbst zu machen.

Wir wollten, dass das Buch schön wird.

Da meine Lebensgefährtin einiges an Erfahrung in der Druckabwicklung hat, war das relativ unproblematisch. Man muss ein wenig suchen. Dienstleister wie Wirmachendruck sind zwar für viele Dinge super – und sie akzeptieren Bitcoins – aber die Bücher haben auch nicht die Qualität, die wir uns gewünscht haben. Also haben wir ein wenig weiter herum gesucht. Die meisten deutschen Druckereien sind bei kleineren Auflagen viel zu teuer. Erst haben wir uns in Tschechien umgeschaut, sind aber schließlich bei einer Druckerei aus Litauen gelandet, die das Buch relativ günstig auf unser Wunschpapier gedruckt hat. Bitcoins wollten sie leider nicht für die Zahlung akzeptieren.

Tja, was tun, wenn man plötzlich zwei solcher Paletten in der Garage hat?

Anfang August war es dann soweit: Ein Lastwagenfahrer brachte uns zwei Palletten mit je 500 Exemplaren meines Buches. Nur – wie bekommt man sie wieder los?

Der Preis und die ISBN-Nummer

Bevor man ein Buch in den Handel bringt, braucht es einen Preis. Bei Büchern gilt eine Buchpreisbindung. Das heißt, der einmal festgelegte Preis gilt für alle Zeiten und an jedem Ort. Daher sollte man sich mehr Gedanken darüber machen, als ich es getan habe. Ich habe eher impulsiv entschieden, nur vage gerechnet, und überlegt, was ich für ein Hardcover-Buch bezahlen würde. Dabei bin ich dann bei 20,90 Euro gelandet. Wie wir noch sehen werden, war das etwas arg knapp kalkuliert. Der eigene Geiz arbeitet gegen einen.

Damit ein Buch für den Handel zugelassen wird, braucht es eine ISBN-Nummer. Am besten, man denkt darüber schon vor dem Druck nach, dann kann man sie auf den Einband drucken. Die ISBN-Nummer bekommt man bei German-ISBN. Die Preise fallen extrem mit der Masse. Eine ISBN-Nummer kostet 70 Euro, zehn 180, und 1000 260. Kleinverlage und Self-Publisher werden damit ziemlich stark benachteiligt. Aber es führt kein Weg daran vorbei. Die ISBN wird zum allgemeinen ID eures Buches.

Der klassische Weg: Der Buchhandel (VLB, Barsortimente, Buchmessen, Buchläden, Bibliotheken)

Ehrlich gesagt wusste ich wenig über den deutschen Buchhandel, bevor ich versucht habe, ein Buch zu verkaufen. Irgendjemand hat mir mal gesagt, ich müsse mein Buch im “Verzeichnis Lieferbarer Bücher” (VLB) eintragen. Das ist eine Art Zentralverzeichnis für Bücher, auf das Großhändler und der Buchhandel zugreifen.

Gut. Ich habe dort Titel und Bild, eine Beschreibung, ein Inhaltsverzeichnis sowie die Einleitung als Probekapitel hinterlegt und eine Kontaktadresse für Bestellungen hinzugefügt. Dies hatte tatsächlich den Effekt, dass es für Buchläden möglich ist, ein Buch bei mir zu bestellen, wenn jemand danach fragt. Ein Eintrag hier kostet im Jahr etwa mehr als 100 Euro. Mir war das am Anfang nicht bewusst, eventuell habe ich es vergessen, bis die Rechnung kam.

Angeblich werden 80 Prozent der Bücher weiterhin über den Buchhandel verkauft. Der Königsweg dorthin sind die Barsortimente. Das sind große, halbkartellartige  Logistikunternehmen, die den Buchhandel beliefern. Man kann sich bei ihnen bewerben, und wenn man aufgenommen wird, schickt man ihnen Pakete mit Büchern zu. Sie listen sie dann für den Buchhandel und liefern sie bei Bedarf über Nacht aus. Man entledigt sich seiner logistischen Sorgen, und es gibt einen direkten Draht in die Buchläden. Das ist aber nicht ganz billig: es kostet mindestens 50 Prozent des Verkaufspreises. Als ich das erfuhr, war ich raus. Es hätte sich bei meinem Preis nicht gelohnt.

Das Otherland ist der einzige Buchladen, in dem mein Buch ausliegt.

Viele Leute meinen, wenn sie ihr Buch beim Buchladen kaufen, sei das irgendwie fair oder nachhaltig. Tatsächlich ist es aber nur fair für die Buchhändler. Wer den Verlagen helfen möchte, sollte das Buch direkt bei ihnen bestellen. Besonder ironisch fand ich es, dass die Seite “fairbuch.de” nur Bücher aufnimmt, bei denen man den Barsortimenten ihren Tribut zollt.

Manche Barsortimente leiten aber dennoch Bestellungen von Buchläden an mich weiter. Das geht dann per Mail oder Brief ein. Ich nehme an, das ist ein Gratisservice für Buchläden, die  schon Kunden der Barsortimente sind. Die meisten Läden bestellen aber direkt bei mir über die E-Mail-Adresse, die ich beim VLB hinterlegt habe. Oft übernehmen Buchläden oder Buch-Dienstleister auch die Beschaffung für Bibliotheken. Diese melden sich dann auch direkt bei mir.

Man kann sein Buch noch auf der Buchmesse ausstellen. Ein echter Stand dürfte für Selbstverleger zu viel sein. Aber es gibt die Möglichkeit, sich einen Platz in einem Gemeinschaftsstand der Kleinverlage und Selbstverleger zu kaufen. Das kostet 100 bis 200 Euro. Ich habe es bei der Frankfurter Buchmesser ausprobiert, aber hatte nicht das Gefühl, dass es eine echte Resonanz gab.

Insgesamt kommen gut 10 Prozent aller Verkäufe aus dem Buchhandel. Ich hätte ehrlich gesagt weniger erwartet. Wenn die Bestellung eingeht, versende ich das Buch und schicke per E-Mail eine Rechnung mit 25 Prozent Rabatt.

Amazon

Die übliche Alternative zum Buchhandel ist Amazon, der Megamittelsmann. Ich habe mir bei Amazon einen Verkäufer-Account zulegt – wofür ich die übliche Flut an Unterlagen einreichen musste – und dort dann begonnen, mein Buch einzustellen.

Die Gebühren bei Amazon betragen in meinem Fall 1,01 Euro + 15 Prozent Gebühr + 45 Cent Versandgebühr. Insgesamt ist es deutlich günstiger als die Barsortimente und der Buchhandel. Ganz unproblematisch ist Amazon aber nicht. Ich habe mir vor Ärger schon mehrfach die Haare ausgerauft.

So übernimmt Amazon beim Anlegen eines Buches im Katalog die Daten aus VLB.de. Das gilt als vertrauenswürdige Quelle. Nachdem die Daten übernommen wurden, kann man sie nicht mehr ändern. Daher hatte ich Null Gestaltungsspielraum bei der Buchdarstellung auf Amazon; ich kann den Text nicht anpassen, und teilweise fehlt auch die richtige Formatierung. Der Support sagte nur – schriftlich und telephonisch – dass die Katalogabteilung keine Schöheitskorrekturen vornimmt. Am Anfang habe ich mich stundenweise über Amazon geärgert.

Mein Buch wird nicht mit “Versand durch Amazon” angezeigt. Angeblich greifen Leute eher zu, wenn ein Buch durch Amazon versendet wird. Also habe ich das ausprobiert: Ich habe ein Paket mit 24 Büchern zu Amazon ins Lager geschickt. Von dort aus werden die Bücher dann weitergesendet. Ist natürlich praktisch, weil man sich die Arbeit spart. Aber es hat seinen Preis. Zum einen gibt es eine Gebühr, für die Lagerung und den Service. Zum anderen versendet Amazon die Bücher gratis für die Kunden – aber gibt die Kosten an den Verkäufer weiter. Da mein Buch knapp 1000 Gramm wiegt und Amazon keine Maxibriefe versendet (dazu später), habe ich plötzlich rund 5 Euro für den Versand bezahlt. Insgesamt lag ich damit schon unter meinen Produktionskosten. Wie bei den Barsortimenten.

Das misslungene Experiment hatte noch ein Nachspiel. Einige der Bücher gingen bei der ganzen Sache kaputt, und ich weiß auch vier Monate später nicht, ob mich der Postdienstleister dafür entschädigt oder nicht.

Bei Amazon kann man in begrenztem Ausmaß SEO, also Suchmaschinenoptimierung betreiben. Soweit ich weiß gibt Amazon die Bücher nach dem Verkaufsrang wieder. Der wird jede Stunde neu berechnet aus dem Durchschnitt der verkauften Bücher. Wie dabei welche Zeiträume gewichtet werden, weiß ich nicht, der Wert schwankt recht stark, ich war schon mal unter 10.000, aber auch über 150.000.

Wichtig sind die Suchwörter. Man kann eine bestimmte Anzahl von Zeichen eingeben, und es hilft auch, Bindestriche zu verwenden. Das sollte man kurz googeln, bevor man es einsetzt. Es gibt Amazon-SEO-Seiten, auf denen man sich registrieren kann, um dort eine Liste zu finden, auf welchem Platz man bei welchem Suchwort steht und wie oft diese abgefragt werden. Dabei handelt es sich aber wohl eher um Schätzungen. Ich habe mich einige Tage mit Amazon-SEO beschäftigt und meine Suchwörter optimiert. Das hat mir gefühlt ein wenig mehr Verkäufe gebracht, aber ich weiß nicht, wie viele, und ich bin sicher es gibt hier noch Luft nach oben.

Gescheitert bin ich dagegen an den “Kategorien.” Man kann bei Amazon drei Kategorien wählen. Diese können verschieden tief sein, von Buch->Wirtschaft bis zu Buch->Wirtschaft->Finanzwesen->Börse. Jede Kategorie hat ihre Übersichtsseite, auf der die Top-100 vorgestellt werden. Ein Buch, das in einer Kategorie auf Rang 1 ist, erhält ein Bestseller-Fähnchen, das mit angezeigt wird, wenn das Buch in der Suchanfrage aufgezeigt wird. Was natürlich verkaufsfördernd ist. Daher macht es bei Kategorien Sinn, nicht die zu wählen, die man für am besten geeignet hält, sondern die, bei der die Top-Titel einen tiefen Verkaufsrang haben. All das habe ich natürlich nicht gewusst, als ich die Buchseite angelegt habe, weshalb ich keine Chance auf das Bestseller-Fähnchen habe. Es zu ändern habe ich nicht geschafft.

Extrem hilfreich waren bei Amazon aber wohl die Bewertungen. Jeder liest Bewertungen, bevor er etwas bestellt. Nachdem ich einige gute Reviews erhalten hatte, zogen die Verkaufszahlen an und blieben auch relativ konstant. Bisher gingen mehr als 42 Prozent der verkauften Bücher über Amazon, wobei der Trend ansteigt. Ich würde sagen, derzeit sind es 50 bis 70 Prozent.

Die eigene Seite: Bitcoin-Buch.org

Nun kommen wir zu meiner liebsten Vertriebsvariante: Die eigene Webseite. Ohne Mittelsmann. Darum geht es ja.

Der vielleicht größte Vorteil am Selbstverlag ist für mich, dass ich das Buch auch gegen Bitcoins verkaufen kann. Also habe ich eine Webseite gebaut, auf der ich Bitcoins und andere Kryptowährungen akzeptiere. Das war für mich auch eine Gelegenheit, mehr über die Technik zu lernen.

Mit ein wenig HTML, CSS, Javascript, PHP und MySQL geht es eigentlich recht einfach. Meine Seite spuckt eine Adresse aus, und sobald sie eine Transaktion sieht, bestätigt sie die Zahlung und verschickt eine Mail an den Käufer und eine an mich (“Yippie! Eine Bestellung …”). Über die Details schreibe ich im nächsten Teil. Darauf freue ich mich, seit ich begonnen habe, die Seite zu bauen. Neben Kryptowährungen akzeptiere ich hier auch Banküberweisungen und PayPal.

Bei Verkäufern über die eigene Seite muss man keine Gebühren abgeben, aber man muss sie auch selbst bewerben und pflegen. Da ich kein User-Interface-Designer bin, scheint auch die Verkaufsquote je Besuch bei Amazon höher zu sein als bei mir.

Nichtsdestotrotz habe ich mehr als 45 Prozent meiner verkauften Bücher über die Seite abgesetzt. Das ist etwas, über das ich mich gerne freue.

Werbung: Rezensionen, Mailings, Twitter, Meetups

Die große und schwierige Frage ist nun: Wie erzähle ich der Welt, dass ich ein Buch geschrieben habe, dass sie unbedingt lesen muss?

Der Zeitpunkt war unglücklich. Als ich mein Buch veröffentlichte, im Sommer 2018, gab es auf der einen Seite Dutzende von Büchern über Bitcoin und so – während das Interesse am Thema durch den Bärenmarkt auf einen Tiefstand sank. Ich bin in einem Schweinezyklus gelandet – der Markt ist übersättigt. Hätte ich das Buch ein Jahr früher veröffentlicht, hätte ich vermutlich meine erste Auflage innerhalb von ein oder zwei Monaten verkauft.

Um mein Buch zu bewerben, habe ich mehrere Kanäle benutzt:

  • Ich habe eine Liste mit Ansprechpartnern für mögliche Rezensionen geschrieben. Blogs, Magazine, Youtuber. Aus der Krypto-Ecke, aber auch FinTech oder Ökonomie. Die Resonanz war eher mager. Ich habe etwa 20 Bücher verschickt, und es gab monatelang keine einzige Erwähnung. Einer, von einem kleineren Finanz-Online-Magazin, hat ein Rezensionsexemplar bestellt, und mir dann auf Anfrage erzählt, dass er das Buch ja absolut super findet, aber nicht darüber schreiben kann, weil sein Mutterverlag selbst Bücher über Bitcoin verkauft. Na toll.
    Heute habe ich immerhin die eine oder andere Rezension. Es hat einiges an Geduld und Hartnäckigkeit verlangt. Aber ich glaube, es ist hilfreich, vor allem für die Zukunft. Je öfter mein Buch positiv erwähnt wird, desto besser stehe ich langfristig bei Google da. Insgesamt habe ich etwa 60 Bücher kostenlos weggegeben. Am effektivsten war dabei der Bitcoin-Informant, der das Buch in seiner Youtube-Show lobend vorgestellt hat. Das hat mir an zwei Tagen mehr als 20 Verkäufe eingebracht.
  • Über das Blog: Da dieses Blog am Tag mehrere Tausend Klicks hat, kann ich hier natürlich sehr gut Werbung für das Buch machen. Ein Banner auf der rechten Seite führt auf meine Webseite, wo ich das Buch direkt verkaufe.
  • Soziale Medien: Ich bin ja recht aktiv auf Twitter. Das konnte ich nutzen, um immer wieder auf das Buch hinzuweisen. Auch Bitcointalk.org und das Coinforum.de waren hilfreich. Andere soziale Medien – Telegram, Facebook, Instagram und so weiter – benutze ich nicht oder nur zu selten, um hier etwas reissen zu können. Einige Facebook-Gruppenmoderatoren haben es mal erwähnt, aber ich glaube nicht, dass es viel gebracht hat.
  • E-Mails: Da ich schon seit 2013 über Bitcoin schreibe, habe ich mit hunderten von Leuten im deutschsprachigen Bitcoin-Raum E-Mails ausgetauscht. Das war natürlich eine gute Basis, um ein wenig “Kaltaquise” zu betreiben. Ich habe einige Versionen meiner E-Mail geschrieben, und diese dann in persönlichen E-Mails mit auf den Adressaten zugeschnittener Einleitung versendet. Das hat sich über Wochen hingezogen, und ich hatte das Gefühl, dass es sehr verkaufsfördernd war.
  • Meetups: Wenn ich eingeladen werde, stelle ich mich bzw. mein Buch bei Meetups vor. Ich war schon in Berlin, München und Karlsruhe. Berlin und vor allem München haben sich gelohnt, in Karlsruhe habe ich gerade mal drei Bücher verkauft. Aber Spaß hat es immer gemacht.

Insgesamt hatte ich ganz gute Grundlagen, um das Buch zu vermarkten. Fünf Jahre regelmäßig Bloggen ist einfach ein guter Boden. Ich nehme an, für Autoren, die nicht so in einer Community stecken, dürfte es, egal bei welchem Thema, ziemlich schwierig werden, ein Buch zu vermarkten. Ich höre von einigen anderen Autoren, die ein Buch über Bitcoin geschrieben haben, aber weniger sichtbar sind als ich, dass die Verkaufszahlen recht mau sind.

Packen und Versenden

Wer im Selbstverlag ein Buch herausgibt, wird sich viel mit Verpacken und Versenden beschäftigen müssen. Manchmal denke ich, dass es der Traum aller Self-Publisher ist, in Vollzeit als Fachkraft für Logistik zu arbeiten. Wichtig ist dabei auch, sich die richtige Postfiliale auszusuchen. Man wird dort jeden oder jeden zweiten Tag sein. Daher bin ich froh, dass die Leute in meiner Postfiliale nett, kompetent, hilfsbereit und meistens gut gelaunt sind.

Mein Buch wurde, wie schon mal festgestellt, ein richtiger Schinken. Es wiegt etwa 980 Gramm. Da bei 1000 Gramm eine wichtige Portoschwelle ist, bleibt nicht viel Spielraum für aufwändige Verpackungen und Knallfolie. Ich stecke es in einen Umschlag, mache diesen mit “Musterbeutelklammern” fest, und schreibe die Adresse von Hand drauf. Nach einigen Wochen habe ich einen Stempel für die Absendeadresse benutzt, was eine Menge Zeit einspart. Das Verpacken ist mittlerweile ein Workflow, der mich jeden oder jeden zweiten Tag 15-30 Minuten kostet.

Danach geht es zur Post. Mit meinem Paket habe ich zwei Optionen: Eine Büchersendung (1,70 Euro) oder ein Maxibrief (2,60 Euro). Die Büchersendung hat den Nachteil, dass sie langsamer ist, weil sie auf den Zwischenstationen des Postweges deprioriert wird. Es kann sein, dass sie nach drei Tagen ankommt, aber es kann auch eine Woche dauern. Auf meiner Webseite habe ich daher den Preis für eine Büchersendung auf 1 Euro reduziert und angekündigt, dass es länger dauert. Bei Amazon dagegen bin ich dazu übergegangen, nur noch Maxibriefe zu versenden, die 2,60 Euro kosten. Schließlich bezahlen die Käufer dort auch mehr Versandgebühren.

Zunächst habe ich auch Büchersendungen nach Österreich und in die Schweiz geschickt. Das kostete 7,00 Euro. Als ich dann bemerkt habe, dass das bis zu zwei Wochen dauern kann, bin ich auch hier auf Maxibriefe umgestiegen. Zu meiner Überraschung kostete das auch nur 7,00 Euro, was den Sinn einer Büchersendung hier irgendwie … sinnlos macht. Seit dem 1.1.2019 hat die Post aber Warensendungen ins Ausland abgeschafft. Das bedeutet: Ich benutze entweder ein DHL-Paket für 16 Euro – oder ich melde mich online an und drucke den Packzettel für eine Warensendung als gewerblicher Kunde aus. Für die Schweiz kostet es weiterhin 7 Euro, aber für Österreich leider etwa 8,30. Warum auch immer.

Es kommt dann und wann vor, dass eine Sendung wieder zurückgeht, etwa weil der Empfänger nicht ermittelt werden kann. In diesen Fällen habe ich es auf mich genommen, das Buch noch  einmal versendet, und den Empfänger benachrichtigt.

Was gibt’s zu lernen?

Aus all den Erfahrungen habe ich natürlich einige Lektionen gezogen:

Die erste Lektion ist, dass ich mich verkalkuliert habe:

  • Man sollte einplanen, dass im Zweifel auch 50 Prozent der Einnahmen an Mittelsmänner gehen. Zumindest wenn man vorhat, ein Buch in den Buchhandel zu bringen.
  • Dank Amazon erwarten Kunden heute oft, dass Bücher gut verpackt, aber versandkostenfrei versendet werden. Wenn “Versand durch Amazon” aktiviert ist, steigt die Kaufquote.
  • Es wird Vorfälle geben, bei denen man das Porto doppelt bezahlen muss, ob selbst- oder fremdverschuldet.
  • Benzin und Verpackungsmaterialien sind nicht umsonst.

Insgesamt verkaufe ich mein Buch zu teuer. Angesichts des hochwertigen Papiers, der vielen Illustrationen, des Hardcover-Einbands und des Umfangs ist es zu günstig. Der Finanzbuchverlag verkauft zum Beispiel “Das Krypto-Jahrzehnt” als Softcover mit 192 Seiten für 24,99 bei Amazon. Das passt mindestens zweimal in mein Buch hinein. Aber der Finanzbuchverlag ist vermutlich nur realistisch. Man muss so kalkulieren, wenn man will, dass ein Buch einen guten Absatz über Amazon und den Buchhandel findet.

Vermutlich werde ich die zweite Auflage als Softcover machen und teurer als die erste verkaufen. Das sieht vermutlich komisch aus, aber es würde mich amüsieren, wenn es soweit kommt, dass gebrauchte Exemplare meiner ersten Auflage teurer verkauft werden als die Originale. Wäre auf jeden Fall eine gute Werbung für den Verlag.

Die zweite Lektion ist, dass man sein Buch erst bei Amazon und dann beim VLB eingeben sollte. Alles andere wird einen Nerven kosten und in seinem Handlungsspielraum einschränken.

Die dritte Lektion könnte sein, dass man nie genügend werben kann. Es geschah so oft, dass Leute nichts von meinem Buch wussten, von denen ich annahm, sie müssten es mitbekommen haben, weil sie gelegentlich das Bitcoinblog.de lesen oder mir auf Twitter folgen. Aber offenbar sollte man sich hier oft wiederholen.

Es gibt sicherlich noch einiges zu lernen und zu notieren. Eventuell werde ich einen dritten Teil dieser Serie schreiben, in dem ich erzähle, was ich für die Zukunft plane. Aber zuvor kommt der Teil über die Zahlungsmethoden, und hier, an dieser Stelle, geht der erste Teil zu Ende.

Über Christoph Bergmann (1638 Beiträge)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder. Christoph hat vor kurzem ein Buch geschrieben: Bitcoin: Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes. Das Buch stellt Bitcoin in seiner ganzen Pracht dar. Ihr könnt es direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen - natürlich auch mit Bitcoin - oder auch per Amazon. Natürlich freuen wir uns auch über Spenden in Bitcoin, Bitcoin Cash oder Bitcoin SV an die folgende Adresse: 1BergmanNpFqZwALMRe8GHJqGhtEFD3xMw. Wer will, kann uns auch Hier mit Lightning spenden. Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Wer dies privat machen möchte, sollte meinen PGP-Schlüssel verwenden.

11 Kommentare zu Ohne Mittelsmann, Teil 1: Die Ökonomie des Selbstverlegers

  1. Super und ehrlich geschrieben. Problematisch ist sicher der Kaufpreis. Wenn es für 29.99 verkauft werden würde, würde das viele Leute abschrecken.

    • Schöner Artikel, ich fände 29 EUR für das Buch übrigens absolut angemessen.

      • Ladyfromouttaspace // 25. May 2019 um 0:31 //

        Also ich bin selbst auch SP-Autorin, aber finde den Aufwand, den du betrieben hast, ziemlich irrsinnig und unnötig. Vor allem verstehe ich nicht, warum du nicht E-Book und Hardcoverbuch gleichzeitig anbietest (oder machst du das und hab ich das beim Lesen des Artikels verpasst)? Heutzutage kommen die Einnahmen der meisten Autoren schaetzungsweise zu 90-95 % aus E-Books, und gerade ein Sachbuch muss man auch nicht wie einen Krimi oder Liebesroman fuer 99 Cent “verschachern”, sondern kann es fuer geringfuegig weniger oder sogar den gleichen wie den Taschenbuchpreis anbieten. Die Gewinnmargen sind beim E-Book ungleich hoeher (bei Amazon = Kindle Direct Publishing 70%, manche bieten sogar noch mehr). Dass Books on demand teuer sein soll, finde ich auch seltsam. Vll.ist das nur bei Hardcover-Buechern so, aber bei normalen Taschenbuechern hat man eine recht hohe Marge, selbst mit “besserem” Papier und vielen bunten Seiten. Und dann bezahlt man einmalig 19 € und kriegt die ISBN gratis dazu, braucht sich um die Verfuegbarkeit keine Gedanken zu machen, weil das Buch in jeder Buchhandlung bestellt werden kann, online wie offline. Und ein Gewerbe muss man dafuer auch nicht anmelden, denn “Autor” ist ein freier Beruf. Man muss sich also nur als Selbstaendiger anmelden und macht dann eine einfache Einnahmen-Ueberschussrechnung. Das, was du beschrieben hast, klingt unheimlich kompliziert+verlustreich. Aber gerade deshalb habe ich grossen Respekt davor, dass du das durchgezogen hast. Wuerde dir dennoch empfeheln, bei einem zukuenftigen Projekt eher mal die “einfache Variante” ueber KDP, kombiniert mit BOD, zu probieren. Die Druckqualitaet bei Amazon ist nicht so pralle, aber BOD kann sich wirklich sehen lassen, und wenn du ne Grafikerin quasi zu Hause hast, ist es ein Kinderspiel mit der Covererstellung und dem Satz.

      • Ich wollte einfach ein gutes, schönes, echtes Buch haben. Das war eigentlich der ganze Grund. Und weil es dann mal gedruckt wurde, wollte ich das echte Buch auch verkaufen, anstatt mir selbst mit dem E-Book Konkurrenz zu machen.

        Wir haben mal ein BoD (oder eine Abart davon) Buch in einer Buchhandlung bestellt, das meine Designerin gestaltet hat. Es hat lange gedauert, und sie war furchtbar enttäuscht über die Qualität. Daher war so etwas für uns keine Option.

        Klar war es die kompliziertere, und bei geringer Auflage vermutlich auch teurere Version. Aber es war eine interessante Erfahrung, und ich hoffe, es zahlt sich aus, wenn ich die zweite Auflage verkaufe. Ein E-Book gibt es jetzt, bald sogar ein Hörbuch …

        Und vielen Dank für den Kommentar!

  2. Danke Christoph für diesen thematisch mal etwas anderen Beitrag! Den Blick hinter die Kulissen finde ich extrem spannend und deine Transparenz in Bezug auf den Vertrieb vorbildlich. Als Endkunde bekommt man ja sonst seltenst etwas davon mit.

  3. Super Artikel, Danke. Das Thema hat mich schon immer interessiert. Darum auch gleich noch ein paar Fragen. Selbstverlag was heisst das genau? Genügt es aufs Buch zu schreiben ViSdPG gefolgt von Name und Anschrift? Muss man ein Gewerbe anmelden weil man ja irgendwie damit auch Geld einnehmen will, selbst wenn es nur auf der eigenen Webseite beworben wird mit kostenloser Download, wer will sendet BTC an folgende Adresse? Wie schützt man sich vor Mahnungen bzgl. Verlagen die dummerweise ein Buch mit gleichem Titel schon auf dem Markt hatten, von dem man aber nix wußte? Wie bekommt man überhaupt heraus ob es weltweit ein Buch mit gleichem Titel schon gibt? Bei dem Kauf der ISBN, muss man da als Gewerbetreibender mit eigener Umsatzsteuer ID auftreten? Braucht man überhaupt so eine Umsatzsteuer ID in dem Fall? Vielleicht ja für die Pakete ins Ausland? Was muss man sich notieren um dem Finanzamt zu genügen? Vermutlich fallen mir noch mehr Fragen ein aber das soll mal genügen 🙂 Falls nicht jede Antwort ins Internet passt gern auch an huluvu424242 (at) gmail.com . Ich hab da aus Interesse vor Jahren mal einen Selbstversuch gestartet aber leider keine Erkenntnisse daraus gewonnen 😦
    http://www.skrippy.com/15183__22171_Ein%20Sandkorn%20spricht

    Beste Grüße

    Thomas

    • Hallo, danke. Mal zu den Fragen …

      1. Genügt es aufs Buch zu schreiben ViSdPG gefolgt von Name und Anschrift?

      Keine Ahnung was ViSdPG ist. Aber Anschrift ist nicht nötig. Name schon.

      2. Muss man ein Gewerbe anmelden weil man ja irgendwie damit auch Geld einnehmen will, selbst wenn es nur auf der eigenen Webseite beworben wird mit kostenloser Download, wer will sendet BTC an folgende Adresse?

      An sich sollte man ein Gewerbe anmelden. Aber für Spenden denke ich nicht. Aber ich bin kein Anwalt.

      3. Wie schützt man sich vor Mahnungen bzgl. Verlagen die dummerweise ein Buch mit gleichem Titel schon auf dem Markt hatten, von dem man aber nix wußte?

      Google oder Amazon fragen, ob es den Titel schon gibt.

      4. Bei dem Kauf der ISBN, muss man da als Gewerbetreibender mit eigener Umsatzsteuer ID auftreten?

      Ich glaube nicht, aber wenn man eine ISBN auf ein Buch druckt, das man verkaufen will, braucht man eine Umsatzsteuer ID.

      5. Was muss man sich notieren um dem Finanzamt zu genügen?

      Gewinn und Verlust. Im Zweifel alle Rechnungen und Bestellungen behalt. Aber ich bin kein Steuerberater 🙂

      • ViSdPG: Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes – dachte ich zumindest 🙂
        Joo danke soweit. Das sind für mich halt so die Knackpunkte bevor ich überhaupt Arbeit reinstecke 🙂 Die 20 Euro fürs Gewerbe sind nicht der Hit aber dann kommt ja die Frage nach der Genehmigung vom aktuellen Arbeitgeber wegen Nebenjob oder so. Stellt sich auch die Frage ob man einen Verlag gründen muss wenn man ein Gewerbe angemeldet hat oder ob dann weiterhin Selbstverlag genügt. Beim ISBN System hätte ich sowas wie eine Suche über alle registrierten Titel erwartet – gibts ja vielleicht auch und der Rest ist vielleicht rechtlich nicht relevant weil nicht registriert. Ich finde das sind echt viele Fragen die man erstmal klären muß um dann im Nachgang vielleicht festzustellen, das man kein Zielpublikum hat 🙂 Das schreckt mich irgendwie ab 🙂 Darum Respekt für Leute wie Dich die sich das einfach trauen. Finde ich gut.

        Thomas

  4. Juergen Roeger // 19. January 2019 um 12:23 // Reply

    Ganz schön mutig!!
    Ich hätte übrigens ohne die persönliche Mail nicht gekauft, weil ich dachte, ich weiß schon alles über Bitcoin, aber ich habe es nicht bereut. Manche Zusammenhänge werden eben erst beim Lesen klar.

  5. Danke für den Einblick in das Autoren-und Verlegerleben. Ich wünsche dem sehr lesenswerten Buch (mit Lesezeichen!) noch mehr Auflagen!

  6. Vorher mit kleineren Verlagen reden – wie uns. Wir reißen uns seit 1996 den Arsch auf (www.ip-verlag.de) und leben eher von der Hand in den Mund. Natürlich muß ich schmunzeln, denn Du hast vieles gerafft gelernt. Aber definitiv war es vor 10, 20 Jahren besser mit Verkauf. Und natürlich macht Dein Status eine Menge VK aus. Otto Normal würde kaum etwas reißen können. Wer auf Social Media aktiv und gerissen ist, hat da sicherlich Chancen, Aber Reputation bei Sachbüchern ist schon wichtig und irgendeine Art von Reichweitenwirkung genauso. Und übrigens lassen wir nachjahrelangen Osteuropa-Abenteuern wieder in Deutschland drucken.

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