Alle Hotels auf Booking.com kann man jetzt auf Travala mit Kryptozahlungen buchen

Booking.com ist das größte Portal für Hotelbuchungen. Wer auf das Angebot der Plattform zugreifen, aber mit Kryptocoins bezahlen möchte, kann das jetzt mit Travala.com machen, einem weiteren gelungenen Projekt, das aus einer ICO entstanden ist. Für Reisende werden Kryptowährungen damit mehr und mehr zur Weltwährung.

Die Reisebranche dürfte mit am offensten für Kryptowährungen sein. Hotels und Fluggesellschaften gehören zu den frühen Akzeptanzstellen von Bitcoin, und erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Air Hahn mit Winding Tree beginnt, Flugtickets auf die Blockchain zu bringen. Was passt, das passt eben; in keiner anderen Branche ist es so intuitiv verständlich, welchen Wert ein Geld hat, das nicht an nationale Währungsräume gebunden ist, sondern auf der ganzen Welt gelten kann.

Bisher haben Bitcoin-Bezahlungen an Hotels aber eher eine Nischenrolle gespielt. Die großen Portale, etwa Booking.com, ziehen weiterhin die Mehrheit der Reisebuchungen an sich und wickeln sie über Kreditkartenzahlungen ab. Mit einer Neuigkeit von Travala.com kann sich das jetzt aber ändern. Genauer gesagt: Wer weiterhin seine Hotelzimmer mit Kreditkarten bezahlt, ist selbst schuld. Keiner kann mehr sagen, es gäbe nicht die Möglichkeit, seine Rechnung auch mit Krypto zu begleichen.

Denn Travala.com ist eine “strategische Partnerschaft” mit Booking.com eingegangen. Travala.com ist schon jetzt, so die Selbstbeschreibung, “die weltführende Kryptowährungs-freundliche Reisebuchungsplattform.” Indem Travala nun die Angebote von Booking.com integriert, kommen Hotelzimmer aus 230 Ländern und rund 90.000 Orten der Welt hinzu. Wer also bisher mit Booking gebucht hat, kann dasselbe nun bei Travala buchen – und dafür nicht nur mit Kreditkarte oder PayPal, sondern mit zahlreichen Kryptowährungen bezahlen. Darunter sind etwa Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash, Monero, Dash, Litecoin, Lumen oder Dai-Dollar.

Aber Travala ist nicht nur eine andere Reiseplattform, die auch Kryptowährungen akzeptiert, sondern technisch recht spannend: Die Plattform selbst basiert auf der NEO-Blockchain; das Frontend ist durch Travala.com zentralisiert, während das Backend auf der Blockchain läuft. Daneben hat Travala eine eigene Währung, die AVA-Token. Diese wurden Ende 2017 durch eine ICO verkauft, wodurch die Entwicklung von Travala finanziert wurde. Die AVA-Token sind zudem der Kern einiger spannender Funktionen der Reiseplattform: Man kann nicht nur mit ihnen die Buchungen bezahlen, sondern erhält sie auch für Affiliate-Links. Wenn ihr beispielsweise über meinen Link zu Travala bucht, erhalte ich AVA-Token im Wert von 45 Euro (ab einer Buchung über 90 Euro). In der Plattform selbst ist auch eine AVA-Wallet enthalten. Vor allem aber kann man sich exklusiv mit AVA-Token in “Smart Programme” einkaufen, die einem, je nach Stufe, Zugriff auf spezielle Rabatte und Loyalty-Programme geben. Das kleinste Programm kostet 500 AVA, was derzeit knapp 50 Dollar entspricht.

Damit ist Travala ein weiteres Projekt, das auf einer ICO basiert und wenn nicht zu einem Erfolg, dann immerhin zu einem echten Geschäft wurde. Zwar dürfte weiterhin zutreffen, dass ein Großteil der ICOs ein absolutes Geldgrab für die Anleger war und niemals in einem echten Produkt münden wird. Aber es gibt mehr und mehr ICO-Projekte, die tatsächlich zu etwas führen. Ob das Backend auf der NEO-Blockchain sowie die integrierten AVA-Token tatsächlich die Faktoren sind, die Travala zum Erfolg verhelfen, wird man noch sehen müssen. Dass jedoch Booking.com eine so weitgehende Partnerschaft mit Travala eingeht, könnte ein Hinweise darauf sein, dass das große Portal das Projekt durchaus ernst nimmt.

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22 Kommentare zu Alle Hotels auf Booking.com kann man jetzt auf Travala mit Kryptozahlungen buchen

  1. Das ist eine sehr gute Nachricht. Ich werde Travala bei der nächsten Hotellbuchung nutzen und mit Crypto bezahlen. Ich wollte es schon bei meiner letzten Buchung machen, aber das Angebot war noch ziemlich überschaubar. Jetzt sieht’s deutlich besser aus.

  2. Maik Richter // 29. November 2019 um 11:32 // Reply

    Das ist ja ganz toll, ich benitze booking schon lange.

    Der Haken ist nur: was ist mit den rewards? Ich bekomme über meine Kreditkarte 2,5 Prozent Cashback bei Buchungen zzgl Vergünstigungen von bookings genius Programm. Bekomme ich das bei Travala auch?

    Ich ahne schom die Antwort..

    • Die Bankster wissen schon, wie sie ihre Opfer bei Laune halten mit Cashback, “kostenlosem” Kreditrahmen, bei entsprechendem Umsatz “Vergünstigungen”, sinnlose Versicherungen etc.

      Im Gegenzug erhalten sie Dein komplettes Bewegungs- und Konsumprofil, welches sie dann bei Datenhändlern wie Schober, Acxiom, YOC und Co. zu barer Münze machen. In den Staaten aufgrund komplett laschen Datenschutzes noch besser machbar als in Europa wo man im Einzelhandel entweder gar kein Cashback bekommt oder 0,1% oder so.

      Sollte man sich nicht über eine solche Adoption freuen? Ach, ich vergaß, Bitcoin ist ja digitales Gold und kein popeliges Bezahlmittel. Aber hey, Travala akzeptiert auch echte Kryptowährungen! Booking ist definitiv eine Hausnummer.
      Eine kurze Preisrecherche hat mir bei Travala immer einen niedrigeren Preis angezeigt als Booking, bei gleichen Ausgangsdaten. Interessanterweise ist z.B. das Park Inn in Berlin bei Booking für 06.12. bereits ausgebucht, bei Travala noch verfügbar, sogar verschiedene Zimmerkategorien…

  3. Dass die Zimmer günstiger und verfügbarer sind würde mir eher zu denken geben 😀 wo soll das Geld herkommen?

    • Booking und andere Plattformen wie HRS bieten ziemlich üppige Affiliate Programme an, in denen sie die Werbepartner mit 5-30% vergüten… Soooo abwegig würde ich die Rabatte also nicht sehen, einem nicht ausgebuchten Hotel ist es am Ende auch egal, ob ein Zimmer für 200 oder 100 Euro weggeht, wenn es sonst leer stehen würde.

  4. Maik Richter // 30. November 2019 um 17:02 // Reply

    “Im Gegenzug erhalten sie Dein komplettes Bewegungs- und Konsumprofil, ”

    Nein ich buche damit Flugreisen und Hotels und das ist in ddr Welt von heute eh nicht möglich ohne massive Datenspuren zu hinterlassen völlig egal welche Zahlungsmethode benutzt wird Paul !

  5. Maik Richter // 30. November 2019 um 17:04 // Reply

    Diese Rabatte machen bei einem Hotel locker mal 50 Euro aus. Und die soll ich nicht nehmen damit die Bank nicht bescheid weiss in welchem Hotel ich bin?

    Ja klar Paul. In deiner Welt vielleicht.

  6. Lieber Maik, ich würde Dir doch einfach vorschlagen, Travala einfach eine Chance zu geben und mal auszuprobieren und Dich zu überzeugen, ob die Preise sich so sehr unterscheiden. Meine Stichprobe mag nicht repräsentativ sein, aber immerhin habe ich mir die Mühe gemacht. Ich frage mich, warum Du überhaupt in Krypto bist, wenn selbst ein Use-Case ohne horrende Gebühren für Dich kein positives Ereignis ist…

    Nein ich buche damit Flugreisen und Hotels und das ist in ddr Welt von heute eh nicht möglich ohne massive Datenspuren zu hinterlassen völlig egal welche Zahlungsmethode benutzt wird Paul !

    Bei Flugreisen, insbesondere internationalen, wirst Du immer Datenspuren hinterlassen, da Tickets tatsächlich auf Deinen Namen laufen müssen. Bei Hotels ist das meist nicht so und Du kannst in der Regel die Meldeformulare ohne einen Pass vorzuzeigen mit “Micky Maus” ausfüllen. Leider gibt es davon ausnahmen und in manchen Ländern wird tatsächlich der Pass verlangt (unter Umständen sogar kopiert!). Das alleine ist zwar schon schlimm, aber diese Daten landen dann eher bei der Regierung / Sicherheitsdiensten und wahrscheinlich (auch das kann missbraucht werden, wie kürzlich auch in Deutschland bekannt wurde) nicht bei Datenhändlern für die Du ein Produkt bist und je mehr Datenpunkte sie haben, desto besser können sie Dich monetarisieren.

  7. Maik Richter // 4. December 2019 um 15:57 // Reply

    “Lieber Maik, ich würde Dir doch einfach vorschlagen, Travala einfach eine Chance zu geben und mal auszuprobieren und Dich zu überzeugen, ob die Preise sich so sehr unterscheiden.”

    Das mache ich bei Gelegenheit, Paul! Sollte es wirklich günstiger sein zahle ich gern in bitcoin!

    Dazu muss ich aber reiserücktritts, reisekranken- und gepäckversicherung dazurechnen denn die bekomme ich bei zahlung über karte gratis.

    Die Hotels bucht man doch meist über ein Portal sei es booking oder Expedia whatever. Du kannst mir nicht erzählen dass diese daten nicht bei den Diensten landen.

    • Klar, die “Goodies” kann man mitnehmen, aber meist ist die Rücktrittsversicherung an solche Bedingungen gekoppelt, dass sie praktisch nie greift, die Krankenversicherung ist alleine beim Kartenanbieter dabei oder man hat sie bereits beim ADAC oder ähnlichen und es bezahlt ohnehin nur eine davon, Gepäckversicherung hatte ich Mal einen Fall von verlorenem Gepäck und der Aufwand es zu melden hätte sich nicht gelohnt, denn ich hätte maximal 100 Euro erstattet bekommen (müsste dafür aber Nachweise leisten, was ich tatsächlich dabei hatte…).

      Es freut mich aber, dass Du das ausprobieren willst. Das genau ist der erste Schritt zur Adoption, die ich seit Jahren “predige”!

      Zur Monetarisierung ist für die Werbeleute auch ein Einkauf bei Lidl durchaus aussagekräftig und Du wirst wahrscheinlich eher im “günstigen” Segment eingeordnet, Dein Nachbar, der stets im Rewe, Edeka oder gar Bio Markt einkauft, im höherpreisigen. Ob daraus nur Schlüsse auf Dein Konsumverhalten und zielgerichtete Werbung gemacht werden, oder auf Deine Bonität wissen leider nur die Konzerne selbst.

  8. Maik Richter // 4. December 2019 um 16:00 // Reply

    Ob sie mich monetarisieren entscheide ich, denn ich monetarisiere sie ja ggf auch wenn es sich lohnt.

    Wenn ich mir in im Lidl zwei Waschlappen kaufe kann das ruhig jeder wissen und ich nehm die 50 ct dafür. Andere Dienstleistungen bleiben ggf besser privat. Das ist eine Einzelfallentscheidung.

  9. Maik Richter // 5. December 2019 um 13:39 // Reply

    Für die Rücktrittsversicherung muss 50% des Reisepreises mit der Karte gezahlt worden sein das Limit beträgt 5000 euro. Das ist ok.

  10. Maik Richter // 5. December 2019 um 13:42 // Reply

    “Das genau ist der erste Schritt zur Adoption, die ich seit Jahren “predige”!”

    Was du seit Jahren gepredigt haben willst habe ich längst schon vor dir ausprobiert..

    Ich kaufe als Gutverdiener übrigens auch bei Rewe. Auch wenn meine Lidl Karte das nicht weiss. Dafür weiss es die Payback-Karte..

    • Interessant, dass Du Payback nutzt, denn für die bist Du tatsächlich das Produkt und Deine Gewohnheiten über Jahre hinweg werden gespeichert, ausgewertet bis zu jedem einzelnen Produkt und ggf. Änderungen festgestellt, die vermarktet werden können.

      Im Gegenzug bekommt man praktisch nichts, die “Prämien” erscheinen mir lächerlich.

      Hast Du tatsächlich schon einmal die Reiserücktrittsversicherung / Reisekrankenversicherung oder auch die Gepäckversicherung genutzt und warst zufrieden mit der Abwicklung?

  11. Maik Richter // 5. December 2019 um 13:46 // Reply

    Die Konzerne können gern Rückschlüsse ziehen soviel sie wollen. Ich ziehe ja auch aus dem verfügbaren Angebot meine Rückschlüsse. Und meine Bonität liegt für die Banken als Selbstständiger ohne Gehalsnachweis sowieso bei glatt Null, auch mit erheblichem Vermögen und genügend Sicherheiten im Hintergrund.

  12. Maik Richter // 5. December 2019 um 20:39 // Reply

    Interessant, dass Du Payback nutzt, denn für die bist Du tatsächlich das Produkt

    Ja und für mich sind die das Produkt. Jede Vertragsbeziehung hat zwei Seiten, ist dir das etwa noch nie aufgefallen? In dem Fall bin ich eben der Verkäufer.

    ” und Deine Gewohnheiten über Jahre hinweg werden gespeichert, ausgewertet bis zu jedem einzelnen Produkt und ggf. Änderungen festgestellt, die vermarktet werden können.”

    Richtig. Welches Haarshampoo ich mag, wieviel Mohrrüben ich kaufe und welches Baguette ich kaufe können die ruhig wissen. Mir bringt das bei meinem Konsum hochgerechner 150 eur im Jahr (partnerkartre der Frau eingerechnet) das ist für mich in Ordnung. Kleiner Tip: im Puff, in der Politik und beim Steuerberater bezahlt man natürlich nicht mit Payback. Da heisst das Zauberwort Kickback.. das ist dann etwas privater.

    • Da heisst das Zauberwort Kickback.. das ist dann etwas privater.

      Haha, dafür brauchst Du aber tatsächlich Cash oder Monero 😉

      Und glaub mir, ich bin mir bewusst wie die Welt da draußen läuft, auch mit Kickbacks vertraut. Aber da ich über Jahre mit Direktmarketing Leuten zusammengearbeitet habe, wo das Gang und Gebe ist, würde ich für 12 Euro monatlich nicht meine Einkaufsgewohnheiten mit einem Datenhändler wie Payback teilen wollen, zumal Du das selbst nicht steuern kannst, da Du sogar noch eine Partnerkarte mit der Frau hast. Zumindest meine ist mit ihren Daten ziemlich sorglos unterwegs und ich muss sie stets bremsen…

  13. Maik Richter // 6. December 2019 um 6:07 // Reply

    Wie gesagt. Wieviel Mohrrüben und welches Haarshampoo ich kaufe kann jeder wissen. Wenn du 12 Euro im Monat bezahlen willst um diese wichtigen Informationen für dich zu behalten, ist das dein gutes Recht.

    • Das “kostet” mich erstmal nichts, sondern ich nehme diese möglichen “Vergünstigungen” nicht mit wenn ich meine Daten dafür opfern müsste. Treuepunkte sammle ich hingegen, wenn dafür tatsächlich ein gutes Angebot für mich oder meine Kinder in Aussicht steht, damit füttere ich keine Datenhändler.

      Wenn Du z.B. Windeln einer gewissen Größe kaufst, wissen diese, wie alt Deine Kinder in etwa sind und werden Dir gezielten personalisierten Spam per Brief schicken oder sogar anrufen um Dir entsprechend tolle passende Angebote zu machen, aus Deinen Einkaufsgewohnheiten werden sie Deine Konfektionsgröße und die Deiner Frau auch kennen und falls Du übergewichtig sein solltest, wirst Du mit Sicherheit auch ein Angebot für ein Abnehmprodukt und/oder Fitnessstudio im Briefkasten finden. Ab einem gewissen Alter / Anzeichen von Demenz werden sich auch Anrufe aus dem Ausland wie Spanien oder von Malta häufen, die Dir tolle Gewinnspiele / Lotto Tippgemeinschaften anbieten, meist haben sie auch schon die Kontodaten und Du musst nur noch “bestätigen”.

  14. Maik Richter // 8. December 2019 um 23:26 // Reply

    “Das “kostet” mich erstmal nichts”

    Gut gelacht. Ob du 12 Euro Mehrausgaben hast oder 12 Euro Mindereinnahmen ist in der Gesamtbilanz dasselbe.

    Mir schreibt keiner Briefe und Anrufe auf ner Prepaid Sim werden auch schwierig.

    Du bist halt Techie Paul. Du redest aus Theorie, nicht aus der Erfahrung. Das merke ich bei jedem deiner Beiträge. Irgendwelche Spamanrufe gibt es nur auf Landline.

    Und hinsichtlich übergewichtiger Frauen bist du als Berliner, die ja zu 25 Prozent von Harz4 leben, sicherlich gefährdeter als ich.

    • Du bist halt Techie Paul. Du redest aus Theorie, nicht aus der Erfahrung. Das merke ich bei jedem deiner Beiträge. Irgendwelche Spamanrufe gibt es nur auf Landline.

      Ich bin durchaus Techie, aber ich rede aus Erfahrung, da ich früher für diverse Datenhändler gearbeitet habe, Gewinnspielformulare optimiert habe, um die Datenqualität zu verbessern, Bestandsdaten optimiert und aus verschiedenen Quellen angereichert habe, bis ich das mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren konnte, da ich gemerkt habe, dass die meisten Datensätze eben für Abzocke wie Tippgemeinschaften und Co. genutzt werden. Das Produkt ist diesen Leuten eher nebensächlich, man muss es am Telefon letztendlich verkaufen können.

      Direktmarketing gibt es durchaus auch auf Mobile Nummern, VOIP hat die Preise derart gedrückt, dass der 1 Cent / Minute oder sogar niedriger nicht mehr ins Gewicht fällt, der Callcenter “Agent” kostet immerhin auch in Spanien ein paar Euro die Stunde.

      Danke für den Rant mit Berlin, aber die Lage hier bessert sich spürbar, wozu nicht zuletzt die Startup Szene beiträgt, aber auch der deutliche Anstieg der Preise für Wohnraum. Allerdings hat die rot-rote Landesregierung auch mit Maßnahmen wie kostenlosem Nahverkehr für Schüler, kostenlosem Schulessen und Experimenten wie dem aktuell in der Umsetzung befindlichen Mietendeckel für 5 Jahre bereits gegengesteuert. Aber ja, vieles läuft hier in der Hauptstadt nicht wirklich gut, insbesondere bei Verwaltung und Bildung. Ob Übergewicht dazu gehört, kann ich schwer beurteilen, mir kommt es nicht vor, als ob ich von mehr Fettleibigen umgeben wäre als in anderen Städten. Aber wir haben seit kurzem einen neuen Supercomputer! https://www.tagesspiegel.de/berlin/neuer-supercomputer-lise-in-berlin-ein-rechner-der-molekuele-und-galaxien-simuliert/25309028.html
      Hoffentlich macht der nicht bald Schlagzeilen, dass er fürs Mining missbraucht wird, das Image Berlins ist bereits ausreichend ramponiert 😉

  15. Maik Richter // 9. December 2019 um 15:21 // Reply

    Ja Berlin ist super zum leben, wenn man den nötigen Humor hat 🙂

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