Kryptowährungen als Cyber-Etatismus

Fliegenpilz (Amanita muscaria). Bild von Benjamin Hein via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Warum ist die Szene rund um Kryptowährungen oft so giftig? Und weshalb trifft man eine vergleichbare Feindseligkeit nicht bei anderen Tech-Projekten an? Über diese Fragen hat Frank Braun, ein Berliner Langzeitbitcoiner, lange nachgedacht. Frank, nach eigenen Angaben Cypherpunk, Kryptoanarchist und Privacy-Extremist, kommt dabei zu Schlussfolgerungen, die für einen Libertären wie ihn erfrischend unangenehm sind. Wir haben seinen auf Englisch veröffentlichten Essay mit seiner Genehmigung übersetzt.

Vorwort

Ich frage mich schon eine lange Zeit, weshalb Kryptowährungen im Generellen und Bitcoin im Besonderen so – mir fällt kein besseres Wort ein – toxisch geworden sind.

Vielleicht ist das nur meine persönliche Erfahrung, und Erfahrungen sind immer vollkommen subjektiv. Aber es kommt mir so vor, als sei der Grade der Feindseligkeit, den man bei Bitcoin (meistens) online erlebt, sehr viel stärker als:

1. Er am Anfang war. Ich bin schon seit den frühen Tagen „bei Bitcoin dabei“ und ich habe es damals in keinster Weise so erlebt. In der Szene herrschte eher ein Klima der Kooperation vor, das von der Begeisterung dafür getrieben wurde, etwas Neues und potenziell Revolutionäres zu schaffen.

2. Der Grad der Feindseligkeit, den man in anderen tech-orientierten Online-Communities antrifft. Nerds sind bekannt dafür, ihre Meinungen durch starke Worte auszudrücken, vor allem, wenn es um ihre liebste Technologie geht, sei es ein Editor, ein Betriebssystem oder eine Programmiersprasche. Allerdings scheint das Ausmaß der Giftigkeit bei Kryptowährungen und Bitcoin weit jenseits von allem zu stehen, was man in anderen Projekten antrifft. Es scheint nahezu unmöglich geworden zu sein, eine rationale Diskussion über technische Details zu führen, die nicht in einen Flame War ausartet.

Meine erste Hypothese, warum das so ist, war diese:

Gift als Konsens-Mechanismus bei Bitcoin

Dieses Argument geht so: Proof of Work ist zwar ein großartiger Mechanismus, um in einem verteilten Kontobuch einen Konsens auf Basis von bereits beschlossenen Regeln zu finden. Aber es ist ein grauenhaftes Instrument, um einen Konsens für eine Änderung der Regeln zu erreichen.

Denn wenn nicht alle Miner und User übereinstimmen, dass eine Regel geändert wird, wird dies zu einer Fork führen. Und Forks wiederum führen zu einem Split der User-Basis, ohne dabei künftige Konflikte zu lösen. Die Fork, mit der sich Bitcoin Cash (BCH) von Bitcoin (BTC) abspaltete, war ein solcher Fall. Die später folgende BCH/BSV Fork beweist, dass eine Fork dieses Problem nicht dauerhaft löst. Forks sind zudem ökonomisch schlecht, weil sie die Basis der User und Entwickler spalten und Unsicherheiten für neue und existierende User einführen, etc.

Der einzige gute Mechanismus für Regeländerungen bei Bitcoin ist daher, dass es schon vorher einen 100-prozentigen Konsens zwischen Minern und Usern geben muss. Das macht es extrem hart, Upgrades durchzuführen, sogar dann, wenn diese weithin erwünscht sind. Dies führt dazu, dass das Bitcoin-Protokoll erstarrt, was es angreifbar durch Altcoins macht (indem diese zusätzliche Features einführen).

Es wurde argumentiert, dass die Erstarrung des Bitcoin-Protokolls nicht zwingend schlecht sein muss, besonders vor dem Hintergrund des Narrativs, dass Bitcoin ein „digitales Gold“ und ein Wertspeicher ist. Daher scheint die Giftigkeit ein ökonomisch sinnvoller Konsens-Mechanismus für Protokoll-Upgrades zu sein: Sie hält die Community zusammen und drischt auf alle außerhalb ein (was zum Beispiel zu Begriffen wie „Bcash“ und „Shitcoins“ führt).

Allerdings befremdet die Giftigkeit die, die außerhalb der Community stehen, und verhindert Upgrades. Sie macht Bitcoin effektiv zur Orthodoxie der Kryptowährungen. Das Bitcoin-Protokoll ist also entweder gut genug, so wie es ist, um Innovationen auf ihm aufzusetzen (es wird vermutlich keine maßgeblichen Änderungen des Protokolls mehr geben), oder es wird durch mangelnde Features von der Konkurrenz abgehängt.

Natürlich hat Bitcoin den Vorteil des „First Movers“, eine starke Marke und die Position als wichtigste Kryptowährung und Standard-Handelswährung auf den meisten Börsen. Dies gibt Bitcoin eine Stellung, die für andere Kryptowährungen auch in weiter Zukunft kaum zu erreichen ist.

Neuere Kryptowährungen wie Decred haben einen Konsens-Mechanismus entwickelt, der auf extreme Weise resistent gegen Forks ist (hier ist eine detaillierte Analyse der Fork-Resistenz von Decred), was der Grund sein könnte, weshalb die Diskussionen dort sehr viel ziviler sind und Unstimmigkeiten auch ohne Fork gelöst werden können. Aber es wäre auch denkbar, dass es einfach daran liegt, dass die Community und der Markt sehr viel kleiner sind.

Cyber-Etatismus

Die eben beschriebene Argumentation kann einen Teil des Gesamtbildes erklären. Aber als ich das Problem weiter diskutierte und darüber nachdachte, kam ich zu der folgenden, für einen Libertären eher unangenehmen Schlussfolgerung:

Kryptowährungen sind eine Form des Cyber-Etatismus

Lasst mich erklären, was ich damit meine.

Kryptowährungen wie Bitcoin sind eine Art von Fiatgeld, in dem Sinne, dass sie Geld „aus nichts als dünner Luft“ schaffen und keinen intrinsischen Wert haben. Natürlich, die meisten Kryptowährungen haben nicht das Inflationsproblem, an dem das Fiatgeld der Regierungen leidet (Kryptowährungen haben üblicherweise eine fixierte Gesamtanzahl der Währungseinheiten), und man muss Energie aufwenden, um neue Coins (durch Mining) zu „drucken.“

Dennoch: Kryptowährungen hatten am Anfang keinen intrinsischen Wert. Der berühmte Kauf einer Pizza mit Bitcoins wird oft als der Zeitpunkt angesehen, ab dem Bitcoin dazu überging, keine Kurosität mehr zu sein, sondern ein nützliches und wertvolles Medium des Austauschs. Wenn man sich Kryptowährungen nun aus der Perspektive des Fiatgeldes anschaut, konkurrieren verschiedene Kryptowährungen um etwas, das als Nullsummenspiel verstanden werden kann: Sie wetteifern darum, „Cybergeld“ zu werden (der Begriff kommt aus „The Souvereign Individual“), so, wie Staaten um eine begrenzte Menge an verfügbarem Territorium konkurrieren.

Wenn der Markt für Cybergeld begrenzt ist, ist es ein Nullsummenspiel, und konkurrierende Kryptowährungen zeigen Anzeichen von konkurrierenden Staaten. Dann wird Politik zum vorherrschenden Mechanismus, um Konflikte zu lösen, anstatt des Wettbewerbes verschiedener Produkte auf einem freien Markt.

Coins, die von einem anderen Coin abforken, werden zu Sezessions-Bewegungen und als solche heftig bekämpft (zum Beispiel BTC/BCH und BCH/BSV). Leute, die stark in bestimmte Coins investiert haben (emotionell und / oder finanziell) beginnen, sich wie Nationalisten aufzuführen. Sie kämpfen für ihren Coin gegen die anderen Coins. Das finanzielle Investment macht all dies nur zu einer stärkeren Kraft, weil es wirtschaftliche Anreize einführt (wenn der Coin mehr Territorium „erobert“, wird der Wert des Investments steigen).

Und wie bei den Staaten, werden die größten Mobber oft zu den größten Akteuren

Schlussfolgerungen

Das alles ist nur eine Theorie, und ich bin sicher, ich werden meinen Anteil an Hass dafür abbekommen. Wenn allerdings ein Stückchen Wahrheit in ihr steckt, frage ich mich, was aus ihr folgt, vor allem, weil ich es aus libertärer Perspektive recht besorgniserregend finde.

Zunächst, die Konkurrenz darum, „Cybergeld“ zu werden, ist kein Nullsummenspiel. Die wahre Konkurrenz findet mit dem von Regierungen herausgegebenen Fiatgeld sowie den kommenden, von Staaten und Unternehmen herausgegebenen Kryptowährungen wie Libra von Facebook statt. Das ist das Feld, auf dem der wahre Kampf ausgefochten wird, und wo sich entscheidet, ob die Welt eine Alternative zu Fiat und diesen zentral kontrollierten Coins erhalten wird. Da derzeit ein „Krieg gegen das Bargeld“ geführt wird, haben wir wohl nur noch eine begrenzte Zeit übrig, um eine oder mehrere dezentrale Kryptowährungen als eine valide Alternative für Zahlungen zu etablieren.

Außerdem ist die Austauschbarkeit zwischen verschiedenen Kryptowährungen ohne zentrale Börsen von enormer Bedeutung. Die DEX von Decred und Bisq sind zwei sehr wichtige Schritte in diese Richtung. Was wir brauchen, ist eine weite Verfügbarkeit von Over-the-counter-Börsen, die es erlauben, dass man Bargeld persönlich gegen Krypto tauscht. Wenn alle Kryptowährungen einfach und in dezentraler Weise gegen eine andere getauscht werden können, können sie miteinander so konkurrieren, wie es verschiedene Produkte auf einem freien Markt machen und einen „cyberbloc“ gegen die echten Feinde formen.

Es gibt keinen Grund, sich auf die Konkurrenz zwischen verschiedenen Kryptowährungen in einem Nullsummenspiel zu fokussieren. Wenn man die beiden Voraussetzungen erfüllt, der Fokus auf die echte Konkurrenz sowie die bessere Austauschbarkeit zwischen verschiedenen Währungen, dann kann es möglich werden, einen Sargnagel in das System der von Regierungen herausgegebenen Währungen zu schlagen.

Über Christoph Bergmann (1659 Beiträge)
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18 Kommentare zu Kryptowährungen als Cyber-Etatismus

  1. Maik Richter // 10. Januar 2020 um 11:31 // Antworten

    „Warum ist die Szene rund um Kryptowährungen oft so giftig? Und weshalb trifft man eine vergleichbare Feindseligkeit nicht bei anderen Tech-Projekten an?“

    So einfach – weils um Geld geht. Bei Geld hört die Freundaschaft auf. Kennt ihr doch.

  2. Maik Richter // 10. Januar 2020 um 11:37 // Antworten

    „Kryptowährungen wie Bitcoin sind eine Art von Fiatgeld, in dem Sinne, dass sie Geld „aus nichts als dünner Luft“ schaffen und keinen intrinsischen Wert haben.“

    Alles an diesem Satz ist auf so viele Arten falsch..

    So etwas wie einen „intrinsischen Wert“ gibt es nicht. Das ist ein alberner Mythos. Es gibt nur einen Markt, der einen Preis festlegt.

  3. Vielleicht auch weil Bitcoin vor vorn herein nicht dazu gedacht war, die Menschen zu einen, sondern eher zu spalten….?

  4. Paul Janowitz // 11. Januar 2020 um 10:49 // Antworten

    Da derzeit ein „Krieg gegen das Bargeld“ geführt wird, haben wir wohl nur noch eine begrenzte Zeit übrig, um eine oder mehrere dezentrale Kryptowährungen als eine valide Alternative für Zahlungen zu etablieren.

    Wie bereits einige Male geschrieben, ist das nach wie vor wahrscheinlich das sinnvollste Anwendungsbeispiel für Kryptowährungen. Store of Value kann sich nur mit einer gesunden Nachfrage entwickeln, falls die Anwendung an sich SoV sein soll, sind wir ziemlich nahe an Tulpenzwiebeln. „Digitales Gold“ ist meiner Meinung nach Bullshit, weil ein digitales Asset die meisten Aspekte eines Edelmetalls wie Gold gar nicht erfüllen kann.

    Die Stabilität / Unveränderbarkeit eines Bitcoin Protokolls wäre vielleicht sogar positiv zu werten, wenn es in einer „finalen“ Form vorliegen würde. Satoshi hat damals nicht umsonst 0.1 als Versionsnummer gewählt und wir sind (zu Recht) weiterhin nicht bei 1.0 angekommen. Es ist ein in vielerlei Hinsicht unfertiges Protokoll und viele der Probleme konnte man erst mit den Jahren erkennen. Wenn diese nicht gefixt werden, sehe ich persönlich keine Chance mehr für eine langfristige Etablierung.

    Die Toxizität sehe ich zunehmend seitens der Leute, die vehement keine Änderung zulassen wollen und Probleme klein reden. Eine sinnvolle Diskussion in Richtung einer möglicher Lösung dieser ist leider kaum noch möglich und die meisten mitdenkenden „Mitstreiter“ aus früherer Zeit sind mittlerweile leider entweder komplett abgesprungen oder haben sich alternativen Projekten zugewandt.

  5. Maik Richter // 12. Januar 2020 um 9:47 // Antworten

    „“Digitales Gold” ist meiner Meinung nach Bullshit, weil ein digitales Asset die meisten Aspekte eines Edelmetalls wie Gold gar nicht erfüllen kann.“

    Da ist sie wieder, die endlose Wiederholung. Aber auch dadurch wird sie nicht wahr.

    • Ein Paar farbige Daumen sind keine Garantie für Richtigkeit…
      Ich geh mal von oben nach unten durch:

      Anonymität:
      Gold und Dollar sollen nicht anonym sein. Wieso? Gold hat nicht unbedingt eine Seriennummer, und Dollarscheine können auch ohne persönliche Angaben angenommen und ausgegeben werden. Ein Bitcoin hingegen schleppt seine Gesamte History von Erzeugung bis Verbleib mit sich, ohne Mixing etc. ist das maximal Pseudonym. Und der Link von Pseudonym zu Person ist klein.

      Dezentralität:
      Warum ist Gold nicht dezentral? Es gibt Minen auf der Welt verteilt, Händler auf der Welt verteilt, Goldschürfer auf der Welt verteilt…
      Bei Bitcoin gibt es hingegen EIN chinesisches ASIC-Unternehmen, die den Miner-Markt dominiert.

      Divisibility (Teilbarkeit?)
      Dollar soll nicht (ausreichend) Teilbar sein? Schonmal irgendetwas daran erschwert dass 1 Cent eine zu große Einheit ist? Schwachsinn.
      Und Gold soll gut Teilbar sein? Bei jeder Transaktion ein passenden Barren gießen oder wie?

      Haltbarkeit
      Gold ist ziemlich gut Haltbar, tut sich weder Verlfüchtigen noch Rosten.

      Irreversible Payments
      Ist mein Goldbarren weg ist er weg, Ist mein Dollarschein weg ist er weg, Ist mein Bitcoin weg ist er weg. Eine Dritte Partei kann in keinem Falle etwas beeinflussen. Jemand (Mit Gewalt) dazu zwingen etwas wieder herauszugeben ist was anderers.

      Nicht-Monetärer Nutzen.
      Was soll bitte der Nichtmonetäre Nutzen von Bitcoin sein?

      Praktikabilität
      Wie soll man leicht und praktisch mit einem Goldbarren Zahlen? Mit Bitcoin ist es auch ein signifikanter Aufwand (Alleine Schon ein Paar bestätigungen abzuwarten). Ich kenne bisher nichts praktischeres / leichters als jemand einen Geldschein in die Hand zu drücken oder Kontaktlos per Kreditkarte zahlen.

      Nachverfolgbarkeit:
      Hier ist ein Nein nicht unbedingt schlecht oder gut, kommt auf die Situation an.

      Diebstahlsicherheit
      Ein Datenträger mit den Private Keys kann man genauso klauen wie ein Goldbarren oder nen Bündel Geldscheine. Jemanden ein Virus/Keylogger unterjubeln ist auch nicht undenkbar.

      Also:
      Die komplette Tabelle ist falsch, um nicht zu sagen glatt gelogen und voll auf Bitcoin und Anti-Dollar gefärbt. Dass du sowas als Argument bringen willst zeigt wie Un-Objektiv du bist…

      • Paul Janowitz // 15. Januar 2020 um 2:17 //

        Danke, lieber Skinner. Eine solche Tabelle mit ein paar Fancy Icons zu posten ist Maik eigentlich gar nicht ähnlich… War da sein Enkel am Werk? Fehlen eigentlich nur noch Einhörner!

  6. @Maik Richter:
    Natürlich gibt es einen intrinsichen Wert, ebenso natürlich sind Hemden mal billig und mal teuer, je nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, dies ist kein Widerspruch. Es ist eben ein Unterschied, ob ein Produkt eine Nützlichkeit oder gar Notwendigkeit hat, oder ob es einfach eine Rechengröße ist und gewissermassen nur im algebraischen Sinne existiert.

  7. Hoffentlich ist dieser Artikel nicht symptomatisch für das Jahr 2020, und es werden nicht ständig wieder die abgetretenen Themen aus 2017 frisch aufgewärmt, nur weil Roger Ver und r/btc sie ständig wieder von ihren Sockpuppets im Netz verbreiten lassen.

  8. Maik Richter // 13. Januar 2020 um 19:09 // Antworten

    „Natürlich gibt es einen intrinsichen Wert, ebenso natürlich sind Hemden mal billig und mal teuer, je nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage“

    Dieses Gesetz ist das EINZIGE sas den Preis festlegt. Klar sind Hemden mal teuer und mal billig. Warum? Wegen Angebot und Nachfrage.

    Solange du aber überhaupt keinen Käufer dafür findest, beträgt der Wert des Hemdes 0 (in Worten: NULL) Euro.

    „Es ist eben ein Unterschied, ob ein Produkt eine Nützlichkeit oder gar Notwendigkeit hat, oder ob es einfach eine Rechengröße ist und gewissermassen nur im algebraischen Sinne existiert.“

    Ist es nicht. In die Nachfrage fliessen Nützlichkeit und ähnliche Faktoren ja ein. Fu versuchst einen Unterschied zu konstruieren wo keiner ist.

  9. Maik Richter // 13. Januar 2020 um 19:12 // Antworten

    Und da sich ja alle hier immer wiederholen:

    Natürlich gibt es KEINEN intrinsischen Wert. Alleine die Idee ist schon albern, vergleichbar mit dem Glauben an Weihnachtsmann und Osterhase. Niemand hat je den intrinsischen Wert gesehen oder gar gezahlt aber jeder ist sich sicher das es ihn gibt. Jedenfalls wenn er der Verkäufer ist.

    • Du verwendest doch schon konsequent die Begriffe Preis und Wert, und setzt sie trotzdem einfach gleich.. Es ist nicht identisch, aber kann/wird durchaus korrelieren..
      Trollst du?

  10. Maik Richter // 15. Januar 2020 um 23:01 // Antworten

    Nur weil das Wort „Wert“ existiert schliesst du also daraus das es das Konstrukt „intrinsischer Wert“ geben müsse? Trollst du?

    Ich habe nie bestritten das eine Sache einen Wert haben kann. Wenn ich als Verkäufer den Wert hoch schätze und ein niedrigen Preis angeboten bekomme, werde ich nicht verkaufen. Was es nicht gibt ist ein rein objektiver Wert als künstliche Mindestgrenze , wie ihn die Apologeten dieses Konstrukts nicht müde werden zu postulieren.

  11. Öhm ja, für mich ist Wert und intrinsischer Wert (was ein Wort?!)das gleiche, eben im Gegensatz zu Marktwert=Preis. Habe ich da was falsch Verstanden, was meinst du mit Konstrukt dahinter?

    Weiterhin glaube ich dass ein hoher Wert den Marktwert=Preis stützt und in Gewisser Weise als „Support“ dient. Objektiv exakt bezifferbar mag dieser nicht sein, aber es gibt durchaus noch weitere Kriterien als Angebot und Nachfrage zum „Abschätzen“ des Wertes.

  12. Maik Richter // 16. Januar 2020 um 22:56 // Antworten

    „für mich ist Wert und intrinsischer Wert (was ein Wort?!)das gleiche“

    Achso. Alles klar. Dann belese dich erstmal in Ruhe.

    „Weiterhin glaube ich dass ein hoher Wert den Marktwert=Preis stützt und in Gewisser Weise als “Support” dient. Objektiv exakt bezifferbar mag dieser nicht sein, aber es gibt durchaus noch weitere Kriterien als Angebot und Nachfrage zum “Abschätzen” des Wertes“

    Genau. Und? Und hat wer was anderes gesagt?

  13. Ich hatte es so verstanden dass du etwas anderes sagst, weil du den intrinsischen Wert abstreitest. Aber anscheinend habe ich nach meiner kurzen google-suche das zu weit gefasst, und du meinst eine speziellere Bedeutung damit…
    Dann wäre das ja geklärt 🙂

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