Bitcoin, der Klimakiller – ARD, der Vertrauenskiller

Gestern Nacht strahlte der ARD die Kurzreportage „Klimakiller Bitcoin“ aus. Die Reportage ist so falsch, dass es schmerzt – und man könnte meinen, dass dies kein Versehen ist, sondern Absicht.

Ich bin alles andere als ein Fan der seit einigen Jahren so beliebten Journalenschelte. Denn ich finde, Journalisten leisten viel und bekommen dafür zu wenig.

Die meisten Journalisten durchlaufen eine anstrengende und langjährige Ausbildung, um danach eher schlecht bezahlt einem nervenaufreibenden, keinen Feierabend kennenden Job auszuüben, der ihnen mehr Feinde als Freunde verschafft.

Journalisten sind ein notwendiger Teil einer Demokratie. Sie schauen den Mächtigen auf die Finger, stellen unbequeme Fragen, haken nach, wenn jemand ausweicht, recherchieren investigativ auch gegen Widerstände. Sie sind in der Lage, sich schnell in ein neues Thema einzuarbeiten, machen sich die Mühe, Experten zu befragen, und vermitteln das Thema bündig und verständlich.

Es gibt kaum einen Beruf, der so wichtig für die Gesellschaft, aber so schlecht bezahlt und angesehen ist. Youtuber, Blogger und Podcaster können den professionellen Journalismus ergänzen – aber sie können ihn nicht ersetzen. Wer gegen Journalisten pauschal hetzt, ist ein Feind der Demokratie. Punkt.

Skandalisierende Inszensierung, perfides Abwatschen von Fakten

Allerdings benötigen Journalisten das Vertrauen der Bevölkerung, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Und leider gibt es immer wieder journalistische Fehltritte, die dieses Vertrauen untergraben. Wer einmal lügt, dem – das wisst ihr ja.

Einer dieser Fehltritte dürfte die Kontraste-Sendung von RBB über „Klimakiller Bitcoin“ sein, die gestern Nacht lief und vermutlich Millionen von Menschen falsche Bilder in den Kopf gesetzt hat. Wenn man ein wenig von der Thematik versteht, ärgert man sich über Fehler in fast jedem Satz; wenn man zudem noch weiß, wie die Macher des Beitrags mit ihren Interviewpartnern umgingen, kann man sich nur empören und entsetzen.

Beginnen wir mit den Fehlern und Fakten. Die 6-minütige Reportage macht mit einem Bild auf, das vertrocknet-aufgebrochene Erde zeigt, und kündigt an, dass die Welt sich einig sei, dass man CO2 sparen müsse. Bitcoin jedoch mache das Gegenteil: Die Krypowährung sei ein Klimasünder.

Dann wird Alex de Vries gezeigt, der als Digiconomist eine Internetseite betreibt, die den Strombedarf von Bitcoin ausrechnet. De Vries, wegen seiner Finanzierung durch die niederländische Zentralbank nicht zwingend unabhängig, erklärt, dass Bitcoin so viel Strom verbrauche wie sein Vaterland.

Soweit bleibt es einigermaßen richtig. Auch die folgende Erklärung von Bitcoin, dem Netzwerk, ist zwar etwas schwammig, wenn sie den Unterschied zwischen Minern und Nodes ignoriert, aber deswegen noch nicht falsch. Falsch wird es allerdings danach, wenn die Reportage erklärt, dass das Mining Sicherheit schaffe, die Sicherheit Vertrauen und das Vertrauen einen steigenden Kurs. Das stellt die Logik auf den Kopf: Ein steigender Kurs erhöht die Hashpower und damit das Mining, nicht andersherum. Einfache nachfrageorientierte Ökonomie, wie sie außerhalb des Sozialismus überall gilt.

In Ordnung ist auch die Erklärung, was Mining macht, auch wenn wichtige Teile fehlen und etwas unscharfe Aussagen dabei sind, etwa von „Hochleistungsrechnern“. Aber das sind Peanuts. Faszinierend wird es danach: Es folgt ein Inferno an Irrtümern, Schludigkeiten und Falschaussagen.

Die Reporter haben Markus Büch vom Bundesverband Blockchain interviewt. Er erklärt, „dass Bitcoin keinen relevanten Einfluss auf den Klimawandel hat.“ Dieser Einwurf ist faktisch nicht zu widerlegen: Bitcoins Beitrag zu den menschengemachten Treibhausgasen bewegt sich in der Größenordnung 0,01-0,05 Prozent und ist damit tatsächlich: irrelevant.

Aber das erfährt der Zuschauer nicht. Stattdessen wird Büchs Einwand mit der perfiden Bemerkung beiseite gewischt, dass man dann auch sagen könne, Italiens Treibhausgasemissionen seien irrelevant. Perfide ist diese Bemerkung erstens, weil sie es grundsätzlich ablehnt, beim Thema Klimawandel Maß und Fakten zu beachten, und zweitens, weil sie Strom mit Energie verwechselt.

Bitcoin mag soviel Strom wie Schweden oder die Niederlande verbrauchen – aber Strom macht nur ein Sechstel des globalen Energieverbrauchs aus. Der Rest geht vor allem in Heizungen und Transportmittel, die mit Gas und Öl in der Regel sehr viel CO2-lastiger sind als Strom. Diesen riesigen Unterschied stampft die Reportage mit einem floskelhaften Satz einfach ein. Ein Irrtum im besten Fall, Desinformation im schlechtesten.

Peanuts und Kokosnüsse

Aber es geht noch weiter. Der Bericht nennt es einen „Fakt“, dass Bitcoin einen Unterschied mache (was macht das nicht?). Das sehe man vor allem in China, was durch Bilder von vermutlich chinesischen, Smog in die Luft stoßenden Kraftwerken untermalt wird. Alex de Vries erläutert, dass Miner in China vor allem Kohlekraft verbrauchen, und belegt das damit, dass infolge eines Stromausfalls im kohlestromlastigen Norden Chinas kürzlich fast ein Drittel der Hashrate ausgefallen sei.

Das mag saisonal so sein, wenn die Staudämme zur Trockenzeit weniger Strom produzieren. Aber auch nur vielleicht, und in keiner Weise das ganze Jahr. Und selbst wenn – wäre dann nicht die Frage, was die Kraftwerke ohne Bitcoin-Miner machen? Herunterfahren? Oder warum diese Kraftwerke so günstigen Strom überhaupt erst erzeugen können? Hat sich die chinesische Regierung verkalkuliert? Vergibt sie die falschen Subventionen? Aber das ist ebenso egal, wie der journalistische Grundsatz, Fakten durch mindestens zwei unabhängige Quellen zu checken. Es geht um den Skandal!

Anschließend raunt der Bericht, China sei „kurz davon gewesen“, die internationalen Klimaziele „trotz Corona“, wegen des Minings zu verfehlen. Dies hätten Forscher der Universität Beijing berechnet. Eine – eher vage gehaltene – Aussage eines der Forschers über „Probleme mit dem Kyoto-Protokoll“ bestätigt dies angeblich. Hätten die Journalisten das Paper der Forscher gelesen, wüssten sie, dass sie zukünftige Probleme prognostizieren, anstatt gegenwärtige festzustellen. Auch dies eine Falschaussage, entstanden durch Unwissenheit, Schludrigkeit oder Absicht.

Nachdem in China die Behörden gegen die Miner vorgegangen seien, so die Reportage, suchten diese vermehrt ihre Zuflucht im Iran, wo die Regierung sie willkommen heiße und der Strom spottbillig aus Erdöl gebrannt wird. Das ist hatürlich hart – harter Tobak: Alex de Vries hat eben erst erkärt, dass in China weiterhin massiv gemined wird; die Miner sind im Iran seit Februar nicht mehr wirklich willkommen; der Strom droht wird in der Regel mit Gas und nur in Ausnahmefällen – etwa bei Blackouts oder während einer Kältewelle – mit Erdöl erzeugt; und überhaupt ist das Stromnetz im Iran gar nicht in der Lage, eine relevante Mining-Industrie zu versorgen. Aber ach, ist das alles wirklich wichtig – oder doch nur kleingeistige Besserwisserei?

Anschließend nähert sich der Bericht einem Teil des Problems. Zumindest beinah. Er konstatiert, dass in Europa nicht gemined wird – was zumindest in Norwegen oder Island faktisch falsch ist – und erkennt den Grund dafür in den hohen Strompreisen, die für Deutschland mit 12 Cent je Kilowattstunde angegeben werden.

Man könnte an dieser Stelle feststellen, dass die hohen Strompreise ein Problem seien. Da die Stromentstehungskosten von Windkraft und Photovoltaik eher bei 3-4 Cent liegen, könnte Deutschland im Prinzip ein durch grüne Energien gespeister Mining-Standort sein und damit helfen, den CO2-Ausstoß durch Bitcoin zu senken. Aber darum – darum soll es nicht gehen. Stattdessen raunt der Bericht, dass Bitcoin in Deutschland „freie Bahn“ habe, wie auch immer man das verstehen soll, untermalt dies durch Aufnahmen aus dem legendären, aber mittweile geschlossenen Room 77, und bestätigt es durch die Behauptung, man könne immer öfter mit Bitcoin bezahlen – was leider falsch ist: Die Akzeptanz im Handel stockt und ist teilsweise auch auf dem Rückzug. Aber – peanuts.

Größer ist die Falschaussage, Bitcoin sei nicht reguliert, obwohl er so klimaschädlich sei. Wie kommt man darauf? Bitcoin wird hochgradig reguliert, strenger als Gold, Bargeld und jedes andere Zahlungsmittel.

Etwas mehr Kompetenz bringt ein Sprecher des Ministeriums für Wirtschaft und Energie in die Reportage. Er erklärt, man könne Bitcoin nicht einfach so regulieren, da die Kryptowährung dezentral sei und sich dem Zugriff durch Staaten entziehe. Bitcoin tanze, skandiert die Sprecherin skandalisierend, den Staaten auf der Nase herum. Der Sprecher des Energieministeriums fragt dann, warum die Entwickler nicht eingreifen, auch weil es heutzutage möglich sei, eine Kryptowährung mit viel weniger Energie zu betreiben.

Diese Frage beantworten die Journalisten gerne. Sie wissen, dass man Bitcoin „tatsächlich“ entsprechend umschreiben könne, was nicht zuletzt Ethereum demonstriere. Dass der Umstieg auf Proof of Stake bei Ethereum stockend, risikoreich und umstritten verläuft und noch längst nicht erfolgreich ist, dass Ethereum fundamental anders ist als Bitcoin – peanuts.

Worum es vielmehr geht, ist, dass die sechs Chefentwickler von Bitcoin von einem solchen Wechsel „offenbar nichts“ halten. Die Reportage zeigt sechs Fotos mit verpixelten Augen, darunter angeblich auch ein Deutscher – ich denke, sie meinen den Schweizer Jonas Schnelli (peanuts). Die Entwickler blieben, weiß der Bericht, der Stromverschwendung treu, da diese Sicherheit generiere und damit hohe Börsenkurse.

Dass der Bericht damit eine eher für die Sowjetunion als die BRD geeignete Wirtschaftstheorie wiederholt, dass er den Entwicklern von Bitcoin, die auf Emails nicht geantwortet haben, sinistre, geldgierige Motive unterstellt – nicht geschenkt. So etwas gehört sich nicht.

Was hinter der Kamera geschah

All das wäre schon genug Stoff, um den inneren Wutnickel zu nähren. Der Bericht enthält etwa 2-3 Fehler (oder Unschärfen, Peanuts) je Minute. Doch es wird nur noch schlimmer, wenn man die Hintergründe kennt.

Markus Büch wurde mit Kamera interviewt, am Ende aber nur mit einem Nebensatz gebracht. Markus hat, wie er auf Twitter erzählt, den Reportern unter anderem auch erklärt, welche Rolle das Halfening spielt (eine überragende, da es den Energieverbrauch im Lauf der Zeit von selbst erheblich reduziert) und dass es Initiativen wie Netpositive.Money gibt. All dies tauchte nicht in dem Bericht auf, vermutlich, weil es das skandalisierende Gesamtbild stören würde.

Rückblickend meint er, er sei naiv gewesen, nehme aber die Erfahrung mit und kümmere sich nun intensiver um Netpositive.Money.

Wütender ist der Blocktrainer. Er hat gestern Nacht, gleich nach der Ausstrahlung des Beitrags, ein Video aufgenommen. Das ARD habe den bzw. die Blocktrainer kontaktiert, und sie haben sich zuerst einmal gefreut, dass man sie fragt, auch weil das Thema mit dem Stromverbrauch wichtig ist. Einer der Blocktrainer, Rene A., hat der Journalistin erklärt, warum Proof of Work wichtig sei, welche Probleme Proof of Stake für die Sicherheit verursache, und warum es für die Entwickler unmöglich sei, den Konsens-Algorithmus derart gravierend zu verändern.

Heraus kam in der Reportage, dass die Entwickler sich „weigerten“, Bitcoin umweltfreundlicher zu machen. Journalisten sollten wissen, dass zwischen Nicht-Können und Nicht-Wollen eine ganze Welt liegt, und zwischen Nicht-Wollen und Sich-Weigern immer noch ein Landstrich. Es ist schwer, hier keine Absicht zu erkennen.

„So eine Sch*** aus dem zu machen, was wir da geäußert haben,“ ärgert sich Blockcheftrainer Roman, „ich bin nicht sauer, weil über Bitcoin – mal wieder – nur Blödsinn verbreitet wird. Ich bin sauer, weil ein so grottenschlechter Journalismus von unseren Steuergeldern bezahlt wird.“

Er sei kein Freund von Begriffen wie „Systemmedien“, und er nehme immer wieder die Medien vor solchen Vorwürfen in Schutz. „Und dann passiert uns genau das … die kommen an, stellen Frage, verdrehen uns das Wort im Mund … wir haben alles erklärt, und es ist bewusst verdreht worden.“

Tja. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. So verliert der Journalismus das Vertrauen, das er dringend benötigt.

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61 Kommentare zu Bitcoin, der Klimakiller – ARD, der Vertrauenskiller

  1. Lustig der Blocktrainer, hat sich anscheinend noch nicht viel mit Medien beschäftigt, wenn er das erst jetzt bemerkt. (Kommt natürlich immer darauf an um welches Thema es geht und was die Agenda ist)

  2. Der Vollständigkeit halber:
    https://thatsbtcnotbitcoin.com/

  3. [video src="https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/be/8f/be8f0c38-7d13-40c8-8b72-47c3c5cc120a/be8f0c38-7d13-40c8-8b72-47c3c5cc120a_hd-3500k.mp4" /]

  4. Danke für diesen Artikel.

    • Sebastian Ludes // 8. Mai 2021 um 12:44 // Antworten

      Du musst echt wütend bei Abfassen des Artikels gewesen sein, Christoph. So viele Rechtschreib-/Wortfehler habe ich noch nie zuvor bei Dir gelesen.

  5. in einen „normalen“ Unternehmen würden Angestellte mit solchen Aussagen Ihren Job verlieren.
    Nur nicht bei der Lügenpresse, bezahlt von deutschen Steuergeldern. Einfach unglaublich!

    • Christine Kaufmann // 8. Mai 2021 um 6:20 // Antworten

      Du bist doch auch nicht besser als die ARD-Reporterin. So wie „die ARD“ den Bitcoin pauschal abkanzelt, so behauptest du pauschal, dass die gesamte ARD eine „Lügenpresse“ ist. Einfach unglaublich!

      • Bea van Wheele // 8. Mai 2021 um 9:31 //

        Danke für deinen Kommentar da ist nichts hinzuzufügen. Diese ewige pauschale „Gehetze“ gegen den öffentlich rechtlichen Rundfunk ich kann es nimmer hören. Ich denke nicht das es bei youtube, facebook, telegram, RT, privaten Sendern, Reitschuster, Wiskyschlürfern etc. objektivere Informationen gibt. Selbstverständlich war der Bericht in der ARD „daneben“. Danke an Christop Bergamann für seinen, wie so oft, neutralen Bericht und für seine Präambel.
        Gruß, Bitcoin Enthusiast & überzeugter Bitcoiner seid 2013.

      • Name required // 9. Mai 2021 um 2:46 //

        ARD und ZDF sind eine linksgrüne Propagandamschine. Was soll man da erwarten? Für die ist Bitcoin nunmal das personifizierte Böse, da er dem einzelnen Freiheit gibt. Das ist Linksgrün nunmal ein Graus, da man somit dem Systemling nicht mehr sagen kann, was er zu tun hat. ARD und ZDF mögen tatsächlich keine „Lügenpresse“ sein. Sie sind aber nunmal nicht neutral und objektiv, kommen ihrem Bildungsauftrag nicht nach und sind somit überflüssig. Sie müssen zerschlagen werden, wenn die Freiheit nicht komplett vor die Hunde gehen soll. Und nein, links ist nicht tatsächlich Bevormundung liebt. Bei so einem Mindset kann eben nur reiner Unsinn über BTC herauskommen.

  6. Laut Statista verbraucht Bitcoin aktuell rund 119 Terawattstunden Strom pro Jahr (vgl. https://de.statista.com/infografik/18608/stromverbrauch-ausgewaehlter-laender-im-vergleich-mit-dem-des-bitcoins/).

    Ebenfalls laut Statista liegt der tägliche durchschnittliche Fernsehkonsum weltweit bei 176 Minuten pro Tag bei 1,63 Mrd. Haushalten mit TV-Empfang. Unterstellt man einen Stromverbrauch von 100 Watt pro Stunde je Gerät, so ergibt dies einen jährlichen weltweiten Gesamtstromverbrauch von 174 Terawattstunden fürs Fernsehen. (vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159223/umfrage/prognostizierte-anzahl-der-tv-haushalte-weltweit/).

    Ein erster Schritt wäre daher die Abschaffung der ARD. Dies würde die deutschen Haushalte um 5,6 Mrd. Euro pro Jahr entlasten, das journalistische Niveau im Land heben und das (gesellschaftliche wie natürliche) Klima schonen.

  7. Du glaubst doch nicht, dass die Standardmedien bei anderen Themen besser recherchieren, besser kapieren und besser berichten als hier.
    Diese Verhaltensweise ist denen ins Blut übergegangen. Die können gar nicht mehr anders. Eine NDR-Journalistin hat zugegeben, dass sie das berichten soll, was von oben gewünscht ist, und das weglassen soll, was nicht gewünscht ist. Das Aussprechen dieser Wahrheit hat sie natürlich gebüßt. Euphemistisch wird das Haltungsjournalismus genannt, früher nannte man es Propaganda und Lüge. Kommt in jedem System vor, auch in der Demokratie. Ist also nichts Neues.
    Wer die Standardmedien konsumiert und sich nicht zumindest auch bei unabhängigen sowie ausländischen Medien informiert, bleibt mental ein Sklave. Punkt.
    Schau dir mal – um einen Kontrapunkt zu bekommen – für mehrere Wochen deutsch.rt.com (Russland) und presstv.com (Iran) an – du wirst erstaunt sein, was hier in Deutschland so alles nicht berichtet wird. Aber natürlich auch bei denen wachsam bleiben, niemand ist frei von einer Agenda.

  8. Das erinnert mich doch direkt an den Empörungsjournalismus der Ära Kohl im Bezug auf das damals neue „böse“ Medium Video, welches ebenfalls im öffentlich-rechtlichen Rundfunk skandalisiert wurde, weil die damaligen Medienmacher es ganz offenbar nicht verstanden hatten…
    Einfach mal bei YouTube nach „Mama, Papa, Zombie“ suchen und den Prototyp des tendenziösen Journalismus „genießen“. Und ebenso wie über diese „Reportage“ heute wird man in 5 Jahren über diesen Quatsch von Kontraste lachen!

  9. Ich erinnere mich noch gut, wie Anfang der 2000er der Stromverbrauch des Internet schwarz gemalt wurde: „Eine Suchanfrage verbraucht so viel Strom, wie eine Stunde Glühbirne“.
    Es hat sich nichts daran geändert, nur dass niemand mehr das Internet wegen des Stromverbrauchs abschalten wollte. Es kommt immer nur darauf an, was man für absolut notwendig hält.

  10. Wutbürger24 // 7. Mai 2021 um 19:13 // Antworten

    Sie schreiben sich hier nen Ast ab über Demokratie und Journalismus, dabei wissen doch alle: ARD hat nix mit Journalismus zu tun. Warum auch, die Leute könnten ja anfangen zu denken, dann denken die noch das falsche, die sollen gefälligst Bitcoin doof finden. Das beste ist ja, in dem Moment wo Sie selbst betroffen sind, wo Sie sich selber aufregen, muss sich trotzdem UNBEDINGT nochmal distanziert werden vom achso bösem, was von genau dem für böse erklärt wurde die Sie jetzt auch für böse erklärt. Sie sind für Bitcoin, Sie sind jetzt ne Umweltsau, Sie sollten sich was schämen überhaupt darüber nachzudenken diejenigen zu kritisieren die das Unheil aufzudecken. Das ist ja geradezu demokratiefeindlich was Sie hier machen, gegen den guten Qualitätsjournalismus zu hetzen. Der ist richtig und wichtig, so wie er ist, und da wird auch nicht dran gerüttelt!

    Sie können sich nicht distanzieren und gleichzeitig das selbe sagen wie die von denen Sie sich distanzieren. Und wenn jetzt kommt „Ja aber die sind doch viel schlimmer und sagen ganz böse Sachen, mach ich doch garnicht“, Sie sind vor 5 Minuten zu der Erkenntnis gekommen dass die Medien bei Gelegenheit Scheiße erzählen, und nicht irgendwelche Medien.

    Leute wie Sie tragen dazu bei dass Journalismus an Qualität abnimmt, selbst wenn genau dass bei ihnen eintrifft was die Idioten alle bei ihnen selbst beklagen, immer schön distanzieren, den Täter in Schutz nehmen.

    Was sie über Journalisten sagen ist richtig, der Fehler ist der dass die öffentlich rechtlichen keinen Journalismus betreiben sondern Propaganda. Und somit ist ihr Einwand „Journalismus ist richtig, bin kein Fan von wem der was anderes sagt“ am Thema vorbei. Vielleicht haben Sie den Leuten auch einfach nur nicht richtig zugehört, aber jetzt sind sie hoffentlich ein wenig schlauer.

    Es gibt guten Qualitätsjournalismus, und es gibt die Lügenpresse, KEINER kritisiert echten Journalismus, außer genau die 5 Idioten die meistens in der Lügenpresse repräsentativ für die gesamte Gruppe gezeigt werden, mit (wie Sie ja selbst schon vor 5 Minuten beobachen durften) genau den 5 Zitaten, die das ganze ins beste Licht rücken, wenn nicht sogar den Inhalt komplett ins Gegenteil umwandeln.

    Die Idee ist gut aber die Utopie funktioniert nicht, weil der Mensch zu blöd ist.

  11. Journalism is publishing what someone doesn’t want us to know.
    The rest is propaganda. Horacio Verbitsky

    • Danke für die Präambel, Christoph. Schade, dass sie in den Kommentaren so wenig Echo findet. Ich glaube nicht, dass irgendjemand „von weiter oben“ mal eben eine Bitcoin-kritische Doku in Auftrag gegeben hat. Ich denke die Journalisten sind leider ihrem eigenen Bias und techn. Unverständnis zum Opfer gefallen. Das ist tatsächlich sehr frustrierend, daher danke für deine Richtigstellung hier.

      – Ein bitcoin-hodler und gleichzeitig (meist) Fan der öffentlich-rechtlichen Medien

      • Michael // 7. Mai 2021 um 21:41 //

        Habe das gleiche gedacht. Schade dass sich gleich jede Menge von den Leuten hier melden müssen mit den standard Sätzen und Empfehlungen für „alternative“ Medien.

      • Hans // 8. Mai 2021 um 6:12 //

        Es gibt leider etliche mediale Beispiele, bei denen man einfach das Gefühl haben muss, daß das Ergebnis des Berichts schon vorher feststand. Bei dem Beispiel hier werden auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Klimaalarmismus & Bitcoinbashing.
        Bitcoin wird unsere großen Sorgen hier auf Erden nicht lösen. Aber solche Art von Berichte werden uns auch nicht dahin bringen die ursächlichen Probleme richtig anzugehen.

  12. CO2 verursacht kein Klimawandel!!
    Es herrscht die Klimalüge!

  13. Wilma Kaltental // 7. Mai 2021 um 21:42 // Antworten

    0.) Zu Beginn sollte man sich klar machen, was man haben möchte: (i) ein vermeintlich nachhaltiges zentralisiertes Geldsystem oder (ii) ein dezentralisiertes, unabhängiges Geldsystem, wo man die Sicherheit extrem leicht an den umgewandelten Joules ablesen kann. Dieses Argument ist wohlbekannt oder sollte dies zumindest sein.

    1.) Natürlich darf und sollte man gegenrechnen, was das aktuelle Geldsystem an Energie verbraucht. Macht nur keiner. Hamwer halt schon immer so gemacht und das hat, bis auf ein paar (Welt)Kriege u.ä., gut funktioniert. Basta.

    2.) Der Kapitalismus selbst ist PoW par excellence: Wer mehr Waren produzieren und an die Person „bringen“ kann, der hat die wertvollerer Währung. Diese Wahrheit will nur keiner hören. Augen zu, dann isses weg.

    3.) Es ist z.B. genauso gerechtfertig zu fragen, welche Energie aufgewendet wird, um Werbung für überflüssige Waren zu produzieren. Das Internet ist dabei symptomatisch: Energie wird in Werbung gesteckt, welche direkt im Adblocker hängen bleibt. Puff, ganz viel heisse Luft. Nur eines von vielen Beispielen. Hamwer halt auch schon immer so gemacht …

    4.) Ein PoW-Ökosystem steht imho auf mindestens sechs Säulen: (i) den Entwicklern, (ii) den Minern, (iii) den Nodebetreibern, (iv) den Börsen, (v) den Hodlern und (vi) den Hardwareentwicklern und -produzenten. Ein PoS-Ökosystem wird maximal auf zwei Säulen stehen: (i) den Entwicklern und (ii) den Börsen/Banken (hamwer schon, brauchmer nich).

    5.) PoW wird vorgeworfen, dass das Mining die GPUs verknappt und Gamer nicht zocken können und somit traurig sind. Man kann das Argument aber umdrehen: Dadurch, dass GPUs eine unabhängige Währung realisieren, so ist jemand anderes vielleicht weniger traurig.

  14. So sehr, wie die Bitcoin-Community die Augen davor verschließt, wieviel unglaubliche Mengen Strom das Netzwerk verschlingt, wundert es mich nicht, dass solche Beträge produziert werden.

    Ich bin pro Crypto, aber jedes bisschen an umgesetzter Energie, das wir einsparen können, hilft uns dem Ziel näher zu kommen CO2 neutral zu werden.

    Ich bezweifle die harte Schönrechnerei der der Community wieviel Mengen des Minings angeblich mit grünem Strom passieren würden. Aber selbst wenn das ein großer Anteil ist, ist folgendes immernoch Fakt:

    Wir haben nur eine begrenzte Menge grünen Strom. Wenn der für’s Mining verwendet wird, dann fehlt er an anderer Stelle.

    Klimaschutz heißt nicht nur grünen Strom zu verwenden, sondern auch den Verbrauch zu reduzieren.
    Und leider fehlt der Bitcoin Community hier jegliche Einsicht.

    Bitcoin ist eine Revolution und extrem wichtig für ein freies und liberales Finanzsystem. Der Energieverbrauch ist aber meines Erachtens viel zu hoch und kaum zu rechtfertigen. An der Bitcoin-Community kann man gut erkennen wie Kognitive Dissonanz funktioniert.

    • >Ich bin pro Crypto, aber jedes bisschen an umgesetzter Energie, das wir einsparen können, hilft uns dem Ziel näher zu kommen CO2 neutral zu werden.

      Dann hast du Bitcoin nicht verstanden. Und was POW bedeutet.
      Energie muss fließen, damit Arbeit verrichtet wird. Du könntest eine Mining Farm ja auch mit Fahrrad fahrenden Affen betreiben, wenn du damit konkurrenzfähig bist. Völlig Klimaneutral.

    • > Wir haben nur eine begrenzte Menge grünen Strom. Wenn der für’s Mining verwendet wird, dann fehlt er an anderer Stelle.

      Hm, begrenzt? Eher unbegrenzt. Eine Hochrechnung besagt, das 1% des möglichen grünen Stroms den gesamten jetzigen Energiebedarf der Menschheit decken könnte. Keine Kohle, keine nukleare Energieerzeugung wäre dafür notwendig, nur ein immenser Aufbau dezentraler Kraftwerke für grünen Strom.

      > Klimaschutz heißt nicht nur grünen Strom zu verwenden, sondern auch den Verbrauch zu reduzieren.

      Ja, ich bin auch fürs Verbrauch reduzieren. Am Ende ist das der größte Teil vom Weg.
      Bis dahin muss man aber die fossilen und zu gefährlichen Energieträger erstmal massiv vom Markt drängen, und das geht nur mit grünen Strom, der auch wirtschaftlich, den schmutzigen Kohlestrom in die Tasche stecken kann. Bitcoin könnte durchaus dabei helfen.

      • Hast du einen Link zu der Hochrechnung? Ich denke ja genauso, und wenn mir ein Paper das bestätigt, würde ich mich natürlich freuen.

      • Andres // 10. Mai 2021 um 20:49 //

        Antwort auf Christoph:
        > Hast du einen Link zu der Hochrechnung? Ich denke ja genauso, und wenn mir ein Paper das bestätigt, würde ich mich natürlich freuen.

        Den Link zu meiner Aussage hab ich leider nicht wiedergefunden (bin kein Journalist, und halte alle meine Quellen nach) aber vielleicht hilft das hier ein wenig:
        [https://timtroendle.github.io/possibility-for-electricity-autarky-map/]
        Das basiert auf einer Studie des IASS Potsdam, und liefert ein paar Schätzungen für europäische Länder.

        Und noch eine etwas ältere Studie:
        [https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dk041646.pdf]
        Die Studie geht von einem physikalischen Potential von dem 2000-fachen des jährlichen Energieverbrauchs von 2006 aus. Selbstverständlich kann das auch im Best-case Scenario nicht annähernd vollständig genutzt werden.

        Ehrlicherweise sind alle solche Schätzung immer von den jeweiligen Interessenslagen gefärbt und schwanken somit stark. So gehen von der fossilen Lobby geprägte Berichte im Gegensatz dazu noch von einer Versorgung von 55% des Weltenergiebedarfs durch Öl und Gas bis 2040 aus: [https://corporate.exxonmobil.com/Energy-and-innovation/outlook-for-energy]

        Interessant wäre vielleicht zu schauen, was die fossile Lobby *qualitativ* als Hinderungsgründe für einen 100% regenerativen Ausbau hält. Ich glaube, im Wesentlichen sind das politische und ökonomische Gründe, und nicht etwa technische Machbarkeit oder Kapazität regenerativer Energieqellen.

      • Andres // 22. Mai 2021 um 0:51 //

        Interessant dazu ist auch dieser Pluminus Beitrag, der zwar schon etwas alt, aber in seiner Grundaussage bestimmt immer noch stimmt (also bezüglich Überschussstrom, nicht die prognostizierte ausgebaute Kapazität bis 2020):

        Thema: Zu dem Zeitpunkt des Berichts wurde 1/4 des von existierenden nordfriesischen Anlagen potentiell produzierbaren erneuerbaren Stroms in Nordfriesland nicht genutzt, und der Staat hat dafür sogar Schadensersatz an die Betreiber gezahlt.

        Hätte man mit diesen Überschussstrom alleine, Miningcontainer betrieben, hätte das einen bedeutsamen Anteil der Hashrate stellen können, und keiner hätte Schadensersatz vom Bürger dafür bekommen müssen.

      • Andres // 17. Juni 2021 um 18:56 //

        Zumindest einen oberen Schätzwert (Die die Erde erreichende Energiemenge der Sonne) findet sich in folgendem Wikipediaartikel: [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenenergie] unter „Potenzial der Sonnenenergie“.

        Die dem dort genannten Wert von 1,5*10^18 kWh zugrundliegenden mittleren globalen Messdaten sind einem Bericht des Umweltbundesamts von 2020 entnommen (Tabelle auf der letzten Seite), den man zumindest in der waybacknmaschine noch runterladen kann: [https://web.archive.org/web/20210315131256/https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/5750/publikationen/2021_hgp_erneuerbareenergien_deutsch_bf.pdf]
        Dort findet sich eine ebensolche Messung für mittlere Windgeschwindigkeiten.

      • Andres // 17. Juni 2021 um 19:33 //

        Und äquivalent dazu die möglichen 400TW-1.800TW potentiell verfügbare Windenergie:
        [https://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie#Potential]
        Energiepotentialdes Golfstroms 1.5 Petawatt als obere Grenze der Meeresenergie
        [https://de.wikipedia.org/wiki/Golfstrom]
        Bzw. als Wellenenergie liegt das Energiepotential bei 19 bis 30 Kilowatt je Meter Küstenlinie, bzw. bis zu 100 kW je Meter Wellenwalze auf dem Meer:
        [https://de.wikipedia.org/wiki/Wellenkraftwerk#Potenzial]
        Biogas, hat europaweit ein Potential von bis zu 125% der Erdgasimport aus Russland:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Biogas#Potenziale

  15. Finews – die hier ebenfalls den Kontraste-Beitrag kritisieren – behaupten, dass „Bitcoin Strom in Sicherheit verwandelt“
    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/46149-bitcoin-energie-mining-gestrandet-ueberschuessig
    Wem soll ich also nun glauben? Einem Fan-Blog oder einer Seite die „Finanzen“ und „Nachrichten“ in ihrem Titel trägt. xD

  16. aussenperspektive // 8. Mai 2021 um 6:35 // Antworten

    Mit den technischen Details magst Du ja Recht haben, im Ganzen ist dieser Artikel ein Musterbeispiel für WhatAboutism. „Ja, bitcoin verheizt sauviel Strom aber was ist mit Italien? Was ist mit den Heizungen?“ Dann in den Kommentaren der gleichermaßen obligatorische wie längst ausgelutschte Vergleich mit dem frühen Internet. Wie viele Jahre wollt ihr die Geschichte noch erzählen? Als ich mich (gedanklich, nicht finanziell) vor Jahren von dieser Denke verabschiedet habe, hieß es auch regelmäßig wir seien bald da. Und heute Jahre später ist das System nur pervertierter aber kaum besser geworden. Was macht eigentlich Lightning?

    Ja, die Journalisten haben es technisch falsch erzählt und es ist auch wichtig, dass jemand die Fehler benennt. Aber anders als die hier versammelten Bitcoin-Nerds bieten die Journalisten euch eine Außenperspektive, die es nie in die Filterbubble der selbstverliebten Bitcoin-Gemeinde geschafft hätte. „Hey, schaut her, ich habe meinen 5$ Starbucks-Drink/50000$ Tesla mit Bitcoin bezahlt!!! To the moon! The future!“ Dass Bitcoin und Kryptowährungen so viele der frühen, idealistischen Ziele verfehlt haben und (Achtung Außenperspektive) eine Scheissmenge Strom für einen quasi nicht messbaren gesamtgesellschaftlichen Mehrwert verheizen darf man auch kritisieren.

    Von allen Dingen auf der Welt die 0,005% des Stroms verbrauchen ist bitcoin zweifelsohne das verzichtbarste, dem die wenigsten eine Träne nachweinen würden.

    • Hans Frosch // 9. Mai 2021 um 8:48 // Antworten

      Der Bitcoin ist ein äußerst wichtiger Proof of Concept, wie die Gesellschaft dezentralisiert werden könnte. Er hat als erster gezeigt, dass es Geld ohne eine zentrale Instanz geben könnte. Der Einzelne ist wieder der Souverän. Er muss nicht mehr Angst haben, dass ihm Banken Konten einfrieren. Dieses lässt sich verallgemeinern. Z.B. könnte auch Politik ohne Mittelsmänner (d.h. Berufspolitiker) funktionieren. Ich bin überzeugt, dass es dann auch viel weniger Korruption geben würde. Direkte Demokratie könnte so endlich Realität werden. Der Einzelne würde viel mehr Macht gewinnen. Freilich ist bis dahin noch eine gute Strecke an Weg zu gehen. Aber ohne den Bitcoin als Ausgangspunkt wäre mir Angst und Bange, dass Diktaturen alle Macht an sich reißen.

  17. Ich weiß garnicht worüber ihr euch beklagt. Im Vergleich mit anderen Verdrehungen und Falschaussagen (Ukraine, Russland, Syrien, SARS-CoV-2, mRNA-Impfstoffen, …) im Journalismus der letzten Jahre kommt Bitcoin doch sehr sehr sehr glimpflich weg. Die Bitcoin-Welt hat niemals Solidarität gezeigt. Daher sollte sie jetzt auch kein Mitleid erwarten.

  18. Danke für den Bericht. Und ja Sie verarschen uns, ohne dabei Rot zu werden. Funktioniert (bis jetzt) leider trotzdem weil die wenigen die es bemerken mundtot gemacht werden

    • Bea van Wheele // 9. Mai 2021 um 7:36 // Antworten

      Ich sehe nicht wie du hier (@ToR) mundtot gemacht wurdest als einer der das „Ganze“ bemerkt hat immerhin kann jeder deine 3 Zeilen hier lesen ich denke nicht das Christop Bergmann oder jemand anders etwas an deinem Kommentar weg zensiert oder gar unterdrückt hat. Irgendwie gibt es wohl unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf „mundtot gemacht, unterdrücken“ für mich schaut sowas anders aus.

      • Hannes // 9. Mai 2021 um 8:06 //

        Es geht nicht um mundtot machen in solchen Kommentaren wie diesen hier, die eh nur eine Handvoll Leute lesen. Es geht darum, diejenigen mundtot zu machen, die eine größere Reichweite haben. Beispiele Streeck, #allesdichtmachen etc., um beim Thema Corona zu bleiben. Wenn Streeck im Spiegel vorgeworfen wird, er sei für seinen Posten nicht mehr geeignet oder sollte entlassen werden, weil er aufgrund seiner Meinung angeblich für all die Toten verantwortlich sei und bei den Machern von #allesdichtmachen von SPD-Medienräten gefordert wird, ihnen ihre Verträge zu kündigen, dann ist das der Versuch, sie mundtot zu machen und vor allem Nachahmer abzuschrecken. Hat ja auch teilweise geklappt, etwa ein Drittel der Schauspieler von #allesdichtmachen haben sich entschuldigt, unter anderem nachdem sie Morddrohungen erhalten haben.

  19. Erstmal Danke an Christoph Bergmann für seine sehr interessanten Beiträge und Berichte. Sie sind eine echte Bereicherung für meinen Horizont.

    Ich finde das Thema CO2 Emissionen läuft bei der Sache «Bitcoin verbraucht zu viel Strom» komplett an der Problem Ursache vorbei. Ich bin gerne Gebührenzahler der öffentlichen Sender und ich finde sie machen einen guten Job hier in der Schweiz. Leider wird immer wieder wird in gewissen Medien den Fokus auf polarisierende Themen gelegt. Damit dann die wichtigen Entscheidungen (welche die Politiker treffen) müssten nur vertagt, hinausgezögert oder einfach pauschal die Bevölkerung abgelenkt. So wie bei der Herstellung der Auto Akkus auf den so „zerstörerischen Lithium Abbau in einer Wüste“ gelegt wurde. Wo im Gegenzug bei der Erdölförderung noch nie Umweltschäden in vergleichbarem Ausmass zutage traten, Ironie off…

    Um möglichst rasch und für den Konsumenten kostenneutral die CO2 Ziele zu erreichen, sollte unser Staat so rasch wie möglich die Subventionen von Klimaschädlichen Produkten einstellen. Stattdessen sollen die grössten CO2 Verursacher versteuert werden. Dazu gehören in erster Linie Erdölprodukte wie zum Beispiel: Benzin, Diesel, Heizöl, Kerosin usw. Weiters sollte auch in der Landwirtschaft versucht werden die CO2 intensive Fleisch- und Milchindustrie generell weniger zu subventionieren. Die nun gewonnen finanziellen Ressourcen sollen nicht in den Staatshaushalt einfliessen, sondern 1:1 den Bürgern pro Kopf zurückerstattet werden.

    Durch diese «Umverteilung» werden ca. 80-90% der finanziell weniger starken Bevölkerung sogar von den CO2 Steuern profitieren. Als Beispiel: in der Schweiz werden ca. 90% der Flüge von 5% der reichsten Bevölkerung durchgeführt. Die Kaufkraft der Bevölkerung wird somit Grossteils erhöht und der Konsumanreiz von CO2 intensiven Produkten wird stark reduziert, da der Preis deutlich höher ist. Eine Win-Win Situation für die Bevölkerung und das Klima. Sogar die lokale Industrie kann profitieren, da der Trend klar und unausweichlich in eine CO2 neutrale Richtung geht. Die Industrie kann ihre CO2-neutralen Produkte zu einem höheren/konkurrenzfähigerem Preis verkaufen, da die Steuer die anderen CO2-intensiven Produkte verteuert. Auf lange Sicht könnte somit ihr Wettbewerbsvorteil global ausbauen, da sie sich früher als Firmen in anderen Ländern darauf einstellen musste.

    Zurück zu Bitcoin. Genauso wenig wie ich jemandem vorschreiben möchte ob er jetzt mit seinem Auto oder mit dem Zug zur Arbeit fährt. Ob jemand Gemüse und Obst statt Fleisch essen soll. Genauso wenig so wenig soll jemand auch den Strom für Bitcoin oder eine Klimaanlage verbrauchen dürfen. Was meiner Meinung nach jedoch nicht geht: Die Bevölkerung zahlt für den Egoismus einzelner. Aktuell ist es so bei vielen der bereits erwähnten Produkten und das müsste aus meiner Sicht geändert werden. Die CO2-intensiven Produkte müssen verteuert werden, um das Erbe nicht zukünftigen Generationen aufzubürden.

    Für jeden der sich das Gedankenexperiment einmal machen möchte:
    Falls 1 Kilowattstunde elektrische Energie plötzlich 1EURO kosten würde… Würde es mehr Bestrebungen geben Energie zu sparen? Hätte das Bitcoin Netzwerk den gleich hohen Verbrauch an elektrischer Energie wie heute?
    Falls Erdöl plötzlich das 4Fache kosten würde… Würde es weniger Weltweite Transporte geben? Würden mehr Menschen den ÖV benutzen? Das «CO2-neutraler Treibstoff aus Luft und Sonnenlicht»-Projekt der ETH wäre plötzlich wettbewerbsfähig, was hätte das für Auswirkungen?

    • Vielen Dank für das Lob – und für den wertvollen Kommentar. Ich kann nur zustimmen, solche Beiträge / Diskussionen lenken davon ab, was notwendig ist: Man bräuchte einfach drastische Steuern für CO2- und andere Treibhausgasemissionen in der Produktions- und Lieferketten.

      Aber Produkte der Masse teurer zu machen ist halt ein dickes Brett. Vor kurzem hat die Regierung eine „Tierwohlsteuer“ auf Fleisch erlassen, und zwar ein paar Cent je Kilogram. Das kann und wird den Tieren nichts helfen. Wenn man das Verbrechen Massentierhaltung bekämpfen will, bräuchte man mehrere Euro, am besten zweistellige Beträge je Kilogramm. Aber das traut sich halt kein Politiker, und solche Reportagen wie bei kontraste motivieren sie dabei, feige auf einen bedeutungslosen Nebenschauplatz zu flüchten, wo sie immerhin nutzlose Siege erringen können …

  20. Im Allgemeinen steigen gerade die Ressentiments und Ängste gegen Bitcoin aufgrund des starken Wertzuwachses in den Medien und Teilen der Bevölkerung an. Jeder Anstieg zeigt einmal mehr, dass Bitcoin das Potential zu einem finanziellen Gamechanger hat. Und ob es ein Gamechanger zum Guten oder zum Schlechten wird, dass ist nach wie vor offen.

    Ich denke, dass da eher die Angst vor dem Kontrollverlust dominiert, davor dass demokratisch legitimierte Politik die Geldpolitik nicht mehr wie früher als Steuerungsmittel nutzen kann.
    Die Angst macht auch vor den Journalisten nicht Halt. Und ja davor kann man auch wirklich ernsthaft Angst haben. R/evolutionen verlaufen i.d.R. nicht friedlich, und gehen selten gut für die Revolutionäre aus.

    Besser ist dann doch cool bleiben, Ängste ernst nehmen, und diese ganz sachlich aus dem Weg räumen oder wo das nicht geht Ihnen zumindest sachlich begegnen.

  21. Unabhängig vom Thema CO2 und vom Einfluss des Bitcoins auf den Klimawandel denke ich, dass alternative auf Staking basierende Mining-Modelle auf lange Sicht das herkömmliche Proof-of-Work Mining ablösen werden. Diese pure Verschwendung von Energie beim PoW kann sich niemand schön reden – es ist weder sinnvoll noch notwendig.

  22. Paul Janowitz // 10. Mai 2021 um 9:53 // Antworten

    Das Thema wird natürlich hitzig diskutiert (auch hier in den Kommentaren) und auch wenn der ARD Beitrag grottenschlecht recherchiert ist, so muss man sich vor Augen halten, dass im aktuellen Bitcoin Ökosystem pro Transaktion ca. 100-200$ an Stromkosten (alleine für das Mining) aufgewendet werden, Tendenz steigend.
    Warum? Weil mit steigender Nachfrage / Nutzung keinesfalls mehr Transaktionen aus bisherigen Kanälen Richtung Bitcoin abwandern, denn die Transaktionen pro Tag sind aufgrund voller Blöcke seit Jahren stagnierend.
    Wie kommt man auf den Wert? Laut öffentlich verfügbaren Zahlen von diversen Minern ist das Geschäft mittlerweile sehr umkämpft und hat einstellige bis niedrige zweistellige Prozent Profitabilität, der Block Reward + Fees werden also hauptsächlich für den Betrieb verwendet und wenn jemand einen deutlichen Vorteil z.B. im Strompreis hat, skaliert er meist schneller hoch, was andere an den Rand der Profitabilität oder darüber hinaus drückt. Pro Block werden ca. 2.000 Transaktionen bestätigt, die Rechnung ist also ziemlich trivial.

    Auch wenn ich ein absoluter Verfechter von PoW bin, denn erst der Nakamoto Konsensus bestehend aus Mining in Verknüpfung mit der Blockchain und der Difficulty Anpassung hat eine dezentralisierte Währung ermöglicht, sollte man das Thema auch nicht nicht totschweigen. Es gibt in meinen Augen bislang keine Alternative, die die gleiche Sicherheit bieten würde und auch nicht in Richtung klassisches Finanzsystem mutieren würde, wie z.B. bei PoS.

    Allerdings könnte man den Energieverbrauch pro Transaktion relativ leicht senken, alleine durch eine größere Blocksize und dadurch mehr Transaktionen pro Block, die Nachfrage ist ja scheinbar vorhanden, wenn man den Mempool betrachtet, auch wenn viele mögliche Anwendungen Bitcoin ohnehin bereits den Rücken gekehrt haben, da Transaktionsgebühren von mehreren Euro dafür nicht praktikabel sind. Lightning Network funktioniert auch nach Jahren immer noch nicht wie gedacht und so werden auch Kritiken zum Stromverbrauch immer valider, denn dieser ist pro Transaktion einfach unvergleichbar hoch und steigt die letzten Jahre kontinuierlich, statt das Netzwerk effizienter zu machen. Natürlich würden auch tatsächlich praktikable und genutzte Layer2 Lösungen zu diesem Gleichgewicht beitragen und man könnte diese dazuzählen, aber aktuell sieht es lange nicht danach aus, dass Bitcoin irgendwelche Transaktionssysteme ersetzen würde und die Effizienz ist aktuell eher so, wie Bargeld per Kurier quer über den Globus zu verschicken.

    Ich behaupte, wer heute einen Node betreibt, bei knapp 400GB Blockchain würde dies auch tun, wenn diese täglich um 15GB statt aktuell ca. 150MB wachsen würde. Für die meisten Anwendungen würde sich außer der (inbound) Bandbreite kaum etwas ändern und die meisten Nodes dürften ohnehin schon heute in Rechenzentren stehen, aber auch für Heimanschlüsse sind 15GB am Tag in Zeiten von Netflix & Co. nicht unbedingt relevant. Würde diese Blocksize tatsächlich genutzt werden, hätte Bitcoin eine 100x höhere (Strom-)Effizienz pro Transaktion.

    Hätte man Bitcoin tatsächlich zu einer Währung machen wollen, hätte man wie so oft über den Tellerrand schauen und sinnvolle Verbesserungen implementieren sollen. Bei Monero „verbraucht“ eine Transaktion aktuell ca. 1,4kB und damit 6-7fach mehr als bei Bitcoin (verbunden mit der ganzen Privatsphäre) und dennoch wird das System sich selbst bei 100x oder 1.000x Nutzung bei einem Energieverbrauch vom Fiat-Preis von 0,3-0,6 XMR pro Minute einpendeln, heute sind das in etwa 120-240 Euro, langfristig bei 0,3 XMR. Warum? Die Blocksize von 300kB alle zwei Minuten kann durch Miner profitabel nur erhöht werden, wenn die Fees den Block Reward übersteigen, dafür gibt es eine Penalty beim Block Reward. Wenn ein Miner (auch heute) komplett auf diesen verzichtet, kann er die Block Size um 100% des Medians der letzten 100 Blöcke erhöhen, Minimum ist bei 300kB, also 600kB wären drin, aber dann 0 Block Reward und nur Fees. Wenn sich Miner über mehrere Blöcke entschließen, die Blocksize zu erhöhen und damit auf einen Teil ihres Block Rewards zu verzichten, steigt der Median entsprechend und damit die Blocksize, die ohne „Abstrafung“ von Minern genutzt werden kann, es passen also mehr Transaktionen rein und es lohnt sich auch „Low-Fee“ Transaktionen aufzunehmen, weil es den Miner nichts kostet. Um die Block Size zu erhöhen, müssten genügen Transaktionen im Mempool vorhanden sein, die den Block Reward ersetzen, heute ca. 1 XMR pro Block, in den standardmäßig 300kB ohne Abstrafung passen, also ca. 200 „simple“ Transaktionen. Gibt es dagegen 400 Transaktionen, die den Block Reward aufwiegen, kann ein Miner bis zu 600kB (oder auch anteilig) generieren, eine durchschnittliche Transaktionsgebühr müsste dann kurzfristig bei 0,0025 XMR oder 1 Euro liegen, um einen Rückstau zu vermeiden. Interessant wirds aber erst dann, wenn dies über mindestens 100 Blöcke passiert und der Median sich verdoppelt hat, denn dann können nicht nur doppelt so viele Transaktionen „kostenlos“ pro Block aufgenommen werden, sondern die Erhöhung erfordert die Hälfte gemessen in XMR, da wir bereits in der Nähe der „Tail Emission“ von 0,6 XMR pro Block / 0,3 XMR pro Minute bis in alle Ewigkeit sind.

    Das ist meine persönliche Meinung, als Betreiber mehrerer Nodes in Rechenzentren und auch zu Hause, Bitcoin zwar nur Pruned aber immerhin mindestens 100GB. Für die meisten Anwendungen reicht bei Bitcoin ein Pruned Node mit der Kapazität von 1 Tag Blocksize, selbst wenn man als Händler non-custodial Payments annehmen will (was eigentlich das Ziel sein sollte). Bei Monero läuft der Pruned Node etwas anders, da er alle Outputs bzw. deren Key Images vorhalten muss und dazu aktuell 1/8 der gesamten Blockchain, wofür aktuell ca. 25GB statt 150GB benötigt werden. Würde ich einen Node abschalten, wenn bei Bitcoin oder Monero die Block Size plötzlich x100 steigen würde? Nein. Wäre der Stromverbrauch meiner Nodes höher? Minimal vielleicht, sie laufen aber ohnehin durch und die zusätzliche Last ist im Stromverbrauch kaum spürbar, selbst wenn ich zwecks Full Node eine zusätzliche SSD oder HDD verbauen müsste, verbraucht diese ca. 5W und damit weniger als gängige LED Leuchten.

    Mein Fazit: Eine Diskussion zum Stromverbrauch durch PoW ist durchaus angemessen, sollte aber tatsächlich besser recherchiert werden. Leider übersteigt „das neue Internetgeld“ den Horizont der meisten Menschen und damit auch Journalisten und „Bitcoin“ steht mittlerweile (zu großen Teilen zu Recht) für Spekulation und nichts anderes. Bitcoin könnte wahrscheinlich effizienter sein als alle bisherigen (und dazu zentralisierten) Transaktionssysteme, wenn es diese ablösen würde, aber das tut es leider nicht.

    • Hans Frosch // 10. Mai 2021 um 10:09 // Antworten

      Schön, dass du wieder hier bist, Paul. Was ist eigentlich der Stand bei den Bitcoin – Monero – Atomic Swaps?

      • Paul Janowitz // 10. Mai 2021 um 11:57 //

        Bin leider aktuell sehr eingebunden in diversen Projekten, alle irgendwie mit dem Thema verbunden, aber leider auch privat mit Wechselunterricht & Co., was dann die persönliche Freizeit (auch) für Kommentare deutlich schmälert 😦

        Bezüglich Atomic Swaps sind wir fast schon da (mit zwei verschiedenen Technologien sogar), experimentiell geht es schon heute, aber würde ich noch keinem raten…
        https://www.monerooutreach.org/stories/monero-atomic-swaps.html
        Sobald das verfügbar ist, werden die ersten Atomic Swap Exchanges starten, man munkelt auch über localmonero.co bis das dann hoffentlich weiter verfügbar ist und für entsprechende Liquidität sorgt 😉
        Leider klafft da in der Tat eine Lücke, seit xmr.to geschlossen wurde, weil es regulatorisch für binaryfate in Frankreich zu stressig wurde und er keinen Bock auf Offshore hatte. Es gibt zwar etliche Börsen ohne Anmeldung & KYC, die erreichen aber nicht die Vertrauenswürdigkeit, wie es xmr.to hatte…

      • Hans Frosch // 10. Mai 2021 um 14:23 //

        Ja der liebe Wechselunterricht. Verstehe ich gut. Stattdessen hätte man sich die letzte Zeit im Präsenzunterricht nur auf die Hauptfächer konzentrieren können. Für jedes Nebenfach hätte man landesweit einen zentralen Onlinekurs einrichten können, stattdessen wurschtelt jeder Lehrer selbst was zusammen. Am Anfang des Schuljahres dachte ich, ich sehe nicht recht. In der Klasse meines Sohnes 32 Kinder! Auf die Idee, so viele Lehrer wie möglich einzustellen und kleine Klassen zu bilden, ist beim Kultusministerium keiner gekommen. Man gibt lieber 2 Milliarden für individuelle Nachhilfe und Förderkurse aus, statt alle Rescourcen pandemiebedingt auf kleine Klassen zu richten. Und mein Sohn bekommt demnächst wieder einen neuen Leistungsstandbericht, den gleichen vermutlich wieder wie zum Halbjahr. Wieder eine Verschwendung von Rescourcen!
        Um den Bezug zu Bitcoin wiederherzustellen: Ich hoffe, es wird die Zeit kommen, in der Entscheidungen dezentral getroffen werden. Man sieht ja gerade, dass eine zentrale Instanz wie das Kultusministerium völlig überfordert ist, wenn man mal eine bisschen flexibel sein muss. Besser wäre es, die Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer) würden auf einer Blockchain Vorschläge hinterlegen, welche Maßnahmen man in der Schule treffen könnte. Und die Beteiligten lässt man dann über diese Vorschläge abstimmen.

      • Paul Janowitz // 11. Mai 2021 um 10:50 //

        Lieber Hans,
        ja, so ist es in etwa auch bei uns… Oder wahrscheinlich noch schlimmer, da die Bildungspolitik (und nicht nur diese) gerade in der Hauptstadt unserer unserer föderalen Republik mit ihrer Kleinstaatlichkeit wahrscheinlich am untersten Ende steht. Wechselunterricht bedeutet bei uns in etwa das selbe wie 1 Woche Unterricht und 1 Woche Ferien, in denen man die Kids dann selbständig beschäftigen muss, denn für Online Unterricht fehlen die (zusätzlichen) Lehrkräfte, die ja gerade den anderen Teil der Klasse bespaßen, Infrastruktur, Hard- & Software.

        Es ist traurig, aber unsere Politik richtet sich eben nach Spenden, Posten usw. (irgendwo auch Wahlstimmen) und Kinder sind da denkbar schlecht vertreten. Ob eine Blockchain das Problem lösen kann, glaube ich (noch) nicht, denn auch die Schweiz mit deutlich mehr Basisdemokratie hat so ihre Probleme mit der aktuellen Situation. Und ich bin echt jemand, der zumindest versucht, sich zu engagieren und/oder tatsächlich auf Missstände aufmerksam zu machen und schreibe dann auch gerne Politiker an…

        Fälschungssichere digitale Wahlen sehe ich aber tatsächlich als das zweitwichtigste Thema für Blockchains gleich nach Währung. Auch Funding Mechanismen wie das CCS bei Monero (welches leider – noch – nicht Onchain ist) wären vielleicht interessant für öffentliche Projekte, denn sie beweisen, dass Menschen bereit sind, Geld für sinnvolle Entwicklungen auszugeben.

        Aber ist selbst die jüngste Yolo-Generation, die mit Smartphones, Tablets & Konsolen bereits in der Kinderwiege aufgewachsen ist, im Stande und auch gewillt, einen privaten Schlüssel wirklich sicher zu verwahren? Facebook, Instagram & Co. und deren Datenlecks, in denen auch oft Passwörter geleakt wurden, lassen mir da leider keine große Hoffnung. Das erstaunliche dabei ist, dass ich als Betreiber mehrerer größerer Communities bei solchen Datenlecks natürlich auch schaue, wie stark meine User betroffen sind und es ist erschreckend, wie viele Matches ich bei geleakten Datenbanken & Passwörtern finde, die User auch bei mir verwendet haben (auch wenn ich diese mit ordentlichem Hashing + Salt „gesichert“ habe). Die Digitalisierung seiner Identität müsste also irgendwie ähnlich wie ein Hardware Wallet konstruiert sein und wenn ich mir die Schulen in Deutschland und deren Digitalisierung ansehe, sehe ich kaum Veränderung in den letzten ca. 20 Jahren, als wir damals (zwar als Highlight) schon 50Mbit/s VDSL in der Schule hatten… Von daher dürften digitale fälschungssichere Wahlen nicht mehr in unserer Generation zu erwarten sein 😦

  23. Mal wieder ein gut geschriebener Artikel von Ihnen, vielen Dank.

    Ich bin allerdings immer wieder überrascht darüber, dass, nicht nur hier und in den Kommentaren, viele immer noch an eine neutrale Berichterstattung der Medien glauben.
    Egal um welches Thema es sich handelt…

  24. Albert S. Meinheimer // 10. Mai 2021 um 21:52 // Antworten

    In meinen Augen einer der wohl schlechteste Reports, die ich je über Bitcoin gesehen habe. Populistisch und plump ohne Gleichen. Eine düstere Musik, gepaart mit schaurigen Bildern und die (meiner Meinung nach) willkommene Notwendigkeit der verpixelten Gesichter der Bitcoin „Chef-Entwickler“, welches dem ungebildeten Bürger endgültig das Gefühl vermitteln, dass es sich bei dem Ganzen um ein durch und durch mafiöses Verbrechenskonstrukt handelt.
    Eine bodenlose Frechheit, was diese Dilletanten der ARD hier mit meinen Rundfunkgebühren in die Welt tragen.
    Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte!

  25. Michael W. // 11. Mai 2021 um 8:14 // Antworten

    Nochmal bezüglich Medien-bashing. Ihr traut den Journalisten wirklich zu viel zu. Der Grund für solche schlechten Berichte ist nur, dass die unterbezahlt und überarbeitet sind. Keiner hat mehr Zeit für eine tiefere Recherche. Das sollte aber auch keinen hier verwundern. Wer bezahlt denn noch für guten Journalismus? Dann aber die alternativen von Youtube, RT etc. als besser zu bewerben ist auch nicht gerade hilfreich.

    • Paul Janowitz // 11. Mai 2021 um 10:57 // Antworten

      Dass für Journalismus allgemein nicht gerne bezahlt wird, ist korrekt. Aber die ÖR dürften dabei eine Ausnahme sein, denn kaum jemand von uns kann sich noch vor der Zwangsabgabe drücken und dann kann man zumindest ordentliche Arbeit erwarten. Ach ne, ich vergaß. Man muss ja Übertragungsrechte für die Bundesliga kaufen und das Freibier beim Musikantenstadl…

      • Ja, genau. Wegen der Zwangsabgabe sehe ich die ÖR in der Pflicht, qualitativ und unvoreingenommen zu berichten und ökonomisch zu arbeiten. Aber ich fürchte, das geschieht eben wegen der Zwangsabgabe nicht.

  26. Markus Matzkeit // 11. Mai 2021 um 22:04 // Antworten

    Laut meinen Verträgen ist es kein Problem auf nachhaltiges mining umzuschalten für alle die mining beibehalten wollen kann ich nur 0xUniverse empfehlen es basiert auf Eth mining und ist kein smart contract macht euch schonmal auf eine weltumstellung gefasst den sobald sie übergeben müssen wird auch finanziert ohne ende solange die Politik mit Macht bisher bin ich trotz guten Willen nur auf Taube Ohren gestoßen sie versuchen meine patente zu kriegen um es als ihre Arbeit zu verschachtern… Läuft nicht wir streben eine welt an in der die Möglichkeiten von deinem Willen abhängen eine welt in der Politik nutzlos ist weil alles finanziert watch us now build your own system 0xUniverse

  27. Markus Matzkeit // 11. Mai 2021 um 22:49 // Antworten

    Ich erzähl euch mal ne geschichte die bitcoin betrifft da alle momentan auf gesetzt scheissen mach ich das auch mal und der preis der aufgrund Goldpreis immer wieder runter gedrückt wird ist erstens mal illegal und 2tens mal Markt Manipulation mal angenommen bitcoin ist ab 100.000 abgeriegelt und abgesichert das ist circa das doppelte des goldpreises und genug um die welt aus den angeln zu heben und die Bedürfnisse erstmals auf die kleinen leute anzupassen oder nicht?
    Ich komme selbst aus armen Verhältnissen und würde 10.000 euro Mindestlohn zb. Als ein angemessenes start Gehalt akzeptieren können solange es global ist

  28. Markus Matzkeit // 11. Mai 2021 um 23:13 // Antworten

    Deshalb will ich nochmal betonen das die zwangsabgabe au rein humanen Gründen stattfindet und viele Crypto Kritiker zu gu guter Kritik bewegen wird ich hoffe für uns alle das die politische Gegenwehr aufgrund weit überragender nicht endenden crypto Quellen sehr bald endet so das jeder mensch auf dem Planeten würdevoll leben kann!
    CAOZLOGE
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  29. Markus Matzkeit // 11. Mai 2021 um 23:47 // Antworten

    Bevor wieder irgendwas falsches erzählt wird alle Verträge die ich abschließ hatten zur Auflage das die Legalität auf jeden Fall einzuhalten ist Sachen die noch legalisiert werden müssen wie der Cannabis Konsum etc. Tipps wurden bereits beim erfolgreichen holländischen Model übernommen das selbe gilt für den gesamten darknet Bereich die einzigen (Handelswaren) die nicht finanziert werden sond Heroin und Frauen ansonsten wird alles anonym behandelt solange die nötigen Waffenschein usw. vorliegen… Es ist wahr das die Anonymität gewährleistet bleibt um weiterhin ein vertrauensverhältniss zum Endverbraucher aufrecht zu erhalten der Vertrieb über das darknet soll über Clay ablaufen und von US Militär überwacht werden das bedeutet im Prinzip nur legalizierung damit Verkäufer und Käufer auf der sicheren Seite sind ich kann Skepsis verstehen und empfehle niemanden persönliche Daten heraus zu geben solange ihr nicht persönlich & inoffiziell informiert wurdet dies wird nur über clay geschehen über niemand sonst die Regierung will uns klein halten also lasst uns die Legalität zur Waffe umfunktionieren und den muttersöhnchen zeigen aus welchen Holz wir sind und vor allem müssen wir zeigen das wir ohne Regierung ein System erstellen was alles übertrifft was es gab etwas wo jeder soviel Geld bekommt wie er/sie braucht um so zu leben das man sagen kann das man es genau so haben wollte
    WATCH OUT
    WE ARE HERE

    • Paul Janowitz // 12. Mai 2021 um 13:43 // Antworten

      Es ist schwer, Deinen Ausführungen zu folgen, aber ich versuche es an einem Beispiel…

      gilt für den gesamten darknet Bereich die einzigen (Handelswaren) die nicht finanziert werden sond Heroin und Frauen ansonsten wird alles anonym behandelt solange die nötigen Waffenschein usw. vorliegen

      Frauen und Heroin praktisch gleichzusetzen und als „Handelswaren“ zu bezeichnen zeugt schon von einer gewissen Einstellung. Dann noch etwas von „Anonymität“ zu schwurbeln und im gleichen Satz einen vorliegenden Waffenschein zur Bedingung zu machen, für den man sich in den meisten Staaten nackt ausziehen und womöglich sogar Proben seiner Körperflüssigkeiten abgeben muss, ist schon harte Verkenntnis der der Realität.

      Ich bin ziemlicher Verfechter der Anonymität, welche Standard mit selektivem Opt-Out sein sollte, die zu persönlicher Freiheit führen kann, allerdings muss man diese auch zu Ende denken. Ich bin beispielsweise überzeugt davon, dass breitere Verfügbarkeit von Waffen zu mehr Leid führt, denn Menschen neigen zu Kurzschlussreaktionen in diversen Gefühlslagen und befürworte diese auch nicht. Erwähntes Heroin halte ich z.B. für harmloser als automatische Schusswaffen, denn mit ersterem schadet man in der Regel maximal sich selbst und wer die Drogenpolitik ernsthaft zu Ende denkt, wird entweder beim Verbot von Alkohol, Zigaretten und vielleicht auch Kaffee und was es sonst noch alles gibt landen, oder der kompletten Liberalisierung.

      Tatsächlich forderst Du einen liberalen Marktplatz aber machst zwei sehr selektive und subjektive Ausnahmen. Eine Erweiterung des Horizonts wäre vielleicht nützlich und wenn Du schon bei Heroin bist, solltest Du vielleicht auch zu Fentanyl und ähnlichen Stoffen recherchieren (welches übrigens wie Waffen von einigen Märkten im Darknet ausgeschlossen ist). Am Ende wird man wahrscheinlich feststellen, dass jegliche moralische Instanz schädlich für einen Markt ist und die Unterbindung den Strafbehörden überlassen werden sollte und ein freier Markt am Ende nur dezentralisiert sein kann, deswegen trauere ich auch etwas OpenBazaar nach und hoffe auf eine Wiederbelebung durch jemanden anders. Deren Schwachpunkt war die fehlende Suchfunktion und diese wurde zentral durch OB1 zur Verfügung gestellt, inklusive moralischer Instanz durch Blockade „illegaler“ Shops. Sobald das sinnvoll dezentral möglich wird, sehe ich auch keine Bedenken in der moralischen Instanz, wenn z.B. jeder Node eine Whitelist mit eigenem Suchindex führt, die er für akzeptabel hält. Dann werden sich zwar vielleicht einige (Sub)netzwerke bilden, aber der Markt bleibt frei von einer zentralisierten Moralinstanz und ich glaube an die Vernunft und Intelligenz der Masse, die eine Form von direkter Demokratie wäre.

      • Andres // 12. Mai 2021 um 21:08 //

        @Paul Hm, dezentrale moralischen Instanz finde ich als Konzept sehr interessant. Ich hatte mir auch schon mal ähnliche Gedanken gemacht, mit persönlichen White- oder Blacklists pro dezentraler Suchnode, sehr demokratisch. Irgendwann wird das Pflegen solcher Listen vielleicht sehr aufwendig (bei der Menge an potentiellen Artikeln) und man würde wieder auf vorgefertigte Listen umsteigen, denen man vertraut. Diese können dann natürlich auch leichter wieder zensiert werden, wären aber zumindes transparent und diskutier-, bzw. auch forkbar. So weit so gut. Ich glaube da ebenfalls an die Vernunft der Masse.

        Aber reichen die dünnen Connections für illegale Inhalte nicht schon für einen Dammbruch? Wenn die Technik die Transaktionskosten und das persönliches Risiko erwischt zu werden derart runterschrauben, wie es das Internet es jetzt schon schafft. Das Erstellen alternativer Suchnodes mit illegalen Inhalten, ist – genügend monäteren Motivation vorausgesetzt – nicht so aufwendig. Selbst der Shopcode des denzentralen Shops liesse sich forken und anpassen.

        Das Drogen in erster Linie die Konsumenten und weniger Dritte treffen, stimmt zwar. Wenn die Konsumenten (meine) Kinder sein könnten, die die Folgen ihres Handelns aufgrund mangelnder Erfahrung noch nicht komplett überblicken, finde ich das aber nicht so gut. Und spätestens bei den Waffen siehst Du das ähnlich.

        Ich fände es gut, wenn es zumindest nicht gerade einfach ist, sich unpersönlich per Post seine Drogen zuschicken zu lassen, d.h. die Transaktionskosten, oder das persönliche Risiko erwischt zu werden, ähnlich hoch sind, wie in der Welt vor der Digitalisierung. Also sehr hoch, nicht notwendigerweise perfekt unmöglich.

        Für legale Artikel sehe ich das genau wie Du. Vielleicht bis zu einem Gegenwert von 20.000 €, will ich diese anonym und nicht nachverfolgbar kaufen können, genau wie vor der Digitalisierung auch.

        Das Lightning es bspw. aufgrund systembedingter – also nicht einfach durch technischen Fortschritt änderbaren – Gründen erschwert, große Beträge anonym durchs Netz zu routen, empfinde ich da durchaus als Vorteil, also solange die kleinen anonymen Payments einfach sind. Deswegen ist Lightening meines Erachtens, trotz großer Anonymität, vor harten Regulierungsbestrebungen einigermassen gefeit. Es macht da einfach weniger Sinn das zu regulieren, als bei perfekten Privacy Coins.

      • Paul Janowitz // 13. Mai 2021 um 18:31 //

        Hey Andres,
        vielen Dank für Deine Ausführungen, schön zu sehen, wenn sich mehrere Menschen tatsächlich Gedanken zu m.E. wichtigen Themen machen, insbesondere in Zeiten, in denen mindestens jeder Zweite scheinbar Virologie studiert hat!

        Irgendwann wird das Pflegen solcher Listen vielleicht sehr aufwendig (bei der Menge an potentiellen Artikeln) und man würde wieder auf vorgefertigte Listen umsteigen, denen man vertraut. Diese können dann natürlich auch leichter wieder zensiert werden, wären aber zumindes transparent und diskutier-, bzw. auch forkbar.

        Klar ist das nicht ohne (Mit-)Arbeit der User umsetzbar, aber den individuellen Aufwand halte ich für überschaubar, wenn jeder analog zu „Social“ Media seine Listen pflegt, ginge ja sowohl „offiziell“ als auch per getrenntem „Account“ anonym. Wenn ich in einem Shop Schuhe kaufe und bin von der Abwicklung, der Qualität und dem Preis überzeugt, dann adde ich diesen zu meinen öffentlichen Favoriten und sehe in meinem persönlichen Feed auch vermehrt neue Produkte von diesem, bei Suchanfragen bevorzugte Behandlung etc., Feeds anderer, die ich interessant finde, könnte ich folgen. Tauchen dann plötzlich Handgranaten in meinem Feed auf, die ich für verwerflich halte, setze ich entweder den Shop auf eine Blacklist oder gleich denjenigen, der diesen Shop in seinen Feed aufgenommen hat. Somit lebt jeder in seiner persönlichen Filter Bubble wie bei Social Media, ggf. illegales Treiben muss dann von den Strafverfolgern geahndet werden, analog zu vor-Internet Zeiten.

        Wenn die Konsumenten (meine) Kinder sein könnten, die die Folgen ihres Handelns aufgrund mangelnder Erfahrung noch nicht komplett überblicken, finde ich das aber nicht so gut. Und spätestens bei den Waffen siehst Du das ähnlich.

        Glaub mir, davor kannst Du Deine Kinder nie ganz schützen und ich spreche da aus entsprechender Erfahrung. Obwohl ich behütet in einer süddeutschen Kleinstadt mit Dorfcharakter aufgewachsen bin, haben wir im Jugendalter so ziemlich alles ausprobiert, die Beschaffung war selbst dort nie ein großes Problem, eher die variierende Qualität und es war immer ein Glücksspiel. Gerade diese scheint sich im Netz mit Kundenbewertungen positiv entwickelt zu haben… Diese funktionieren aber nur sinnvoll, wenn es eine gewisse Masse an Kunden gibt und ich vermute, diese kritische Masse würde hoffentlich bei Waffen oder noch schlimmeren Dingen nicht erreicht werden.

        Allgemein bin ich mir nicht sicher, ob ein solcher Marktplatz sinnvoll funktionieren würde, aber ich halte den Versuch für aussichtsreich, da offener Handel die Menschheit meist weiter gebracht als er geschadet hat, gleiches könnte für das Ausbooten von willkürlichen Wegelagerern wie Amazon, eBay & Co. gelten, die ihre Gebühren mehr oder weniger diktieren können und dazu noch ihre Moralvorstellungen aufdrücken können, ganz zu schweigen wie viel diese mit jedem Kauf über jeden von uns wissen. Kommt es zu einem Datenleck, kennt der Arbeitgeber / Nachbar / Lehrer unter Umständen Deine sexuellen Vorlieben und noch viel mehr…

  30. Markus Matzkeit // 12. Mai 2021 um 0:54 // Antworten

    Zum abschluss
    Lang überfällige Sicherheit wie diebstahlschutzt usw treten erst nach völliger Übernahme in Kraft vorher garantieren wir für keinerlei Sicherheiten, nach kompletter Übernahme wird jeder coin bzw. Bruchteil des coins sofort bei Verlust erstattet und der Betrag der erstattet wurde wird ohne Aufpreis dann vom Anbieter eingefordert ohne das der Endverbraucher überhaupt merkt das sein Geld eigentlich weg wäre, dem Endverbraucher werden dadurch keinerlei Kosten auferlegt in Zukunft wird Service der Endverbraucher groß geschrieben wodurch auch das trading ganz neu Ausmaße annimmt das bedeutet nicht das trading fails ausgeglichen werden dennoch ist es Fakt das der zukünftige anbieter alles ausgleicht was nicht durch eigenverschulden verloren wurde ich hoffe ich konnte trotz meiner beschissenen sprachenkenntniss die meisten Missverständnisse im Vorfeld klären
    Nochmal die Kurzfassung gaunerein werden nicht vergütet es wird für jeden simple Möglichkeiten geben gutes Geld zu verdienen ungeachtet des Schulabschluss Sinn dahinter ist es nur Leute die Interesse haben an dem Thema zu integrieren und im gegenzug natürlich die jobannahme wegen Geld komplett zu beenden egal was du grade für einen Beruf hast es wird einen besseren legalen besser bezahlten Beruf geben sobald wir die Regierung platt gemacht haben wir sind und bleiben privat egal wie laut sie heulen deswegen

  31. Das Journalismus überhaupt unvoreingenommen und objektiv sein kann bezweifle ich einfach mal ganz stark, da jede Meinungsäußerung letztendlich Interessen getrieben ist und damit nie ganz objektiv sein kann. Diese Objektivität sich von einer öffentlich Rechtlichen Institution zu erhoffen oder sogar zu verlangen, deren Mittelverwendung zentral verwaltet und gesteuert wird, ist in meinen Augen blauäugig.

    Was für eine Geschichte momentan und in bälde erzählt werden soll, sieht man an dem Kontraste Beitrag sehr gut. Und wenn die Realität nicht zu den eigenen Zielen passt, dann muss man einfach nur so oft seine Version der Geschichte erzählen bis Sie hoffentlich eine Mehrheit glaubt.

    Aber ob es jetzt einen gemeinschaftlichen Konsens über den Energieverbrauch von BTC gibt oder nicht ist doch vollkommen egal. Auch bezweifle ich ob es überhaupt sinn macht sich diesen Diskussionen zu stellen. Denn das sind systemische Gräben, die man womöglich garnicht mit Argumenten und Auseinandersetzungen überwinden kann.

    Was bleibt ist der Proof of Concept der Systeme und der kommt ob man es will oder nicht.

    Bis dahin gibt es einfach zwangsweise mehrere Wahrheiten und es bleibt jedem selbst überlassen, wer wem seine Aufmerksamkeit gibt.

  32. first ignore you then laugh you then they fight then you win.
    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!

  33. Noch ein Nachtrag zu @Paul, die Diskussion ist einfach zu interessant ;-), auch wenn sie sich von Christoph Artikelthema jetzt sehr entfernt, sorry schon mal dafür.

    > Wenn ich in einem Shop Schuhe kaufe und bin von der Abwicklung, der Qualität und dem Preis überzeugt, dann adde ich diesen zu meinen öffentlichen Favoriten und sehe in meinem persönlichen Feed auch vermehrt neue Produkte von diesem, bei Suchanfragen bevorzugte Behandlung etc., Feeds anderer, die ich interessant finde, könnte ich folgen.

    Hm, meine persönlichen Präferenzen der Öffentlichkeit freigeben, ist zwar schon besser als in dem closed Datalake eines Konzerns wie Amazon zu landen. Es würde aber vermutlich trotzdem einiges an Anonymität dabei über den Jordan gehen, wenn man seine Artikellisten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Eigentlich das Gegenteil von dem, was ich erreichen will. Ich will ja eigentlich zumindest meinen Kleinkram anonym kaufen. Oder zumindest nur mit begrenzter Reichweite preisgeben, wie früher im Tante Emmaladen.

    > Somit lebt jeder in seiner persönlichen Filter Bubble wie bei Social Media, ggf. illegales Treiben muss dann von den Strafverfolgern geahndet werden, analog zu vor-Internet Zeiten.

    Naja, wenn Du Strafverfolger brauchst, dann fehlt da aber doch irgendwie die dezentrale moralische Exekutive und damit auch die dezentrale moralische Instanz. Besser wäre, man bräuchte diese gar nicht oder nur kaum, weil sich das irgendwie systemisch selber regelt. Es gibt schon einen Grund warum Strafverfolger Massenüberwachung bevorzugen (nicht alle natürlich!). Aber das macht Ihnen die Arbeit leichter, mit allen systemischen Risiken die damit einhergehen, aber vielleicht auch ausserhalb Ihres beruflichen Horizontes liegen.

    aus Deinem vorigen Post:
    > deswegen trauere ich auch etwas OpenBazaar nach und hoffe auf eine Wiederbelebung durch jemanden anders. Deren Schwachpunkt war die fehlende Suchfunktion und diese wurde zentral durch OB1 zur Verfügung gestellt, inklusive moralischer Instanz durch Blockade „illegaler“ Shops.

    Ja, die Suche bei Openbazaar war unterirdisch, und das Suchergebnis nicht sehr einheitlich und am nächsten Tag auch nicht wiederholbar. Das bürdet Konsumenten, die einfaches Einkaufen ála Amazon gewöhnt sind, zu hohe Transaktionskosten für den Kauf auf. Ich denke das wird man dezentral auch nicht komplett so erreichen können. Zentrale Lösungen punkten immer bei den dadurch erzeugten Synergieeffekten. Dezentrale hingegen durch Redundanz (mehr Optionen) und mehr Sicherheit (weniger Daten in der Kasse, Tante Emmladeneffekt). Punkt 1 hat Amazon übrigens auch, da sie als Platform, dezentral bezüglich der Warenanbieter sind. Punkt 2 hat Amazon aber nicht.

    Im Grossen und Ganzen fände ich weitere Versuche für dezentrale Marktplätze (mit moralischem Kompass) auch sehr spannend.

    Hab mal als Gedankenspiel überlegt, wie ein Marktplatz wäre, der ausschliesslich das Subset von Waren anbietet, die in jedem Land dieser Welt legal – also rein juristisch, nicht nach meiner persönlichen Bewertung – zu kaufen sind, und das dafür dann aber komplett anonym – wie mein Kiosk um die Ecke. Also definitiv keine Drogen und Waffen (auch nicht in die Staaten). Das würde die Akzeptanz für so einen Marktplatz definitv steigern. Die Anonymität wäre aber sicher nicht ohne Preisaufschlag zu haben, gibt schon ein Grund warum Amazon nach unseren Daten strebt. Ein bisschen wie im Biomarkt (oder Späti) einkaufen, würde nicht jeder machen, aber einen Markt gäbe es sicher dafür, und der wächst vielleicht mit der Zeit.

    > Kommt es zu einem Datenleck, kennt der Arbeitgeber / Nachbar / Lehrer unter Umständen Deine sexuellen Vorlieben und noch viel mehr…

    *Preisfrage:* Gebe alle Daten aus dem *Datalake* frei, in dem Du nur einen einzigen Buchstaben umstellst …

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