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Bitcoin Group und Bankhaus von der Heydt einigen sich über Übernahme

Die Verhandlungen der Bitcoin Group und dem Bankhaus von der Heydt kamen zum Abschluss: Die Betreiberin des Marktplatzes Bitcoin.de wird das Finanzinstitut übernehmen. Nun fehlt nur noch die Zustimmung der BaFin.

Wie bereits berichtet stand die Bitcoin Group SE, die den Marktplatz Bitcoin.de besitzt, schon im Herbst in Übernahmeverhandlungen mit dem Bankhaus von der Heydt. Nun haben sich die beiden Parteien geeinigt.

Gemäß dem nun unterzeichneten Vertrag wird die Bitcoin Group 100 Prozent der Anteile des Bankhauses übernehmen. Der Kaufpreis beträgt 14 Millionen Euro sowie 150.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen der Bitcoin Group SE. Vollzogen wird die Übernahme nach der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die für das dritte Quartal 2023 erwartet wird.

Das Bankhaus von der Heydt beschäftigt sich bereits seit Anfang 2020 intensiv mit Kryptowährungen. Interessant wird es für die Bitcoin Groupe aber vor allem durch seine Vollbanklizenz. Sie ergänzt das Lizenzportfolio der Betreiberin des Bitcoin-Marktplatzes, die mit der Übernahme von Futurum bereits die Lizenzen einer Wertpapierhandelsbank erworben hat. Durch das Bankhaus von der Heydt kommt dazu noch eine Lizenz für das Einlagengeschäft. Für die geplante Aufstellung als Kryptobank ist dies ein wichtiger Schritt.

Das Ziel der Übernahme ist aber auch technisch. Die Bank- und Kapitalmarktinfrastrukturen sollen nahtlos mit den Vorteilen der Blockchaintechnologie verbunden werden. Die Bitcoin Group möchte sämtliche Bank-, Wertpapier- und Kryptowährungshandelsdienstleistungen aus einer Hand anbieten – vor einem regulierten und rechtssicheren Hintergrund.

„Mit der Übernahme des Bankhaus von der Heydt kombinieren wir eine Traditionsbank mit Kryptobezug mit einer von Deutschlands ältesten Kryptowährungs-Handelsplattformen und können künftig vollständig unabhängig von Dritten agieren,“ kommentiert Marco Bodewein, Vorstand der Bitcoin Group SE. „Gerade in einem Umfeld mit zunehmender Regulierung im Bereich der Kryptowährungen ist die Übernahme des Bankhaus von der Heydt ein bedeutender Schritt, der dazu beitragen wird, dass die Bitcoin Group ihre Marktstellung als eine der führenden europäischen Kryptowährungshandelsplattformen festigen und ausbauen kann.“

Damit blickt die Bitcoin Group einem vielversprechenden und spannenden Jahr 2023 entgegen.

Über Christoph Bergmann (2443 Artikel)
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7 Kommentare zu Bitcoin Group und Bankhaus von der Heydt einigen sich über Übernahme

  1. „..und können künftig vollständig unabhängig von Dritten agieren,“

    „Die Betreiberin des Marktplatzes Bitcoin.de wird das Finanzinstitut übernehmen. Nun fehlt nur noch die Zustimmung der BaFin.“

    – Kein Kommentar.

  2. Na dann können Sie mit BSV ja wieder starten 🙂

    Oder eben erst wenn 2024? sich das Kürzel von Bitcoin von BTC zu BSV ändert 🙂

    • Wie gesagt, es ist mittlerweile eine tote Chain, da man keinen neuen Node damit syncen kann, es gibt schlichtweg nicht genügend Full Nodes, die bereit wären, einen Sync mitzumachen. Alle bekannten Anbieter wie Blockchair, Getnode oder Bitmex haben bereits aufgegeben. Mit jedem Node weniger wird das noch schwieriger und die synchronisierten Nodes lassen sich an einer Hand abzählen, auch Entwickler und große Befürworter springen ab: https://itisbit.com/ryan/paper/g9twixg336is

      Dagegen schön zu sehen, dass Bitcoin.de solide darsteht und sich weiterentwickelt, insbesondere wenn viele Projekte kollabieren.

      • steffenkd // 20. Dezember 2022 um 13:20 //

        Als „tote Chain“ würde ich sie nicht bezeichnen, eher als „resistente Chain mit geringem Hash“ die einem hohen Maß an Gegenwind und Kritik ausgesetzt ist.

        Warum sollte man damit keinen neuen Node syncen können?

        Wäre mal spannend zu wissen ob diese Anbieter aus wirtschaftlichen, technischen, oder politischen Hintergründen aufgegeben haben.

        Die synchronisierten Nodes (die Blöcke finden) lassen sich tatsächlich an einer Hand abzählen, da hast du Recht.

        Naja, das ist jetzt „ein“ Entwickler/Befürworter der abgesprungen ist. Das rechtfertigt nicht unbedingt die Benutzung des Plurals, wobei man, wenn man noch etwas sucht, bestimmt noch welche findet.
        Gleichzeitig wird man aber auch Neuzugänge finden. Ich finde es gewagt, da eine generalisierte Aussage zu treffen.

      • Warum es eine tote Chain ist? Die verbliebenen Nodes haben ein Datenmonopol auf die Blockchain und verhindern wohl durch Bandbreitenthrottling den Sync eines neuen Nodes, was auch ziemlich rational ist, denn wer will schon knapp 10TB und Overhead an irgendeinen random Node verballern?

        Aktuell generiert das Netzwerk insgesamt ca. 40.000$ Einnahmen am Tag in Rewards, bei einer üblichen Pool Fee von 1% sind das 400$ für alle Pools zusammen, bei 5 Pools also im Schnitt unter 100$. Man kann sich also ausrechnen, wie profitabel das Betreiben eines Nodes sein kann, wenn man dafür vergleichsweise leistungsfähige Hardware und schnelle Anbindung benötigt, um die Blöcke zu synchronisieren und verifizieren. Logische Schlussfolgerung: Pools werden nach und nach noch weniger… Insbesondere, wenn der stärkste Pool ein Monopol anstreben will und seine Hardware entsprechend aufrüstet, um ein paar Blöcke deutlich jenseits der aktuell größten mined, um die anderen auszubooten.

        Man sieht übringens auch nicht nur Leute, die abspringen, sondern auch die Nachfrage nach Transaktionen hat sich stetig um die 800k pro Tag eingependelt, was sehr stark nach irgendwelchen regelmäßigen Messdaten oder ähnlichem aussieht.

  3. Solange es noch mindestens zwei Nodes gibt, die Transaktionen propagieren, prozessieren und verifizieren und damit Blöcke bauen, kann man eine Chain eigentlich de facto nicht als tot bezeichnen.

    Da eine Mehrzahl von Marktteilnehmern (Du selbst schreibst „Nodes“ – Plural) ein Monopol per Definition ausschließt verstehe ich nicht ganz, was du an der Stelle meinst.
    TAAL die das Mining dominieren, Kartellbildung oder etwas anderes?

    Das sehe ich auch als eine rationale Handlung. Es gibt ja durchaus Angriffsszenarien in der Richtung. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man an die Daten kommt, wenn man es ernst meint und das auch so kommuniziert. Das ist jetzt reine Spekulation von meiner Seite, aber es würde mich sehr wundern, wenn man auch auf Nachfrage nicht an die Daten kommt.

    Ich kenne mich mit Pools und deren Gebührenmarkt nicht gut aus, aber ich vertraue dir in dem Fall und die Rechnung für die Chain Rewards pro Tag ist soweit korrekt.
    Was spricht dagegen, dass man als Pool seine Gebühren erhöht, um die zusätzlichen Ausgaben zu decken und seinen „Usern“ somit ein breiteres Angebot schafft?
    Wirtschaftlichkeit ist nur ein Aspekt und es gibt mit Sicherheit Menschen, die ihre Hashpower hinter ihr Lieblingsprojekt stellen. Da kann man sogar zusätzlich noch Geld machen, v.a. wenn man der einzige Anbieter wäre.
    Ich sehe es aber in Anbetracht der Umstände und der Fixierung auf Hashpower als die rationalste/bequemste Strategie in dem Space an, um kurz- bis mittelfristig mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn zu machen.

    Die zugrunde liegende Intention eines jeden Miners sollte eigentlich das anstreben eines Monopols und das ausbooten der Konkurrenz sein. Das ist meiner Meinung nach einer der Grundgedanken des Wettbewerbs zwischen Minern und des „proof of work“. Meiner bescheidenen Meinung nach wird sich in dem Space allerdings viel zu sehr auf die Hashrate konzentriert.
    Das zum „work“ auch das propagieren, prozessieren und verifizieren von Transaktionen gehört und das wiederum mit zusätzlicher Hardware und Aufwand verbunden ist, scheint seit Jahren auf relativ wenig Interesse zu stoßen. Je nach Blockgröße, Chain und Implementierung muss man sich aber auch nicht unbedingt Gedanken darüber machen.
    Wo das Blocksize-Limit liegt, weis ich nicht. Aber ich bin ein großer Freund vom guten alten und bewährten Prinzip: versuchen und herausfinden – und zwar in der Realität durch Versuche und Experimente. Anschließend ein möglichst freier Wettbewerb und dann wird sich zeigen ob es am Ende mehrere Chains geben wird und was sich für welches Anwendungsgebiet (Privatssphäre, Anonymität/Pseudonymität, Skalierbarkeit, Transparenz, Memes,…) am Ende durchsetzt.

    Deshalb sieht es erst einmal weiterhin so aus, als treten alle Chains, Börsen, Projekte und Unternehmungen gegen den selben unerbittlichen Gegner an: die Zeit – und die wirds zeigen…und zwar ob es sich um langfristig gewinnbringend orientierte Unternehmungen mit Nachfrage handelt oder aber Scams, leere Versprechungen und heiße Luft.
    Ich verfolge das Ganze immer noch mit einigem Interesse.

    Ich wiederhole mich: die Menge an Entwicklern die abspringen oder neu dazukommen bzw. einfach nur still im Hintergrund ihr Ding durchziehen lässt sich äußerst schwer abschätzen. Das gilt nicht nur für BSV. Github commits, Twitter und ähnliches sind für mich nicht aussagekräftig – maximal brauchbar als Indizien.

    Ich habe keine Ahnung, wie viele der Transaktionen möglicherweise künstlich erzeugt wurden. Falls es dafür irgendwelche (frei zugänglichen) Daten gibt und du einen Link haben solltest, der deine Annahme unterstützt, bitte teilen, ich wäre interessiert. Ansonsten gehe ich zumindest teilweise davon aus, dass die Chain tatsächlich Nutzer hat, die Transaktionen generieren.

    PS: es wäre sehr nett, wenn du mir beschreiben könntest, wie man hier auf bitcoinblog korrekt „zitiert“. Markdown Style?

  4. Sry für den Doppelpost, ich muss mich hier erst noch zurechtfinden…

    Solange es noch mindestens zwei Nodes gibt, die Transaktionen propagieren, prozessieren und verifizieren und damit Blöcke bauen, kann man eine Chain eigentlich de facto nicht als tot bezeichnen.

    Da eine Mehrzahl von Marktteilnehmern (Du selbst schreibst „Nodes“ – Plural) ein Monopol per Definition ausschließt verstehe ich nicht ganz, was du an der Stelle meinst.
    TAAL die das Mining dominieren, Kartellbildung oder etwas anderes?

    Das sehe ich auch als eine rationale Handlung. Es gibt ja durchaus Angriffsszenarien in der Richtung. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man an die Daten kommt, wenn man es ernst meint und das auch so kommuniziert. Das ist jetzt reine Spekulation von meiner Seite, aber es würde mich sehr wundern, wenn man auch auf Nachfrage nicht an die Daten kommt.

    Ich kenne mich mit Pools und deren Gebührenmarkt nicht gut aus, aber ich vertraue dir in dem Fall und die Rechnung für die Chain Rewards pro Tag ist soweit korrekt.
    Was spricht dagegen, dass man als Pool seine Gebühren erhöht, um die zusätzlichen Ausgaben zu decken und seinen „Usern“ somit ein breiteres Angebot schafft?
    Wirtschaftlichkeit ist nur ein Aspekt und es gibt mit Sicherheit Menschen, die ihre Hashpower hinter ihr Lieblingsprojekt stellen. Da kann man sogar zusätzlich noch Geld machen, v.a. wenn man der einzige Anbieter wäre.
    Ich sehe es aber in Anbetracht der Umstände und der Fixierung auf Hashpower als die rationalste/bequemste Strategie in dem Space an, um kurz- bis mittelfristig mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn zu machen.

    Die zugrunde liegende Intention eines jeden Miners sollte eigentlich das anstreben eines Monopols und das ausbooten der Konkurrenz sein. Das ist meiner Meinung nach einer der Grundgedanken des Wettbewerbs zwischen Minern und des „proof of work“. Meiner bescheidenen Meinung nach wird sich in dem Space allerdings viel zu sehr auf die Hashrate konzentriert.
    Das zum „work“ auch das propagieren, prozessieren und verifizieren von Transaktionen gehört und das wiederum mit zusätzlicher Hardware und Aufwand verbunden ist, scheint seit Jahren auf relativ wenig Interesse zu stoßen. Je nach Blockgröße, Chain und Implementierung muss man sich aber auch nicht unbedingt Gedanken darüber machen.
    Wo das Blocksize-Limit liegt, weis ich nicht. Aber ich bin ein großer Freund vom guten alten und bewährten Prinzip: versuchen und herausfinden – und zwar in der Realität durch Versuche und Experimente. Anschließend ein möglichst freier Wettbewerb und dann wird sich zeigen ob es am Ende mehrere Chains geben wird und was sich für welches Anwendungsgebiet (Privatssphäre, Anonymität/Pseudonymität, Skalierbarkeit, Transparenz, Memes,…) am Ende durchsetzt.

    Deshalb sieht es erst einmal weiterhin so aus, als treten alle Chains, Börsen, Projekte und Unternehmungen gegen den selben unerbittlichen Gegner an: die Zeit – und die wirds zeigen…und zwar ob es sich um langfristig gewinnbringend orientierte Unternehmungen mit Nachfrage handelt oder aber Scams, leere Versprechungen und heiße Luft.
    Ich verfolge das Ganze immer noch mit einigem Interesse.

    Ich wiederhole mich: die Menge an Entwicklern die abspringen oder neu dazukommen bzw. einfach nur still im Hintergrund ihr Ding durchziehen lässt sich äußerst schwer abschätzen. Das gilt nicht nur für BSV. Github commits, Twitter und ähnliches sind für mich nicht aussagekräftig – maximal brauchbar als Indizien.

    Ich habe keine Ahnung, wie viele der Transaktionen möglicherweise künstlich erzeugt wurden. Falls es dafür irgendwelche (frei zugänglichen) Daten gibt und du einen Link haben solltest, der deine Annahme unterstützt, bitte teilen, ich wäre interessiert. Ansonsten gehe ich zumindest teilweise davon aus, dass die Chain tatsächlich Nutzer hat, die Transaktionen generieren.

    PS: es wäre sehr nett, wenn du mir beschreiben könntest, wie man hier auf bitcoinblog korrekt „zitiert“. Markdown Style?

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