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Bitcoin Group in Übernahmegesprächen mit Bankhaus von der Heydt

Die Bitcoin Group SE, die den Marktplatz Bitcoin.de besitzt, sondiert derzeit den Markt nach einer Einlagebank. Das Bankhaus von der Heydt ist eine der Optionen, die derzeit im Gespräch sind.

Wie mehrere Medien bereits berichtet haben, befindet sich die Bitcoin Group SE in Übernahmeverhandlungen mit dem Bankhaus von der Heydt, einer Münchner Privatbank, die sich seit Anfang 2020 mit Kryptowährungen beschäftigt, aber offenbar in Finanznöten steckt.

Konkret kann der Vorstand der Bitcoin Group, Marco Bodewein, nichts zu den laufenden Gesprächen sagen. „Wir sind eine Beteiligungsgesellschaft, und somit immer auf der Suche nach entsprechenden Opportunitäten für Investment,“ erklärt er, „und das Bankhaus von der Heydt ist eine der potenziellen Opportunitäten.“

Die Bitcoin Group SE interessiert sich derzeit für Einlage- bzw. Kreditinstitute aus dem deutschen Raum. „Wir wollen uns als Kryptobank aufstellen,“ so Bodewein weiter,  „und dabei spielt das Thema des Einlagengeschäftes eine nicht unwichtige Rolle.“ Die Übernahme der Futurum-Bank war ein wichtiger Schritt für die Bitcoin Group, doch als Wertpapierhandelsbank deckt diese nicht alle notwendigen Lizenzen ab. „Daher haben wir schon vor 2 Jahren auf der Hauptversammlung beschlossen, dass wir eine Lizenzerweiterung für Futurum anstreben. Die Alternative dazu wäre, eine neue Bank zu kaufen. Das ist ein klassisches Make oder Buy.“

Bereits Anfang des Jahres wollte die Bitcoin-Derivate-Börse Bitmex das Bankhaus kaufen. Der Deal scheiterte aber in letzter Sekunde. Die damals veranschlagte Bewertung von 20 Millionen Dollar möchte Bodewein nicht kommentieren.

Die Bitcoin Group SE ist eine Beteiligungsgesellschaft mit dem Fokus auf Bitcoin im deutschen Markt. Sie besitzt vollständig Bitcoin.de, den großen deutschen Marktplatz für Bitcoin und andere Kryptowährungen, sowie die Frankfurter Futurum Bank, die den Marktplatz betreibt. Darüber hinaus ist sie zur Hälfte bei Sineus Financial beteiligt, einem registrierten Anlage- und Investmentberater.

Der Erwerb des Bankhaus von der Heydt würde das Profil und Lizenz-Portfolio der Bitcoin Group SE abrunden. Doch noch ist es zu früh, hier bereits von einer Entscheidung zu reden. „Wir sondieren weiterhin den Markt,“ meint Bodewein, „und es gibt ausreichend andere Banken, die auch zum Verkauf stehen.“

Über Christoph Bergmann (2410 Artikel)
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3 Kommentare zu Bitcoin Group in Übernahmegesprächen mit Bankhaus von der Heydt

  1. Wäre sehr wichtig dies schnell abzuschließen, wenn es bedeutet, dass die Bitcoin Group kryptofreundliche Bankkonten anbieten kann (Konten mit denen man auch regelmäßig und größere Summen von/zu Kryptobörsen senden darf).
    Nuri schließt ja gerade, deswegen wäre ein Zeitpunkt vor der Schließung optimal, um direkt Kunden übernehmen zu können.

    Es gibt zwar immer mehr Fintechs die BTC zum Handeln anbieten, wie Revolut oder neu N26 (natürlich mit hohen Gebühren/Spread), aber keine davon ist kryptofreundlich nach obiger Definition, vermutlich weil sie die Kosten der vermehrten Geldwäscheprüfungen scheuen… aber nur deswegen Kunden zu kündigen finde ich ein Unding, dass das erlaubt ist.

  2. Ich hatte mir auf Anraten von bitcoin.de ein Fidor-Konto geholt. Nachdem ich es zu meinem Hauptkonto gemacht hatte, wo mein Gehalt rauf- und alle Abbuchungen abgingen, wurde mir das Konto von Fidor gekündigt. Ich hatte keinen Dispo überzogen oder sowas. Nein, es wurde einfach gekündigt. Das ist mir vorher nie passiert. Jetzt nervt bitcoin.de wieder unentwegt rum, ich solle mir doch ein Fidor-Konto holen.

  3. Mit Fidor hatte ich auch mal eine negative Erfahrung. Konnte nicht wirklich ein Konto eröffnen, hatte dauernd Fehler auf der Webseite. Habs dan aufgegeben dort ein Konto zu eröffnen.

    Bin nur nicht sicher ob die Ursache wirklich an Fidor lag, oder an etwas (oder jemand) anderem. Im Internet weiss man leider nie genau, WER der Hund ist.

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