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SEC verzögert Spot Ethereum ETFs – wie lange?

Die SEC hat die Genehmigung von Spot Ethereum ETFs verzögert. Genauer: Sie hat ein bestimmtes Formular mit Änderungswünschen zurückgeschickt – was man auch als Schritt in einer Verhandlung lesen kann.

Eine ETF-Zulassung wird mitunter zum bürokratischen Hürdenlauf. Während die Bitcoin-ETFs in einem Rutsch ins Ziel stürmten, sobald die US-Börsenaufsicht SEC ihr Wohlwollen signalisiert hatte, zieht sich der Prozess bei Ethereum etwas länger hin.

Ende Mai hat die SEC dem ersten Schritt zur ETF-Zulassung abgeschlossen: Sie hat die 19b-4-Formulare genehmigt. Damit steht einem ETF an sich nichts mehr im Weg, weil die SEC einräumt, dass der Markt reif genug für einen solchen ist. Doch das, was noch fehlt, sind die Genehmigungen der Formulare S-1. Bei diesen geht es um die konkreten ETFs. Zahlreiche Finanzinstitutionen, darunter BlackRock, Fidelity, 21Shares, Grayscale, iShares und VanEck, haben ein solches Formular ausgefüllt – und nun zurück erhalten, mit Änderungswünschen durch die SEC.

Damit geht das bürokratische Hin und Her in eine weitere Runde. Die Antragsteller haben bis zum 8. Juli Zeit, die Formular mit den gewünschten Änderungen an die SEC zu senden. Doch selbst dann, wenn die SEC diese annimmt, sidn wir noch nicht am Ziel angekommen, da die Dokumente noch nicht final sind. Dies wird voraussichtlich erst nach der folgenden Runde so weit sein.

Die Erwartung des Marktes, dass die Ethereum-ETFs noch im Juli live gehen, sind damit weitgehend vom Tisch. Es dürfte eher August, vielleicht auch September werden. Dies ändert aber nichts daran, dass die Entscheidung Ende Mai, die 19b-4-Formulare zu genehmigen, den Weg für ETFs geebnet haben und diese schon jetzt unvermeidbar sind.

Nach den Ethereum-ETFs werden die Finanzinstutionen es mit weiteren Krypto-ETFs versuchen, etwa Solana, BNB, XRP und so weiter die Liste der größten Coins hinab. Wenn die SEC schon jetzt, bei Ethereum, offensichtlich stärker verzögert als bei Bitcoin, kann man dies auch als ein Zeichen andeuten: Es gibt kein Grundrecht auf einen Krypto-ETF, je weniger solide und bewährt ein Coin ist, desto stärker wird die SEC zögern und womöglich auch ablehnen. Die Verhandlungen, welche Kryptowährungen für einen ETF zugelassen werden, sind damit bereits eröffnet.


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Über Christoph Bergmann (3247 Artikel)
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2 Kommentare zu SEC verzögert Spot Ethereum ETFs – wie lange?

  1. Wäre noch zu erwähnen, dass es auch zwei SOL-ETF-Anträge gibt inzwischen (von VanEck und 21shares).

  2. Die Frage ist, weshalb die Krypto Community so sehr auf die ETF setzt? Es ist doch Fakt, dass Krypto’s zur Entkopplung von der alten Welt dienen sollen. Dass Krypto’s nun in alten Investmentstrukturen gehandelt werden sollte nicht Sinn der Sache sein.

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