„Wir wollen dem Bitcoin und dessen Anlegern seit Jahren größtmögliche Regulierungs- und Besteuerungsfreiheit geben“
Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der Alternative für Deutschland. Bildrechte ausschließlich bei der AfD, Nutzung in diesem Kontext zulässig.
Tja. Nun stellt sich also auch in Deutschland eine Partei hinter Bitcoin und nimmt die Kryptowährung ins Wahlprogramm auf. Es ist, wie leider zu erwarten war, die AfD.
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat vergangenen Freitag eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der regulatorische Zurückhaltung verspricht, um die „Bitcoin-Freiheit“ zu erhalten.
Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD und Sprecher des Bundesfachausschusses „Geld- und Währungspolitik“, behauptet, die AfD habe „schon seit ihrer Gründung den Bitcoin als nicht inflationierbares Geld ideell positiv begleitet“. So habe sie „nie eine Forderung nach Besteuerung (Umsatz- oder Gewinnsteuer) erhoben“ noch nach der Regulierung von Wallets und Börsen. „Wir wollen dem Bitcoin und dessen Anlegern seit Jahren größtmögliche Regulierungs- und Besteuerungsfreiheit geben; also die libertäre Freiheit, in Ruhe gelassen zu werden“.
Dementsprechend hat die AfD Bitcoin in ihr Programm für die anstehende Bundestagswahl aufgenommen: Bitcoin sei ein „begrüßenswerter Kandidat im Wettbewerb der Währungen“ und erfülle „inzwischen die meisten Geldfunktionen“. Die internationale Regulierung, insbesondere MiCAR, gefährde dies jedoch, weshalb die AfD „die weitgehende Deregulierung des Bitcoins sowie der Bitcoin-Wallets und der Handelsplätze“ fordert.
Beibehalten will die AfD hingegen die „Umsatzsteuer-Freiheit von Bitcoin-Transaktionen“, die einjährige Frist zur Besteuerung von Wertzuwächsen sowie das Recht auf Eigenverwahrung von Bitcoins.
Insgesamt ist dieser Vorstoß relativ harmlos, sogar zurückhaltend. Er ist weit weg von einer Politik, wie sie in den USA gerade Wirklichkeit wird, in der das halbe Kabinett aus Bitcoin-Liebhabern besteht und der Präsident eine Bitcoin-Reserve verspricht. Die AfD möchte vor allem staatliche Zurückhaltung. Bitcoin müsse sich „ohne weitere politische Protektion selbstverantwortlich im Markt als gutes Geld durchsetzen“, was nicht Aufgabe der Politik sei, sondern der Community, die man am besten damit unterstütze, indem man ihr keine Steine in den Weg lege.
Zwar widerspricht Joana Cotar, Deutschlands einzige konsequente Bitcoin-Politikerin, dem Selbstlob, mit dem die Pressemitteilung aufmacht. Die AfD sei keineswegs seit ihrer Gründung offen für Bitcoin. Auch sie habe ihre Anträge für Bitcoin abgelehnt. „Aber gut, die haben jetzt verstanden. Die anderen Parteien nicht. Deren Problem.“
So ungern ich es sage: Ich mag diese Pressemitteilung. Die deutsche und EU-Regulierung sorgt seit gut einem Jahrzehnt dafür, dass es immer weniger relevante Krypto-Unternehmen am Standort gibt, denen eine immer größere Anzahl an Regel und reguliatorischen Betreuern gegenüberstehen. Die Folge ist seit Jahren, dass deutsche User Plattformen im Ausland ansteuern, womit dem Fiskus Steuereinnahmen entgehen und Regulierung und Polizei jeglichen Zugriff verlieren.
Es gäbe hundert Gründe, warum die bisherige Krypto-Politik in der EU und Deutschland ein kolossaler Griff ins Klo war. Und es gibt noch mehr Gründe, darauf zu dringen, dass die AfD nicht die einzige Partei bleibt, die eine konstruktivere Bitcoin-Politik verlangt – anstatt in den üblichen selbstzerstörerischen Reflex zu verfallen, alles, was die AfD gut findet, allein deswegen schlecht zu finden.
Entdecke mehr von BitcoinBlog.de - das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Warum „wie leider zu erwarten“
Keine Neutralität gegeben vom Bloginhaber hier ??
Ja, ich mag die AfD nicht besonders, und es wäre mir lieber gewesen, den Beitrag über eine andere Partei zu schreiben.
Hahaha da musste ich mal wieder herzlich lachen. Seit wann muss denn ein Bloginhaber neutral sein?
Wenn man die Grundlagen der Medienlandschaft nicht versteht, sollte man sich vielleicht mit Kommentaren ein wenig zurückhalten.
na ja Christoph, die dir am Herzen liegende Partei hat sich da doch auch nicht gerade mit Ruhm bekleckertl
Meine bevorzugte Partei hat sich bei dem Thema leider wie alle anderen Parteien, einschließlich der AfD, in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert, richtig.
Es ist halt nie alles schlecht…
Der eine baut Autobahnen ubd die anderen sind Pro Bitcoin 😉
Ohne AFD Bashing geht es wohl nicht. Angst, als „Rechter“ betitelt zu werden?
Sorry, ich, rein persönlich, halte nicht viel von einer Partei, die um jeden Preis verhindern will, dass man dem russischen Massenmord in der Ukraine etwas entgegensetzt und am liebsten Deutschland aus der westlichen Sicherheitsordnung herausreissen würde. Ich halte auch nichts von einer Partei, die den Klimawandel leugnet, mit Impfgeschwurbel Stimmen fängt etc. Das heißt aber nicht, dass die AfD nicht im Einzelnen sinnvolle Positionen einnehmen kann und man sich mit diesen inhaltlich auseinander setzen sollte, anstatt sie als rechts etc. zu branden.
Sich über die russischen Opfer aufregen, aber dafür dann den Genozid im Gazastreifen unterstützen, indem du ihn leugnest bzw. mit dem Recht auf Selbstverteidigung relativierst – siehe deinen anderen Artikel. Inzwischen sind wegen des Genozids im Gazastreifen sogar schon Haftbefehle vom Internationalen Strafgerichtshof gegen Netanjahu und Gallant erlassen worden. Aber da wird sicher was finden lassen, um auch das zu relativieren.
Christoph Bergmann, du und die AfD haben viel mehr gemeinsam, als du selber wahrhaben möchtest!
Ja nun, wie soll ich einen Genozid leugnen, den es ganz offensicht außerhalb der Phantasie von Antisemiten nicht gibt? Man muss nur ein paar Minuten nachdenken und recherchieren, um das zu erkennen.
Und wenn man noch ein paar Minuten investiert, erkennt man, dass der Genozid-Vorwurf reine Projektion der Antisemiten ist, die nämlich, anders als Israel, sehr wohl einen Völkermord an Juden ersehnen, und daraus noch nicht mal ein Geheimnis machen.
Der Haftbefehl gegen Netanyahu – übrigens nicht wegen Genozid, sondern wegen Kriegsverbrechen – ist eine Farce, die die Idee eines internationalen Rechtswesens pervertiert. Er wird das Ende der internationalen Gerichtshöfe sein, leider zu recht, und ich schäme mich zutiefst, dass deutsche Regierungsvertreter auch nur daran denken, ihm Folge zu leisten.
Und das Ding ist: Wirst du dich darauf einlassen, zu diskutieren, ob es einen solchen Genozid gibt? Wirst du in der Lage sein, Fakten und Logik zuzulassen? Oder will der Antisemit in dir nur Wut rauslassen?
Ich bin entsetzt, wie Du Dir diejenigen Gerichtsurteile heraussuchst, die Dir passen und diejenigen, die Dir nicht passen, die Legitimität absprichst. Genau so Leute wie Du sind dafür verantwortlich, dass der Rechtsstaat immer weiter erodiert.
Ich muss sagen, da versteh ich den sonst so Fakten orientierten und besonnen Christoph auch nicht mehr.
Aber lassen wir das. Das hatten wir alles schon.
Ich finde aber nicht, dass Leute wie Christoph dafür verantwortlich sind, dass der Rechtsstaat immer weiter erodiert
( … nur weil er auch nicht gleich alles richtig bis zum Ende durchdenkt. Wer macht das schon?)
Wenn überhaupt sind wir alle gleichzeitig für das Erodieren verantwortlich, da es uns immer schlechter gelingt, andere Meinungen auszuhalten, als hätten wir das verfassungsmäßige Recht, dass andere auch immer derselben Meinung sind wie wir. Das Recht haben wir aber nicht. Das steht auch nirgendwo, weder Grundgesetz, noch irgendwo anders.
Gleichwohl bin ich da natürlich auch enttäuscht, weil Fakten recherchiert habe ich auch, und zwar gründlich.
Nun, ich habe auch die Fakten recherchiert und mich weit mit dem Thema beschäftigt, und es fällt mir schwer, zu verstehen, wie man behaupten kann, es fände ein Genozid statt, sich mit dem Narrativ einer Terrorgruppe, die Juden auslöschen wollen (und noch nicht mal ein Geheimnis daraus macht), gemein macht, und die Proteste gegen Israel hier anders als blanken Antisemitismus verstehen kann. Ich bin offen dafür, das sachlich zu diskutieren, aber leider artet dieses Thema wie kein anderes in wütende moralische Überhebung aus, und es ist auch nicht Thema dieses Blogs und sollte es auch nicht werden. Ich lasse mir nur nicht gerne vorwerfen, mich nicht an Fakten zu orientieren.
Ja das es am Verständnis liegt, merkt man auch.
Du hast in diesem Kommentar eine Menge emotional besetzter Attribute und Schlagwörter genutzt von denen Du annimmst, das sie allgemeingültig annerkant sind. Das kannst Du natürlich machen, aber mit Fakten hat das erstmal noch nichts zu tun.
Das Du gründlich recherchiert hast, will ich jetzt Dir erst einfach mal glauben.
Aber auch gründliche Recherche kann halt zu unterschiedlichen Ergebnissen und Interpretationen führen, wie man sieht.
Und ja das man den Anitsemitismus gar nicht erst erlauben soll, da sind wir beide und eine ganze Menge Leute hier mehr hier uns sicher auch einig, glaube ich.
Nur die Definition was genau schon antisemitisch ist und was nicht, da gehen wir auseinander. Und auch schon eine große Anzahl von Juden in Israel oder im Ausland definiert das aktuell ganz anders.
Absolute Tabus, die wir uns gerade in DE, und sicher auch aus sehr guten Gründen mal so angewöhnt haben, behindern da leider manchmal die sachliche Debatte eher als das sie helfen. Zumal sich die Bedeutung eines solchen Wortes über die Jahrzehnte leider auch schleichend verändert.
Vielleicht sollte man erstmal die Metaebene klären, dann gibt es weniger Missverständnisse und man kommt in der Diskussion weiter.
Wie gesagt, halte ich Dich ja auch für weitestgehend faktenorientiert und besonnen (und den Rest erfülle ich vermutlich genausowenig).
Das allein ist aber kein Wunderschild das Dialog ersetzt und überflüssig macht. Den sollte man – allein schon der vielen möglichen Perspektiven wegen – in jedem Fall führen, finde ich. Dann kommen wir alle weiter und vielleicht auch wieder zusamen.
Ansonsten kann ich aber auch damit leben, das Thema hier sein zu lassen und hier nur über Krypto im engeren Sinne zu diskutieren. Das ist ja Dein Blog und damit wie oben schon jemand geschrieben hat natürlich auch Deine Entscheidung.
Mhh …
Du sagst, ich benutze „emotional besetzte Attribute und Schlagwörter“, meinst, was ich sage, hat mit Fakten „erstmal noch nichts zu tun“, meinst, eine „sachliche Debatte“ werde behindern.
Was mir in deinem Beitrag vollkommen fehlt: Etwas zur Sache selbst. Wenn du meinst, was ich sage hätte mit Fakten nichts zu tun, wäre es lauter, das auch in der Sache zu begründen.
Wenn du magst, können wir gerne anfangen, Antisemitismus zu definieren. Meiner Meinung nach ist das ein rational nicht (in seiner Intensität) begründeter Hass auf Juden sowie eine Verfolgung, Diskriminierung und Ermordung von Menschen aus keinem anderem Grund als dem, dass sie Juden sind. D.h. Menschen werden auf ihre Funktion als Jude reduziert und in dieser Funktion angefeindet.
Wir können auch Wikipedia benutzen.
„alle Einstellungen und Verhaltensweisen, die Einzelpersonen oder Gruppen „den Juden“ zuordnen und ihnen negative Eigenschaften unterstellen, um die Abwertung, Ausgrenzung, Diskriminierung, Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung bis hin zur Vernichtung jüdischer Minderheiten (Völkermord) zu rechtfertigen“
Nach Adorno: „„Ideologie mit stereotypen negativen Ansichten über Juden, die sie als bedrohlich, unmoralisch, kategorisch verschieden von Nicht-Juden, mit akuten feindlichen Haltungen darstellen und auf ihre Beschränkung, Ausschließung und Unterdrückung drängen, um die Judenfrage‘ zu lösen“
Der Kommentar hat was getriggert, Danke.
Das wir mehr oder weniger alle dafuer verantwortlich sind, da gebe ich dir Recht.
Und auch das es uns immer schlechter gelingt andere Meinungen auszuhalten, da bin ich teilweise bei dir.
Wobei ich dabei nicht so sehr an den mentalen/emotionalen/psychischen Aspekt denke, sondern vielmehr an den physischen/finanziellen: die Meinung anderer Leute finanziel „aushalten“ und unterstuetzen muessen.
Und ich denke, da liegt im Endeffekt der Hund begraben und zwar weltweit.
Wer Lust hat eine der beiden Seiten in einem Konflikt freiwillig finanziell zu unterstuetzen kann das gerne tun.
Aber ich haette da z.B. keine Lust drauf.
So wie auch bei tausenden anderer Themen und Konflikten.
Im Augenblick darf ich aber alles moegliche mitfinanzieren, auch wenn ich das gar nicht will und gleichzeitig darf ich sogar noch die Gegenpropaganda zu meinem eigenen Standpunkt finanzieren und mir teilweise sogar noch meine eigene Meinung auf social media canceln lassen und ironischerweise finanzier ich sogar das bis zu einem gewissen Grad mit.
Das ist meiner Meinung nach das Hauptproblem: das man als Invidividuum keinerlei Macht und Selbstbestimmung mehr hat und Dinge mittragen muss, bei denen man das Geld lieber verbrannt sehen moechte als fuer die jeweiligen Zwecke verwendet.
Und wenn dann das jeweilige Unterfangen den Bach runtergeht, so wie man sich das vorher schon gedacht hat, dann wird man bei den anschliessenden „Rettungsaktionen“ auch wieder zur Kasse gebeten.
Wo wir dann wieder beim Thema „p2p-e-cash“ und direkter Interaktion und der Eliminierung von Mittelsmaennern bis zu einem gewissen Grad waeren.
Was BTC mit seinem „p2miner2p-e-hodl“ halt aller Wahrscheinlichkeit nach nicht schaffen wird.
Was auch der Hauptgrund sein duerfte, dass es so gepusht wird.
Weil es fuer den derzeitigen „Status Quo“ inklusive „divide et impera“ keinerlei Bedrohung darstellt.
Meiner Meinung nach sollte sich der sogennante Kryptospace mal wieder darauf besinnen worum es urspruenglich ging: p2p-e-cash!
Stattdessen hat sich die Mehrheit m.M. Dank 100k BTC kaufen lassen.
War schon frueher so: Brot und Spiele und die Masse ist gluecklich.
Die Spiele sind die ganzen beknackten Konflikte, bei denen beide Seiten gegeneinander ausgespielt werden und das Brot ist BTC/Krypto mit „number go up“.
Der Vollstaendigkeit halber: Zu dem Konflikt ueber den hier diskutiert wird habe ich derzeit keinen Standpunkt.
(1.Teil)
Da hast Du meinen Satz weitergedacht, das (behindern) habe ich so nicht gesagt und ich denke das auch nicht. Im Gegenteil.
Das stimmt, ja. Das habe ich nach der letzten hitzigen Debattenerfahrung erstmal weggelassen. Ich denke, wir sollten uns erstmal über die Metaebene einig werden.
Also z.B. was akzeptieren wir als Fakten, was sind eher keine, welche Aussagen in welchen Medien akzeptieren wir, und welche Medien akzeptieren wir nicht, und warum die einen und die anderen nicht, wie kommen wir zu einem gemeinsamen Verständnis, wie redet man miteinander konstruktiv, ist es erlaubt, wertende Attributierungen dauern zu wiederholen die noch kein Konsens sind 😉 , etc …
Das habe ich nicht gesagt. Ich hab Dich im Allgemeinen ja eher als faktenliebend beschrieben, nur darauf hingewiesen, dass man trotzdem zu unterschiedlichen Einschätzungen (je nach Blickwinkel) kommen kann. Nur die Verwendung von andauernden Attributierung wie „russischer Massenmord“ statt z.B. „Krieg zwischen Russland und der Ukraine“ finde ich wenig sachlich und erzeugt halt eher Stimmmungen. Ob es am Ende eine faktische Begründung bei Dir hat ist dabei erstmal egal. Die nennst Du ja nicht jedesmal mit.
Das ich das behaupte, behauptest Du gerade :-), das habe ich so nirgends gesagt.
Ich persönlich würde so eine Entscheidung lieber dem internationalen Gericht überlassen, und das hat diese Entscheidung bisher noch nicht getroffen.
Ich würde dem Gericht auch nicht jedes Mal, wenn mir eine Entscheidung nicht gefällt oder zu missfallen droht, gleich die Legitimität absprechen. So etwas schadet dem Gericht nur. Und dann können wir das Gericht auch gleich ganz bleiben lassen. Entweder nehmen wir es in Gänze ernst oder wir lehnen es in Gänze ab. Was anderes geht nicht.
(2.Teil)
Mit Deiner Antisemitismusdefintion bin ich grundsätzlich einverstanden. Ich habe das ja auch im Schulunterricht so gelernt und finde das weiterhin gut. Ich finde nur, dass das so noch nicht ganz ausreicht bzw. ein paar Punkte unklar bleiben. Wie geht man z.B. damit um, wenn Unrecht durch Isrealis oder den israelischen Staat begangen wird?
Darf man das kritisieren und auch saktionieren oder bekommt Israel einen Blankocheque?
Selbst innerhalb Isreals gibt es dazu aktuell ja eine sehr starke Debatte.
Ich leugne übrigens überhaupt nicht, dass antisemitische Straftaten jetzt auch wieder zunehmen, und ich finde das schlimm.
Das hat nur leider u.A. (neben auch Idioten und so) auch damit zu tun, dass ein mittlerweile sehr wehrhafter israelischer Staat mit einer sehr rechtsextrem ausgerichteter Führung auch Taten begeht und nicht mehr bloßes Opfer ist.
Es ging mir bei der Frage der Antisemitismusdefinition im übrigen eher darum, dass es zwei konkurierende Antisemitismus Definitionen gibt. Das eine ist die klassische IHRA Definition, die so verstanden werden kann, dass sie Kritik am israelischen Staat als Antisemitismus ansieht. Die andere ist die „Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus“ (JDA), die solche Kritik explizit erlaubt und nicht als Problem sieht.
Beide Definitionen sind weithin anerkannt und werden auch von großen jüdischen Verbänden in Israel wie auch in Deutschland unterstützt, sind also beide ganz sicher nicht antijüdisch.
Mir persönlich gefällt die zweite besser, da ich mir davon erhoffe, dass sie Antisemitismus am Ende eigentlich wirksamer verhhindern kann als der moralische Blankocheck. Juden sind genauso fehlerhafte Menschen wie wir alle. Und wir alle können mit Blankocheques doch nicht wirklich gut umgehen, oder?
Ok, das wäre jetzt die Frage an Dich, willst Du es weiter diskutieren, oder lieber nicht?
Wie gesagt ich bin mit beidem fein. Möglich wäre auch noch es woanders weiter zu diskutieren, (am besten ja bei einem Glas Bier, aber das geht leider nicht. 😉 ).
@Christoph
Yep, schön kommentiert. Sehe ich genau so.
@Norbert
Jede Organisation oder Partei ist selbst dafür verantwortlich, sich von radikalen oder extremen Positionen oder Personen abzugrenzen. Bei ihrer Gründung war die AfD noch weitaus „gemäßigter“ – ich würde sogar sagen, durchaus wählbar. Die Mehrheit ihrer Wähler hat sie zu dem gemacht, was sie nun ist. Da hilft auch kein Klagen über das angebliche AfD-Bashing, denn dafür trägt die Partei selbst die Verantwortung.
Ups, da bin ich ja richtig überrascht worden. Hätte nicht gedacht, daß ich hier „Regierungseinheitsbrei“ serviert bekomme.
Aber gut, ich/ man lernt nie aus. Nur zum Impfschwurbler noch den Hinweis, sich einmal die RKI-Leaks anzusehen.
Und von meiner Seite noch diese Aussage, daß ich keine Leserkommentare mehr schreiben werde. Ich möchte niemanden im Tiefschlaf stören.
Liebe Grüße
Den Hinweis, mir mal die RKI-Files anzuschauen, habe ich schon ein paar Dutzend Mal bekommen. Kein Mal jedoch konnte mir jemand erklären, was in den RKI-Files skandalös ist. Magst du mich hierzu im Tiefschlaf stören?
Und PS: Es geht mir ziemlich auf die Nerven, dass mir jedes Mal „Regierungssprecherei“ etc vorgeworfen wird, wenn ich was schreibe, was nicht einem gewissen Narrativ entspricht. Das Fenster der akzeptierten Meinung ist in euren Kreisen auch ärgerlich schmal. Schade, dass das an sich schöne Wort der Querdenker so verhunzt wurde.
Nicht ärgern lassen, Christoph. Es ist nun mal so, dass „Intolerant!!!“ schreien oft mit intolerant sein korelliert.
Ich stimme Deiner Meinung ja auch nicht immer zu. Aber wenn ich das täte, wäre Dein Blog ja auch keine Horizonterweiterung für mich und ich könnte ihn mir sparen. Andere Meinungen muss man aushalten können, und zwar in alle Richtungen.
Ich finde das tatsächlich auch schade. Und zwar, weil mein ganzes Umfeld mir ab jetzt permanent vorwerfen wird, mit Trump, der AfD oder der fossilen Lobby zu sympathisieren, nur deswegen weil ich Bitcoin/Krypto verteidige.
Die meisten haben leider nicht genug Ahnung um das wirklich sinnvoll auseinander halten zu können.
In meinen Augen begehen Trump und die AfD da sowas wie „kulturelle Aneignung“ ;-). Aber hey, sie sind nicht die ersten und werden nicht die letzten sein.
Bitcoin sich hat schliesslich schon von Craight Wright et al. nicht wirksam vereinnahmen lassen. Und ja sie machen das anders als CW unterstützend.
Ähnlich dem Blogschreiber bin ich grundsätzlich für einen offenen Dialog mit allen politischen Seiten, statt zu markieren, zu ignorieren und „in die Ecke, schäm Dich“ zu rufen. Was uns das gebracht hat, sieht man aktuell ja nur zu gut.
Umgekehrt gesprochen: Das geht natürlich nur, wenn die Bereitschaft für einen konstruktiven politischen Dialog auf der anderen Seite überhaupt da ist.
Jetzt erdreisten sie sich auch noch, etwas „kulturell anzueignen“, was die freiheitsfeindlichen, grünen Alles-Hasser ohnehin verbieten wollen.
Der war gut!
Nana, die Grünen hassen niemanden. Im Gegenteil.
(Höchstens vielleicht Christian Lindner).
Und „kulturelle Aneignung“ ist nur scherzhaft gemeint. 😉
Allgemein finde ich „kulturelle Aneignung“ ja eher gut.
Moin zusammen. AfD, aber….Nee, gute Aussagen bleiben gute Aussagen, egal, von wem sie kommen. PUNKT ! Dass die AfD wiederholt zuerst in die richtige Richtung geht, bleibt nicht verborgen. Strategie oder Herzenssache ? Mir doch egal, die Richtung stimmt !
Zum BTC. Ich habe verkauft, mit 250% Gewinn steuerfrei. War schon lange Extralong. Bei den Altcoins bin ich noch im Spiel. Warte jetzt auf den Crash im 3. Quartal 25.
Grüße aus Rostock
Ob es sich dabei um die richtige Richtung handelt ist durchaus fraglich, da BTC nicht Bitcoin ist.
Anstatt „p2p-e-cash“ bekommt man stattdessen „p2miner2p-e-hodlgold“ untergejubelt.
Das kann man auch Kundentaeuschung bzw. Betrug nennen.
Aber solange der Preis steigt und eine Mehrheit im Space was anderes behauptet, scheinen die meisten das relativ unkritisch hinzunehmen.
Ist es ein Gewinn, BTC gegen Fiat einzutauschen?
Es ist langfristig unausweichlich, seine BTC gegen irgendetwas anderes einzutauschen.
Und zwar gegen etwas das skaliert und mit dem man tatsaechlich bezahlen kann.
Aber ja, durchaus fraglich ob man BTC jemals eintauschen sollte.
Der Nutzen besteht somit in der Nichbenutzung.
Bin mal gespannt ob sich das langfristig durchsetzt.
Ich hab echt gerne deine Beiträge gelesen, aber bei einem Bitcoin Blog verzichte ich gerne auf Politik und AFD-Bashing. Und nein, ich bin kein AFD Wähler. Auch deine anderen Ansichten, die du hier von dir gibst, sind lächerlich. Erkundige dich lieber mal und sei deiner Tragweite hier bewusst. Für mich war es das hier, ich lösche mein Lesezeichen.
Schade. Das Thema ist, wie man hier sieht, kontrovers, und man hat, wenn man darüber spricht oder schreibt, nur die Wahl zwischen falsch und falscher. Aber alles gute.
Eine Partei, die aus der Fraktion der Rechten im Europa-Parlament ausgeschlossen wurde, weil sie unter dem Decknamen „Remigration“ die Zwangsdeportation von Menschen mit Migrationshintergrund und politischen Gegnern in „Arbeitslager“ in Afrika plant, sollte unabhängig von ihrer Einstellung zum Bitcoin unwählbar sein. LePen, Orban, Meloni und Co nennen diese Lager beim Namen: „KZ“ und wollen damit nichts zu tun haben. So sollten wir Bitcoin Anleger das auch sehen. Kein Bitcoin ist es Wert, dass erneut Menschen in KZs oder auf dem Transport dorthin (lt. AfD auf Frachtschiffen) sterben.
Kannst Du bitte die Originalquellen angeben?
Interessant, wie schnell man emotionale Gegenreaktionen provozieren kann!
Christoph schreibt eigentlich nur, dass er es schade findet, dass diejenige Partei, die im Hinblick auf Bitcoin etwas fordert, was er gut findet, die AfD ist. Bis hierher ist das völlig trivial: mehr Aussicht auf Erfolg bestünde schließlich, wenn das Anliegen von einer Partei geteilt würde, die mehr Aussichten darauf hat, in der nächsten Regierung vertreten zu sein.
In den Kommentaren erklärt Christoph dann, dass er die AfD nicht mag und nennt dafür kurz die aus seiner Sicht wichtigsten Gründe.
Wo ist der Aufreger?
Und damit nicht der Eindruck entsteht, Bitcoiner wären AfD-Versteher: ich mag diese Partei auch nicht. Überhaupt nicht.