Trump stößt Bitcoin-Community vor den Kopf
Für Bitcoiner hat US-Präsident Donald Trump am Wochenende eine rote Linie überschritten. Gemeint ist nicht das Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selensky, sondern ein Post zur Krypto-Reserve.
Über die Demütigung von Selensky durch Trump und Vance herrscht unter Bitcoiner nicht nur in den USA, sondern auch in Europa kein Konsens, so erstaunlich das sein mag. Konsens herrscht dagegen über ein Post, das Trump eine gediegene Runde Golf später auf seiner Hausplattform Truth Social absetzte:
„Eine U.S.-Kryptoreserve wird diese entscheidende Branche nach Jahren der korrupten Angriffe durch die Regierung Biden wieder anheben, weshalb mein Dekret zu digitalen Assets die Arbeitsgruppe des Präsidenten anweist, die strategische Krypto-Reserve, die XRP, SOL und ADA enthält, voranzutreiben. Ich werde dafür sorgen, dass die USA das Krypto-Capitel der Welt wird. Wir MACHEN AMERICA WIEDER GROSS!“
Und da war sie, die rote Linie. Ripple (XRP)? Solana (SOL)? Cardano (ADA)? Drei Shitcoins in der Reserve – aber kein Bitcoin?
Es wäre ja schon ein Skandal genug, dass die USA überhaupt daran denken, einen anderen Coin als Bitcoin für würdig halten, in eine Reserve einzufließen – aber dann auch noch Ripple, ein Coin, der brutal um Ripple Labs herum zentralisiert ist und, allen Anbiederungen an die Banken zum Trotz, auch nach Zehn Jahren keine Anwendung gefunden hat? Und Cardano, ein Coin, der durch endlos viele Videos mit Charles Hoskinson sein Meme pflegt, technisch irgendwie überlegen zu sein, während auch er keine echten Anwender hat? Und dann, als Sahnehäubchen, auch noch ohne Bitcoin?
Die Empörung der Bitcoin-Community war so groß, dass Trump sich gezwungen sah, ein weiteres Post hinterher zu setzen:
„Und natürlich werden BTC und ETH, wie auch andere wertvolle Kryptowährungen, im Herzen der Reserve liegen. Ich liebe auch Bitcoin und Ethereum!“
Dann ist ja alles wieder gut, zumindest zum Teil. ADA und XRP bleiben große, Solana und Ether kleine Ärgernisse, aber, immerhin, Bitcoin ist dabei, im Herzen der Reserve, und genießt die Liebe des großen Präsidenten.
Aber nicht nur Bitcoin. Auch einige weitere Parteien scheinen in der Sache die Liebe des Präsidenten zu genießen. Oder ist es Zufall, dass genau die fünf Coins in die Reserve einfließen, die im Krypto-Index von Bitwise die größten Anteil einnehmen? Man könnte dies noch damit rechtfertigen, dass es mit die größten Coins sind, ausgenommen BNB.
Schwerer wiegen dürften einige Bewegungen auf dem Markt. Die Ankündigung von Trump hat, wie zu erwarten war, die Preise der genannten Kryptowährungen rasant angehoben. Der Autor des Kobeissi Newsletters erhebt nun den Verdacht, dass jemand gewusst hat, was da im Ofen schmort, und seine Wetten entsprechend gesetzt hat.

Vor 24 Stunden habe jemand eine „ungewöhnliche“ Position eröffnet: ein „Long“ auf BTC und ETH, im Wert von 200 Millionen, 50-fach gehebelt. „Das bedeutet, ein Sturz von zwei Prozent würde 200 Millionen Dollar liquidieren“. Diese bemerkenswert risikofreudige Position in einer bis dahin haarigen Marktsituation hat sich kurz darauf ausgezahlt – Trump veröffentlichte sein Post zur Reserve, der Preis schoß hoch, und die Position machte einen sagenhaften Gewinn. „Hat jemand davon gewusst?“, fragt Kobeisse, eher rhetorisch. Beweisen kann man freilich nichts, aber wundern würde es nicht.

Preis von Cardano (ADA) in den letzten 24 Stunden nach coinmarketcap.com.
Für den Preis von Bitcoin und Ether kam das Post wie vom Himmel geschickt. Bitcoin war am Freitag auf unter 80.000 Dollar gefallen, Ethereum auf 2.050 Dollar. Danach stiegen die Coins zwar wieder, aber nur schleppend, bei Bitcoin auf etwa 85.000 Dollar. Trumps Post schickte den Preis von Bitcoin dann auf über 94.000 Dollar, den von Ethereum auf mehr als 2.500.
Doch richtig zünden wollte die Rallye nicht. Bitcoin fiel seitdem wieder auf unter 92.000, Ethereum auf 2.350 Dollar. Der Zug wirkt weniger wie eine Starterhilfe, die den Motor in Gang setzt, als wie ein Strohfeuer, das den gegenwärtig wirkenden Marktkräften nur wenig entgegensetzen kann.
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Was man braucht sind einfach mehr Nutzer und die bekommt man primär in dem man das Zahlen mit Kryptowährungen einfach macht und sicher.
Backups für die eigene Währung müssen einfach sein, sobald der Nutzer Zugriff einmal verloren hat, wird er allen anderen Leuten die er kennt abraten.
Die Verwaltung von Kryptowährungen und Lightningkanälen macht keinen Spaß. Da ist Paypal einfacher einzurichten.
Zahlen mit Kryptowährungen muss sofort geschehen, MainChain ist zu langsam bei einigen WÄhrungen wie Bitcoin, gleichzeitig aber gibt es noch keine brauchbaren 2nd Layer die einfach und weit verbreitet sind.
Da muss der MAGA Fanclub und die US Regierung ordentlich in UX investieren sonst wird das nichts
Nun zumindest Pump & Dump hat dieser selbsternannte Kryptopräsident verstanden, ist doch schön. Ist doch das wensentliche bei Krypto, oder nicht?
Zeigt mal wieder, man sollte aufpassen was man sich wünscht. Wenn man sich etwas sehnlichst wünscht wird es fast immer wahr, nur eben anders als man denkt.
Nun zumindest Pump & Dump hat dieser selbsternannte Kryptopräsident verstanden, ist doch schön. Ist doch das wensentliche bei Krypto, oder nicht?
Zeigt mal wieder, man sollte aufpassen was man sich wünscht. Wenn man sich etwas sehnlichst wünscht wird es fast immer wahr, nur eben anders als man denkt.
Die Strategie mit dem zu beginnen was man schon hat ist immer die Beste.
Was hätte der Markt wohl gesagt wenn Trump direkt mit Steuergelden Bitcoin gesponsert hätte? Das wäre eine Katastrophe gewesen. Denn wem hätte man in den Augen der Allgemeinheit geholfen ausser Milliardären wie Michael Saylor und natürlich jedem der schon BTC hat?
BTC abhängig von staatlichen Töpfen zu machen wäre im Grund völlig verpufft. Denn dann hätten selbst die Bitcoiner gewusst: „Die kaufen sich einfach ein ohne es zu verstehen.“
Stattdessen setzt gerade ein Umdenken auf globaler Ebene ein. Ganz viele Menschen die gestern dachten BTC würde verschwinden beginnen sich nun ermsthaft damit auseinander zu setzen. Nun kann alles passieren.
Nach all der Zeit in der man BTC ignoriert, angegriffen und aktiv unterdrückt hat wurde daraus plötzlich ein relevantes Asset das nicht mehr weg geht. Man beginnt sich also ernsthaft zu fragen was der verdammte Wert von BTC nun eigentlich ist?! Der ist aber schwer zu finden denn die traditionellen Preisfindungsregeln gelten nicht mehr.
Es ist das erste wirklich globale Asset. Es ist zudem das einzige Asset ohne Emittentenrisiko. Es ist ein „verrücktes“ Asset. Es ist verrückt weil es im Grunde unendlich viel wert ist. Das liegt daran, dass es den größten Wert von allen abbildet. Wahrheit. Die Blockchain ist Teil der universellen Wahrheit. WTF. Der Geist vieler Investoren weigert sich das zu verstehen. Aber wenn sie es dann verstehen – werden sie es einfach kaufen egal was es kostet.
Oder wie Michael Saylor es sagte: „Wer zuerst Geld druckt um BTC zu kaufen gewinnt.“
Der Bitcoin Act kommt schon noch früh genug.
Just m 2c.