BTC vs. BCH: Das Beinah-Bitcoin-Armageddon

Stürmisches Wochenende: Französisches Schiff in der irischen See. Bild von "Defence Images" via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Am Wochenende war die Hölle los: Bitcoin Cash stieg auf zwischenzeitlich mehr als 2.000 Dollar, während Bitcoin rapide fiel. Die Bitcoin-Blockchain war derweil so verstopft, dass es kaum mehr möglich war, Bitcoin zu benutzen. Einige Börsen mussten deswegen sogar Bitcoin-Zahlungen suspendieren. Die Rede vom “Cashening” dürfte jedoch noch verfrüht sein.

Fast unmittelbar, nachdem SegWit2x am Donnerstag abgeblasen wurde, begann das Drama. Praktisch gesehen war der Abbruch der Hardfork eine Richtungsentscheidung:

  • Bitcoin gehört erstens den Core-Entwicklern. Seit rund zwei Jahren wurde über die von Core vorgeschlagene Roadmap diskutiert. Nun wurde, nach vielen Verhandlungen, Kämpfen und Putschversuchen, Cores erster Schritt, SegWit, in aller Reinheit umgesetzt: Zu 100 Prozent und ohne eine Handbreit Abweichung.
  • Zweitens ist Bitcoin nicht zum Bezahlen da. Besser gesagt: Bitcoin ist onchain, ohne eventuell mal kommende offchain-Varianten, nicht im breiten Stil für alltägliche Zahlungen gemacht. Transaktionen sind ein knappes Gut, und dies wird als integralen Teil des Systems begrüßt.

Wer damit nicht einverstanden ist, so die klare Konsequenz von Donnerstag, soll sich bitte eine andere Kryptowährung suchen. Und genau das geschah von Donnerstag bis Sonntag: Kleine und große Investoren tauschten Bitcoin gegen Bitcoin Cash. Dies kam nicht unerwartet, da Bitcoin Cash mehr oder weniger offen als Backup für ein Scheitern von SegWit2x ins Rennen gegangen war.

Aufgrund der Mining-Mechaniken wurde daraus ein Angriff. Denn sowohl Bitcoin als auch Bitcoin Cash werden durch denselben Algorithmus geschürft, SHA256. Wenn die Miner profitorientiert handeln, schürfen sie den profitableren Coin. Wenn also der Preis von Bitcoin Cash steigt, wird es für alle Miner plötzlich mehr profitabel, Bitcoin Cash anstatt Bitcoin zu minen. Also wandert die Hashpower ab, und die Blockintervalle bei Bitcoin werden größer. Bitcoin wird langsamer.

Preis von Bitcoin Cash im Verlauf einer Woche. Quelle: Bitcoin.de

So geschah es am Wochenende: Der Preis von Bitcoin Cash (BCH) stieg von Donnerstag bis Samstag Vormittag von 530 Euro auf bis zu 1.800 Euro; während Bitcoin (BTC) von 6.400 Euro auf bis zu 4.950 Euro abrutschte. Bitcoin Cash hatte auf den internationalen Märkten das mit Abstand höchste Handelsvolumen aller Kryptowährungen, bei der Wechselstube ShapeShift war der Tausch von Bitcoin gegen Bitcoin Cash das am häufigsten gewählte Wechselpaar. Der Anteil von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung der Kryptowährungen fiel von 62 Prozent am Donnerstag auf weniger als 50 Prozent am Samstag.

Der MemPool, dargestellt in Schichten von Gebühren auf der Webseite von Jochen Hoenicke

Das wahre Drama geschah jedoch derweil im MemPool. Bei Bitcoin haben am Donnerstag schon 60.000 Transaktionen darauf gewartet, endlich einen Platz in den Blöcken zu finden. Als dann die Miner zu Bitcoin Cash abwanderten, wurde die Blockchain nicht nur langsamer, sondern verlor, dank des Blocksize-Limits, auch an Kapazität. Auf dem Höhepunkt der Krise arbeiteten mehr als zwei Drittel der Miner an der Cash-Chain, weshalb auf der Bitcoin-Chain zuweilen nur 2 anstatt 6 Blöcke je Stunde gefunden. Die Folge war natürlich, dass der MemPool immer voller wurde. Bei Jochen Hoenickes MemPool-Visualisierung erreichte er gestern mit 147 Megabyte einen Höhepunkt. Dies ist mehr, als Bitcoin an einem ganzen Tag prozessiert.

Die Kosten, eine Transaktion in den nächsten Block zu bekommen, stiegen derweil immer weiter. Zu Stoßzeiten brachten selbst Gebühren von mehr als 1.000 Satoshi je Byte – für eine Standard-Transaktion mehr als 12 Euro – keine Garantie auf eine Bestätigung im nächsten Block. Manche Börsen, etwa die Dollar-Bitcoin-Börse Gemini, wussten sich nicht anders zu helfen, als Ein- und Auszahlungen in Bitcoin vorübergehend auszusetzen; auch ShapeShift suspendierte Bitcoin als Teil von Währungspaaren.

Mittlerweile hat sich die Lage wieder einigermaßen beruhigt. Die Mining-Schwierigkeit von sowohl Bitcoin als auch Bitcoin Cash hat sich angepasst, wodurch es wieder wesentlich profitabler ist, Bitcoin anstatt Bitcoin Cash zu minen. Dementsprechend sind wieder mehr als 90 Prozent der Miner zurück zu BTC gegangen, wodurch die Blöcke bei Bitcoin schneller und bei Cash langsamer gefunden werden. Daher baut sich der MemPool langsam ab; derzeit ist er wieder auf weniger als 120MB gesunken.

Auch die Preise haben sich wieder einigermaßen korrigiert. Bitcoin Cash ist von seinem bisherigen Hoch von 1.800 Euro zurück auf etwa 1.050 Euro gefallen, während Bitcoin wieder bei etwa 5.600 Euro steht.

Ob sich das “Cashening” damit schon erledigt hat, ob die Wale bereits ihr Pulver verschossen haben, oder ob noch eine neue Welle folgen wird – das kann ich hier bestimmt nicht sagen. Heute am Abend wird Bitcoin Cash eine Hardfork zu einem neuen Difficulty-Algorithmus durchziehen. Dies kann ein entscheidender Moment werden.

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47 Comments on BTC vs. BCH: Das Beinah-Bitcoin-Armageddon

  1. Interessant wird es heute Abend durchaus. Die Hardfork könnte den Todesstoß für Bitcoin Cash bedeuten. Da es dank EDA relativ einfach sein sollte, die bisherige Bitcoin Cash Chain weiterzuminen und möglicherweise zu überholen, ist es durchaus fraglich, wie es mit Bitcoin Cash weitergeht. Eine erste Feuerprüfung für diese noch sehr junge Altcoin. Wie siehst Du das, Christoph?

    • Ich glaube nicht, ass der alte Coin weiter gemined wird. Es gibt keine Marktnachfrage nach einem “Bitcoin Cash Classic”, außer als Backup, falls das neue EDA abmurkst. Das einzige Interesse an einem Bitcoin Cash Classic wäre es, einen (sehr teuren und nicht sehr wirkungsvollen) Angriff auf Bitcoin Cash zu fahren. Daher, eher nein.

      Aber ich bin gespannt und aufgeregt, was mit der neuen EDA wird. Wenn sie kaputt ist, angreifbar ist, könnte das tatsächlich der Todesstoß sein. Es könnte auch sein, dass sie Bitcoin Cash in dem Duell der beiden Bitcoins dauerhaft in den Vorteil setzt, und es könnte sein, dass es für Frieden sorgt, indem die Hashrates ruhiger fluktieren.

      Heute Abend mehr 🙂

    • Erschreckend welch technischer und oekonomischer Analphabetismus hier zur Schau getragen wird!

      Seit wann folgt der Preis denn der Hashrate? Das waere ja so absurd wie die Core’sche Logik dass die Nutzer den Gebuehren folgen! Hoehere Gebuehren, mehr Nutzer?

      Die Hashrate folgt natuerlich dem Preis. Immer. Der Preis wird vom Markt bestimmt. Da spielen viele Dinge eine Rolle, die Hashrate aber garantiert keine!

      Heute Abend wird durch ein neuer Algorithmus zur Anpassung der Schwierigkeit dafuer gesorgt, dass Bitcoin Cash in Zukunft stetig miniert wird. Die Hashrate wird weiterhin dem Preis folgen, wie sie das immer tut. Falls Bitcoin Cash sagen wir 1/4 des Preises von Bitcoin hat, dann werden die Miner ihre Hashrate genauso in dieser Proportion auf beide Ketten aufteilen. Somit verdienen sie an beiden Ketten das Gleiche. Sobald Preisparitaet herrscht, teilen sie 1:1 auf usw.

      Das heutige Upgrade wird Bitcoin Cash nicht schaden, sondern massiv nutzen.

      • Christian // 13. November 2017 at 14:30 //

        In deiner Einschätzung gebe ich dir Recht.
        Allerdings hätte ich den ersten Satz nicht geschrieben. Aber ich bin vielleicht auch ein bisschen zu sehr verweichlicht.

      • Christian // 13. November 2017 at 14:41 //

        Bei deinem letzten Satz bin ich mir nicht sicher. Grundsätzlich wäre ich optimistisch aber wenn es nicht sehr bald gelingt, den Typen, die den Preis seit Samstag massiv manipulieren dauerhaft (!) das Handwerk zu legen und selbiges für die Zukunft zu verhindern, wird BCH auf dieser Plattform eher keine Zukunft haben.
        Dabei wäre es aus meiner bescheidenen Sicht relativ einfach für bitcoin.de, da einen Riegel vor zu schieben. Deren Methode funktioniert nämlich nur dadurch, dass man bereits abgegebene Angebote/Gesuche blitzschnell und ohne Gegenprüfung durch eine zweite Instanz zurückziehen kann.

      • Naja, mach’ bitte mal langsam.

        Ein paar Leute auf bitcoin.de können nicht den Kurs manipulieren. Wenn der globale Kurs aufbraust oder abflaut, folgt Bitcoin.de. wer versucht, da dagegen zu halten, wird nur verlieren.

      • Christian // 13. November 2017 at 15:48 //

        @Christoph:

        Ich glaube keinesfalls, dass der globale Kurs von ein paar Leuten auf Bitcoin.de manipuliert werden kann, höchstens ein bisschen.
        Ich glaube eher, dass das was ich auf bitcoin.de beobachtet habe, Teil einer konzertierten Aktion gegen BCH auf vielen Börsen gleichzeitig ist. Dahinter steht sicher kein Hobbytrader bei Bitcoin.de. Dazu ist es viel zu ausgefeilt. Letztlich stehen sich hier zwei bis drei Lager mit massiv hohem “Gewaltpotiential” (= Geld und wirtschaftliche Interessen) oder sogar krimineller Energie gegenüber, die momentan um die Miner buhlen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man an der Börse (an jeder!) jeglicher Art von Manipulation sofort und nachhaltig den Riegel vorschieben muss um die Legitimation einer Börse (die möglichst korrekte Wertfeststellung eines Gutes) und das Vertrauen der Anleger nicht zu gefährden. Hier setzt meine Kritik an Bitcoin.de an.

        Was meine Investition angeht, bin ich eher gelassen. Erstens bin ich nicht in meiner Existenz bedroht, wenn das Ganze den Bach runter geht und zweitens glaube ich an ein letztendlich friedliches Nebenher von BTC und BCH mit einer funktionierenden EDA.

        Irgendwie hab ich halt die romantische Vorstellung, dass BTC (oder Bitcoin Gold) mal die derzeitige Funktion des Goldes übernehmen kann, während BCH das Geld des kleinen Mannes wird.

        Das wird aber nur funktionieren, wenn sich die beiden Lager nicht weiter bekriegen wobei mich schon ein wenig fröstelt wenn ich lese, dass letztlich 6 Personen über eine wichtige Änderung an der bisherigen Hauptwährung entscheiden können obwohl das so im Experiment “Bitcoin” sicher anders vorgesehen war.

  2. Dass hier jemand den Kurs von BCH massiv in den Keller schickt und so Kursmanipulation betreibt, ist nicht mal eine Randnotiz wert. – Kaum zu glauben.

    • Hallo Christian, doch, danke, ich habe deinen Kommentar auch an Bitcoin.de weitergeleitet, wir prüfen das. Wird noch eine Auskunft dazu geben.

      • Christian // 13. November 2017 at 13:22 //

        Hallo Christoph,
        cool, danke!
        Ich hab mich echt schon gefragt, ob ich mich in der Klapse melden soll, aber dass du das persönlich weitergibst, adelt mich sogar ein wenig 🙂

        Komisch finde ich allerdings, dass die Beträge, die den Anstieg bisher immer geblockt haben (bisher 25.000€, 23.000€ und 18.000€ jetzt gelöscht sind. Entweder haben die Wind von der Untersuchung bekommen, oder sie sind jetzt vorerst darauf umgestiegen echtes Geld (€ 😉 mit den erbeuteten BCH zu machen.
        Dies hatten sie in der Nacht vom Sa auf So schon mal praktiziert. Da haben die den Samstag über kräftig BCH eingesackt und die in der Nacht jeweils in 10-er Blöcken wieder verkauft.

      • Christian // 13. November 2017 at 14:24 //

        Ok, zu früh gefreut 😦

        Jetzt reichen wohl schon Blöcke mit je 10.000€ um den Preisanstieg zu blocken und den Kursverfall weiter gehen zu lassen.

        Anfangs glaubte ich ja noch, dass die sich halt eine Goldene Nase durch den Wiederverkauf verdienen wollen. Aber das funktioniert wohl nicht mehr, weil die Anleger jetzt alle vergrault sind. Inzwischen glaube ich eher, dass die Coins auf eine Hardware-Wallet wandern um an einer anderen Börse vertickert zu werden, weil der Handel mit BCH hier auf Bitcoin.de nach Abschluss der Aktion auf unbestimmte Zeit praktisch zum Erliegen kommt.

        Wobei…. Die Hoffnung stirbt ja auch an der Börse zuletzt.

    • Sehe das eher andersrum. Jemand hat den Preis extrem nach oben gepusht. Pum and Dump vom feinsten, in noch nie dagewesener Größenordnung im Crypto-Bereich.

      Der Mempool-Anstieg war dramatisch mit anzusehen. Was mich wundert: wer her mittendrin plötzlich all die 0-sat-Transaktionen bestätigt?

      • Christian // 13. November 2017 at 14:02 //

        Wir haben beide recht. Ich hab mir das jetzt 3 Tage lang minutiös angesehen und analysiert.
        Damit ihre Masche funktioniert hat, mussten sie erst pushen um möglichst viele Käufer mit Gewinnen zu “produzieren”. Zum Pushen brauchten sie gar nicht viel Kapital einsetzen weil halt alle den großen Gewinn vor Augen hatten. Als es am Samstag auf hohem Niveau dann selbst dem Mutigsten mulmig wurde und ein Peak erreicht war, war die Zeit gekommen, um den Anlegern Angst zu machen und mit dem “zyklischen Drücken” zu beginnen. Während des Pushens haben die Typen in der Ankaufsliste (rechts) Scheinanfragen angelegt, um die Käufer während des Kursanstieges in Sicherheit zu wähnen, da ja augenscheinlich immer genug “Rückhalt” da zu sein schien, um notfalls schnell wieder verkaufen zu können.
        Unterhalb dieser Scheinanfragen haben die dann ihre echten Anfragen mit den günstigen Ankaufspreisen platziert.
        Als die Vorbereitungen für den billigen Ankauf (rechte Liste) abgeschlossen waren und aufgrund des hohen Kurses die Nachfrage zurück ging, war der “große Moment” gekommen:
        Da der Peak mit 2000 € schon erreicht war, war die große Kauflaune eh verflogen und so brauchten die nur noch eine hohe Verkaufsorder mit großer Stückelung (=Stop) ganz nach oben in die linke Liste setzen. Die Gefahr, dass diese überteuerten BCH kauft, ging gegen Null.
        Jetzt legten sie noch schnell schlagartig ein paar kleinere Verkaufsanfragen mit fallenden Preisen (also oberhalb des “Stops”) an und löschten diese sofort wieder, um massiv fallende Preise zu signalisieren. Gleichzeitig verschwanden die Schein-Ankauforders in der rechten Liste und übrig blieben die billigen echten auf die dann die BCH-Besitzer panikartig zugriffen.
        Als sich kein Opfer mehr finden ließ und niemand mehr verkaufen wollte, entfernte man den/die Stops (meist waren es 2-3) aus der Linken Liste wieder und das Spiel begann von Neuem.
        Bei jedem Zyklus fiel der Kurs dann ein bisschen mehr unter das vorherige Zyklus-Ende.
        Das begann am Samstag und bis Samstag Nacht waren dann etwa 1.150 €/BCH erreicht (so genau weiß ich das jetzt nicht mehr). Dann hörte der Spuk endlich auf.
        Als ich am So. Vormittag (recht früh) in den Kurs sah, war dieser schon wieder auf 1.600 €/BCH gestiegen. Was ich auch sah, waren massenhaft Verkaufsorder in 10-er Blöcken schön regelmäßig in der Verkaufsliste (links) stehen. Da war mir sofort klar, dass die Typen während der Nacht Ihre Beute verkauft haben und dies wohl noch eine Weile so weiter gehen würde.

        Sonntag Mittag war es dann soweit. Die hatten wohl genug Kapital beisammen und waren mit den Vorbereitungen auf der rechten Seite (Ankauf) fertig. …
        Ein Stop setzen, ein paar kleine, Verkäufe bei fallenden Preise vortäuschen, die Scheinanfragen rechts löschen und bei fallenden Kursen und Panik ankaufen….

        Bis gerade eben hat sich das nun hingezogen und es war ein Kurs von unter 1000 € erreicht.
        Seitdem Christoph tätig wurde, sind die großen Stops jetzt weg und der Kurs verharrt bei 920€ weil eine Verkaufsorder über 10.000€ den Weg nach oben versperrt.

        – Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

      • Christian // 13. November 2017 at 14:07 //

        Nachtrag:
        Bitte nicht missverstehen, wenn ich hier derartige Gedanken und Vermutungen äußere.
        Ich bin absolut neu und hatte bis vor einer Woche weder mit Kryptowährungen, noch mit Börse etwas am Hut.
        Es kann deshalb durchaus sein, dass ich absolut daneben liege.

      • Christian // 13. November 2017 at 14:45 //

        Tja, so kann man sich täuschen.

        Die Stops, die den Wiederanstieg des Kurses blockieren sind nicht weg, sondern es reichen jetzt wohl schon ein bis zwei 10.000€ Verkaufsorder in hoher Stückelung.

        Das nennt man dann wohl Risikominimierung 😦

      • @Chriastian interessante Beobachtungen die du da schildert. Hatte das auf bitcoin.de leidet gar nicht weiter verfolgt.
        Wahrscheinlich hat das auf diversen anderen Börsen ähnlich ausgesehen.

        “Pump and Dump” list man im unregulierten Crpto-Markt andauernd. Bei derartig intensiven Rivalitäten der BTC und BCH communities wäre es erstaunlich, wenn die Kurse nicht immer mal wieder.manipuliert würden.

      • Christian // 13. November 2017 at 15:17 //

        @Anson:
        Ja, dass da immer mal wieder ein wenig Manipulation im Spiel ist, mag schon sein. Das ist auch auf anderen (regulierten) Börsen so.
        Allerdings bewegen sich zumindest die deutschen Kryptobörsen (zumal bitcoin.de, die ja mit eigentlich ein Ableger der Fidor Bank ist) nicht gänzlich im gesetzlosen Raum. Manipulation in dieser Größenordnung ist eindeutig strafbar und wenn die Bank oder die Börse eine strafbare Handlung nach Aufforderung und detaillierter Schilderung nicht stoppen, sind sie nach meiner Auffassung Teil des Problems und machen sich dadurch zum Handlanger Krimineller. Ob das nun selbst strafrechtlich oder zivilrechtlich relevant ist, weiß ich nicht.

        Ich selbst halte es zumindest für äußerst dumm.
        – Erstens weil dadurch offensichtlich wird, dass es ohne staatliche Regulierung nicht gehen wird, was den Sinn und Zweck von Kryptowährungen generell in Frage stellt und
        – zweitens, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass derart verprellte und nicht geschützte Anleger jemals wieder Transaktionen bei bitcoin.de machen werden.

  3. Der Putsch and bereits vor Jahren statt, als die jetzigen Core-Entwickler, allesamt offensichtlich oekonomische Analphabeten (oder/und von der “Grossfinanz” bezahlte Saboteure), Bitcoin uebernahmen und den sogenannten “fee market” (Gebuehren-Markt) erzwangen. Da fand die Pervertierung Bitcoins statt und die jetzigen Wuchergebuehren sind nur die logische Konsequenz.

    Diese vollstaendige Pervertierung Bitcoins von einer Waehrung, d.h. Tauschmittel, hin zu einem Nicht-Tauschmittel und somit Nicht-Waehrung, haette niemals stattfinden duerfen. Diese Core-Bande haette dafuer einen Altcoin kreieren sollen anstatt Bitcoin zu verkrueppeln. Satoshis Bitcoin wurde als Waehrung, als Tauschmittel geschaffen, mit dem expliziten Ziel VISA zu ersetzen. Nicht als etwas das nur durch horrende Gebuehren von Alice zu Bob transferiert werden kann.

    Bitcoin hat jeglichen Nutzen einer Waehrung verloren. Der Absturz kaeme viel schneller waeren die Fluchtwege nicht auf 1MB begrenzt. Die Leute rennen im brennenden Bus zu den Tueren aber kommen nur langsam und schwer raus weil diese kuenstlich beinahe zugehalten werden..

    Ebenso lebt es noch von der Traegheit der Investmentbaenker und Hedgefondmanager die in 2017 begannen massiv zu investieren. Es dauerte Jahre bis diese bereit waren zu akzeptieren dass doch was an diesem komischen Computergeld sein koennte. In 2017 haben viele dann angefangen BTC privat zu kaufen, als schnelle und einfache Moeglichkeit die Boni nochmals zu multiplizieren. Das war der Grund fuer den steilen Preisanstieg in 2017 (nicht gestiegenes Interesse bei Otto Normalverbraucher oder gar mehr Nutzung als Waehrung, denn beides ging dieses Jahr zurueck). Wie Bitcoin funktioniert und welche Implikationen die Blockgroesse hat, davon verstehen die meisten dieser Leute nichts. Sie sehen nur den Preis. Das heisst aber auch dass sie ihre grossen BTC-Positionen liquidieren werden und rennen wenn der Preis ploetzlich stetig faellt.

    Sobald Bitpay und andere Zahlungsdienstleister von Bitcoin zu Bitcoin Cash umsteigen, und das werden sie sehr bald, wird das Segwit’sche verkrueppelte (nicht-)Bitcoin in die Bedeutungslosigkeit versinken.

    • Hui jui jui jui jui ! Da kommt also ein selbsternannter “Che” zu dem Schluss, dass das Design von Bitcoin von oekonomische Analphabeten geputscht wird. Si, Commandante!!! Interessant. Und noch mehr Ungereimtheiten:
      1.) Das Design von Bitcoin hat m.E. keine Referenz zur expliziten Ablösung von VISA, wo steht denn das bitte? Im Whitepaper?
      2.) “von der “Grossfinanz” bezahlte Saboteure” – hui, auch interessant. Schaut man also auf die Statistik der letzten Commits, sind also all die Entwickler, die in der Welt verteilt sind, von der selben Hochfinanz bezahlt? Erstaunliches Statement! Alle Achtung! Oder doch nur Spekulation?
      3.) “Trägheit der Investmentbaenker und Hedgefondmanager” – das sind doch ausgewiesene ökonomische Experten, die müssten es doch wissen, wie es geht? Oder sind das in diesem Sinne auch Analphabeten?
      4.) “In 2017 haben viele dann angefangen BTC privat zu kaufen” – hmmm, wie kann diese Behauptung untermauert werden? Oder hat der Autor dieses Posts hier etwa Bankauszüge mit Name und Beruf/Anstellungsverhältnis?
      5.) “In 2017 haben viele dann angefangen BTC privat zu kaufen” … “nicht gestiegenes Interesse bei Otto Normalverbraucher” – also was jetzt, Hedgefonds Manager, die als Privat Leute kaufen, und den Preis in die Höhe treiben, sind dann nicht Otto-Normalverbraucher?
      6.) “Wie Bitcoin funktioniert und welche Implikationen die Blockgroesse hat, davon verstehen die meisten dieser Leute nichts.” – das sehe ich auch so, insbesondere beim Autor dieses Postings
      –> es war doch klar wie das läuft: Raus aus Bitcoin bei 6500, rein in BCH, dicken Reibach machen, und wieder raus aus BCH bei 1800 und rein in BTC bei 5000. Also ich habe es zumindest so gemacht. Ich bezeichne mich gerne als ökonomischer Analphabet, ich verstehe davon nix. Aber hab’ verdammt viel Kohle jetzt gemacht 🙂 (oh, übrigens schonwieder, das Spiel wiederholt sich ja…)

      Was ich bei dem Post noch nicht verstanden habe: die ökonomischen Experten, sind das die, die heute in der Hochfinanz arbeiten? Also die dann so ein Studium diverser School of Economics (Harvard, St Gallen…) absolviert haben? Die verstanden haben, wie das System spielt, und sich entsprechend daran bereichern können? Oder sind das jetzt mal eben die Leute, die Saboteure bezahlen, damit die Idee des Bitcoins aufrecht erhalten bleibt, nämlich ein Zensur resistentes Bezahlmittel im Internet zu verwirklichen? Irgendwie schrill die Logik…

      Summary: was bringt der Community eigentlich so ein Beitrag, wie von vielen dieser möchte gerne oekonomischen Überfliegern? Interessant ist, dass diese Postings doch regelmässig auftauchen, und parallel sehe ich dabei auch, dass keine Korrelation zu einem Beitrag oder Commit (nichtmal bei der Textkorrektur, geschweige denn beim Code) der Bitcoin Core Entwickler auftaucht, aber immer wieder die Fresse aufgerissen wird: “Diese Scheiss Entwickler machen einfach nix, damit ich ohne was dazu zu tun, schnell reich werden kann”. Verbunden natürlich mit diesen konfusen Statements und Spekulationen – klingt ja irgendwie alles nach Zirkelschluss, und untermauert damit eigentlich das Unwissen. Es ist also nicht mehr als eine Frustmessage, weil die eigene Inkompetenz nicht dazu reicht, die ökonomische Situation zu verstehen. Zur emotionalen Energieentfaltung hatte Christian das Forum hier doch nicht geplant, oder?

      Und irgendwie ergötze ich mich an diesen Posts unendlich mit meinen Kollegen, die auch alle ökonomische Analphabeten sind. Insbesondere, wenn der selbstgewählte Name des Autors irgendwie an Che Guevara erinnert. Dann gehören wir ja zum selben Stamm, und wollen also eben nicht die Geldgeilheit und den maximalen Gewinn, sondern für das bessere Wohl der Menschheit kämpfen! Oder hat mein Ironiedetektor beim Lesen des Artikels gerade Mittagspause gemacht?

      • Stimme dir zu, dass wir die Diskussion auch von der Seite der Big Blocker her hier gerne ein wenig herunterfahren dürfen, gell @che. Versuch’ mal bei den Argumenten zu bleiben.

        Zu deinen Punkten

        1) im WP gibt es schon Andeutungen, dass BTC als alltägliches ZAhlungsmittel verwenden werden darf.

        2) Mit ein bisschen Phantasie ist es nicht schwer, die Einflüsse der Großfinanz zu finden. Blockstream (Axa) und Chaincodelabs (ehemalige Wallt-Street Trader), und schon hast du eine Mauer, an der an Core niemand vorbei kommt. Ob das nun Saboteure sind, oder ob es schlicht und einfach naheliegt, dass Core Entwcikler von der Hochfinanz finanziert werden, sei mal dahin gestellt. Aber das Argument “Core so dezentralisiert und weltzweit” zieht imho nicht ganz bzw. verherrlicht Core unnötig.

        fiel mir grade nur so ein …

  4. @che
    Und da wurde im SegWit2x-Streit immer den Smallblocker vorgeworfen sie würden voller Hass agieren. Es ist ja schön und gut wenn Du der Meinung bist das eine grössere Kapazität ein ständiges geforke rechtfertigt. Man kann das aber auch ganz ander sehen. Bitcoin ist kein x-Belibiger Altcoin, den man andauernd durch forken an die neueste Sau anpassen muss die gerade wieder durchs Dorf getrieben wird. Jede Hardfork ist ein Sicherheits-, und Imagerisiko, da ja die angeblich unveränderlichen Regeln verändert werden. Wer sagt denn das es nicht irgendwann heisst 21mio sind zu wenig um Visa zu ersetzen, das muss erhöht werden. Daher sollten HF auch nur äusserst selten(am besten gar nicht) eingesetzt weden. Und wenn dann bitte durchdacht, und alle anderen “Probleme” deren Beseitigung eine Hardfork erfordert auch einbeziehend. Dann und nur dann sollte man über eine HF nachdenken. Diese kann dann auch eine Änderung der Blockgrösse beinhalten. Aber auch das nur gemässigt. Wenn ich von Experimenten bei BU lese mit 1GB Blöcken wird mir schlecht. Bis solche Monster im ganzen Netzwerk propagiert sind hat der gleiche Miner schon den nächsten Block gefunden, weil er soviel Vorsprung hat. Was viel wichtiger ist wie minimale Gebühren im jetzigen Stadium ist Dezentralität und Sicherheit. Bitcoin hat noch einen weiten Weg vor sich bis es wirklich als Währung genutzt werden kann. Und da spielt es keine Rolle wenn es jetzt etwas dauert bis die Offchainlösungen hoffentlich greifen. Wilde Experimente sind der falsche Weg. Das Netzwerk hat bewiesen, das es so wie es ist sehr stabil ist. Und die Zahlungsdienstleister können gar nicht einfach wechseln, die müssen das Prozessieren was ihre Kunden annehmen. Und die nehmen bisher fast ausschliesslich BTC, ganz selten LTC oder Ether oder so. Und keiner BCH. Und das wird sich auf Grund des Bekanntheitsgrades auch nicht so schnell ändern.

    Was diesen Wahnsinn mit den Kursen und Hashrates angeht, so habe ich da eher die Vermutung, das das ein, zu Glück bisher gescheiterter, Angriffsversuch der Miner war. Die wollen noch immer die grossen Blöcke, und ihren ASIC-Boost behalten. Dafür sind sie auch bereit BTC zu opfern. Dafür spricht nicht nur die Preis- und Hashrateexplosion, sondern vor allem die vielen 0 Staoshi Transaktionen, die, ganz im Gegensatz zum eigentlichen Interesse der Miner, vor “echten” Transaktionen in der Blockchain landen und den Mempool künstlich aufblähen.

    • Wer sagt denn das es nicht irgendwann heisst 21mio sind zu wenig um Visa zu ersetzen, das muss erhöht werden.

      Die Wahrscheinlichkeit, dass das jemand sagt hat nichts mit der Zahl der Forks in der Vergangenheit zu tun.

      Was diesen Wahnsinn mit den Kursen und Hashrates angeht, so habe ich da eher die Vermutung, das das ein, zu Glück bisher gescheiterter, Angriffsversuch der Miner war.

      Ich glaube nicht an eine Verschwörung, aber wenn es eine war, dann würde ich sie nicht als gescheitert betrachten. Bitcoin Cash hat eine gute Chance die wichtigste Kryptowährung zu werden, die auch wirklich als Währung und nicht nur als Geldspeicher funktioniert.

      • coinschaer // 13. November 2017 at 18:41 //

        Es ist einfacher irgendwelche Anpassungen per Hardfork zu fordern, wenn vorher auch schon ständig geforkt wurde nur weil einigen irgendwas im Protokoll nicht passt.
        Und was die Digitale Währung angeht, wenn es BTC nicht wird, dann wird es BCH erst recht nicht. Dann eher irgendein Coin der nicht so Energiehungrig ist. Ich denke die Dezentrale Währung der Zukunft kennen wir noch nicht und wenn es dumm läuft kommt die von den Banken. Die geben die Macht nicht kampflos ab und die Bild und co stehen da eher nicht auf der Seite der Dezentralität.
        BCH hat die Nachteile von BTC und der derzeitige Vorteil wird auch vergehen, denn man kann nicht endlos Onchain skalieren ohne die Dezentralität zu verlieren. Die meisten Knoten laufen auf Raspis o.ä. Wer stellt sich schon einen leistungsstarken Rechter hin nur um einen Knoten zu betreiben.

  5. “Diese Scheiss Entwickler machen einfach nix, damit ich ohne was dazu zu tun, schnell reich werden kann”.

    This!

    – Gold , pures Gold.
    ..die Wahrheit ist oft sehr lustig.

  6. Finde ich alles ganz Interessant was ihr hier schreibt, vor allem bin ich mit Christian:

    Große Kapitalpools manipulieren wo sie nur können.

    Jedoch verstehe ich die Bedeutung des heutigen Events mal gar nicht.

  7. Bitcoin Cash kann Millionen kosten und es ist egal. Es hat nichts mit Bitcoin zu tun.

  8. Guter Artikel, Cooles passendes Bild. Danke dafür Christoph.

    Es war/ist tatsächlich ein Versuch Bitcoin mit BCash zu ersetzen. Gelänge es die BCash Profitabilität länger, über eine Schwierigkeitsanpassung von BCash hinaus, über der von Bitcoin zu halten, würde Bitcoin weiter und für länger einfrieren, und in deren Folge weiter an Wert verlieren. BCash könnte es so tatsächlich gelingen einen Kipppunkt zu erreichen und Bitcoin ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, da Bitcoin im Gegensatz zu BCash keinen EDA (Emergency Difficulty Adjustment) besitzt. Das ist meiner Meinung nach ein ziemliches Handycap, Bitcoin braucht auch einen EDA Mechanismus um bei stark fallender Hashrate aktionsfähig zu bleiben. Das muss mit in den nächsten HF, wann auch immer der kommt … 4MB + EDA + … Würde so ein Kippunkt erreicht wäre Core zu einen HF gezwungen, um Bitcoin wiederzubeleben. Das war/ist vermutlich der Angriffsplan.

    Spannende Zeiten in Crypto und kein Ende in Sicht.

    • Die drastische BCH Kursanstieg viel ziemlich genau mit dem Tag der letzten Difficulty-Anpassung zusammen – man hätte also maximale Zeit gehabt, den BTC Mempool vollaufen zu lassen.
      Vielleicht waren die hier mehrfach genannten BCH Kurs-Abwärts-Manipulationen die ‘Defensive’ von BTC-Anhängern?

      • coinschaer // 13. November 2017 at 18:48 //

        Oder der Anstieg zuvor war das Gegenteil, ohne die Gier derer ein zu kalkulieren, die ihre bei der Fork erhaltenen Coins bei so einem Kurs einfach verkauft haben um den Gewinn mit zu nehmen.

  9. Wird eigentlich bitcoin.de jemals Segwit unterstützen?

    • klar. Ich kann aber nicht sagen wann. Meine Einschätzung ist, dass derzeit erst mal die Forkerei ansteht / anstand, und dann der Abschluss des ETH-Marktplatzes (ist ja schon recht weit im Betatest).

  10. Peter Krönert // 13. November 2017 at 20:20 // Reply

    Hallo, muss mal was positives sagen. Am 13.10. diesen Jahres habe ich für 4779 gekauft und soeben die gleiche Menge für 5468 verkauft, Das sind immerhin 14,4% in einem Monat. Ein Fond bei einer sehr volksnahen Spar-Bank hat das nicht mal in ein paar Jahren geschafft. Der/die mir sehr nahe stehende Inhaber/in dieses Fonds kauft nun auch BTC bei bitcoin.de. Das ist doch schön, oder???
    Vor wenigen Jahren hab ich mal ein paar Semester VWL studiert. Der tiefere Grund war, ich wollte endlich mal erfahren, wie eigentlich Geld funktioniert. Nun, es war recht frustrierend. Geld wird geschaffen durch Kredit. Ist doch klar. Aber wer bezahlt irgendwann den Kredit zurück??? Dazu äußerte sich keiner der Dozenten. Aber ein Dozent stellte zu Beginn einer Vorlesungsreihe eine interessante Frage: Wozu arbeitet ein Unternehmen? Es gab lustige Antworten der Studenten – Bedürfnisse befriedigen, Wünsche erfüllen, staatliche Aufgaben erfüllen (Schutz, Bildung, Autobahnen bauen) usw.
    Doch nein, einziger und wirklich einziger Zweck eines Unternehmens ist, GEWINN zu erwirtschaften. Alles andere ist schlicht und ergreifend falsch. Und genau dies tun auch die vielen weltweiten Unternehmen in der Bitcoinwelt. Sie müssen Gewinn erwirtschaften, anderenfalls können sie keine Löhne und Steuern, Sozialversicherungen oder auch ihr täglich Brot bezahlen. Natürlich ergibt sich aus diesem Zwang zur Gewinnerwirtschaftung das Bedürfnis, diesen mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen, oder anders maximalen Gewinn zu erzielen.
    Es gab Versuche, diese Geschichte zu vermeiden. Hab ich selbst etliche Jahre erlebt. Wie bekannt, scheiterten diese Versuche. Nur ein Beispiel: In der DDR gehörten viele Bäcker zu den wenigen privat betriebenen Unternehmen. Der Brötchenpreis war auf 0,05 Mark der DDR festgelegt. Dafür konnte der Bäcker nicht ohne Verlust arbeiten. Also bekam er verbilligtes (subventioniertes) Mehl und die Auflage, eine bestimmte Anzahl Brötchen pro Tag zu backen. Was daraus folgte, brauch ich nicht schildern. Im Ergebnis produzierte er Kuchen, der zwar auch feste Preise hatte, jedoch viel mehr Gewinn abwarf. War das nun Betrug???
    Fazit: Versuche der Regulierung von wirtschaftlichen Aktivitäten sind mittel- und langfristig zum Scheitern verurteilt. Natürlich muss es Regeln geben, um kriminelle Handlungen zu vermeiden. Dafür bezahlen wir Steuern, dafür gibt es einen Staat, ein Rechtssystem, Polizei und ein Finanzamt. Das dieser Staat auch seinen Pflichten nachkommt, müssen wir nachdrücklich einfordern.

    Für mich ist dieser wunderbare Versuch, eine gerechte Währung unabhängig von korrupten und allzu geldgierigen und auch politisch motivierten Individuen zu schaffen, einfach genial. Ob das Nobelpreis-Komitee schon mal über eine Würdigung nachgedacht hat?

    • „Der/die mir sehr nahe stehende Inhaber/in dieses Fonds kauft nun auch BTC bei bitcoin.de. Das ist doch schön, oder???“

      Für dich sicherlich. Schließlich muß jemand deine Gewinne gegenfinanzieren. In Form eigener Verluste.

      „Vor wenigen Jahren hab ich mal ein paar Semester VWL studiert. Der tiefere Grund war, ich wollte endlich mal erfahren, wie eigentlich Geld funktioniert.“

      Dafür braucht man kein VWL studieren, sondern dafür braucht man nur eine Suchmaschine zu benutzen. Wenn das nicht so traurig wäre, dann wäre das richtig lustig.

      „Nun, es war recht frustrierend. Geld wird geschaffen durch Kredit. Ist doch klar.“

      Ja, das ist klar. Seit 1971 völlig klar. Hätte dir eine beliebige Suchmaschine innerhalb von fünf Minuten ausgespuckt.

      „Aber wer bezahlt irgendwann den Kredit zurück??? Dazu äußerte sich keiner der Dozenten.“

      Hättest du stattdessen doch lieber gelernt, eine Suchmaschine zu verwenden! Dann wüßtest du jetzt wie die heutige Lehre in der Volkswirtschaft die Zurückzahlung der Schulden vorstellt. Aber weil diese Form der Recherche so schwierig (offenbar sind sogar viele Akademiker nicht damit vertraut) zu sein scheint, deshalb erkläre ich das mal ganz einfach. Die Schulden werden durch sogenannte Nachschulden zurückgezahlt. Das heißt, es werden neue Schulden aufgenommen, um damit die alten Schulden pünktlich zum Fälligkeitstermin zurückzuzahlen, welcher auf das System einen störenden Einfluß ausübt. Ein weiterer störender Einfluß ist der Zins, welchen die Banken zusätzlich nehmen, wenn sie einen Kredit vergeben. Der führt nämlich dazu, daß jedem Guthaben Schulden in der Höhe der Tilgungssumme, die den gleichen Betrag wie das Guthaben hat, PLUS der Höhe der Zinsen gegenüberstehen. Darauf wird übrigens angespielt, wenn manche Leute, die sich für besonders originell halten, die Guthaben als Böshaben bezeichnen. Sie erhöhen nämlich die Gesamtlast der Schulden. Jeder neuer Nachschuldner muß deshalb nicht nur einen weiter in der Zukunft liegenden Tilgungstermin aushandeln, sondern auch einen höheren Kredit aufnehmen. Im Laufe der Zeit werden die Zahlen daher immer größer. Theoretisch wäre es ideal, wenn es für die Aufnahme von Krediten keine weiteren Bedingungen gäbe, dann könnte das System ewig so weiterlaufen. In der Praxis ist die oberste Bedingung die Bonität oder Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. Davon hängt auch die Höhe eines gewährten Kredites ab. Deshalb sinkt im Laufe der Zeit auch die Anzahl der möglichen Nachschuldner. Zum Glück (für das System) gibt es davon welche mit unendlich hoher Bonität. Das sind vor allem Staaten. Damit das System wirklich unendlich lange weiterlaufen kann, darf genau eine Sache nicht passieren: Kein Staat darf einem Sparwahn verfallen. Gerade die Staaten müssen sich exorbitant weiter verschulden. Sobald ein Finanzminister die Schwarze Null ankündigt, ist das Vertrauen dahin und das System beginnt zu scheitern. Der Grund warum alte Massenmedien und immer mehr Ladengeschäfte verschwinden ist nicht das Internet, sondern die Schwarze Null. Der Grund dafür, warum in den Flüchtlingslagern das Essen gestrichen wurde und Deutschland infolgedessen von Flüchtlingen überschwemmt wurde, ist die Schwarze Null. Der Grund dafür, warum es Polizei und Gerichten an Personal fehlt und warum die Schulen verfallen, ist die Schwarze Null. Der Grund dafür, warum die Infrastruktur zerfällt und es darum unter anderem in wenigen Jahren keinen elektrischen Strom mehr geben wird, ist die Schwarze Null. Sparmaßnahmen von staatlicher Seite führen zu wirtschaftlichen Verwerfungen und Krisen, aber ohne die Schwarze Null hätte das System ewig funktionieren können. Mit der Schwarzen Null ist es am Ende.

      „Aber ein Dozent stellte zu Beginn einer Vorlesungsreihe eine interessante Frage: Wozu arbeitet ein Unternehmen? Es gab lustige Antworten der Studenten – Bedürfnisse befriedigen, Wünsche erfüllen, staatliche Aufgaben erfüllen (Schutz, Bildung, Autobahnen bauen) usw.“

      Diese Antworten waren nicht so sehr lustig, sondern viel mehr realistisch. Deshalb sind alle diese Antworten schließlich zulässige Angaben beim Unternehmenszweck, den ein Unternehmensgründer in den Gründungsdokumenten angeben muß. Juristisch nicht ausreichend wäre eine Angabe wie ‚Gewinn erzielen‘ oder ‚Gewinne maximieren‘.

      „Doch nein, einziger und wirklich einziger Zweck eines Unternehmens ist, GEWINN zu erwirtschaften. Alles andere ist schlicht und ergreifend falsch.“

      Nur innerhalb der Lehre. In der Realität ist das nicht so sehr falsch wie realistisch. Gewinne maximieren ist dagegen ein realitätsfremdes Ziel. Mit der Ausnahme von Aktiengesellschaften, denn dort wird den Managern genau dieses Ziel vom Gesetzgeber vorgeschrieben, weil diese das Vermögen anderer Leute verwalten.

      „Und genau dies tun auch die vielen weltweiten Unternehmen in der Bitcoinwelt. Sie müssen Gewinn erwirtschaften, anderenfalls können sie keine Löhne und Steuern, Sozialversicherungen oder auch ihr täglich Brot bezahlen.“

      Hier werden von den Volkswirtschaftlern im Auftrag der Politik ganz bewußt Begriffe vermischt und verwischt. Nur was Politiker, Juristen und Wirtschaftler als ‚thesaurierte Gewinne‘ bezeichnen, also die Dividenden der Aktionäre, sind wirkliche Gewinne. Der Rest dient nämlich, genau wie beschrieben, um die Kosten zu decken. Die Begriffsverwischung dient dazu, auch die bloße Kostendeckung wie Gewinne besteuern zu können. Mit einem bißchen mehr Ehrlichkeit würde das nämlich ganz massiv hinterfragt werden.

      „Natürlich ergibt sich aus diesem Zwang zur Gewinnerwirtschaftung das Bedürfnis, diesen mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen, oder anders maximalen Gewinn zu erzielen.“

      Hier wäre es nicht verkehrt gewesen, in der Vorlesung mal aufzupassen. Möglichst wenig aufzuwenden (Minimalprinzip) oder maximalen Gewinn zu erzielen (Maximalprinzip) sind zueinander inkompatible Alternativen. (Vielleicht hilft eine Suchmaschine nicht immer; manche Dinge weiß ich noch aus dem Wirtschaftsleistungskurs.)

      „Es gab Versuche, diese Geschichte zu vermeiden. Hab ich selbst etliche Jahre erlebt. Wie bekannt, scheiterten diese Versuche.“

      Das Scheitern war wahrscheinlich geplant, um Alternativen zum heutigen System zu diskreditieren.

      „Nur ein Beispiel: In der DDR gehörten viele Bäcker zu den wenigen privat betriebenen Unternehmen. Der Brötchenpreis war auf 0,05 Mark der DDR festgelegt. Dafür konnte der Bäcker nicht ohne Verlust arbeiten. Also bekam er verbilligtes (subventioniertes) Mehl und die Auflage, eine bestimmte Anzahl Brötchen pro Tag zu backen. Was daraus folgte, brauch ich nicht schildern. Im Ergebnis produzierte er Kuchen, der zwar auch feste Preise hatte, jedoch viel mehr Gewinn abwarf. War das nun Betrug???“

      Das war sicherlich kein Betrug. Vielmehr eine Anpassung an eine Art ökologische Nische.

      „Fazit: Versuche der Regulierung von wirtschaftlichen Aktivitäten sind mittel- und langfristig zum Scheitern verurteilt. Natürlich muss es Regeln geben, um kriminelle Handlungen zu vermeiden.“

      Warum muß es Regeln geben, von denen man bereits weiß, daß sie zum scheitern verurteilt sind? Es wäre doch viel sinnvoller statt bereits verlorener Schlachten die noch nicht verlorenen Schlachten zu schlagen.

      „Dafür bezahlen wir Steuern, dafür gibt es einen Staat, ein Rechtssystem, Polizei und ein Finanzamt.“

      Genau das ist NICHT der Zweck aller dieser genannten Dinge. Sie dienen nämlich ausschließlich dazu, die Macht des Staates zu sichern. Deshalb gibt es in der Abstufung der Strafbarkeit bestimmter Handlungen das seltsame Phänomen, daß Gewalttaten gegen Bürger am mildesten bestraft werden.

      „Das dieser Staat auch seinen Pflichten nachkommt, müssen wir nachdrücklich einfordern.“

      Damit wäre dann Demokratie gefordert. Ein vom heutigen doch sehr abweichendes System.

      „Für mich ist dieser wunderbare Versuch, eine gerechte Währung unabhängig von korrupten und allzu geldgierigen und auch politisch motivierten Individuen zu schaffen, einfach genial. Ob das Nobelpreis-Komitee schon mal über eine Würdigung nachgedacht hat?“

      Der geniale Versuch befindet sich zumindest auf dem gleichen Niveau wie die übrigen Ideen bekannter Volkswirtschaftler. Eine Alternative zum vom Staat herausgegebenen Geld, welche sich aber zugleich auf die vom Staat zur Verfügung gestellten Strukturen verläßt.
      乱馬

      • Ranma, ich glaube Du wirkst hier sehr Oberlehrerhaft, und tust so, als ob Du alles besser weisst, dabei war der Artikel doch gar nicht so provokant, dass so reagiert werden muss. Ich sehe Deine Posts immer als sehr kritisch, hier wird es aber persönlich. Hat Dich doch keiner angegriffen. Und was Schulden und Zins angeht: da wurden schon Leute aus dem Tempel gejagt, und diese Leute sind heute die angesehensten Manager 🙂 Und die grandiose Lösung: stärkere Ausbeutung anderer (dritte Welt…), faule Staatspapiere (Government Bonds) und Quantitative Dasing. Hättest Du mit in Deine Erwägungen ziehen können. Und immer werden die Probleme in die Zukunft verschoben, und unsere Kinder müssen das bezahlen. Ich weiss auch nicht, was der richtige (Aus-) Weg ist, Utopien jedenfalls nicht, die kosten zuviel Menschenleben (Stalin, Mao, Pol-Pot…)

  11. man man man christoph, du machst misch fertisch 😉

    ich dachte auch, dass bitcoin eine währung sei, so von wg kurs und so, der ja aberwitzigerweise ebenfalls in einer währung bemessen wird.
    sehr verwirrend das ganze….
    hmm, vielleicht ist das ganze ja genauso eine währung wie seinerzeit die tulpen. ach ne, das war ja gar keine währung 😉
    was war es denn dann bloss? bzw worauf beruhte der damalige wahnsinn?
    sehr doppeldeutig alles, aber wird schon schief gehn 😉

    • Bitcoin und Altcoins sind schon so etwas wie damals die Tulpen. Aber der Kurs sämtlicher Währungen wird in anderen Währungen bemessen. Deshalb gelten Devisen als besonders schwieriger Markt für die Spekulanten.
      乱馬

  12. Wenn BTC und BCH beide SHA256 verwenden, dann sind sie doch für ‚merged mining‘ prädestiniert? Warum also von einer Blockchain auf die andere wechseln? Sind das überhaupt zwei getrennte Blockchains oder unterscheiden sie sich nicht vielmehr nur dadurch, ob die Clients SegWit aktiviert haben?
    乱馬

    • Ernsthafte Frage? Natürlich sind das zwei unterschiedliche Chains. Seit dem Fork ist das wie ne Schlange die bis zur Hälfte in der Mitte geteilt wurde. Auf jeder der beiden “neuen” Teile sind komplett unterschiedliche Transaktionen von statten gegangen.
      Du kannst ja hervorragend wirtschaftliche und ökonomische Zusammenhänge erklären, aber hier wäre dir vielleicht auch der Hinweis auf eine Suchmaschine nahezulegen 😉

      • Danke. So weit verstanden. Aber was ist mit ‚merged mining‘? Wo sollte das sonst funktionieren, wenn nicht da? Oder gibt es ‚merged mining‘ nur hypothetisch?
        乱馬

      • Marsianer // 15. November 2017 at 13:05 //

        Für merged mining sind sich die Beteiligten doch alleine schon viel zu stolz.

  13. “Für dich sicherlich. Schließlich muß jemand deine Gewinne gegenfinanzieren. In Form eigener Verluste.”

    Was für ein Blödsinn! Der aktuelle Kurs liegt bei 5709€.

    Je BTC liegt also der Käufe nun ganz offensichtlich in der Gewinnzone!

    Eine Suchmaschine hätte dir das in wenigen Microsekunden ausrechnen können. Naja, man lernt halt nie aus:
    http://lmgtfy.com/?q=5709+-+5468

    • Schön, endlich mal eine angeregte Diskussion.

      Wenn der Kurs bei bei 5709€ liegt und vorher bei (zumindest unter deinem Link) bei 5468€ lag, dann ist er doch logischerweise um 241€ gestiegen. Der Kurs wird nur durch Verkäufe festgestellt. Das nennt sich Marktwirtschaft. Darum ist der Kurs nicht vorhersehbar. Weil sich der Kurs geändert hat, DESHALB wissen wir, daß mindestens ein Verkauf stattgefunden hat. Dabei muß jemand einen Bitcoin gekauft und jemand einen Bitcoin verkauft haben. Der eine jemand hat dabei einen Gewinn von 241€ gemacht, der andere jemand hat dabei einen VERLUST von 241€ gemacht.

      Was du da so salopp als Blödsinn bezeichnest, das sind die GRUNDRECHENARTEN. Diese extra für dich auf einem Bitcoinblog zu erklären, das ist dann aber selbst mir zu blöd!
      乱馬

  14. ähm, also die Bitcoin- Entwickler haben auch eine ökonomische Theorie über Bitcoin,

    sie heist: “Vertrauensloses Geld” –

    https://www.reddit.com/r/BitcoinBeginners/comments/3eq3y7/full_node_question/ctk4lnd/

    ..

    • Daher auch die vielen Wortgefechte in der Bitcoin-Welt darüber, ob ein Bitcoin, der die Vertrauenslosigkeit aufgibt, noch ein Bitcoin ist.

      Du machst deinen Standpunkt klar. Gut. Bedeutet aber nur, daß gewisse Varianten der Blockchain für dich nicht in Frage kommen.
      乱馬

  15. @Volker:

    „Ranma, ich glaube Du wirkst hier sehr Oberlehrerhaft, und tust so, als ob Du alles besser weisst, dabei war der Artikel doch gar nicht so provokant, dass so reagiert werden muss.“

    Auf den Artikel habe ich nicht reagiert. Wenn ich alles besser wüßte, dann würde ich doch nicht so viele Fragen stellen? Aber manchmal weiß ich durchaus etwas. Zum Beispiel, daß es nur wenige Bundesländer gibt, an deren Schulen Wirtschaft unterrichtet wird. Weil zu den extrem wenigen glücklichen Umständen in meinem Leben zählt, an so einer Schule gewesen zu sein, DESHALB ist es völlig logisch und konsequent, daß ich einiges über Wirtschaft weiß, daß ich anderen erst erklären muß. Natürlich bin ich nicht der Einzige, dem das so ergeht. Genau DESHALB kann man tatsächlich so einige Informationen bei etwas so simplem wie einer Internetsuche finden. Es gibt keinen Grund so zu tun als ob das nicht so wäre. Oder gar so als ob Wirtschaft eine Geheimlehre wäre. Oder so zu tun als ob nicht trotzdem extrem viel Verwirrung in diesem Wissensgebiet herrschte. Es gibt auch keinen Grund so zu tun als wüßten nicht manche mehr als andere. Schlimm wäre es doch eher wenn das Wissen nicht geteilt würde.

    „Ich sehe Deine Posts immer als sehr kritisch, hier wird es aber persönlich.“

    Eher etwas ironisch. Würde ich mich hinstellen und Frontalunterricht machen, dann würdest du mich zu Recht als oberlehrerhaft bezeichnen. Das wollte ich vermeiden.

    „Und was Schulden und Zins angeht: da wurden schon Leute aus dem Tempel gejagt, und diese Leute sind heute die angesehensten Manager 🙂“

    Was willst du damit sagen?

    „Und die grandiose Lösung: stärkere Ausbeutung anderer (dritte Welt…), faule Staatspapiere (Government Bonds) und Quantitative Dasing.“

    Das sollte einen ersten Eindruck vermitteln, warum die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieben wurden.

    „Hättest Du mit in Deine Erwägungen ziehen können.“

    Welche Erwägungen? Bei Erwägungen fühlt sich immer recht schnell jemand (ziemlich grundlos übrigens) auf die Zehen getreten, darum vermeide ich eigene Erwägungen. Ich habe nur die offizjelle Lehre vorgestellt, auf der das heutige Geldsystem beruht.

    „Und immer werden die Probleme in die Zukunft verschoben, und unsere Kinder müssen das bezahlen.“

    Laut der herrschenden Lehre der Volkswirtschaft sollen die Kinder das nicht bezahlen, sondern noch weiter in die Zukunft verschieben. Die nächste Generation dann wieder so. Die übernachste auch. Hatte ich eigentlich schon erklärt. Wenn man meinen Kommentar schon kritisiert, dann hätte man den wenigstens erst durchlesen können.

    „Ich weiss auch nicht, was der richtige (Aus-) Weg ist, Utopien jedenfalls nicht, die kosten zuviel Menschenleben (Stalin, Mao, Pol-Pot…)“

    Das heutige System kostet extrem viele Menschenleben. Sowohl jene, die durch die Friedensbomben der NATO sterben, als auch jene, die dem man dem Hungertod überläßt, während man ihr Land plündert. Das ist nur die Spitze des Eisbergs und bei weitem nicht das einzige Leid, welches durch das heutige System verursacht wird. Das ist schließlich der Grund dafür, warum wir überhaupt einen Ausweg brauchen. Dank des Abbruchs der Nachschuldnerkette durch den Verlust des Vertrauens wegen der Schwarzen Null, brauchen wir aber selbst keinen Ausweg mehr zu suchen. Stattdessen muß jetzt bezahlt werden, was nicht bezahlt werden kann. Wahrscheinlich kostet das noch mehr Menschenleben. Danach dürfte man besser verstehen, daß man sich doch besser auf eine Utopie eingelassen hätte.
    乱馬

  16. schöner Abschluss für dieses Diskussion:

    NO2X Campaign Saves Bitcoin from a Potential Catastrophe

    https://cryptohustle.com/no2x-campaign-saves-bitcoin-from-a-potential-catastrophe

    ….
    mehr info:
    https://twitter.com/jfnewbery/status/931553531471032320

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