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Fortune-Magazin verdient in wenigen Minuten 1,3 Millionen Dollar durch Verkauf von Cover-NFTs

Ein Fortune-Coverbild auf OpenSea

Non-Fungible Token (NFT) sind derzeit der fast alles beherrschende Krypto-Trend. Darauf sprang nun auch das US-Magazine Fortune auf, indem es ein Coverbild als NFT verkauft. Mit einem Erfolg, auf den man in den Redaktionsstuben hierzulande nur neidisch sein kann.

Dass die deutschen Zeitungsverlage unter dem Internet ächzen und leiden, ist längst kein Geheimnis mehr. Es ist hart, im Netz mit unabhängigem Journalismus Geld zu verdienen, und für jede Zeitung, die im Internet publiziert, gibt es 5-50 alternative Medien und Blogs, die weniger professionell, aber umso meinungsstärker den Nerv der Zielgruppe treffen. Das Problem ist fast so alt wie das Netz, und die Verlage tun sich heute fast ebenso schwer damit, wie am Anfang.

Gäbe es nur … aber keiner hat eine Lösung, oder? Abos laufen nicht so richtig, Werbung stinkt und wird geblockt, Micropayments funktionieren nicht. Alles eine große Sackgasse, oder?

Ein Blick über den Atlantik kann helfen. Zum Beispiel zu Fortune, das US-Magazin für „reiche und einflussreiche Leute“, Herausgeberin der berühmten Fortune 500 Liste. Das Magazin ist nämlich auf den NFT-Zug aufgesprungen. Es hat ein Cover einer Ausgabe über Kryptowährungen als eine Vielzahl limitierter nicht-fungibler Token (NFT) auf die Ethereum-Blockchain gebracht. Diese hat Fortune dann auf der Plattform OpenSea zu einem Preis von je einem Ether verkauft.

Innerhalb von Minuten waren die Cover weggekauft, und Fortune sammelte 429 Ether oder 1,3 Millionen Dollar ein. Für die Käufer hat sich der hohe Preis gelohnt: Heute werden die Cover-Token auf OpenSea für ein Vielfaches angeboten, zum Teil sogar für 90 Ether.

Vier der Fortune-NFTs auf Opensea. Ziemlich teuer mittlerweile.

Anders gesagt: Das Experiment von Fortune war extrem erfolgreich – aber der Spielraum ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Dasselbe hat übrigens das Time Magazine gemacht, als es drei Cover einer Ausgabe als NFT über Superrare versteigerte. Wie Fortune spielte das Time Magazine dabei deutlich mehr als eine Million Dollar ein.

Es handelt sich dabei um ein Geschäftsmodell, das funktioniert und überraschend lukrativ ist. Gerade Zeitschriften wie der SPIEGEL, die so viel auf ihre Cover-Kunst halten, verpassen derzeit eine Chance, die zu entgehen sie sich eigentlich gar nicht leisten können.

Über Christoph Bergmann (2097 Artikel)
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