Newsticker

Die natürliche Userbase des Bitcoin

Goldbugs, Bankenkritiker, Liberale

Bitcoin ist Geld ohne Banken und Staaten. Diese Eigenschaft vereint einige Gruppen von Leuten, die erneut alles andere als homogen sind, sondern von verschiedenen politischen Strömungen kommen.

"Goldbug" von  Ben Sutherland. Lizenz: Creative Commons 2.0

„Goldbug“ von Ben Sutherland. Lizenz: Creative Commons 2.0

Bankenkritiker: Seit dem Ausbruch der Finanzkrise befindet sich das Ansehen von Bankern im Sturzflug. Viele Leute machen die Gier der „Bankster“ dafür verantwortlich, eine Krise verschuldet zu haben, von der man sich mit dem Geld der Steuerzahler freikauft, und viele wollen nicht mehr, dass die Banker mit ihrem Geld spekulieren. Man kann nun vor den Zentralbanken zelten und protestieren – oder sich einfach weigern, das Geld zur Bank zu bringen. Mit dem Bitcoin kann man auch ohne Banken Überweisungen durchführen.

Goldbugs: Die Goldfans vertrauen keinem Geld, das in prinzipiell unendlicher Menge verfügbar ist. Sie sind überzeugt, dass das Fiat-Geld dazu bestimmt ist, über die Zeit hin im Wert zu schrumpfen, Jahr für Jahr und Jahrzehnt für Jahrzehnt, bis es die Hälfte oder mehr an Kaufkraft verloren hat. Der Bitcoin wird kaum Gold als Wertspeicher ablösen – dazu fehlt ihm die physische Präsenz und der glänzende Glamour des Edelmetalls – aber als Währung sollte er für Goldbugs attraktiver sein als Fiat-Geld.

Liberale: Wie die Goldbugs misstraut diese Gruppe dem gegenwärtigen Finanzsystem. Allerdings geht es ihnen vor allem um das Verhältnis von Markt und Staat. Liberale glauben daran, dass der Markt sowohl wirtschaftlich als auch ethisch dem Staat überlegen ist. Sie meinen, dass eine echte und gute Währung ein Produkt des Marktes sein und sich dort in Konkurrenz zu anderen Währungen beweisen sollte. Selbst wenn Liberale nicht zufrieden sind mit der Architektur des Bitcoins – sie sollten mit virtuellen Währungen als Marktgelder sympathisieren.

← Die Anonymen und Privaten

→ Weltenbummler, Gastarbeiter und internationale Geschäftsleute


Entdecke mehr von BitcoinBlog.de - das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Über Christoph Bergmann (3247 Artikel)
Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder ---

9 Kommentare zu Die natürliche Userbase des Bitcoin

  1. Selbst wenn man daran zweifelt, dass der Bitcoin sich fürs Mikro- oder Nanopayment eignen wird – wofür es berechtigte Gründe gibt – so wird es in einem wohlentwickelten Ökosystem virtueller Währungen eine Währung geben, die echtes, flüssiges Mikropayment ermöglicht. Und das ist es, was die Content-Industrie dringend benötigt.

    BLACKCOIN! coinkite akzeptiert sie bereits, inkl bezahlterminal

  2. Alex P. // 17. Juli 2014 um 16:37 //

    Auch nur ein Coin unter Vielen.

    BTC wird sich behaupten als Anlage und LTC als schnelles Mikropayment, wobei Ripple dies auch könnte.

    Der Rest der Coins wird auf irgendeiner Art und Weise mit schwimmen (ALtcoinCasino), aber niemals den Markt erobern.

    • Als schnelles Micropayment wird sich wohl eher Worldcoin durchsetzten. Ripple ist zu kompliziert und ist nicht dezentral.

      • Alex P. // 17. Juli 2014 um 18:01 //

        auch nur ein Coin unter vielen, mit Blasenentwicklung.

        Hat seinen Zenit auch schon überschritten 😉

  3. Waterloo // 17. Juli 2014 um 17:45 //

    Goldbug: “Soll ich ernsthaft einer Währung vertrauen, wertstabil zu sein, wenn deren Preis wie verrückt rauf und runter hüpft …“. Den BTC kann er damit aber nicht meinen.
    Reisender/Gastarbeiter: Es ist praktischer die gewünschte Währung am Bankschalter zu erwerben. Der bewegliche Kurs kann derzeit mehr Positives bringen als jedes Tagesgeld o.ä.
    und leider auch mehr als der BTC.

  4. blubblibla // 17. Juli 2014 um 22:55 //

    „Die Content-Industrie kämpft bis heute damit, ihre alten, funktionierenden Geschäftsmodelle auf den virtuellen Raum zu übertragen. “

    Tja, und das ist der Fehler, denn die alten Geschäftsmodelle funktionieren in der digitalen Welt eben nicht. 😉

  5. Frankfurter Würstchen // 26. Juli 2014 um 18:39 //

    Kriminelle: … Dissidenten oder Whistleblower?

    Diese beiden Gruppen ordnest du unter Kriminell ein? Das verwundert doch sehr, um es mal freundlich zu Formulieren.

    • Sofern man „kriminell“ nicht ethisch sondern gesetzlich versteht gibt es nicht viel zu wundern. Was ich damit meinte war: Was an einem Ort legal ist, ist an einem anderen kriminell.

      • Frankfurter Würstchen // 27. Juli 2014 um 17:21 //

        Gut das ich nachgefragt habe, so verstehe ich deine Einordnung, auch wenn ich persönlich nicht so machen würde. Danke.

Kommentare sind deaktiviert.

Entdecke mehr von BitcoinBlog.de - das Blog für Bitcoin und andere virtuelle Währungen

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen