„Wenn die Gold-Wette funktioniert, dann funktioniert die Bitcoin-Wette noch besser.“

Stanley Druckenmiller im CNBC-Interview.

In den vergangenen Wochen haben drei bekannte, erfolgreiche und erfahrenen Investoren einen Kommentar zu Bitcoin gegeben: Stanley Druckenmiller, Paul Tudor Jones und Bill Miller. Sie alle prophezeien, dass die Politik der Zentralbanken eine Inflation auslöst, und empfehlen Bitcoin als Wertspeicher.

Wenn es jemand wissen muss, dann Leute, die sich seit jahrzehnten erfolgreich auf den Aktienmärkten bewegen. In den letzten Wochen haben nun drei solcher „Investmentlegenden“ Bitcoin kommentiert. Während es früher normal war, dass erfahrene Investoren Bitcoin als „Katzengold“, Pyramidenspiel oder dergleichen abgetan haben, äußern sie sich nun sehr viel optimistischer.

Da wäre etwa Stanley Druckenmiller. Der Investor ist ein vielfacher Milliardär, hat als die rechte Hand von George Soros während dessen Krieg gegen das britische Pfund agiert, und als Manager eines Hedge Fonds über Jahrzehnte hin hohe Renditen eingefahren.

Gestern gab Druckenmiller nun dem Fernsehsender CNBC ein Interview über die aktuelle Marktlage. Dabei erklärt er zum einen, dass die Maßnahmen der FED sehr wahrscheinlich in eine höhere Inflation führen, spätestens in fünf oder sechs Jahren, und dass manche Unternehmen davon profitieren werden, aber eben nicht alle.

Danach erklärt er, man könne „meinen Enthusiasmus für Bitcoin nicht überbewerten“. Er besitze „ein bißchen“ („a bit“) Bitcoin, aber sehr viel mehr Gold, sehe jedoch, dass Bitcoin ein sehr attraktiver Wertspeicher für die Millenials sowie das neue Kapital der Westküste sei. „Es ist seit 13 Jahren da, und es wird mit jedem Tag, der vorüberzieht, stärker“. Wenn „die Gold-Wette funktioniert, dann funktioniert die Bitcoin-Wette noch besser.“

„Der beste defensive Trade, den man derzeit machen kann“

Mit diesen optimistischen Prognosen steht Druckenmiller in seiner Branche nicht alleine da. Kurz zuvor hat der „legendäre“ Investor Bill Miller (Handelszeitung) ebenfalls auf CNBC einen Kommentar dazu abgegeben, dass Bitcoin über 15k Dollar gesprungen ist.

Er meint, „jede wichtige Investment-Bank und jede Firma mit hohem Wert wird sich am Ende in Bitcoin oder Rohstoffe wie Gold einkaufen.“ Er selbst ist schon längst in Bitcoin eingestiegen: Ein von ihm gegründeter Fond speichert nicht weniger als die Hälfte der Investments in der Kryptowährung.

Schließlich hat erst Ende Oktober der berühmte Investor Paul Tudor Jones öffentlich von Bitcoin geschwärmt. Der Milliardär hat bereits im Mai enthüllt, dass er etwa zwei Prozent seines Vermögens in Bitcoin investiert hat. Nun legt er nach:

Es sei im März und April durch die monetäre Politik der FED wirklich offensichtlich gewesen, was bei ihr und anderen Zentralbanken passiere, und dass dies beispiellos sei. Die Suche nach Wertspeichern, die vor der Inflation schützen, sei so notwendig wie seit langem nicht mehr. Er schätzt Gold, Kupfer und auch andere Rohstoffe, traf aber „die Schlussfolgerung, dass Bitcoin der beste Inflations-Trade ist, der beste defensive Trade, den man derzeit machen kann.“

Ihn begeistern vor allem zwei Aspekte von Bitcoin: Zum einen die Kerneigenschaften. Es ist transportabel, liquide und hat „eine Vielzahl von Eigenschaften, die es zu einem guten Schutz vor Inflation machen“. Zum anderen das „intellektuelle Kapital dahuinter“ – also die anderen Investoren sowie diejenigen, die mit Bitcoin arbeiten. Auch er betont, dass Bitcoin mit jedem Tag, der vorüberzieht, stärker wird. „Er gewinnt Kredibilität und Integrität.“

Ein Wertspeicher mit mehr Potenzial als Gold

Letzten Endes präsentieren Druckmiller, Miller und Jones grob dieselben Argumente: Die Politik der Zentralbanken in den USA und der ganzen Welt treibt die Inflation an, speziell seit der Corona-Krise, und wenn die Inflation nicht in diesem Jahr kommt, wird sie uns in den kommenden Jahren überfallen.

Die Preise von Aktien können durch die Inflation ansteigen, müssen aber nicht, da viele Unternehmen auch durch sie geschädigt werden können. Daher sollte jeder, der ein Vermögen zu sichern hat, ein „defensives Asset“ kaufen. Der Klassiker unter diesen ist Gold, auf das keine der drei Investmentlegenden verzichtet. Aber sie alle erkennen an, dass Bitcoin es mittlerweile geschafft hat, sich ebenfalls als Wertspeicher und Inflationsschutz zu etablieren – und sie sind überzeugt, dass Bitcoin ein deutlich größeres Potenzial hat als Gold.

Über Christoph Bergmann (1906 Beiträge)
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Ein Kommentar zu „Wenn die Gold-Wette funktioniert, dann funktioniert die Bitcoin-Wette noch besser.“

  1. Es wird spannend ob die Asset Price Inflation die wir aktuell in fast allen Bereichen sehen (Aktien, Immobilien usw) zum gleichen Ergebnis führt wie 100 Jahr zuvor in der Weimarer Republik.

    So gut diese Aussicht für Werte wie Bitcoin sein könnten, so tragisch sind die Auswirkungen von Inflation auf die Realwirtschaft und die Auswirkung auf die Lebensersparnisse sehr vieler Menschen die Ihre Werte nach wie vor in Fiat halten.

    Am Ende braucht es einen schuldigen, vielleicht erkennen wir ja dieses mal, dass der eigentliche Schuldige das ungedeckte Währungssystem ist. Ein System welches die sozialen Schichten immer weiter auseinander driften lässt und welches Unternehmen zu Produktivitätssteigerungen von 10%+ p.a. zwingt, weil Inflation von Geringverdiener und mittelständischen Unternehmen langfristig nicht kompensiert werden kann.

    Ist der Schuldige ein anderer, dann kommen die Populisten und scharen wieder einmal die unzufriedenen und abgehängten um sich.

    Aber bis dahin erkennen hoffentlich viele den Vorteil von Bitcoin und erkennen, dass sich mit die allgemeine Knappheit von Gütern nicht durch die Abschaffung der Knappheit des Geldes lösen lässt.

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