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Bitcoin verliert für Bitrefill an Bedeutung

"Wenn sie kein Brot haben, warum essen sie dann keine Torte?" Bild von Rexness via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

Bitrefill ist die wichtigste Anlaufstelle, um mit Kryptowährungen Gutscheinkarten zu kaufen. Sie analysiert nun, womit die User in den letzten Jahren bezahlt haben. Für uns ist das spannend – und birgt einige Überraschungen.

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Sich zu irren ist ein wesentlichen Schritt zur Erkenntnis. Wer nicht wagt, etwas Falsches zu denken, wird niemals das Richtige denken. Schädlich wird der Irrtum erst, wenn man an sich in ihm verbeisst.

Den Luxus, an einem bequemen Irrtum festzuhalten, können sich die wenigsten Unternehmen leisten. Denn der freie Markt ist das vermutlich effizienteste Instrument aller Zeiten, das Unternehmen dafür abstraft, wenn sie darauf bestehen, im Irrtum zu bleiben.

Und damit wären wir bei Bitrefill.

Auf dem Holzweg

Bitrefill ist eine Plattform, auf der man Gutscheinkarten gegen Kryptowährungen verkauft. Sie war einst eines der am stärksten dem Bitcoin-Maximalismus verpflichteten Unternehmen auf dem Markt.

Bitrefill wehrte sich lange vehement dagegen, andere Kryptowährungen aufzunehmen, so sehr es die User auch wünschten, war eine der ersten, die das Lightning-Netzwerk integrierte, stellte mit Thor sogar ein Tool bereit, um die Payment-Channels zu managen, und warb auf dem Blog ununterbrochen für Lightning.

Mittlerweile hat das Unternehmen jedoch erkannt, dass es damit, trotz der bleibenden Liebe zu Bitcoin, auf dem Holzweg war. Mitarbeiter von Bitrefill äußern sich zunehmend kritisch zu Lightning, während die Plattform beginnt, andere Kryptowährungen aufzunehmen.

In einem Thread auf Twitter (heute X) stellt Matt Ahlborg, Marktforscher für Bitrefill, nun vor, wie sich welche Zahlungsmethoden im Lauf der letzten viereinhalb Jahre entwickelt haben. Selten gab es eine so umfangreiche Analyse einer kommerziellen Krypto-Plattform über das Zahlungsverhalten der Kunden.

Und in ihr liegt mehr als nur eine Überraschung.

Ethereum macht das meiste Volumen

Zunächst einmal zeigt Ahlborg das absolute Volumen aller Zahlungsmittel. Es ist im Vergleich zu Januar 2020 massiv gestiegen; es hat sich grob geschätzt verzehnfacht. Bitrefill konnte den Aufschwung, den die Rally 2021 brachte, nicht nur halten, sondern auch weiter ausbauen.

Es ist nicht zu übersehen, dass das Bitcoin-Volumen seit Januar 2021 stagniert. Auch die Nutzung von Lightning hat zwar leicht zugenommen, bleibt aber immer noch schwach. Das Wachstums des Volumens speist sich ausschließlich durch andere Coins.

Am stärksten schneidet unter diesen Ethereum (ETH) ab. Im Januar 2020 machte es nur einen Bruchteil des Volumens aus, heute stellt es von allen Zahlungsarten das höchste. Das ist erstaunlich, da ETH eigentlich nicht im Ruf steht, ein nachgefragtes Zahlungsmittel zu sein.

Erfolgreich sind auch die Stablecoins USDC und USDT. Bitrefill empfängt sie onchain auf Ethereum, auf der Polygon Sidechain und auf Tron. Zusammen dürften sie sogar noch mehr Volumen machen als Ethereum.

Eine Rolle spielen schließlich sogenannte „Legacy Coins“ wie Dash, Dogecoin und Litecoin. Sie bleiben aktiv, jedoch ohne erheblich zu wachsen. Ähnlich sieht es bei Binance Pay aus, einem in Dollar nominierten Service von Binance.

Lightning, ohne dass die User davon wissen

Ein wenig anders sieht der Chart aus, wenn man die Zahl der monatlich aktiven User betrachtet: Hier stagniert Bitcoin nicht nur, sondern geht sogar zurück, während Lightning bereits mehr User verzeichnet als Bitcoin.

Die Unterschiede zwischen den beiden Charts sind leicht erklärt: Die durchschnittlichen Volumina zwischen den Zahlungsmitteln unterscheiden sich. Sie fallen bei Ethereum am höchsten, bei Lightning und Binance Pay am geringsten aus.

Der starke Anstieg der Lightning-User hat jedoch einen Grund, der viele enttäuschen dürfte: Er liegt zum allergrößten Teil an der Kooperation von Bitrefill mit der argentinischen App Belo. In ihr halten die User Peso und kaufen direkt in der App in Dollar nominierte Gutscheine. Die Zahlung wird im Hintergrund über Lightning abgewickelt.

90 Prozent des Lightning-Wachstums, erklärt Ahlborg, speist sich durch die Belo-Integration. Die User selbst haben dabei mit Lightning nichts zu tun. Beim Rest der User wächst die Anzahl sehr viel langsamer; Ahlborg geht davon aus, „dass weniger als die Hälfte aus Wallets kommt, in denen die User ihre Schlüssel selbst kontrollieren.“

„Großartige Zahlungsmittel“

Den enormen Bedeutungsverlust von Bitcoin für Bitrefill zeigen die relativen Charts von Volumen und aktiver User.

Ahlborg führt diesen Bedeutungsverlust von Bitcoin vor allem auf zwei Gründe zurück: Erstens haben die Hypes um Ordinals, BRC-20 und Runes sowie der scharfe Anstieg des Kurses die Gebühren vorübergehend explodieren lassen. Zweitens musste Bitrefill Ende 2023 aufhören, unbestätigte Transaktionen zu akzeptieren, weil „weil die Miner ihr Verhalten geändert haben“. Beides machte Bitcoin-Zahlungen wesentlich unattraktiver.

Erfolgreicher macht sich das Ethereum. Bereits 28 Prozent aller Zahlungen laufen über Ethereum, und sie haben im Durchschnitt das höchste Volumen. Ahlborg erklärt dies dadurch, dass im Ökosystem auf Ethereum sehr viel Geld gemacht wird, durch Token, ICOs, NFTs, DeFi, und die User dieses Geld dann mit dem Basis-Token ETH ausgeben.

Interessant sind auch die „Legacycoins“ Litecoin, Dogecoin und Dash. Das sind alte Coins, die schon lange auf dem Markt sind und „zwar wenig Hype erfahren, jedoch über die Zeit substanzielle Netzwerkeffekte gesammelt haben“ und auf den meisten Börsen und Wallets verfügbar sind. Sie dienen als „großartige Zahlungsmittel, die andere Methoden ersetzen, etwa wenn die Gebühren auf Bitcoin zu teuer werden.“

Insbesondere Litecoin zeigt einen kontinuierlichen Aufwärtstrend und wurde noch nie so oft verwendet wie heute, sowohl in absoluten als auch in proportionalen Zahlen. Doch wichtiger sind zwei andere Trend der letzten Jahre.

„Wachsende Übergangsschmerzen“

Die markantesten Entwicklungen unter den Zahlungsoptionen sind Stablecoins und „L2“, was bei Bitrefill die Sidechain Polygon meint.

Seit Bitrefill die Stablecoins USDT (Tether) und USDC (Circle) eingeführt hat, nahm ihr Volumen erheblich zu. Mittlerweile dürften sie das am meisten verwendete Zahlungsmittel der Kunden sein. Dabei ist USDT deutlich angesagter als USDC, vor allem auf der Blockchain Tron.

Allerdings sind die Gebühren auf Tron seit Anfang 2023 massiv gestiegen, von etwa 35 Cent auf 1,50 Dollar, wodurch die Tron-USDT einige Anteile verloren haben. Am stärksten steigt dagegen die Polygon-Sidechain, die erst im Frühjahr 2023 integriert wurde, aber schon jetzt mehr Stablecoin-Zahlungen abwickelt als die Ethereum-Mainchain selbst.

Dabei ist 2024 das erste Jahr, in dem der gesamte Anteil der Bitrefill-User, die Stablecoins verwenden, stagniert hat. Ahlborg führt dies auch auf „wachsende Übergangsschmerzen“ zurück, „in denen User auf veränderte Gebühren, die Beliebtheit der Protokolle und die regulatorische Umgebung reagieren“.

Die wichtige Entwicklung, über die kaum einer spricht

Das ist wohl das, was für Ahlborg die spannendste Erkenntnis ist, über die im Allgemeinen zu wenig geredet wird: Sowohl Ethereum, Bitcoin als auch Tron operieren am Limit. Die Gebühren liegen, bemerkt Ahlborg, fast durchgehend über einem Dollar. Dies führt zu einer Fragmentierung der Zahlungsmittel und macht es unheimlich wichtig, an der Kompatibilität und Interoperabilität zu arbeiten.

Die Chart von Bitrefill zeigen eines in aller Deutlichkeit: Das Unternehmen konnte sein Zahlungsvolumen seit 2021 nur skalieren, indem es weitere Zahlungsoptionen integrierte. Der Bedarf der User ist da, aber er spaltet sich in immer weitere Kanäle auf.

Daher dürfte Bitrefill in Zukunft weitere Zahlungsmittel einführen. Der Fokus könnte dabei vor allem auf „Layer-2“-Lösungen für Bitcoin, Ethereum und Dollar-Stablecoins liegen, etwa mit Rollups wie Arbiturm und Optimism, die sowohl ETH als auch Dollar-Stablecoins und tokenisierte Bitcoins (WBTC) prozessieren.

Darüber hinaus könnte Bitrefill die Interoperabilität befördern, entweder durch eigene Dienstleistungen, analog zu Thor, oder durch die Integration von „Bridges“, die es erlauben, eine Transaktion von einer auf die andere Blockchain zu führen, oder gleich „Crosschain-Aggregatoren“, die solche Bridges in ein Produkt zusammenführen, so wie LI.FI.

Starke regionale Unterschiede

Als Bonus geht Ahlborg noch auf die geografische Verteilung ein. Er präsentiert eine Weltkarte, die die Zahlungsmethoden als Tortendiagramm je nach Kontinent zeigt.

Nordamerika und Europa ähneln sich dabei stark: Hier wie dort ist das „Ethereum-Ökosystem“ (einschließlich der Stablecoins und Polygon) am stärksten, gefolgt von Bitcoin, während sich Binance Pay, Tron und Legacy Coins den Rest teilen. In Amerika ist dabei eine etwas stärkere Präferenz für Bitcoin zu erkennen.

Binance Pay dominiert mit vielen Usern und geringem Volumen die Märkte in Asien, Afrika und dem mittleren Osten. In Australien ist das Ethereum-Ökosystem besonders stark, während Bitcoin in Asien und dem mittleren Osten nur noch eine Nischenrolle ausfüllt.

Das Diagramm in Südamerika hingegen, erklärt Matalberg, ist etwas verzerrt: Die „Bitcoinisierung“ in El Salvador sowie die Integration in Belo haben lassen Bitcoin stärker aussehen, als es ist. Ohne sie wäre Binance Pay auch in Südamerika das stärkste Zahlungsmittel.


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Über Christoph Bergmann (3247 Artikel)
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11 Kommentare zu Bitcoin verliert für Bitrefill an Bedeutung

  1. Es ist mir ein Rätsel, warum Bitrefill es seit Jahren nicht hinbekommt, Monero als Payment Option hinzuzufügen aber etwa Doge oder Dash listen, wenn sie bei der Konkurrenz sehen können, dass es rege genutzt wird. Coincards liefert zuverlässig monatliche Zahlen:
    https://x.com/CoinCards/status/1830651907150410004
    Bitcoin verliert komplett als Zahlungsmittel und ich bin skeptisch, ob es ohne echte Nutzung seinem Wertspeicher-Narrativ gerecht werden kann… Rational gesehen müsste es eher den Lauf der Tulpenzwiebeln nehmen.

    • Ich finde es auch schade, aber wir wissen beide warum, oder?

      • Klar wissen wir, warum Monero gebeutelt wird wo es geht… Aber dass Bitrefill sich so ein Geschäft entgehen lässt? Die Strafen für Nichteinhaltung der Travel Rule dürften erstmal nicht drakonisch sein…

        • Es geht nicht um die Travel Rule. Die verkaufen möglichst weltweit Gutscheine. Solche Gutscheine sind eh schon ein Vehikel für Geldwäsche. Kam ja beim Finex-Hack z. B. vor, und auch sonst, sogar ohne Krypto. Hier eine anonyme Währung einzuschalten, wird einem fast immer Ärger einbringen.

          Der andere Punkt ist die Liquidität. Wie kann man denn Monero tauschen? Und wenn man es gegen Bitcoins tauscht – woher weiß man, dass die Bitcoins sauber sind?

          Ich kann mir gut vorstellen, dass XMR immer wertvoller wird, weil eine gewisse Nachfrage besteht. Aber es ist echt nicht leid, die XMR wieder zurück in Euro zu wechseln, vor allem in größeren Mengen, oder?

          • Klar, Gutscheinkarten werden wahrscheinlich auch für Geldwäsche genutzt, allerdings kenne ich kaum jemanden, der jenseits niedriger 4-stelliger Beträge etwas mit Guscheinkarten anfangen könnte. Die Millionen werden weiterhin über Banken gewaschen.

            XMR zu Fiat geht mittlerweile über die vorhandenen DEX ganz gut, sei es Bisq, Haveno und ich kann es kaum erwarten, bis Serai DEX startet, denn sie bietet non-custodial Liquidität ohne Interaktion der User, was ein Game-Changer werden dürfte.

            • Mh, ich glaube, sie haben die Bitfinex-Geldwäscher so gekriegt, diese Rapperin, die hatten auch mit XMR und Gutscheinkarten zu tun. Klar, Millionen kriegst du nicht durch, aber du kannst dir als Kleinkrimineller ein Auskommen verschaffen bzw. dir als Hacker einen kleinen Lohn auszahlen. Im Vergleich zu anderen Geldströmungen vermutlich eine gesellschaftlich faire Konstruktion. Aber das wird die Polizei vermutlich nicht interessieren.

              Nachdem die Börsen XMR delisten, werden Kartenhändler effektiv zu Exchanges, zu Geldwechslern, um auszucashen. Ich glaube nicht, dass Bitrefill das will, weil es unvermeidbar die Neugier der Polizei weckt. Sie sind in Schweden. Andere machen es ja. Ist vermutlich, wenn du XMR hältst, die einfachste Methode, was auszuzahlen. Mit den Delistings dürfte nun die Liquidität zurückgehen. Es wird für die Kartenplattformen dann immer schwieriger, XMR zu verkaufen …

  2. Die große Frage ist, wer Kryptowährungen aus welchen Gründen für was verwendet. Daß Bitcoin oder Lightning für Bitrefill an Bedeutung verliert, liegt wohl eher am Umstand der fehlenden vollständigen Anonymität. Dies wiederum ist zumindest ein Indiz dafür, daß Käufern dieser Gutscheinkarten „absolute“ Anonymität aus welchen Gründen auch immer äusserst wichtig ist. Lightning wäre eigentlich das perfekte Vehikel, ist aber im Hinblick auf Anonymität einer „komplexen Wechselstube“, die am Schluss Ether ausgibt oder der Verwendung von Monero unterlegen.

    Insofern ist diese Entwicklung eher ein Hinweis darauf, daß bestimmte Leute in Bitrefill eine Einrichtung sehen, die manche diskreten Kryptowerte umstandslos wieder in den normalen Wirtschaftskreislauf zurückführt. Einige verwenden auch das unschöne Wort „Geldwäsche“ hierfür, ohne damit gleich alle redlichen Anwender unter Generalverdacht stellen zu wollen.

    Das Wachstum eines Krypto-Unternehmens aus diesen Gründen kann kein stabiles Fundament sein, da bei relevantem Wachstum früher oder später solche Lücken „von Amts wegen“ geschlossen werden.

    Die im Bericht etwas tunnelartige und unkritische Sichtweise ist bedauerlich und vorstehender Kommentar des Lesers „Janowitz“ bezüglich der beiden letzten Sätze trollig. Jeder, der nur ein wenig Fachwissen besitzt und nicht krypto-ideologisch durch die Welt geht weiß, daß dieser Umstand viel eher für als gegen Bitcoin spricht. Sowohl das Ethereum-Netzwerk und schon gar nicht Monero sind auch nur ansatzweise für eine dezentrale und sichere (Langzeit-)Speicherung elektronischer Wertzeichen geeignet.

  3. Exil-Hexikaner // 4. September 2024 um 17:53 // Antworten

    Kann man eigentlich schon ohne weiteres Merge-Mining mit Bitcoin und BitcoinCash betreiben? Beide gaben doch den selben Hashing-Algorithmus. Gab es nicht mal vor kurzem einen Austausch zwischen den Entwicklern von BTC und BCH? Vielleicht wird es ja irgendwann darauf hinauslaufen: BCH als Quasi-2nd-Layer für BTC.

    • „Ohne Weiteres“ geht das nicht und halte ich für extrem unwahrscheinlich, da diejenigen, die bei Bitcoin den größten Einfluss haben, BCH für einen Shitcoin halten.

      BCH könnte sich aber einseitig an die BTC Blockchain andocken und Merge Mining aktivieren. Hier müssen aber die Miner bzw. Pools aktiv werden, denn bei einem herkömmlichen Block packt man vereinfacht alle Transaktionen oder deren Hashes hintereinander, fügt den letzten Block hinzu und eine zufällig generierte Nonce und generiert daraus einen Hash. Entspricht dieser der Difficulty (vereinfacht mindestenx N Nullen am Anfang), dann ist der Block gültig. Beim Merged Mining muss man erst die Transaktionen der Sidechain hashen, den Hash in irgendeiner Form an die Mainchain-Tx Liste anheften und erst dann hashen. Tun das nur 50% der Miner, entstehen die Blöcke nur halb so oft wie auf der Main-Chain.

      Der Algorithmus spielt dabei keine Rolle, die Merge-geminte Chain könnte einen komplett anderen Algo nutzen, denn dieser dient nur als Anker im Block der Main Chain.

      Abgesehen davon hielte ich es für eine komplette Kapitulation, auf Merge-Mining mit BTC zu setzen.

  4. BCH wird zurecht für einen der Coins gehalten, den die Welt (wie 99% der anderer Token und Coins) nicht benötigt. Desweiteren ist es kaum sinnvoll, angesichts Lightning ein solches BCH-Konstrukt auf die Beine zu stellen.

    Der schwere Stand von Lightning resultiert im indirekten Widerstand industrieller Player wie Visa, Mastercard & Co. Dennoch schreitet die Entwicklung voran und wir werden sehen, wie sich Lightning mit fortschreitender Adoption mit einer verqueren Gesetzgebung und dem Widerstand mächtiger Gegenspieler verträgt.

    Schade, daß manche Entwicklung nicht schneller geht. Aber dafür funktioniert in westlichen Staaten FIAT offenbar zu gut.

  5. @Stefan Augst
    Leider wurde Dein älterer Kommentar erst mit dem neuen publiziert, hing wohl in der Moderation fest…

    Daß Bitcoin oder Lightning für Bitrefill an Bedeutung verliert, liegt wohl eher am Umstand der fehlenden vollständigen Anonymität.

    Ich nutze persönlich eine Sim-Karte die ich bereits aktiviert gekauft habe, mit Mickey Mouse Daten registriert. Bin ich deswegen kriminell? Vor noch nicht allzu langer Zeit ist man gegen die Volkszählung auf die Barrikaden gegangen, heute nimmt man alles hin.

    Einige verwenden auch das unschöne Wort „Geldwäsche“ hierfür

    Klar gibt es einige, die das tun. Aber die Welt muss brutal gewesen sein, als es noch kein lückenlos trackbares digitales Zahlungssystem in Form von Karten gab und alle nur mit Bargeld bezahlt haben. Wenige haben das überlebt…

    bei relevantem Wachstum früher oder später solche Lücken „von Amts wegen“ geschlossen werden.

    Ja, Geldwäsche und Steuerhinterziehung sind für die gehobene Kaste vorbehalten, die sich Offshore-Konstrukte leisten kann und will. Ich könnte etliche Fälle der publik gewordenen Steuerhinterziehung und Geldwäsche mittels Banken aufzählen, aber kaum einen mittels Kryptowährungen. Ein Glück, dass uns „die Ämter“ davor schützen!!!

    Danke, ich bin gerne der Troll, wenn es Dich glücklich macht!

    BCH wird zurecht für einen der Coins gehalten, den die Welt (wie 99% der anderer Token und Coins) nicht benötigt. Desweiteren ist es kaum sinnvoll, angesichts Lightning ein solches BCH-Konstrukt auf die Beine zu stellen.

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein „Fan“ von BCH bin, aber es desöfteren genutzt habe, als Proxy für Monero. BTC ist dafür ansichts der unvorhersehbaren Fees und ggf. Wartezeiten für eine Bestätigung nicht geeignet und ich habe BTC seit über 12 Monaten nicht mehr angefasst. Als früherer Bitcoin Maximalist, war aber auch schon fast 10 Jahre her.

    Der schwere Stand von Lightning resultiert im indirekten Widerstand industrieller Player wie Visa, Mastercard & Co.

    Falsch. Es liegt am viel zu umständlichen Protokoll für die Masse, was man an der „Adoption“ sieht. Wenn, dann wird es Custodial genutzt und ist vergleichbar mit PayPal. Die paar Hansel, die es tatsächlich Non-Custodial nutzen, kann man an einer Hand abzählen.

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