Zur Vorbereitung auf stürmische Tage: Was kann Ende Juli und Anfang August mit Bitcoin passieren?

Irgendwann muss man eigene Wege gehen. Bild: "Stille Trennung" von C MB 166, aufgenommen im Zoo von Leipzig, geteilt über flickr.com. Lizenz: Creative Commons

SegWit2x, UASF, UAHF: Die kommenden Wochen können ganz schön aufregend sein. Bitcoins Blocksize-Debatte spitzt sich zu. Wenn es gut läuft, geht es endlich weiter, doch wenn es schlecht läuft, kommt es zum Chain-Split. Wir erklären, was alles geschehen kann und wie man sich vor den Risiken wappnet.

21. Juli: SegWit2x

SegWit2x ist eine Kooperation zahlreicher Firmen und Miner des Ökosystems, die den scheinbar ewigen Blocksize-Streit bereinigen soll. Unter Leitung von Jeff Garzik entwickelt eine Arbeitsgruppe einen Client, der sowohl SegWit einführt als auch eine Hardfork zu einer Basis-Blocksize von 2 Megabyte drei Monate nach SegWit-Aktivierung anvisiert. Diese duale Lösung soll als eine Art Minimalkompromiss alle im Ökosystem zumindest ein bißchen zufriedenstellen und, mehr als alles andere, demonstrieren, dass Fortschritt möglich ist.

Die Basis von SegWit2x ist Bitcoin Core. Die Arbeitsgruppe senkt lediglich die Schwelle zur Aktivierung von SegWit von 95 auf 80 Prozent und implementiert die kommende Hardfork. Laut der von Garzik skizzierten Roadmap soll eine produktionsreife Version von SegWit2x am 21. Juli erscheinen. Diese wird von den beteiligten Unternehmen und, vor allem, ungefähr 80 bis 90 Prozent der Miner benutzt werden.

Knapp 90 Prozent der Blöcke sind für SegWit2x. Quelle: Coin.dance

Wenn alles nach Plan läuft, wird ab dem 21. Juli das folgende geschehen: Die Miner werden SegWit2x benutzen und mit dem Versionbit 4 ihre Bereitschaft zur Softfork signalisieren. Wenn anschließend 80 Prozent von 336 Blöcken diese Bereitschaft signalisieren, wird die Aktivierung von SegWit mit BIP91 vorbereitet. Dies kann frühestens nach etwa 2,5 Tagen, also irgendwann am 23. Juli geschehen. Weitere 336 Blöcke später wird BIP91 in Kraft treten.

BIP91 ist eine Art Trick, um die weitestmögliche Kompatibilität von SegWit2x mit den bestehenden SegWit-Nodes herzustellen. Sämtliche Core-Nodes ab Version 0.13.1 haben bereits SegWit implementiert, warten aber, wie von BIP141 definiert, darauf, dass 95 Prozent der Blöcke mit dem Versionbit 2 für SegWit signalisieren. BIP91 wird, wenn es aktiviert ist, beginnen, ebenfalls über das Versionbit 2 Bereitschaft anzuzeigen und gleichzeitig alle Nicht-SegWit-Blöcke zurückweisen. Damit sollte das Ziel von 95 Prozent relativ schnell erreicht werden. Dies könnte Mitte August so weit sein. Dann wird SegWit in allen Knoten im Netzwerk, die bereit sind, eingelockt, und weitere zwei Wochen später aktiviert. Ab da an kann man dann das neue Transaktionsformat benutzen.

Wenn SegWit2x es bis hierhin geschafft hat, wird es keine Spaltung der Blockchain geben. Der Aktivierungsweg nimmt neben SegWit2x auch Core- und UASF-Nodes mit. Alle werden SegWit benutzen können und, hoffentlich, froh darüber sein. Für den User ändert sich zunächst nichts.

Drei Monate nach der Aktivierung von SegWit wird SegWit2x allerdings die versprochene Hardfork zu einer Basis-Blocksize von 2MB einleiten. Diese Hardfork kann in einer Chainsplitt enden, muss aber nicht. Da uns bis dahin noch ein paar Monate bleiben, verschiebe ich diese Diskussion auf einen späteren Zeitpunkt. Es ist ohnehin fraglich, ob die beteiligten Unternehmen zu ihrem Wort stehen werden, während die Entwickler-Community rund um Core die 2MB Hardfork bereit einstimmig abgelehnt hat.

Schließlich stellt sich zunächst ja noch die Frage, was passiert, wenn SegWit2x scheitert. Dann könnte es nämlich schon im August zum Chain-Split kommen.

1. August: UASF mit BIP148

Sollte es SegWit2x nicht gelingen, BIP91 mit 80 Prozent der Hashrate bis Ende Juli auszulösen, droht die Chain-Split durch die UASF. Die sogenannte User aktivierte Soft Fork mit BIP148 bedeutet, dass die “User”, die einen solchen Client benutzen, ab dem 1. August sämtliche Nicht-SegWit-Blöcke ablehnen werden. Derzeit signalisieren 14 Prozent der Nodes UASF, und 70 Prozent davon, also knapp 10 Prozent aller Nodes, scheinen auch bereit zu sein, dies durchzusetzen.

Die blaue Kurve in der Mitte zeigt der Anteil der Blöcke, die bereit für SegWit sind.

Das erfordert jetzt ein Stück Vorstellungskraft. Derzeit signalisieren knapp 50 Prozent der Miner Bereitschaft für SegWit, wie es von Core im November 2016 veröffentlicht wurde. Das bedeutet, solange ab dem 1. August diese Miner Blöcke finden, passiert gar nichts. Die UASF-Nodes folgen wie alle anderen der längsten Chain. Sobald aber ein Miner einen Block veröffentlicht, der kein SegWit signalisiert, spaltet sich die Chain. Denn die UASF-Nodes lehnen diese Blöcke ab.

Nicht missverstehen: Dies bedeutet nicht, dass die knapp 50 Prozent der Miner, die derzeit für SegWit stimmen, auf der UASF-Chain minen. Denn für sie sind die anderen, die Nicht-SegWit-Blöcke, weiterhin valide. Sie minen eine Chain, die wie bisher zum Teil aus SegWit- und zum Teil aus Nicht-SegWit-Blöcken besteht. Für sie bleibt weiterhin alles beim Alten. Lediglich für die UASF-nodes ändert sich etwas: Sie lehnen jede Chain ab, in die ab dem 1. August ein Nicht-SegWit-Block eingegangen ist.

Die UASF-Mütze, gesichtet in Arnheim. Der Druck auf der Rückseite zeigt, woher sie kommt: Excellion ist das Pseudonym von Samsom Maw, Chief Strategy Officer von Blockstream.

Sobald also ein Block erscheint, der nicht für SegWit signalisiert, werden die UASF Nodes abgeschaltet. Aller Wahrscheinlichkeit nach verhungert die UASF-Chain. Sie kann nur wachsen, wenn ein Miner selbst BIP148 benutzt, also die Chain seiner Mitbewerber ignoriert und Blöcke für die langsamer wachsende UASF-Chain bildet.

Der Mining-Pool Slush lässt seine User wählen, was die von ihnen gefundenen Blöcke signalisieren sollen. Derzeit stimmen 8 Prozent von Slushs Minern für die UASF, was bei der derzeitigen Hashrate des Pools 0,5 Prozent der gesamten Leistung des Netzwerks entspricht. BitFury, derzeit für rund 3 Prozent der Netzwerkleistung verantwortlich, hat im März, als zum ersten Mal von der UASF geredet wurde, einen einzigen Block mit dem Signal “UASF” erzeugt. Wang Chun von F2Pool schließtlich, mit rund 10 Prozent der globalen Hashrate ein Schwergewicht, hat sich einmal auf twitter mit der UASF-Mütze gezeigt, gibt ansonsten aber widersprüchliche Aussagen von sich.

Insgesamt spricht nicht sehr viel dafür, dass die UASF-Chain auf eine nennenswerte Hashrate kommt. Unter den Unternehmen finden sich auch nur wenige prominente Supporter. Zwar listet UASF.co, das Hauptquartier der Bewegung, eine auf den ersten Blick ansehnliche Liste von Firmen, die UASF unterstützen. Allerdings sind die allermeisten davon eher unbekannt und unbedeutend. Als einzige Börse ist darin die niederländische Euro-Börse bitonic.nl gelistet, weiter herausragend sind die Wallets Trezor, Electrum, Samourai und Mycelium. Trezor und Electrum haben erklärt, ihren Usern die Wahl zu geben, auf welcher Chain sie sind. Bei Samourai und Mycelium wäre es hingegen möglich, dass sie die User zwingen, blind für die echte Blockchain zu sein.

Auch diese Unterstützung scheint allerdings zu dünn zu sein, um die Miner dazu zu bewegen, ausreichend Hashrate in die UASF-Chain zu investieren, um diese auch nur einige Tage fortzuschreiben. Selbst unter den Core-Entwicklern stehen nur wenige hinter der Bewegung. Wenn es der UASF-Chain nicht gelingt, mehr als 20-30 Prozent der Hashrate zu bekommen, wird die Chain bis zur Unbenutzbarkeit langsam. Allerdings weiß man bei Bitcoin nie, was passieren kann.

Ab dem 4. August: Bitmains UAHF mit BitcoinABC

Falls es dazu kommt, dass SegWit2x scheitert und die UASF trotz allem erfolgreich aktiviert wird, wird es eine “Legacy Chain” geben (die alte Chain) und eine UASF-Chain. Bitmain hat angedroht, in diesem Fall eine weitere Fork einzuleiten. Nämlich die UAHF (User aktivierte Hardfork). Diese wird nicht SegWit aktivieren, sondern die Blocksize auf ein hartes Limit von 8 MB erhöhen, das aber durch ein von den Minern gesetztes weiches 2 MB Limit ergänzt wird.

Bitmain hat hierfür bereits eine Roadmap für die UAHF vorgestellt. Neben den größeren Blöcken umfasst diese Extension Blocks, SegWit, Lumino, Rootstock und sogar Bitcoin-NG, der Darling des ersten Scaling Bitcoin Workshops. Durch Einführung einer neuen Regel schützt sich die UAHF-Chain vor sogenannten “Wipe-Outs”, also der Auslöschung durch die längere Chain. Auch eine sogenannte “Replay Protection” ist vorgesehen, welche es Börsen und anderen Plattformen leichter machen wird, die UAHF-Chain zu erkennen. Diese Fülle an geplanten Features macht die Aussicht auf eine UAHF relativ beliebt in der Big Block Community.

Auf der Future of Bitcoin hat der Entwickler Amaury Sechet den Client BitcoinABC vorgestellt. Dieser wird wohl von Bitmain für die UAHF benutzt werden. BitcoinABC ist eine Fork von Bitcoin Core 0.14.1, aus der SegWit entfernt und das vom Nutzer selbst einstellbar Blocksize-Limit von Bitcoin Unlimited implementiert wurde. Auch Bitcoin Unlimited und Bitcoin Classic werden kompatibel zur UAHF sein.

Bitmain hat angekündigt, die UAHF-Chain für mindestens drei Tage privat zu minen. Danach soll sie veröffentlicht werden, allerdings nur dann, wenn erstens der Chainsplit durch die UASF beständig ist und zweitens der Markt Nachfrage nach größeren Blöcken signalisiert.

Allerdings sind Diskussionen zur UAHF hoch spekulativ. Schließlich es es recht unwahrscheinlich, dass es sie überhaupt geben wird.

Die UASF-Chain ändert den Mining-Algorithmus

Luke Dashjr, ein Core-Entwickler und einer der stärksten UASF-Eiferer, hat angekündigt, dass man den Mining-Algorithmus ändern werde, wenn die UASF nicht ausreichend bemined wird. Diese Drohung, die Miner zu “feuern”, indem man ihre Asics per Algorithmus-Änderung wertlos macht, wurde in der Vergangenheit schon immer wieder laut, als die Miner mit der Classic / Unlimited Hardfork zu größeren Blöcken geliebäugelt haben.

Ob Luke und seine UASF-Genossen diese Drohung wahrmachen, steht derzeit noch in den Sternen. Falls ja, wird dies voraussichtlich einen Altcoin erzeugen.

Was können, sollen und müssen die User tun?

Meiner Ansicht nach ist die Gefahr eines Chain-Splits in den kommenden Wochen gering. Bis jetzt spricht nichts dagegen, dass SegWit2x die Deadline des 21. Juli einhält, womit das Ökosystem ohne Disruptionen SegWit bekommen wird. Dies wird die Fork jedoch nur aufschieben, da für Oktober oder November die kontroverse 2MB-Hardfork angeplant ist.

Aber selbst wenn SegWit2x scheitert, aus welchen Gründen auch immer, gibt es bislang recht wenig Anzeichen, dass eine kritische Masse an Minern auf den UASF-Zug aufspringt. Derzeit wirkt BIP148 eher so, als würde jemand drohen, sich selbst die Augen auszustechen, wenn der andere nicht ein bestimmtes Kleidungsstück anzieht. Wer Fan der UASF ist, sollte bei Slush minen sowie die oben genannten Wallets und Börsen benutzen, um dabei zu helfen, eine kritische Masse zu erreichen.

Wer hingegen wenig von der Idee hält, solle es tunlichst vermeiden, Börsen und Wallets zu verwenden, die BIP148 in voller Härte durchziehen. Denn in dem Fall wird der User blind für die Mainchain – also für Bitcoin – und wird außer Lage gesetzt, Transaktionen zu empfangen und zu versenden. Während Trezor und Electrum klar gemacht haben, dass sie dem User die Wahl lassen, wäre es möglich, dass Bitonic, Mycelium und Samourai für den User entscheiden, dass er ab dem 1. August keinen Zugang zur Bitcoin-Mainchain hat. User sollten um Klarstellung bitten und, wenn nötig, alle Bitcoins von diesen Plattformen abziehen.

… und was, wenn es tatsächlich zur Chainsplit kommt?

Trotz allem ist es möglich, dass die UASF im August eine Chain-Split auslöst. In dem Fall wird die Sache kompliziert.

BIp148 hat keinerlei Form von Replay Protection. Das bedeutet, dass Transaktionen zunächst auf beiden Chains gültig sein werden. Sie werden nicht im gleichen Block sein, sondern zeitversetzt bestätigt. Doch an sich spricht nichts dagegen, dass ein Coin gleichzeitig auf beiden Chains wandert.

Vor allem Börsen fürchten daher das Risiko, Double Spends zum Opfer zu fallen. Es ist nicht klar, ob die Börsen einen UASF-Coin überhaupt listen werden, da sie bereits bei Bitcoin Unlimited klar gemacht haben, einen Forkcoin nur listen zu können, wenn dieser Replay Protection bietet.

Dennoch werden die meisten Handelsplätze, darunter auch Bitcoin.de, unmittelbar nach dem Chainsplit beginnen, die Coins zu trennen. Dies machen sie sowohl zur eigenen Sicherheit, als auch als Service für die User, die in der Regel nicht die technischen Fähigkeiten haben, um einen Coin selbst zu splitten. Dies erfordert es, einen Double Spend auszuüben oder Zugang zu frisch erzeugten Coins zu haben. Im Falle von Bitcoin.de können sich die User beide Arten von Coins, die Legacy Coins und die UASF-Coins, auszahlen lassen. Allerdings sollte man für diesen Fall eine Wallet haben, die den Wechsel zwischen den Chains erlaubt, wie Trezor oder Electrum, oder mehrere Wallets benutzen.

Wer gerne Bitcoin behalten will, also den Coin, der sowohl den Legacy Coin als auch den UASFCoin umfasst, kann einfach beide Coins an dieselbe Adresse auszahlen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass dies für die Zukunft Risiken und Verwirrungen mit sich bringen kann.

Sollte es nach der SegWit-UASF zur Bigblock-UAHF kommen, sollten die User sichergehen, dass sie auch bereit für diese Chain sind. Dies wird durch die Clienten ABC und eventuell auch Classic und Unlimited möglich sein. Die beiden letzteren allerdings nur dann, wenn die UAHF Chain die meiste Hashrate hinter sich hat.

TD;LR oder drei Safety-Regeln für den Chain-Split

Abschließend noch ein paar Regeln, die euch helfen sollen, eure Bitcoins unbeschadet durch eine Chain-Split zu manöverieren. Da es ein Ereignis wäre, das es bisher nicht gab, können wir natürlich nicht garantieren, dass ihr mit diesen Regeln Erfolg habt:

  1. Vertraut eure Bitcoins keiner Börse, Wallet oder sonstiger Plattform an, die diese für politische Zwecke aufs Spiel setzt. Weder für UASF noch UAHF. Vertraut nur Plattformen, die neutral sind und die es im Falle einer Chainsplit erlauben, alle möglichen Coins zu benutzen.
  2. Übereilt nichts. Solange ihr einen Bitcoin nicht überwiesen habt, steckt in ihm jeder mögliche Forkcoin. Unbewegte Bitcoins können gar nicht von einer Fork betroffen sein. Falls es möglich ist, ist Nichts-Tun die sicherste Variante.
  3. Trennt die Coins, die ihr ausgeben wollt. Vermutlich werden die Plattformen die Coins getrennt behandeln, um keinen Replay Angriffen zum Opfer zu fallen. Wenn ihr Bitcoins auf solche Plattformen einzahlt, solltet ihr das nur tun, nachdem ihr die Coins getrennt habt. Ansonsten lauft ihr Gefahr, die andere Seite der Bitcoins ins Nirwana zu schießen.

Viel Glück!

Anhang:

Offizielles Statement von Bitcoin.de zum Umgang mit einer Hardfork durch SegWit2x/BIP148

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43 Comments on Zur Vorbereitung auf stürmische Tage: Was kann Ende Juli und Anfang August mit Bitcoin passieren?

  1. “Bitmain hat hierfür bereits eine Roadmap für die UAHF vorgestellt. Neben den größeren Blöcken umfasst diese Extension Blocks, SegWit, …”

    “Auf der Future of Bitcoin hat der Entwickler Amaury Sechet den Client BitcoinABC vorgestellt. Dieser wird wohl von Bitmain für die UAHF benutzt werden. BitcoinABC ist eine Fork von Bitcoin Core 0.14.1, aus der SegWit entfernt wurde…”

    Was denn nu? SegWit drinne oder nich?

    • SegWit soll eventuell eingeführt werden, sofern es keine Patent-Probleme gibt.

      • Benjamin Bitcoin // 13. July 2017 at 17:18 //

        Wie soll es Patent-Probleme geben? Bitcoin-Core und auch der Code für Segwit stehen unter der MIT-Lizenz, d.h. man kann damit eigentlich alles machen was man will.

      • Ich glaube auch, dass das Quatsch ist. Aber es gab mal die Behauptung, dass Teile von SegWit durch alte Patente abgedeckt sind. Ich habe damals ein wenig recherchiert, sogar einige einschlägige Anwälte gefragt, aber niemand konnte mir helfen. Ich gehe davon aus, dass es FUD ist. Aber laut einem Blogpost will Bitmain das erst klären, bevor SegWit in die Roadmap geht.

  2. snckills // 13. July 2017 at 17:12 // Reply

    Hallo zusammen,

    Weiß jemand wie die Platform Bitcoin.de und der Miner genesis-mining.com mit der Situation umgehen werden? Kann man da vielleicht irgendwo was nachlesen?

    Viele Grüße

    Stefan

  3. hey zusammen.

    wollte mal fragen wie das mit paperwallets aussieht?!

    bin anfänger und kenn mich nicht so gut aus … sollte ich die wo anders hinschicken oder kann ich sie da liegen lassen?

    sorry für die frage aber darüber hab ich bis jetzt noch nichts gefunden.

    grüsse ep

  4. flotschie // 13. July 2017 at 19:08 // Reply

    Eine Frage zu Mycelium – nur um ganz sicherzugehen: Wenn ich jetzt in meiner Mycelium App einen privaten Key, den ich vorher offline erzeugt habe, mir aufgeschrieben habe, und auf den ich Bitcoins überwiesen habe, importiere, dann bin ich auf jeden Fall safe oder? Weil Christoph oben schriebt “User von Mycelium müssen…etc”. Ich versethe das so, dass nur diejenigen, die mit der Mycelium App auch ihren privaten Key generiert haben, aufpassen müssen oder? Vorher existierende, selbst erzeugte private Keys sind safe oder? Ich stelle mir das so vor dass selbst wenn jetzt mein Handy mit der App ins Meer fallen würde, dass es egal ist, weil ich ja noch immer meinen handgeschriebenen privaten Key in der Schublade habe.

    • Diese ganze Forkerei betrifft nur Transaktionen. Wenn du den Privaten Schlüssel hast, ist alles gut. Das Problem mit Mycelium kann sein (ich weiß es nicht genau, was sie zu tun vorhaben), dass Mycelium einem via Auto-Update (?) BIP148 verpasst und man plötzlich ohne Chain dasteht. Ich bezweifle das, weil sie sich damit ins eigene Bein schießen würden … mit dem gespeicherten Schlüssel bist du auf jeden Fall auf der richtigen Seite. Weißt du denn, wie man ihn entschlüssel?

      • Der Private Key (PK) den ich mit der Mycelium App erstelle, ist doch ein auf der Blockchain allgemein gültiges PK? Und nicht irgend ein Seed oder Sonstiges der nur mit Mycelium entschlüsselt werden kann? Ich habe leider kein Android-Gerät zur Hand um das zu testen…
        Somit wäre man doch auf alle Fälle sicher, ganz egal was Mycelium macht. Zumindest solange man den Key vorher auf Papier schreibt und dann erstmal die Coins nicht bewegt?

      • Beim letzten Mal als das jemand in meiner Anwesenheit probiert hat, war der PK seltsam verschlüsselt, daher frage ich. Wenn er so aussieht wie das hier
        https://en.bitcoin.it/wiki/Private_key
        dürfte es ok sein.
        Verwaltet mycelium nicht mehrere Adressen?

      • flotschie // 13. July 2017 at 21:09 //

        Ich nehme an mit Entschlüsseln meinst du wie ich mir meine Adresse anzeigen lassen kann? Ich nehme an so: Auf meinem offline PC gehe ich auf bitaddress.org und dort auf “Wallet Details” und gebe dort den privaten Key ein. Dann wird mir meine Adresse angezeigt.

      • Nein, ich weiß nicht, ob / wie der priv key bei Mycelium verschlüsselt ist. Muss man ein Password eingeben, um ihn anzeigen zu lassen?

      • flotschie // 14. July 2017 at 12:34 //

        Christoph, du schreibst: “Nein, ich weiß nicht, ob / wie der priv key bei Mycelium verschlüsselt ist. Muss man ein Password eingeben, um ihn anzeigen zu lassen?”.

        Warum sollte ich mir ihn anzeigen lassen? Der Key wurde nicht von Mycelium erzeugt. Ich habe ihn vorher offline auf bitaddress.org erzeugt. Dann ihn auf ein Blatt Papier händisch abgeschrieben und sicher verwahrt. Und dann auf die ihm entsprechende Adresse Bitcoins überwiesen. Die Adresse auf Blockchaininfo weist den korrekten Stand aus.

        Erst DANACH habe ich den Key in Mycelium importiert, und zwar über Accounts – “Schlüssel-Plus” Symbol – Advanced – “Scan Bitcoin Address, private key or HD-Account”. Weil ich testen wollte ob ich auch von MEINER Adresse wegüberweisen kann. Der Key wurde importiert und ich sehe jetzt in Mycelium meine Adresse mit dem richtigen Guthaben drauf. Die Überweisung hat dann auch funktioniert mit Mycelium. Ohne dass ich meinen Key eingeben habe müssen.

        Deswegen verstehe ich deine Frage nicht ganz.

  5. nachdem ihr die Coins getrennt habt. Ansonsten lauft ihr Gefahr, die andere Seite der Bitcoins ins Nirwana zu schießen.

    Genau das ist ja das große Problem, wie trennt man denn die Coins?

    • Gibt grob gesagt zwei Möglichkeiten: 1. Double Spend (transaktion an beide Chains schicken, sobald von der einen bestätigt, mit höheren Gebühren nochmal schicken) und 2. frisch erzeugte Coins in eine Transaktion einbauen –> wird nur auf einer Chain gültig sein

  6. Hey Leute ich hab meine ganze coins auf Exodus wallet
    Ich bin neue hier und kenn mich null auf
    Kann mir einer sagen was ich am besten machen soll ?
    Danke Voraus

  7. hallo, eben mit google übersetzt!

    Exodus derzeitiger Status
    1 Ausgabe mit Exodus Preis Feeds berichtet.

    Der Mai – Ausgabe SIE SEHEN: Ab 14. Juli 2017 @ 03.12 Pacific Time – wir einige Anwenderberichte mit den lokalen Währungswerte erhalten (USD, EUR, GBP und CAD) nicht korrekt in der Brieftasche, Portfolio – Darstellung und Gesamt Abschnitt Gleichgewicht in der Navigationsleiste. Sie können auch eine Nachricht auf dem Portfolio sehen „Bitte Ihre Internetverbindung überprüfen.“ Ihre Internetverbindung ist wahrscheinlich in Ordnung.

    Alle Vermögenswerte sind sicher – das scheint eine temporäre Anzeigeproblem mit dem Preis Feed-Daten zu sein.

    UNSERE AKTUELLE AKTION: Unser Team ist sich des Problems bewusst , und wir suchen in einem Fix jetzt. Wenn Sie keine Preisdaten in Exodus sehen, beenden und neu starten wieder in etwa eine Stunde – hoffentlich haben wir ein Update bald.

  8. hallo,

    Exodus wallet ist jetzt wieder erreichbar, und alles ist noch da!

  9. Anfänger // 14. July 2017 at 14:02 // Reply

    also was rät ihr mir
    sol ist einfach alles drauf lassen oder
    neues wallet eröffnen wenn ja wo ?
    danke für die hilfe

  10. Erstmal grossen Dank an Christoph für diesen umfangreichen Artikel. Wenn ich dass richtig verstanden habe ist ein Wallet was dem User die Entscheidung überlässt und von Haus aus mehrere Wallets unterstützt die richtige Wahl. Demnach besser Elecrtrum als Core? In jedem Fall: Spannende Zeiten vorraus

    • Core ist an sich kein Problem. Einfach zwei Versionen laufen lassen, einmal mit, einmal ohne BIP148. Oder drei, mit SegWit2x. Sobald es zur Split kommt, braucht man halt einen neuen Ordner für die Blockchain. Bei mehreren Chains wird das schnell viel, weshalb man prunen sollte …

  11. Mal angenommen ich generiere jetzt mit core wallet von meiner adress einen privkey in der konsole, Die chain splittet und es gibt dann später zwei chains. Kann ich dann den key in beiden chains imortieren ?

    • Cornelia // 15. July 2017 at 2:13 // Reply

      Jep, das funktioniert.

      Wenn auf der Adresse vor dem Fork-Zeitpunkt 2 BTC liegen, startest du in beiden resultierenden Chains mit einem Guthaben von 2 BTC.

      • Und wie bekommt Chain Nr.1 mit wenn ich über Chain Nr.2 eine Transaktion mache? Das müsste sie ja, ansonsten könnte ich ja über Chain Nr.1 nochmal eine Transaktion machen.

        Sorry, aber ich hab’s noch nicht geschnallt wie das gehen soll.

      • Also … Woraus besteht eine Transaktion?

        Ein Input mit ausreichend Guthaben, ein Betrag, ein Empfänger sowie deine Unterschrift.

        Prinzipiell ist alles auf beiden Chains gültig, solange du die Inputs nicht ungültig gemacht hast (durch Double Spends / Beimischung Mining Reward).

        Woher weiß die Chain das? Sofern beide Netzwerke hermetisch voneinander getrennt sind, eventuell nicht. Aber solange es eine Vermischung gibt, also in irgendeiner Weise die Nodes der einen Chain die Transaktion empfangen und an Nodes der anderen Chain geben, wissen beide von der Transaktion und erkennen sie auch beide als gültig an.

      • Recht vielen Dank für die wertvolle Aufklärungsarbeit.
        Also könnte beispielsweise eine Nicehash-Auszahlung auf das BTC-Sparkonto für Ärger sorgen.

  12. spencerstevens // 15. July 2017 at 17:15 // Reply

    Ok jetzt habe ich auch 1-2 Fragen:

    1. Sind meine Coins sicher und bereit für beide Chains wenn ich die walltet.dat meines bitcoin core clients (0.14.0) sichere?

    2. Muss ich mir einen private key ausgeben lassen BEVOR es zu einem chainsplit kommt, oder reicht es das zu tum NACHDEM es bereits zum split gekommen ist? Muss ich das überhaupt tun? (http://coinwelt.de/2015/09/eine-bitcoin-adresse-exportieren/)

    3. Wenn es dann zum Split kommt, welche clients muss ich laufen lassen um auf beiden chains die coins zu haben? Ich habe wie gesagt drezeit einen 0.14.0 core am laufen.Ich interessiere mich nicht für online Wallets, ich lasse das alles auf meinem System laufen. Soweit ich das verstanden habe sollte ich einen zweiten Node laufen lassen mit einem Client der eben die neue Blockchain unterstützt. Geht das on weiters auf einem und dem selben Rechner? Welchen Client muss ich neben dem Core Client nutzen? Und ist es ausreichend die wallet.dat als Backup (vor dem Chain Split) in den neuen Client einzuspielen?

    4. Etwas offtopic, aber aähnliches Szenario. Ich habe noch 100 ETH. Mit einer Adresse vor dem ETH chainsplit. ETH wurden seit vor dem Split nicht mehr bewegt. D.h. ich müsste jetzt ja auch noch die ETC irgendwo haben. Wie komm ich am einfachsten an die ran 🙂 Hat jemand ein Tutorial oder einen Link wo das erklät wird. Wie gesagt ich mag keine online Wallets, ich kann nicht sehen was da im Hintergrund genau passiert, deshalb trau ich denen nicht. Mir wäre es lieber ebenfalls einen ETC node laufen zu lassen und dann beide Coins lokal bedienen zu können. Halte ich für die sicherste Variante.

    Danke

    • 1. Ja, sind sicher, und theoretisch auch bereit für beide Chains. Aber praktisch wird Core 0.14.0 die längste gültige Chain auswählen, und das wird, wie es aussieht, nicht die UASF Chain und nicht bitcoinABC sein. D.h. du musst also parallel einen UASF- / BitcoinABC Node laufen lassen. Das Problem wird nun, dass jeder Node eine vollständige Blockchain und ein eigenes Datadir braucht (also am besten für jede Chain eine eigene bitcoin.conf schreiben). Pruning dürfte jetzt nützlich sein, um Platz zu sparen …

      2. Solange du keine Transaktion machst / empfängst, kann nichts passieren. Und wenn was passiert, rettet dich ein Priv Key auch nicht. D.h. eigentlich ist es egal.

      3. Ja, genau. Lass einen Zweit- / Drittnode laufen. Jeder braucht halt ein eigenes Datadir. Damit das nicht die Festplatte sprengt, ist Pruning eine gute Idee. Am besten du lässt aber eine Chain ganz, nur der Sicherheit wegen.

      4. Habe ich hier mal erklärt: https://bitcoinblog.de/2016/07/25/ethereum-fork-aus-eins-mach-zwei/ Alternativ kannst du auch einfach ein paare Ether-Stück auf einer Börse kaufen und auf eine Adresse überweisen. Schon hat die ETH-Adresse die Balance Früher+X, während die ETC-Adresse die Balance Früher hat. Dann beide Blockchains laden, Keystore importieren, die volle Balance der ETH-Adresse auf eine andere Adresse überweisen, und das wars.
      Aber eventuell reicht es auch, die Coins einfach an Poloniex oder so zu schicken. Informier’ dich aber zuvor gut.

  13. Hallo, kann ich meine Bitcoins bedenkenlos auf bitcoin.de liegen lassen, oder sollte ich mir für den 01.08. ein anderes wallet suchen? Danke!!

    • 1. Keine Panik. Ein Split ist eher unwahrscheinlich.

      2. Solange du keine Transaktion machst / empfängst, kann dir nichts passieren. Egal wie eine Fork verläuft

      3. Im Falle einer Fork ist es gut, die Coins zu trennen. Das würde ich eine Börse wie Bitcoin.de machen lassen (es sei denn, du bist in der Lage, einen Double Spend auszuführen).

      4. Natürlich musst du Bitcoin.de vertrauen, den Split gut zu machen. Und es gibt noch offene Punkte, etwa zu BitcoinABC. Aber abhängig von Ihrer technischen Kompetenz dürfte es nicht die schlechteste Wahl sein.

  14. hetzer981 // 17. July 2017 at 10:06 // Reply

    Hey, wie gehe ich am besten vor – zu Segwit2x ???
    Ich habe eine eigene Wallet/Client von BitcoinCore (0.12.1, aus meiner Sicht ein sogenanntes Full-Node135GB mit eigenem Privat-Key). Wie gehe ich die Kommende Zeit an die Thematik ran.
    Ich glaube weiterhin an BTC und denke hier wird die Community schon eine Lösung finden. Falls es doch aber zu einer Splittung kommen sollte wie gehe ich mit meiner Wallet vor bzw. wie bekommt man dann BTC-Classic und BTC auseinander in meiner Wallet oder wie??? (kein Plan)

    Danke für eure Hilfe

    • 1. Keine Panik. Ein Split ist eher unwahrscheinlich.

      2. Solange du keine Transaktion machst / empfängst, kann dir nichts passieren. Egal wie eine Fork verläuft

      3. Im Falle einer Fork ist es gut, die Coins zu trennen. Das würde ich eine Börse wie Bitcoin.de machen lassen (es sei denn, du bist in der Lage, einen Double Spend auszuführen).

      • hetzer981 // 17. July 2017 at 10:14 //

        Hey danke für die schnelle Antowort … Freune mich schon auf deine Beiträge und eure perfekten podcasts

      • Danke. Aber das mit den Podcasts ist eine Verwechslung …

      • hetzer981 // 28. July 2017 at 19:56 //

        Hey jetzt sieht ja lies ganz anders aus, segwit2 kommt und bitmain und co stellt sich noch quer. Was glaubst du, kommt Hard Fork (bitcoin cash) bzw. bis jetzt habe ich noch keine Exchange gefunden die ein Trennung in Betracht nimmt. Muss ich mich mal in Double Spend Einlesen

  15. Bitte in der Überschrift dem “Agust” noch ein “u” spendieren.

  16. cityroler // 19. July 2017 at 0:10 // Reply

    Hallo Christoph,
    erst einmal super Artikel. Das erste Mal nun, dass ich besser verstehe, was da in der nächsten Zeit passiert 🙂

    Vielleicht hast du für mich auch einen Tipp, da ich derzeit so ein bisschen hin- und hergerissen bin. Ich habe meine Bitcoins derzeit bei coinbase.com, welche meines Wissens auch mit SegWit2x gehen möchten. Ich habe meine Bitcoin gekauft als der Preis noch irgendwo zwischen 500-800 Euro/BTC war. Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich meine Bitcoin abziehen sollte und erst später wieder zurückwechseln soll.
    Hast du hier vielleicht eine Empfehlung oder einen Ratschlag für mich? Wäre dir sehr dankbar dafür.

    Danke 🙂

  17. Ich würde Ihn behalten wird schon gut gehen viel verlieren kannste eh nicht 🙂

  18. hatallesmann // 20. July 2017 at 23:45 // Reply

    Ich erlaube mir mal zu sagen:

    Alles zu bitcoin.de und abwarten.

    Da sind Menschen am Werk die wissen was zu tun ist und die Banker von Fidor werden keine Experimente zulassen!

    Deshalb bin ich tiefenentspannt! Wenn sich der aufgewirbelte Staub verzogen hat, geht es wieder weiter. Zwei Wochen dürften da wohl vollkommen ausreichen!

    🙂

  19. smaal difa // 21. July 2017 at 14:33 // Reply

    ALSO nochmal kurz zusammengefasst:
    Laien sollten am besten ihre BTC von der Börse runterholen auf z.B. ein Electrum-Wallet
    und das ganze dann absitzen?

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